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et I«nA. temp. prseser. HiK. XI^I. 3. Do usurpntionikus et u«ueapionibus. lust. VII. 30. Oommuni» ge u»u«»pi«»ibus. VII.

31. De usuospione trsussormanäs. VII. 33. Ile praeseriptione temporis X vel XX sunarum. V II. 34. In quibus «»usis eessst lanAi lemvorig prsesoriptio. VII. 3ä. Huidus non «biioitur longi temporis pr»«»vriplio. X II. 38. ^Ie rei <loivi»iose vel templorum vinllieslio temporis prsesoriptione »udmoveslur. V II. 3U. De prseser. XXX vel XIi «nn. VII. 40. ve »,,„»I. ex«. It»l. e«„lr. toll, et lle ^iversis lempor. et exeept. et pruesoript. et Interrupt, eorum. Oecret. LreA. IX. I^,id. II. I'it. 26. De prseseriplionibus. leider Sextu» veerel. l^id. II. Vit. 13. Loll. — ^»e. «u^soius I5U0) <7omms«l I)i^. I.id. XI^I. Vit. 3—10. Uu^o Donellus (5 15«!) Oommenr. iur. «iv. I^id. V. «. S. 14—31. I.ib. XI. «. II. IS. ^s« lisve prineivi» uuiversse <l««lrin»e <1e pruesoriptionibus! zuerst ^ense. 1766; letzte Ausgabe: vurs KieKmsoui. llslso 17U0. Thibaut Uebcr Besitz und Verjährung. Jena. 1802. S. 63. ff. Dabei ow Ueber die Verjährung. Halle Th. 1.1805. Th. 2. 1807. Kori Theorie der Verjährung nach gem. u. sächs. Rechten. Leipzig I8ll. Unterholzner Die Lehre von der Verjährung durch fortgesetzten Besitz, dargestellt nach den Grundsätzen des römischen Rechts. Breslau 1815. Derselbe Ausführliche Entwickelung der gesammten Verjährungslchre aus den ge« meinen in Deutschland geltenden Rechten. Zwei Bände. Leipzig 1828. Reinhardt, Die usuespio und prsesvriptio des römischen Rechts. Stuttgardt. 1832. Haine aur Die ^suespio und loiiKi temporis praesvripii«; eine historisch dogmatische Erläuterung der 1^. un. O. <le usu«. trsnskorm. Messen. 1835. Puchta CursuS der Institutionen II. §. 23S. 240. Einten iö Das praktische gemeine Eivilrecht. I. §. S1. Schmid Handb. des gem. deutsch, bürg. RechtS. I. §. l4.

Vorwort.

Während der Ablauf der Zeit im römische» Rechte auf die manichfaltigsten Rechtsverhältnisse den entschiedensten Einfluß übt*), hat man eine ganze Reihe derselben unter dem Namen Verjährung, prse

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seriptio, hervorgehoben und darin Veranlassung gefunden, alle diesen Namen tragenven Institute in engeren Zusammenhang zu bringen, indem man sie im Systeme mit einander abhandelt. Dahingehört z. B. Thibaut, welcher der prsescripti« tlelinita die inileliiiita ». imnismarislis entgegensetzt, jene in exsli„«t!vu, «<lquisiliv», und die letztere wieder in ii-s„«Isliv» und «onslitulivs zerfallen läßt. Noch in weiterem Umfange wieThibaut glaubten Kori und Unterholzner die Verjährungslehre darstellen zu müssen. — Allein diese Verfahrungsweise hat ihre ganz entschiedenen Bedenken. »Denn da sämmtlichen Arten der Verjährung nichts durchweg gemein ist, als der Name und das eine Moment, daß die Zeit eine Wirkung, wenn gleich eine unendlich verschiedene, ausübt, so liegt hierbei die Gefahr sehr nahe, durch das Streben für alle in gleicher Weise geltende allgemeine Grundsätze aufzustellen, (vergl. Thibaut a. a. O. S. 77. §. iL. Kori a. a. O. §. 22-53. Unterholzner a. a. O. §. 24—139.), in Halbheiten, wenn nicht geradezu in Falschheiten hinein zu gerathen.

Bei einer Uebersicht der in unseren hierher gehörigen Quellen anerkannten Verjährungen ergeben sich, von der Verjährung im peinlichen Rechte abgesehen, die folgenden:

1. Die KlagenverjShrung, welche gewöhnlich als die wichtigste Art der Erstinctiv-, erlöschenden Verjährung, lvergl. Thibaut §. 42. S. I2l.), indessen ohne inneren Grund, hervorgehoben wird, da der Verlust des KlagerechtS auf der einen Seite regelmäßig den Erwerb der Lxoopti« temporis auf der andern begründet. <üo<1. Vll. 39. De pr»«8«ript. XXX vel Xl^ »„nornm. l^. 1. L. 6s »na. ex«. It. ««»tr. toll. (7. 4V.) vig. XI^. IS. dock. Vll. sl. X« cle «tstu

*1 Recht auffallend zeigt sich da« Unrichtige der Auffassung der Klagenverjährung als einer vorzugsweise erlöschenden, Erstinctiv-Verjährung an dem Inhalte dieser beide» letzten Titel. Der behauptete Status einer Person, welcher zünftiger ist als der ihr in der That zukommende, soll nur angefochten werden können während deren Lebzeiten oder spätestens fünf Jahre nach ihrem Tode. Leitet nun ein Lebender seinen Status (z. B. den der Freiheit) von Emem ab, der bereits fünf Jahre verstorben, so ist die Folge der jenem gegen Jedermann zustehenden Lxcepbl« tem» pvris, daß sein bis dahin behaupteter Status auch ferner von Niemandem angefochten werden kann; l-. t. K. 2. l> tit. «!>,., d. h. aber, daß er die Freiheit durch diese Klagenerlöschung erworben hat. wenn sie ihm ohne dieselbe nicht zugekommen.

2. Die nachstehend abzuhandelnde Ersitzung d eS Eigenthums, meist als die hauptsächlichste Adquisitiv-, erwerbende Verjährung dargestellt, aber gleichfalls ohne Grund, da mit dem Erwerbe deS Eigenthums auf der einen Seite dessen Verlust auf der andern verbunden ist. Gerade weil hier dasselbe Recht verloren geht, was erworben wird, sprechen die Aelteren von einer tranSlativen Verjährung, im Gegensatze der konstitutiven, durch die ein Recht erworben wird, das der Verlierende selbst in der Gestaltung nicht hatte, z. B. eine Servitut. Thibaut a. a. O. S. 66. 67. Kori a. a. O. §, 59. S. 106.

3. Die Ersitzung dinglicher Rechte an fremder Sache, nämlich der Servitu t en, deS ZehntrechtS, Osn. l. Osus. XVI. yu. 4. 6. 7. 8. X Se prs«8«ript. (S. SK.), und die Erlöschung dinglicher Rechte an fremder Sache durch Ersitzung der Freiheit des Eigenthunis oder durch eine gewisse Zeit andauernden won-usus. Die letztere ErlöschungSart trifft auch daö Privilegium nuncli»sie, l^. I. l). äe ittiiitlmis (50. II.), und wegen Erwerbes des entgegenstehenden Zehntrechtes die Zehntfreiheit, lüsp. 6. IS. X. cle priv. (S. 33).

4. Die Ersitzung der menschlichen Freiheit und des römischen Bürgerrechts. — Während bereits Paulus in 1^. 16. z. 3. V. qni et » quibus munumissi lideri neu iiunt (40. V.) einer von Eustachius a. a. O. 2s«K. p, 213. uro. 13.) wiederholten Be« ftt'mmung gedenkt, wornach der von einem insolventen Schuldner deS Fiöcus manumittirte Sclave nicht mehr !u servitutem revocirt werden darf, wenn er schon lange (Siu) in der Freiheit gelebt hat, wird von Kaiser Diokletian und Marimian die Ersitzung der Freiheit ganz allgemein anerkannt, insofern sie nur iust« titul« und bans begonnen, und gehörige Zeit (u'iu) gedauert habe. l^. I. S. L. 6e langitemp. pi-seser., qua« pro libertste et non Kliv. lik. «nponitur. (7. SS.). WaS dieS für eine Zeit war, die zur vollendeten Ersitzung der Freiheit erfordert wurde, läßt sich nicht für alle Abschnitte des Rechtes in gleicher Weise angeben. Sicherlich Anfangs unbestimmt, wurde sie durch ein zuerst von Kaiser Constantin erwähntes Gesetz auf sechszehn Jahre festgestellt. Q. 3. («6. Usvu. I.. 7.) I'K. <?. lie libersli «s„ss (4. 8.) re^ö.: t^egis promulgsti«, «use per seciveim »iii,«» bona 1i6« iu libertste Sursules o«»trs eos, qui inquietsiit, prseseripli»»« llekeuSit oet. Valentinian, Theodosius und Arcadius dagegen verlangten zwanzig Jahre, 1^,. S. Uso„. I.. 9.) VK. Oorl. eoi>., bis endlich Justini an den ohne Wissen seines Herrn als Olerieus ordinirten und in diesem Stande verbleibenden Sclaven schon nach Einem Jahre gegen Reklamationen des ersteren sicher stellte, Nov. 1S3. «. 17. LustslKius I. «. p. 177. uro. 15. p. 188 uro. 43., und im Uebrigen die zehn und zwanzig Jahre der QouAi temporis prses«riptio auf die Ersitzung der Freiheit anwandte; — eine Aenderung, welche er durch Interpolationen bewerkstelligte, indem er in 1^. 16. §. 3. 0. «it. das <liu durch irl «st, i,«n minus cle«en„io erklärte und bei Abfassung der l^. 1. und 1^. S. <?. «it. auf das I^onKum tewpus, so wie auf die zwanzig Jahre der ordentlichen Ersitzung Bezug nehmen ließ. LotKosrecl. sc! l^. 3. 'I'n. O. «it. — Fehlte der Ersitzung der Freiheit der lustus titulus, so ward dieser durch den Ablauf von vierzig Jahren ersetzt, l^. 4. i. f. (?. c>s pravsvr. XXX v. XI^. ann. (7. 3U.), der in der Freiheit Lebende müsste denn ein Lugilivus gewesen sein. 1^. I. lü. rielonSi lemp. prsescr. quse pro libert. (7. SZ.) LuslutK. I. «. p. ?S3 uro. 10.

Wie aus 1^. 2. i. s. (5. eocl. sr<», ö. prsesoriptio Uli versus iiilzuietuo'iliom Status eorum «roclesse cloboat, ut et liberi et «ives Kom«ni liunt^ hervorgeht, war mit vollendeter Ersitzung der Freiheit je» dcsmal auch die der römischen Civität verbunden.

Verloren wurde die Freiheit durch Verjährung unter keinerlei Umständen; 1^,. 3. O. eog,; und folgeweise konnte auch auf diesem Wege die potestss dnminiea über einen Freien nicht erworben werden. Lsius. II. 48. Item libern» Koinines . . usu««pi non posse msnisestum est. 1^. S. 0. c>« usurp. (41. 3.) Nur die bereits bestehende Gewalt des Herrn über einen Sclaven gieng durch Ersitzung deö letztern mit dem Eigcnthnme auf den Ersitzenden über.

5. Die Ersitzung des römischen Colo»atre chts. Lebte Jemand dreißig Jahre lang als Colone, ohne es zu sein, auf dem Grund und Boden eines Andern, so kam er mit seinen Nachkommen dadurch in die O«n6itio eolonsris, und der Grundcigenthümer erwarb Colonatsrechte, ohne daß uns luslus lilulu» und »ans licles als erforderlich bezeichnet würden. Indessen verblieb dem also Colone Gewordenen wie seinen Nachkommen das freie Vcräußerungsrecht ihres Vermögens. 1^. 18. (Lä. Herrn. 1^. I«.) I.. 23. §. I. 0. lle sgricol. (11. 47.) Nach Q. Lll. pr. eocl. v<»/S.: Los l»mv„ rlieimus «et. litt aber auch die I^o„Si temporis praeseripiio (von zehn und zwanzig Jahren) mit dem Erfordernisse deS luslus titulus und der Uons lirles Anwendung auf den Colonat. — Was dessen Ende durch Ersitzung der Freiheit betrifft, so trat dasselbe vor Justinian dadurch ein, daß Männer bereirs dreißig, Frauen zwanzig Jahre das grnndhörige Land verlassen hatten. Ii. un. pr. §. 3. VK. <ü. 6e inquil. (S. 10.) Der genannte Kaiser hat indessen diese Beendigungsart des Colonats als dem Grundbesitze nachtheilig völlig aufgehoben. 1^. S3. pr. (ü. äu sßricol. (11. 47.)

6. Die Ersitzung auf dem Gebiete der Ehe.

». Die AIsnus, die eherechtliche Gewalt einesManneS über seine Frau, ward dadurch ersessen, daß letztere nicht jedes Jahr per trinootium d. h. während drei aufeinander folgender Nächte außerhalb des HauseS ihres ManneS zubrachte. «sius. I. III. Lf. Servius sck Vir«. «eoi-K. I. v. 31. «eil. III. 2. »Isvrob. Ssturn. I. 3. Uebrigens war hierbei Voraussetzung, daß sich die Frau nicht in der Vutels leßitims befand. Denn bei einer solchen hatte das ununterbrochene Verbleiben im Hause des Mannes die gedachte Wirkung nicht. Li«, pro k'Isoo. «. 34. g. 84. In msnuni, mquit, «onvenerst. Kerl qusero, us» sn «oömptione? Usu n«n potuit. Xiliil enim polest äs tutels legitims sine «mnium tutorum »uotoritste 6em i n u i.

b. Von der Umwandlung einer nichtigen Ehe in eine gültige auf dem Wege der Ersitzung weiß das römische Recht sowenig etwas als daS kanonische. Vielmehr sind gerade umgekehrt in letzterem zwei Stellen enthalten, die sich ausdrücklich dagegen erklären, daß eine unter zu nahe verwandten Personen abgeschlossene Ehe und eine bei Lebzeiten der Frau mit der Ehebrecherin eingegangene selbst nach dem Tode der Frau jemals durch Zeitablauf (li«nSin<z,iitäs suu«rum,viuturnitss tempvrum, per clveeniiiiin,) Rechtsgültigkeit erlangen können. Osp. 8. X. «'s «ouss»A. ol st?. (4. 14.) lüsp. 5. X. rle e« «ui <i»x. in mstr. «et. (4. 7.)

7. EineErsitzung derFreiheit von der väterlichen Gewalt dadurch, daß sich der riliustsmiliss ohne Widerspruch deS Vaters während zehn oder zwanzig Jahren alö U«m« »ui iuris gerirt, eristirt nicht. Viele, namentlich ältere Juristen, vergl. Glück Pand. Comm. II. z. 156. S. 397, sind gegentheiliger Ansicht, indem sie eine solche Ersitzung in folgendem Reskripte der Kaiser AntoninuS und Berus begründet finden: 8i Klium luum in poteslste tus esse llivis, prseses provineise »estirnsbit, sn »udire te riebest: «um cliu psssu« sis, ut pslris

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