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Objects oder die Verwandlung derselben in eine Res extra commercium,

L. 23 D. quib. m. ususfr. am. (7. 4.) L. 1. §. 7. i. f. D. de flum. (43. 12.) S. 16. I. de legat. (2. 20.). Vergl. L. 7. S. 5. D. de adq. rer. dom. (41. 1.) Gaius: Quodsi toto naturali alveo relicto flumen alias fluere coeperit, prior quidem alveus eorum est, qui prope ripam praedia possident; novus autem alveus eius iuris esse incipit, cuius et flumen,

id est publicus iuris gentium Verzicht und Erbeutung im Kriege wiewohl an gewissen Sachen Iure postliminii das untergegangene Recht wieder aufleben kann. L. 19. pr. D. de captiv. (49. 15.) Vergl. unten S. 19. — An wilden Thies ren erlöschen die dinglichen Rechte, wenn sie die Freiheit erlangt, an gezähmten, wenn sie aufhören, zu ihrem Herrn zurüdzukehren. S. 12 - 15. I. de rer. div. (2. 1.) L. 3. S. 2. L. 4. 5. pr. S. 4. 5. D. de adq. rer. dom. (41. 1.) – Sämmtliche Iura in re aliena erreichen ihr Ende durch Confusion, d. h. Vereinigung derselben und des Eigenthums in Einer Person.

f. 8. V. Wirkungen dinglicher Rechte. Wenn auch nicht alle Rechte, welche dingliche Klagen erzeugen, dingliche oder Sachenrechte sind, so erzeugen doch umgekehrt alle dinglichen oder Sachenrechte als solche ihrer Natur nach dingliche Klagen *), deren Eigenthümlichkeiten an einschlagender Stelle werden betrachtet werden. Was die andern Wirkungen der einzelnen dinglichen Rechte außer den Klagen bes trifft, so sind diese bei jedem verschieden, und daher gleichfalls hier nicht zu untersuchen.

*) Man halte uns nicht das Pfandrecht an einer Forderung (Pignus

nominis) entgegen, das allerdings keine dingliche Klage erzeugt. Denn dies gehört gar nicht zu den dinglichen Rechten. Wenn es gleichwohl mit dem Pfandrechte an körperlichen Sachen weiter unten zusammen abge= handelt wird, so geschieht dies nur des methodologischen Vortheils wegen, im Syfteme des römischen Privatrechts das ganze, in allen seinen Theilen innigft zusammenhängende Inftitut des Pfandrechts auch zusammen zu behandeln.

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Gaius. II. 1–97. Ulpian. Tit. XIX. De dominiis et adquisitionibus rerum. Inst. II. 1. De rerum divisione. S. 11-47. D. XLI. 1. De aquir. rer. dom. X. De caus. poss. et propr. (11. 12.) Clem. II. 3. eod. Donellus Comment. de iure civ. Lib. V. Cap. 8. Westphal Arten der Sachen S. 261—734. Reinhard Versuch einer systematisden Einleitung in die Lehre vom Eigenthumsrechte. Frankfurt und Leipzig 1800. Gesterding Darstellung der Lehre vom Eigenthume und solcher Rechte, die ihm nahe kommen. Greifswalde 1817. Þútter Die Lehre vom Eigenthume. Berlin. 1831 Sintenis Das practische gemeine Civilrecht. Leipzig 1844. I. $. 47.

S. 9. 1. Begriff und Rechte des Eigent b u m s. Unter Eigenthum*) versteht man die rechtliche Möglichkeit

*) Was die römische Benennung des Eigenthums betrifft, so sind dafür die

Worte Dominium wie Proprietas in gleicher Weise geläufig. L. 13. D. de adq. rer. dom. (41. 1.) Neratius : Si procurator rem mihi emerit ex mandato meo, eique sit traditus meo nomine, dominium mihi, id est, proprietas adquiritur, etiam ignoranti. L. 1. S. 2. D. uti poss. (13. 17.) Vgl. Gaius. II. 7. Neben dieser gleichen Bedeutung haben aber die Worte Dominium und Proprietas auch noch besondere, und zwar Dominiuin eine umfassendere, über den Begriff des Eigenthums weit hinausgehende, Proprietas seiner Bedeutung des vollen Eigenthums gegenüber eine engere. Durch Dominium bezeichnen nämlich die Römer sogar häufig eine jede rechtliche Herrschaft, insbesondere die aufs Ius civile gestüßte, im Gegensaße der durch das prätorische Recht (Tuitione praetoris) verliebenen. L. 3. D. si ususfr. pet. (7. 6.). Und daher erklären sich denn Ausdrüde, wie die folgenden : Hereditatis dominus, L. 48. pr. D. de her. inst. (28. 5.) S. 7. I. de her. qual. (2. 19.), Dominium ususfructus, L. 3. D. cit. L. 8. pr. D. de reb. auct. i. poss. (42. 5.), Dominus contractus, L. 2. C. per quas person. (4. 27.), Dominus litis, L. 4. S. 5. i. f. D. de appell. (19. 1.), Dominus negotiorum, S. 1. I. de obl. q. e. c. (3. 27.) Cf. Cic. pro Balbo. c. 13: sui iuris .. dominus. In L. 70. S. 1. D. de V.S. (50. 16.) wird von Paulus die Erbschaft (vel iure civili vel iure praetorio) durch universum dominium bezeichnet. – Proprietas dient nicht selten dazu den Inbegriff

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der Eigenthums - Befugnisse zu bezeichnen, welche nach Ablösung des usus. fructus dem Eigenthümer verbleiben. L. 17. D. quib. mod. ususfr. (7. 4.) Ulp. Si tibi fundi ususfructus pure, proprietas autem sub conditione Titio legata fuerit etc. Sou diese engere Bedeutung von Proprietas näher bezeichnet werden, so geschieht es durch Nuda proprietas im Gegensaße der Plena, Solida. L. 2. pr. D. eod. L. 20. pr. D. de usu (33. 2.) - Eine Vereinigung des Wortes Dominium im weiteren Sinne mit Proprietas in seinem engeren führt zu den Ausdrücken: Dominium proprietatis, L. 17. D. quib. mod. us. (7. 4.), Proprietatis do minus, L. 15. S. 5. D. de usufr. (7. 1.) L. 66. D. de iure dot. (23. 3.), ohne daß darin ein Pleonasmus läge, wie es leicht scheinen könnte, wenn man die angeführten Bedeutungen beider Worte nicht trennt.

im Eigenthume enthaltenen Rechte in der Person des Eigenthümers vers einigt, sondern einige davon auf Andere übertragen, so wird dadurch der Begriff des Eigenthums noch nicht geändert, weil dieser von der Natur derselben, nicht von der Gestaltung des einzelnen Falles hergenommen ist. Dies gelit consequenter Weise fo weit, daß, wenn auch der Ums fang der beiin Eigenthümer zurückbleibenden Befugnisse viel kleiner ist, wie der der auf Andere übertragenen Rechte, demungeachtet der Begriff des Eigenthums unangetastet bleibt.

L. 25. pr. D. de V. S. (50. 16) Paulus : Recte dicimus, eum fundum totum nostrum esse, etiam quum ususfructus alienus est, quia ususfructus non dominii pars, sed servitutis est, ut via et iter; nec falso dici, totum meum esse, cuius non potest ulla pars dici , alterius esse, hoc et lulianus, et est verius. L. 1. S. 1. D. de S. C. Silan. (29. 5.) Ulp. Domini appellatione continetur, qui habet proprietalem, etsi ususfructus alienus sit.

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S. 10. II. Beschränkungen der im Eigenthume liegenden Befugnille.

A. Jm Allgemeinen.

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ist in dem unter den römischen Kaisern aufgekommenen Verbote enthalten, seine Sclaven zu mißhandeln, zu tödten. Gaius 1. 52. 111, 222. vgl. m. Gaius. I. 53. L. 11. S. 1. 2. D. ad L. Corn. de sic. (48. 8.) L. 42. D. de contr. emt. (18. 1.) L. 2. i. f. D. de his qui (1. 6.)

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