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Bobrowsky: Materialien zur Geographie und Statistik des Gouvernements Grodno. St. Petersburg 1863. (In Russischer Sprache.)

Compte-rendu de la Société impér. géographique de Russie pour l'année 1862. Rédigé par M. V. Bésobrasoff, secrétaire de la Société. Traduit du Russe. 8", 153 pp. St. Petersburg 1863. Die Jahresberichte der Kaiserl. Russ. Geogr. Gesellschaft sind das Hauptorgan, welches das In- und Ausland über die grossartige Thätigkeit dieser über reiche Mittel verfügenden Gesellschaft belehrt, und mit Freuden sehen wir deshalb mehr und mehr Fleiss auf dieselben verwandt. Wie seit einigen Jahren Uebersichten der von offiziellen Körperschaften in Russland, so von der topographischen Abtheilung des Generalstabes, der Marine, dem Statistischen Bureau, den verschiedenen Ministerien, ausgeführten geographischen und statistischen Arbeiten dem Berichte über die eigene Thätigkeit der Gesellschaft beigegeben werden, so erscheint diess Mal der letztere Bericht selbst in erweiterter und für die Zukunft viel versprechender Weise, indem er die wissenschaftlichen Resultate eingehender behandelt, reichlicheres Detail mittheilt und fernerhin diess in noch höherem Mäasse zu thun und neben der offiziellen auch die private Thätigkeit Russlands auf geographischem Gebiet mehr zu berücksichtigen verspricht. Sehr interessant sind schon diess Mal die Andeutungen aus dem Mémoire des Astronomen Schwartz zu seiner Karte von Ost-Sibirien, worin namentlich über die Gebirgssysteme und Wasserscheiden an der Siidgrenze Sibiriens ganz neue Aufschlüsse gegeben werden; ferner die Mittheilungen über die Arbeiten K. Struve's, welcher von der Gesellschaft der im Jahre 1861 zur Bestimmung der Russisch-Chinesischen Grenze in der Dsungarei abgeschickten Kommission als Astronom und Meteorolog beigegeben ist, sowie über J. Wenjukow's den nordwestlichen Kaukasus betreffende Arbeiten; die ersten ausführicheren Nachrichten über Baer's und Radde's Untersuchungen am Asow'schen Meer, welche die Befürchtungen in Betreff einer raschen Abnahme des Wassers in diesem Meere mindestens sehr übertrieben erscheinen lassen; die speziellen Nachweise über Entstehung und Inhalt des Geographisch - Statistischen Lexikons des Russischen Reiches, von welchem bis jetzt der 1. Band erschienen ist; die Darlegung eines Projektes zur Anstellung ethnographischer und statistischer Erhebungen im Europäischen Russland, abgesehen von vielen kürzeren Notizen, welche in ihrer Gesamintheit wiederum ein glänzendes Bild von den Leistungen Russlands für unsere Wissenschaft gewähren.

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Radloff, W.: Kurzer Bericht über eine im Sommer 1862 unternommene Reise in die östliche Kirgisen-Steppe. (Bulletin de l'Académie impér. des sciences de St.-Pétersbourg, T. VI, Nr. 4, pp. 416–420.) Im Verfolg seiner ethnographischen und sprachlichen Studien (siehe „Geogr. Mitth." 1863, SS. 193 und 235) reiste W. Radloff im Sommer 1862 von Barnaul durch die Dsungarischen Steppen bis zum Issik - kul, Wernoje und Kuldscha, um sich mit den dortigen Kirgisen - Stämmen bekannt zu machen, über deren Dialekt-Verschiedenheiten und Stammabtheilungen hier Einiges beigebracht wird. Romanow, v.: Die Katarakten der Angara. (Morskoi Sbornik, Juli 1863.) Sapiski (Mémoiren) der Kaiserl. Russ. Geogr. Gesellschaft. 1862, 3. Bd. 80, 265 SS. u. 2 Karten; 1862, 4. Bd. 89, 315 SS.; 1863, 1. Bd. 80, 813 SS.; 1863, 2. Bd. 8%, 297 SS., 3 Karten und 1 Profiltafel. St. Petersburg. (In Russischer Sprache.) An diesen neueren, unter Redaktion von A. N. Beketow und von 1863 an unter der von K. N. Bestuschew - Rjumin erschienenen Heften ist die reichlichere Beigabe von Karten und die vollständigere Chronik der Reisen zu rühmen. Das 3. Heft des Jahrgangs 1862 wird zum grössten Theil durch Barbot de Marny's „Geologisch - orographische Skizze der Kalmücken - Steppe und der angrenzenden Länder" ausgefüllt, welcher eine leider ziemlich dürftige Karte mit einigen geologischen Andeutungen beigegeben ist. Ausserdem finden sich darin die auch in den „Geogr. Mittheilungen" publicirten Angaben R. Schlagintweit's über die Entfernungen zwischen den wichtigsten Städten in den westlichen Theilen des Himalaya, Tibets und Central-Asiens, eine Karte der Länder am Issik - kul und Syr-Darja mit Benutzung der neueren Aufnahmen und der Anfang eines nützlichen bibliographischen Verzeichnisses der auf Geographie, Ethnographie und Statistik bezüglichen Bücher und Aufsätze, welche 1861 in Russland erschienen sind. Dieses Verzeichniss setzt sich durch einige der folgenden Hefte fort und weist im Ganzen 2144 Nummern auf. Auch das 4. Heft des Jahrganges 1862 enthält nur Einen grösseren Aufsatz, nämlich „Ueber den Kreis Jenisseisk und das Leben daselbst" von Kriwoschapkin, eine bedeutende Arbeit, die im 1. Hefte des Jahrganges 1863 ihren Abschluss findet, indess nur der Vorläufer eines selbstständigen Werkes ist, welches unter Ssemenow's Redaktion publicirt werden soll. Ausserdem enthält dieses erste, ungewöhnlich starke Heft zwei Abhandlungen von Baer: „Ueber die ersten Bewohner Europas" und "Einige Worte über das Projekt der Kanalverbindung des Kaspischen mit dem Schwarzen Meer" (s. „Geogr. Mitth." 1862, S. 446), so wie einen Bericht von Iwaschinzow über "die hydrographische Erforschung des Kaspischen Meeres". Unter den Miscellen dieses Heftes ist besonders Golubew's Brief aus Koral vom 15. November 1862 über seine Arbeiten in der Umgegend des Alaku! nervorzuheben. Das 2. Heft des Jahrganges 1863 enthält fünf Abhandlungen: "Skizze des Gebietes zwischen den Flüssen Kuban und Belaia" von Wenjukow mit einer werthvollen Karte jenes Gebietes: „Beiträge zur Beschrei

bung des westlichen Kaukasus" von Wenjukow mit einer ethnographischen Karte desselben und Erklärungen dazu: „Ueber die Beziehungen der Russischen Geschichte zu Geographie und Ethnographie" von Kostomarow; „Ueber die Tiefenmessungen im Kaspischen Meere, 1861–1862", von Ulsky mit einer Karte und 4 Profilen: „Statistische Bemerkungen über die öffentlichen Ersparnisse" von Lamanski. Die lange Reihe der in den vier Heften abgedruckten Sitzungsberichte umfasst die Zeit vom Dezember 1861 bis April 1863. – Wie aus dem letzten Jahresbericht der Gesellschaft ersichtlich ist, denkt der Vorstand mit rühmlichem Eifer auf die Erhöhung des schon jetzt bedeutenden wissenschaftlichen Werthes dieser „Mémoiren" und hat deshalb beschlossen, ein Redaktions-Comité aus den Präsidenten der einzelnen Sektionen und dem Sekretär zu errichten, um den Werth der eingehenden Arbeiten zu prüfen und die ganze Publikation zu überwachen.

Ssemenow, P. v.: Geographisch-statistisches Wörterbuch des Russischen Reiches, zusammengestellt im Auftrage der Kais. Russ. Geogr. Gesellschaft, unter Mitwirkung von Sujerinski, Philippow und Maak. Thl. I. 8°, 724 SS. St. Petersburg, 1863. (In Russischer Sprache.) Ueber Entstehung und Inhalt dieses bedeutenden, auf 4 Bände berechneten Werkes, von dem wir dringend wünschen, dass es bald in eine allgemeiner verständliche Sprache übersetzt werden möge, entnehmen wir dem letzten Jahresbericht der Russ. Geogr. Gesellschaft folgende Details. Der Gedanke, ein solches Wörterbuch auszuarbeiten, entstand in der statistischen Sektion der genannten Gesellschaft bereits im Jahre 1850, erst 1856 schritt man zur Ausführung durch Bildung eines Comité's, welches zunächst ein alphabetisches Verzeichniss aller in das Wörterbuch aufzunehmender Artikel aufstellen zu lassen beschloss und für diese Arbeit den berühmten Statistiker P. von Koeppen gewann. Dieser fertigte denn auch, zum Theil mit A. Stackelberg, die gewünschte Liste von etwa 16.000 Artikeln grösstentheils an und fügte bibliographische Nachweise in grosser Zahl so, wie statistische Auszüge aus den Kirchenregistern des Reiches hinzu. Krankheit unterbrach seine Arbeit und der Vorstand der Gesellschaft übertrug denn ausgezeichneten Geographen und Reisenden P. v. Ssemenow die Fortsetzung, welcher denn auch bis 1862 die Vorarbeiten, namentlich die mühsame, aber auch äusserst werth volle Zusammenstellung der auf jeden Artikel bezüglichen Literatur, beendete und im Jahre 1863 den ersten Band abschloss. Dem ursprünglichen Plan gemäss berücksichtigt das Werk das ganze Russische Reich mit Ausnahme von Polen und Finland und umfasst eben so wohl alle irgend bemerkenswerthen Daten der Oro- und Hydrographie als die politischen Abtheilungen, die Ortskunde und die Volksstämme. Von den Inseln z. B. werden alle diejenigen aufgeführt, welche mehr als 5 Werst Durchmesser haben oder bei geringerer Grösse sonst Bemerkenswerthes bieten; von den Flüssen im Allgemeinen diejenigen, deren Länge mehr als 50 Werst im Europäischen Russland und mehr als 100 Werst im Asiatischen Russland beträgt, die kleineren dann, wenn ihre Thäler, etwaige Goldwäschen, Katarakten u. s. w. Interesse bieten; von den Ortschaften diejenigen, deren Bevölkerung die Zahl 1500 übersteigt, die kleineren dann, wenn sie durch Handel, Industrie oder historische Ereignisse Beachtung verdienen, ausserdem alle Klöster und Festungen, alle industriellen Etablissements, welche Bevölkerungscentren bilden, die Ruinen alter Städte, historisch interessante Punkte aller Art, die zur Grenzwache dienenden Posten. Für Ausarbeitung der Artikel wurde neben den bei jedem derselben angeführten literarischen Quellen vielfach auch unpublicirtes Material verwendet, welches die verschiedenen Behörden mit Bereitwilligkeit zur Verfügung gestellt haben.

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Austin, J. B.: The Mines of South Australia, including also an account of the smelting works in that colony; together with a brief description of the country, and incidents of travel in the bush. 80 mit Karte. London, Longman, 1863. 5 s. Bensusan, M.: The Fiji Islands. (Journal of the R. Geogr. Soc. of London, 1862, pp. 42–50.) Enthält nichts Neues. Bourne, G.: Journal of Landsborough's expedition in search of Burke and Wills. 89. London, Street, 1863. 1 S. Central Australia. (Colburn's New Monthly Magazine, Sept. 1863.) Davis, John: Tracks of M“Kinlay and party across Australia. Edited from Mr. Davis's manuscript journal, with an introductory view of recent Australian explorations, by William Westgarth. 8%, 426 pp. mit 1 Karte und Chromolithographien. London, Low, 1863. 16 s. In den offiziellen Australischen Reiseberichten neuester Zeit herrscht ein ausnehmend trockener, monotoner Styl und nur geographische Enthusiasten und Geographen von Fach werden sich überwinden, ein solches Dokument von Anfang bis zu Ende durchzulesen. Da aber besonders die in den letzten Jahren ausgeführten Reisen durch das Innere von Australien in mehrfacher Hinsicht von grosser wissenschaftlicher und praktischer Bedeutung sind, so ist es ein wahres Verdienst, wenn nicht - offizielle Berichte über jene Reisen ans

Licht gezogen und in geniessbarer Form publicirt werden. Nun ist zwar das Tagebuch von Davis, einem Begleiter M“ Kinlay's, auch nicht gerade blühend geschrieben, aber es enthält doch viele Details, die geeignet sind, mehr Leben in die Darstellung zu bringen, und Westgarth hat durch verständige Gliederung, erläuternde Zusätze und wahrscheinlich auch durch Ausfeilung viel gebessert und seine 70 Seiten lange Einleitung erweckt das Interesse durch eine Geschichte der neueren Australischen Explorationen und fasst deren Resultate kurz zusammen. Ganz in Uebereinstimmung mit den Schlüssen, zu denen auch wir gekommen sind, heisst es dabei unter Anderem: »Das Innere von Australien ist daher ein Land, von dem wir Nutzen ziehen können, und man hat allen Grund zu glauben, dass es zum grösseren Theil bald und mit wunderbarer Schnelligkeit von Viehzüchtereien übersäet sein wird." Obwohl die Illustrationen in Farbendruck unserem jetzigen, etwas verwöhnten Geschmack nicht entsprechen und ausser den Portraits wenig Charakteristisches bieten, bisweilen auch sehr plump nach Effekt haschen, ist doch im Ganzen die Ausstattung des Buches eine recht elegante. Auf der Karte sind neben der Route M°Kinlay's auch die von Stuart, Burke, Landsborough und Walker angedeutet.

Doane, Rev. E. T.: Remarks on the Atoll of Ebon, in Micronesia. Mit 1 Karte. (Nautical Magazine, September 1863, pp. 454–460.)

Beschreibung und Karte von der zur Ralick-Gruppe des Marschall-Archipels gehörigen Koralleninsel Ebon.

Earl, G. W.: A Handbook for colonists in tropical Australia. 8°, 193 pp. mit 3 Karten. London, Trübner, 1863. 7 s. Der Verfasser ist hinlänglich bekannt durch sein geschätztes, 1846 publicirtes Werkchen „Enterprise in Tropical Australia", welches für Alles, was mit der ehemaligen Britischen Niederlassung in Port Essington und den dort gemachten Erfahrungen zusammenhängt, eine Hauptquelle abgiebt. Fast durch die ganze Zeit des Bestehens jener Niederlassung, 1838–1849, hat er daselbst als Commissioner of the Crown Lands ausgehalten und seine Aufgabe war hauptsächlich, Erfahrungen und Nachrichten zu sammeln, welche den Kolonisten nützlich sein könnten, im Falle eine wirkliche Besiedelung. Statt finden, d. h. Ländereien an Private abgelassen werden sollten. Dazu kam es damals bekanntlich nicht und Earl hielt daher in der oben citirten Schrift mit einem grossen Theil seiner Aufzeichnungen, in so weit sie nur Ackerbau und Viehzucht treibenden Ansiedlern von Nutzen sein konnten, zurück. Gegenwärtig aber ist ihre Publikation höchst zeitgemäss, da so eben die ersten Anfänge mit der Besiedelung Nord-Australiens gemacht werden, und dieses kleine, ziemlich schlecht gedruckte Buch wird, wenn es die wünschenswerthe Verbreitung findet, grossen Nutzen stiften. Nebenbei ist es auch für die physikalische Geographie von Australien von hohem Werth, sowohl in seiner ersten, die klimatischen Verhältnisse ausführlich erörternden und von Karten erläuterten Abtheilung, als in den darauf folgenden über Akklimatisation von Nutzthieren und Nutzpflanzen.

Goudswaard, A.: De Papoewa's van de Geelvinksbaai. Hoofdzakelijk naar mondelinge mededeelingen van ooggetuigen. 8°, 110 pp. mit Tafeln. Schiedam, Roelants, 1863. Thlr.

Grad, Ch.: L'Australie intérieure. Explorations et voyages à travers le continent australien de 1860 à 1862. Mit 1 Karte. (Nouv. Annales des Voyages, Juli 1863, pp. 5–63, Oktober pp. 63–93, Dezember pp. 257–336, Januar 1864, pp. 55–71.) Berichtet über Stuart's Reisen von 1861 und 1862, über die Burke'sche Expedition, über Fr. Gregory's Reise in Nordwest-Australien, Dempster's, Landsborough's, MeKinlay's Reisen so wie über die Reisen und Forschungen im Torrens-Becken und fügt einige allgemeinere Bemerkungen bei. Diese ziemlich ausgedehnte, auch zu einem selbstständigen Buch zusammengestellte Kompilation beruht grossentheils auf den in den „Geogr. Mitth." publicirten Aufsätzen und es kann uns nur lieb sein, wenn auf solche Weise unsere Arbeiten grössere Verbreitung finden, aber es scheint uns doch ein eigenthümliches Verfahren des Herrn Grad, nicht nur das Thatsächliche aus jenen Aufsätzen zu entnehmen, sondern auch die Reflexionen und Schlussfolgerungen ihres anonymen Verfassers für seine eigenen auszugeben und als solche zu reproduciren. Wir glauben nicht, dass diese Art der literarischen Aneignung fremden Gutes en gros von dem gelehrten Redakteur der Nouvelles Annales, unserem verehrten Freunde V. A. Malte - Brun, gebilligt sein kann; diess beweist die von ihm den Grad'schen Uebersetzungen beigegebene Karte, in der wiederholt ausdrücklich erwähnt ist, was in ihr von den unsrigen Karten entlehnt ist.

Haast, Jul.: Discovery of a favourable pass to the sea above Lake
Wanaka. (The Lyttleton Times, 8. April 1863.)
S. „Geogr. Mitth." 1863, S. 375.

Hargraves, E. H.: Report on the geology of Western Australia. (Australian and New Zealand Gazette, 1. August 1863, pp. 73–74.)

Der Geolog Hargraves reiste im Auftrag der Kolonialregierung von Albany am King George Sound in nördlicher Richtung, aber mit manchen Abweichunen nach links und rechts, bis an den Murchison River, hauptsächlich nach ja auszuschauen. Er hatte am 8. Oktober 1862 Albany verlassen und berichtet von dort aus nach seiner Rückkehr Anfang März 1863 an den KolonialSekretär über seine Erfolge. Die Grundlage der Hochebenen des inneren Landes ist überall Granit, der in den Hügeln zu Tage tritt, in der Ebene aber meist bedeckt ist von einem weissen, kreidig aussehenden Sedimentär-Gestein mit Quarz- und Agat-Fragmenten und Salz-Inkrustationen. Goldfelder existiren dort sicherlich nicht, auch ist das Gerücht, Sir Roderick I. Murchison habe die geologischen Verhältnisse an dem nach ihm benannten Flusse für günstig in dieser Beziehung erklärt, durchaus unbegründet. Dagegen sind die Eisen-, Blei- und Kupferminen der Kolonie viel versprechend, Hargraves fand neue Kupferlager am oberen Arrowsmith und Irwin und ein bedeutender Reichthum steckt in den grossen Nutzholzwäldern südlich vom Blackwood River. Hargraves ist seitdem beauftragt worden, die Kolonie Süd-Australien in ähnlicher Weise zu bereisen.

Heath, P.: Cöte est de l'Australie. Renseignements sur la rivière
Pionneer. (Annales hydrogr. 1863, 2" trimestre.)
Hector's Exploration of New Zealand. (Edinburgh New Philosophical
Journal, Juli 1863, pp. 168–172.)

Dr. Hector, durch seine Theilnahme an der Palliser'schen Expedition in Britisch - Nord-Amerika bekannt, ist gegenwärtig Regierungsgeolog der Provinz Otago in Neu-Seeland und hat daselbst schon vielfach Gelegenheit gehabt, für Geologie und Geographie thätig zu sein. Im Februar 1863 hat er seine Forschungen bis an die Westküste ausgedehnt und zwar überschritt er die Südlichen Alpen ungefähr auf der Grenze zwischen Otago und Canterbury, also etwas südlicher als Haast, indem er im Thal des Matkituki hinauf ging und bis fast an die Jackson-Bai vordrang. Ein Korrespondent der »Otago Daily Times" begleitete ihn auf dieser beschwerlichen Exkursion und lieferte für das genannte Blatt den hier reproducirten Bericht, der indess wenig mehr als den Verlauf der Reise und die grossartige Gebirgsnatur schildert; Dr. Hector's eigener Bericht wird gewiss viel wissenschaftlich Interessantes enthalten.

Hochstetter, Dr. Ferd. v.: Neu-Seeland. gr. Lex.-89, 575 SS. mit 2

Karten, 6 Farbenstahlstichen, 9 grossen und 89 in den Text gedruckten Holzschnitten. Stuttgart, Cotta, 1863. 7 Thlr.

Obgleich diesem Werke bereits in vielen Zeitschriften das gebührende Lob gespendet worden, dürfen wir doch nicht unterlassen, auch an dieser Stelle auf seine hohe Bedeutung hinzuweisen. Wir sprachen es in unseren kurzen Begleitworten zu dem „Geolog. -topogr. Atlas von Neu-Seeland" aus (siehe auch »Geogr. Mitth." 1863, S. 351), dass die Arbeiten F. v. Hochstetter's und seines Freundes und Schülers J. Haast eine neue Epoche in der geographischen und kartographischen Kenntniss Neu-Seelands eröffnen, und wahrlich haben Beide für die Karte jener reich gesegneten Inselgruppe in kurzer Zeit Erstaunliches geleistet, nicht nur durch einzelne Detail-Aufnahmen, sondern namentlich durch v. Hochstetter's über einen grossen Theil des Inneren der Nordinsel ausgedehnte Messungen, welche eine genügend feste Grundlage für die Topographie derselben zum ersten Male boten, und durch Haast's noch gegenwärtig fortgesetzte Erforschung der Südlichen Alpen, deren wissenschaftlicher Entdecker er mit Recht genannt werden darf. Hand in Hand mit der Topographie geht bei Beiden die für das richtige Verständniss der Bodenformen unentbehrliche Geologie und der erwähnte »Geolog.-topogr. Atlas", aus 6 Karten bestehend, hat daher einen um so höheren Werth, als man auch über die geologischen Verhältnisse der Inselgruppe vorher nur vereinzelte Notizen besass. Hat man doch so oft die Behauptung wiederholt, Neu-Seeland sei hauptsächlich vulkanischen Ursprungs und besässe keine Bildungen der sekundären Periode, während es sich nach den Hochstetter'schen Forschungen herausstellte, dass von den ältesten metamorphischen Bildungen an durch die ganze Reihe der Versteinerungen führenden Forinationen bis zu den jüngsten Sedimentbildungen und eben so von den ältesten plutonischen Gesteinen bis zu den jüngsten vulkanischen Bildungen auf Neu-Seeland alle Hauptglieder vertreten sind. Auch die angebliche Jugend der Insel-Gruppe erweist sich als irrthümlich, denn schon zur Zeit, als das benachbarte Australien, einer der ältesten Kontinente der Erde, aus den Tiefen des Oceans emporstieg, ragten schon einzelne Theile Neu-Seelands als starre Landmassen über das Wasser; dagegen war es freilich, unähnlich dem seit dem Schluss der paläozoischen Periode wenig gestörten Boden Australiens, bis in die neuesten Zeiten ein Schauplatz grossartiger Erdrevolutionen und gewaltiger Erdkämpfe, welche ihm erst nach und nach seine heutige Gestalt gaben. Doch wir können hier nicht näher auf die geologischen Ergebnisse der glücklichen Fügung eingehen, welche ein ausgezeichnetes Mitglied der Wiener Geologischen Reichsanstalt an die Gestade Neu-Seelands warf; einige der wunderbaren vulkanischen Phänomene, die er dort studirte, hat Dr. v. Hochstetter auch schon früher in den „Geogr. Mitth." (1862, SS. 81 und 263; siehe auch SS. 367 und 1863, S. 13) geschildert und aus diesen Proben kennen unsere Leser auch den edlen Styl, die seltene Vereinigung anziehender Darstellung, wissenschaftlichen Geistes und fleissigster Bearbeitung, welche die Lektüre auch des vorliegenden Werkes zu einer ausnehmend genussreichen macht. Dieses Werk behandelt zudem keineswegs bloss die Topographie und Geologie der Inselgruppe, es ist vielmehr weitaus das vielseitigste und vollständigste, das bis jetzt darüber erschienen ist, das eigentliche Hauptwerk, das eben so wohl die allgemeinem geographischen Verhältnisse wie die Geschichte, Politik, Ethnographie, Naturgeschichte, Statistik und Literatur in geordneten Abschnitten vorführt. Entsprechend dem reichen, anmuthigen Inhalt ist das Aeussere; sowohl was den Druck als was die zahlreichen, zum Theil chromolithographirten Illustrationen und sogar den Einband anlangt, darf man das Buch zu den geschmackvollsten und besten rechnen. Die beiden unter A. Petermann’s Leitung hergestellten Karten sind die auch in den „Geogr. Mitth." publicirte Uebersichtskarte und eine Karte des südlichen Theils der Provinz Auckland im Maassstab von 1 : 700.000; beide sind auch dem Atlas einverleibt, jedoch mit geologischem Kolorit.

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Meinicke, Dir.: Die Gilbert- und Marshall-Inseln. (Zeitschrift für Allgem. Erdkunde, November 1863, SS. 369–417.) Dankenswerthe Deutsche Bearbeitung der neueren von den Amerikanischen Missionären, namentlich von Gulick gelieferten Berichte, über deren hohen Werth wir uns schon früher ausgesprochen haben (s. „Geogr. Mitth." 1862, SS. 399 und 435). Neu-Süd-Wales. Jahresbericht des Preussischen Konsulats zu Sydney für 1862. (Preuss. Handels-Archiv, 11. Dezbr. 1863, SS. 551–559.) Durch Rückblicke auf eine Reihe von Jahren lehrreiche statistische Zusammenstellungen über Bevölkerung, Produktion, Industrie, Finanzen. Old New Zealand: being incidents of native customs and character in the old times. By a Pakeha Maori. London, Smith, 1863. Otago, Descriptive sketch of the province of – , New Zealand, as a field for British emigration; compiled from official documents. 8°, 80 pp. mit Illustrationen. Edinburgh, Bell & Bradfute, 1863. 1 s. Rochfort, J.: Journal of two expeditions to the West Coast of the Middle Island of New Zealand in the year 1859. Mit 1 Karte. (Journal of the R. Geogr. Soc. of London, 1862, pp. 294–303.) Rochfort nahm 1859 als Regierungs-Geometer der Provinz Nelson die Westküste und die Südgrenze der Provinz nebst dem unteren Buller-River auf s. „Geogr. Mitth" 1863, Tafel 1). Scherzer, Dr. K.: Siebenzehn Jahre unter den Wilden Australiens. Nach den Mittheilungen eines Schiffbrüchigen. (Das Ausland 1863, Nr. 26, SS. 617–619.) Vor einiger Zeit erschien bei einer fernen Ansiedelung in Queensland ein Engländer Namens James Morill, der im Jahre 1846 an der Küste dieses Landes als Matrose der Barke „Peruvian" Schiffbruch gelitten und seitdem unter den Eingebornen am Burdekin gelebt hatte, wo seine Unglücksgefährten nach und nach dem Tode erlegen waren. Seine vor dem Gerichtshofe zu Rockhampton im Februar 1863 gemachten Aussagen, die sich unter Anderem auf Charakter und Sitten der Eingebornen beziehen, sind hier theilweis dem „Sydney Morning Herald" vom 13. März 1863 entnommen. Seemann, Dr. B.: Remarks on a government mission to the Fiji Islands. (Journal of the R. Geogr. Soc. of London, 1862, pp. 51–62.) Seit der Publikation des Blue-book über die Mission des Colonel Smythe und Dr. Seemann nach den Viti-Inseln und des besonderen Buchs darüber von Dr. Seemann ist dieser kurze Aufsatz entbehrlich geworden. Wekey, S.: Otago as it is. 89. Melbourne, Baillière, 1863.

IKarten. Australia, General map of ––, showing the routes of the several explorations by Burke, Wills, Stuart, and others. Melbourne 1863 (London, Algar). 2 s

Australia, East coast. Queensland, Sandy Cape to Keppel Isles, by Capt" Flinders, King, Blackwood, Stanley, Denham 1803–61. London, Hydrogr. Office, 1863. (Nr. 345.) 2 s. Australia, East coast. Queensland, Keppel Isles to Perey Isles including Capricorn Channel, by Capt" Flinders, King, Blackwood, Stanley, Denham 1803–61. London, Hydrogr. Office, 1863. (Nr. 346.) 3s. Australia, East coast. Queensland, Percy Isles to Whitsunday Isles. by Capt“ Flinders, King, Blackwood, Stanley, Denham 1803–61. London, Hydrogr. Office, 1863. (Nr. 347.) 2 s. Die neue Ausgabe der vorstehenden drei Blätter enthält unter anderen Nachträgen einen Theil der Denham'schen Aufnahme des Korallenmeeres. Black's New Map of Australia, Tasmania, and New Zealand, containing the latest discoveries, the goldfields etc. London, Black, 1863. 14s. Browning, J. S.: Map of the province of Canterbury, New Zealand, shewing the pasturage runs, compiled from official surveys, under authority of the provincial government, and from recent explorations by Dr. Haast and Dr. Hector. 1:630.000. Christchurch (New Zea

County-Maps of New South Wales. 1: 126.720. Lith. Sydney, Surveyor General's Office. In einer Notiz über den kartographischen Standpunkt Südost-Australiens im Jahre 1861 („Geogr. Mitth." 1862, S. 112) erwähnten wir bereits, dass jede Australische Kolonie eine Surveyor-General's-Office besitze, welche die Landesvermessung zu besorgen habe, und dass auf den daraus hervorgegangenen grossen Spezialkarten Arrowsmith's „Map of the Eastern Provinces of Australia" beruhe. Ferner zeigten wir eine Uebersichtskarte von Neu-Süd-Wales von Pearson im Mst. von 1:1.000.000 an („Geogr. Mitth." 1862, S. 319), welche direkt aus der Surveyor-General's-Office zu Sydney hervorgegangen ist und verglichen mit der 2. Auflage von Arrowsmith's Karte (1855) ein reicheres Detail sowie viele Berichtigungen und Zusätze enthält. Jetzt liegt uns eine grosse Reihe der Spezialkarten, welche die Surveyor-General's-Office von Neu-Süd-Wales bearbeitet hat, selbst vor: die Counties oder Grafschaften Buckland 1862, Bligh 1861, Brisbane 1857, Durham 1857, Phillip 1859, Wellington 1859, Roxburgh 1863, Northumberland 1857, Bathurst 1859, Argyle 1862, Winyard 1861, Buccleugh 1861, Goulburn 1860, Wallace 1860, Beresford 1860, Wellesley 1860, Auckland 1860. Diese sämmtlichen Grafschaften sind je auf 1 bis 4 Blatt in dem grossen Maassstab von 2 Engl. Meilen auf 1 Zoll oder 1:126.720 dargestellt, wenigstens so weit die Vermessungen in denselben vorgeschritten sind, und übertreffen natürlich an Reichhaltigkeit des Details die oben erwähnten Generalkarten bei weitem; schon aus ihren Jahreszahlen geht aber auch hervor, dass sie gegenüber der Arrowsmith'schen Karte und selbst der im J. 1861 publicirten von Pearson sehr viel Neues enthalten. Sie werden je nach dem Fortgang der Aufnahmen berichtigt und neu aufgelegt und bilden die eigentliche kartographische Quelle für die Kolonie Neu-Süd-Wales. Hochstetter, Ferd. v., und A. Petermann: Geologisch-topographischer Atlas von Neu-Seeland. 4%, 20 SS. Text und 6 Karten. Gotha, J. Perthes, 1863. 2# Thlr. Der Atlas besteht aus folgenden 6 in Farbendruck ausgeführten, hauptsächlich auf den topographischen und geologischen Aufnahmen v. Hochstetter's beruhenden und unter A. Petermann's Leitung mit Beiziehung anderen Materials gezeichneten Karten: 1) Neu-Seeland im Maassstabe von 1 : 5.000.000 zur Uebersicht der Mineral-Befunde. Durch Farben angedeutet ist das Vorkommen von Gold, Kupfer, Chromeisen, titanhaltigem Magneteisensand, Graphit, Kohle, Nephrit, ferner die thätigen Vulkane und die heissen Quellen. Als Carton ist ein Kärtchen des Isthmus von Auckland in 1:500.000 beigesetzt. – 2) Der südliche Theil der Provinz Auckland zur Uebersicht der Routen und Aufnahmen von Dr. F. v. Hochstetter 1859. Mst. 1: 700.000. Mit 12 farbig unterschiedenen Formationen und Bezeichnung der Eruptions-Kegel, thätigen Kratere und heissen Quellen, nebst zwei Cartons: Der Taupo-See und der See-Distrikt (Roto-rua, Roto-iti, Terawera u. s. w.), beide im doppelten Maassstab der Hauptkarte. – 3) Der Isthmus von Auckland mit seinen erloschenen Vulkankegeln. 1: 120.000. Mit 5farbig unterschiedenen Formationen. – 4) Die Häfen und Buchten Aotea und Kawhia, topographisch und geologisch untersucht von Dr. F. v. Hochstetter 1859. 1: 120.000. Mit 5 farbig unterschiedenen Formationen. – 5) Rotomahana oder der Warme See mit seinen heissen Quellen. 1: 12.000. Mit 4farbigen Unterscheidungen. – 6) Geologische Uebersichtskarte der Provinz Nelson nach den Aufnahmen von Dr. F. v. Hochstetter 1859 und Julius Haast 1860. 1: 1.300.000. Mit 12 farbig unterschiedenen Formationen. Die beiden letzten Karten sind auch in den „Geogr. Mitth." (1862, Tafel 10, und 1863, Tafel 1) publicirt worden, die erste und dritte wenigstens ohne geologisches Kolorit (1862, Tafel 6 und 14). Auch der zu den einzelnen Karten gehörige Text ist unseren Lesern grösstentheils bekannt, nur die Erläuterungen zu der zweiten und vierten Karte sind nicht vorher in den „Geogr. Mitth." erschienen. Huchet, de Cintré, Berger, Bouillon, Thurmet, Quesnel: Plan du port de Teavarna, ile Kaiatea, archipel de la Société. (Nr. 1978.) Paris, Dépôt de la marine, 1863. 1 fr. New Caledonia, South coast. Port de France, surv. by Bouquet de la Grye 1857. 1: 20.000. London, Hydr. Office, 1863. (Nr. 480.) 24 s. New Caledonia, South Coast, Uen Island to Port St. Vincent. From

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Wegen Angabe der neuen Distriktsgrenzen, West- und Ost-Maranoa, Mitchell-, Kennedy-Distrikt u. s. w., beachtenswerth.

Robiquet: Carte de l'Australie ou Nouvelle Hollande, dressée d'après les derniers documents anglais. Paris, Robiquet, 1863. 5 fr. Eine hübsche Uebersichtskarte in Merkator’s Projektion und im mittleren

Maassstab von 1:5.600.000, sie ist aber durchaus nicht auf dem Laufenden, alles seit 1860 Hinzugekommene vermisst man gänzlich.

Society Islands. Téavarua Port, Raiatea Island, from the French survey 1859. 18000... London, Hydrogr. Office, 1863. (Nr. 526.) 1z s. Kopie der Französischen Seekarte Nr. 1978. South Australia, Spencer's Gulf. Port Augusta, surv. by Hutchinson 1862. 1: 73.000. London, Hydrogr. Office, 1863. (Nr. 401.) 24s. South Australia, Spencer's Gulf, East coast. Tickera Point to C. Elizabeth including Wallaroo and Tipara Bays (mining district), surv. by Com J. Hutchinson 1862. London, Hydr. Office, 1863. (Nr.402) 14s. Spezialkarte der wegen der benachbarten Kupferminen wichtigen Wallaroound Tipara-Bai im Spencer-Golf. Wyld, J.: The North Island of New Zealand. London, Wyld, 1863. 2 s. - Das Verdienst dieser Karte liegt in der Angabe der rebellischen Gebiete, im Uebrigen ist sie der zweiblätterigen Karte Wyld's von ganz Neu-Seeland entTOTI TY1.ET1.

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land), Survey Office, 1863.
Obwohl durch den mangelhaften lithographischen Druck von unscheinbarem
Aeusseren, steht diese Karte an geographischem Interesse und Werth in erster
Reihe, denn die Abgrenzung und Bezifferung der Weidebezirke wird zwar als
Hauptsache auf dem Titel bezeichnet, aber ausserdem sind alle die grossartigen
Aufnahmen und Rekognoscirungen, welche die Provinz in den letzten Jahren
mit beträchtlichen Kosten hat ausführen lassen, in hinlänglich grossem Maass-
stabe auf der Karte vereinigt, ganz besonders die Forschungen Haast's von
1861 bis 1863, welche zuerst Aufschluss über den Bau der Südlichen Alpen
gegeben haben, so dass wir hier zum ersten Mal die ganze Ostseite dieser Al-
pen in ihrer mannigfaltigen Gliederung überschauen, – eine neue glänzende
Eroberung für die Geographie. Dass wir nicht lange auf die Erforschung der
Westseite und somit auf das vollständige Bild der Südlichen Alpen werden
warten müssen, deuten bereits die drei Reiserouten Haast's, Hector's und Whit-
combe's an, welche alle drei im Jahre 1863 den Kamm des Gebirges über-
schritten und ihre Forschungen nach der Westküste ausgedehnt haben. Es
sind bis jetzt allerdings nur drei einzelne Linien, aber bei dem bewunderungs-
würdigen Eifer, den die Herren in Christchurch, Dr. Haast an der Spitze, für
die Untersuchung ihres Landesbethätigen, werden sich diese Linien schnell zu
einem eben so reichen Routennetze erweitern, wie ein solches durch Haast's
Reisen auf der Ostseite geflochten worden ist. Neben der Hauptkarte finden
wir auf 6 Cartons: eine kleine Uebersichtskarte von Neu-Seeland, einen Plan
des Port Lyttelton und Städtepläne von Lyttelton, Christchurch, Timaru und

Kaiapoi.
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(Geschlossen am 22. Februar 1864)

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