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Civilrecht und Prozeß.

Herausgegeben
von

Dr. I. T. B. von Linde,

Großherzogl. Hess. Geheimen Staatsrathe im Ministerium bei Innern und
der Justiz, Canzler der Universität zu Gießen, und Direktor de«
Oberftudienrath« zu Darmftadt.

Dr. Th. G. L. Marezoll,

Königi. Sächsischem Hofrathe und ordentl. öffentl. Professor de« Rechts

zu Leipzig.

»r. A. W. von Schröter,

Großherzogl. Mecklenburgischem Ober-Appellation«-Gericht«-Rath«
zu Rostock.

Neue Folge. Vierter Band.

^Gießen 1847.

Ferber'sche Universitätsbuchhandlung
(Emil Norh).

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Inhalt.

Seite

I. Die gemischten Ehen der Christen und Nichtchristen, namentlich der Christen und Juden. Von v. Linde . l—24

II, Das s. g. Verhandlungsprincip gilt für die Abfassung des Appellationserkcnntnisses bei Appellationen gegen Definitivurtheile, und die denfelben an Kraft gleichstehenden Beiurtheile nach gemeinem deutschen Prozeßrecht nicht, Bon Herrn vi-. Zl. C. I. Schmid, Privatdocenten an der Universität zu Kiel .... 2S—S4

III. Ueber das Recht des redlichen Besitzers an den Früchten.

Von Hrn, Hr. Wind scheid, Privatdocenten in Bonn. SS—13«

IV. Ueber die Statthaftigkeit der exceptio plurium coneumbentium gegen die Alimentationsklage aus einem außerehelichen Beischlaft, mit Rücksicht auf die im Nassauischen hierüber bestehenden partikulären Vorschriften.

Von Herrn vr. Freiherrn v. Preuschen . . . 139—IS3

V. Beitrag zur Lehre von den Wirkungen der bonorum possessio furiosi nomine. Von Herrn Hofr. und Prof.

Dr. Fritz zu Freiburg 157—21«

VI. Ueber den Besitz zusammengesetzter Sachen. Von Herrn

Ober-Appellatisns-Secretair Pape zu Celle . . . 211—251

VII. Enthält die Erwerbung der bonorum possessio durch den Curator eines perpetuo furiosus auch die Erwerbung der Erbschaft? Von Herrn Geheime-Rath

v. Lohr in Gießen 252—259

VIII. Beiträge zur Lehre von der in integrum restitutio. Von

Herrn Regierungsassessor Ruhstrat zu Birkenfeld . 26«—2SI

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Seite

IX, Kleine kritische Versuche über Pandektenstellen und Pandektenmaterien. (Zweite Folge.) Von Herrn Prof,

0,-. Huschke in Breslau 282—313

X. Erklärung 314—316

XI. Ueber die Stellung des Contradictors im Concurspro

zesse. Bon Herrn Justizrath Reatz in Darmstadt . 317—324

XII. Beiträge zur Lehre vom Jrrthum im «Zivilrecht. Von
Herrn vr. A. Herrmann, Regierungsadvocaten zu

Kothen. (Dritter und vierter Beitrag.) 325—39S

XIII. Kleine kritische Versuche über Pandektenstellen und Pandektenmaterien. (Dritte Folge.) Von Herrn Prof.

vi-. Huschke in Breslau 396—428 I.

Die gemischten Ehen der Christen und Nichtchristen, namentlich der 'Christen nnd Inden.

Bon
v. Linde.

Der Ausdruck gemischte Ehen wurde in Deutschland, wo der Gegenstand überhaupt erst nach der Reformation des 16. Jahrh. eigentlich praktische Bedeutung bekam, bloß auf Ehen zwischen Katholiken und Protestanten, und auf Ehen zwischen Lutheranern und Neformirten bezogen. Zwischen Gläubigen und Ungläubigen, das hieß in Deutschland zwischen Christen und Juden, Mohamcdancrn und Heiden, betrachtete man eine Ehe geradezu als unmöglich.

Wie sich die Ansichten, Maximen und Grundsätze über die Ehen zwischen den christlichen Konfessionen und Secten in Kirche und Staat allmählig entwickelt haben, ist von mir zunächst für den politisch-religiösen und rechtlichen Standpunkt in früheren Darstellungen nachgewiesen worden.

Von Ehen zwischen Christen und Nichtchristen ist dabei wenig die Rede gewesen. Gesetzgebungen und Doctrin betrachteten lange, und betrachten im Allgemeinen auch wohl jetzt noch, Ehen zwi« .

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