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Briefe

aus der Frühzeit der deutschen Philologie

an

Georg Friedrich Benecke.

Mit Anmerkungen begleitet und herausgegeben

von

Dr. Rudolf Baier.

Leipzig
Dieterichsche Buchhandlung
Theodor Weicher.

1901.

830 B152 ler

830

راير 2 3/5

Druck von C. Grumbach in Leipzig.

44-369016

1/880 428

Vorwort.

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Nach dem am 21. August 1844 erfolgten Tode des Hofrats Dr. Georg Friedrich Benecke, ordentlichen Professors in der philosophischen Fakultät der Universität Göttingen und dortigen Oberbibliothekars, wurde dessen germanistische Bibliothek durch Vermittelung seiner beiden in Stralsund ansässigen Schwiegersöhne an den Rat dieser Stadt verkauft, um fortan einen wertvollen Teil der Stralsundischen Ratsbibliothek zu bilden. Mit dieser Erwerbung ist auch der bei weitem grösste Teil der hier veröffentlichten Briefe in den Besitz der hiesigen Ratsbibliothek gekommen. Zwei Briefe sind mir, als ich vor Jahren zuerst die Herausgabe ins Auge fasste, von der inzwischen hier verstorbenen jüngeren Tochter Beneckes, Frau Bohnstedt, mitgeteilt (Brief Nr. 36 und 38), und sechs Briefe (Nr. 17, 18, 19, 21, 22, 77) habe ich durch die Güte des Landgerichtspräsidenten Herrn Geh. Oberjustizrats Franz Braun in Berlin, des Gatten einer Urenkelin Beneckes, erhalten.

Jahrzehnte lang haben die der Ratsbibliothek gehörenden Briefe kaum angerührt und angesehen gelegen. Als mir zu Ende der 60er Jahre die Verwaltung dieser Bibliothek anvertraut wurde, dachte ich wohl an Veröffentlichung, aber Versuche, sie ins Werk zu setzen, scheiterten wiederholt an Zufälligkeiten. Josef Maria Wagner, der Herausgeber des von Franz Pfeiffer zum Drucke vorbereiteten Briefwechsels zwischen Lassberg und Uhland, hatte sich freilich bereit erklärt, die Briefe in sein „Archiv für die Geschichte der deutschen Sprache und Dichtung“, von welchem der erste und einzige Band 1874 erschienen ist, aufzunehmen. Als indes die für den Druck bestimmten Abschriften der Originalbriefe soweit gediehen waren, dass ich sie einschicken konnte, war das Archiv bereits eingegangen, und nicht lange

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