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Die

Episteln des Horatius

Flaccus.

Lateinisch und deutsch mit Erläuterungen

von

F. S. Feldbausch.

Zweites Bändchen.
Die Episteln des zweiten Buites :nebit drei Auhängen.

Leipzig und Heidelberg,
C. F. Winter'sche Verlagsbuchhandlung.

1860.

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Zweites Buch. Erste Epistel.

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Nach dem Berichte des Suetonius in der Biographie des Horaz wurde diese Epistel an Augustus durch eine Aeußerung des Herrschers veranlaßt, oder gewissermaßen dem Dichter abgenöthigt. Augustus Hatte nämlich bei Horaz fich beschwert, daß keiner der Sermonen (mit welchem Namen bekanntlich die Satiren und Episteln bezeichnet werden) an ihn gerichtet sei, und hinzugeseßt: an vereris, ne apud posteros infame tibi sit, quod videaris familiaris nobis esse? Einer solchen Nöthigung war wohl nicht leicht ohne besonderen Grund auszuweichen.

Der Stoff, welchen Horaz zu dieser abgedrungenen Arbeit wählte, verbreitet sich über die poetische literatur der Römer, und ist in so fern nicht bloß der Person des Augustus, welcher als ein Beschüßer und Förderer derselben galt, sondern auch der persönlichen Stellung des Horaz angemessen, welcher als Hauptmitglied der neuen Dichterschule mit seinen gleichgesinnten Freunden echt Klassisches, in der Form Vollendetes, zu erstreben suchte, und vorzugsweise als Vorkämpfer und Vertheidiger dieses Strebens gegen das Veraltete und dessen Anhänger aufgetreten war.

Der Inhalt der Epistel im Allgemeinen spricht sich über die Mängel der poetischen Literatur der Römer aus, welche hinter den Griechen zurückstehen.

Der Eingang schließt natürlich an die Person des Herrîchers sich an, und davon geht Horaz zu der Bemerkung über, Feldbausch, Episteln des Horaz. II.

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