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Petermann's Geogr. Mittheilungen.

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fluss des Witim) - - . 53
Karaul Ustj-Strelotschny (Anfang
des Amur) . - - . 53
Punkt am Ssoruk - - . 53
Petrowskoje Simowjel (Hafen des
Glückes) - - - . 53
Punkt am Jeli (Karenga) . 53
Punkt an der Dshilinda (Witim) . 53
Stadt Balagansk an der Angara 53
Der Udinskische Vorposten . 53
Punkt an der Bereja (Nertscha) 53
Die Station Siminskaja - . 53
Kirchdorf Katschuga an der Lena 53
Punkt an der Marekta . . 53
Punkt am Oberlauf des Witim 53
Punkt am Oberlauf der Birjussa . 54
Punkt am Oberlauf des Kan 54
Mündung des Talakan (Quellzufluss
der Nertscha) . - - - 54
Punkt an der Schenscha . 54
Punkt am Dshiktend (Tungir) 54
Kirchdorf Jandy an der Angara . 54

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worden ist.

- - - - - - - - - - - s. Breite Ä
155. Punkt am Amur, den 24. Juli 479 48'42" 148038"
156. Dorf Dyrke am Amur . 48 0 12 150 33
157. Siugaku (Sselgako) am Amur - 48 9 47 151 16
158. Punkt am linken Amur-Ufer, den 4. Aug. 49 22 0 147 0
159. Punkt am rechten Amur-Ufer, südwestlich

von der Bureja-Mündung - . 49 23 24 147 14
160. Dorf Dole am Amur - - . 49 25,5 154 12
161. Punkt am linken Amur-Ufer, den 8. Aug. 49 35 8 145 42
162. Punkt am linken Amur-Ufer, d. 13. Aug. 50 25 51 145 4
163. Punkt am linken Amur-Ufer, d. 16. Aug. 50 58 50 144 42
164. Punkt am linken Amur-Ufer, d. 21. Aug. 51 44 24 144 26
165. Punkt bei Koggi . - - - . 51 54 10 144 13
166. Der Schlangenberg am linken Amur-Ufer 54 5 0 143 13
167. Der Felsen Malaja Nadeshda (Geringe Hoff-

nung) am linken Amur . - . 53 10 47 142 58

D. 0rte, deren geogr. Lage von Krusenstern bestimmt worden ist.

n N. Breite. Äe
168. Kap Greigh . - - - - . . 419 9' 157047"
169. Kap Ssangar . - - - 41 16,5 157 53
170. Insel Kosima . - - - . . 41 21,5 157 25
171. Kap Nadeshda (Hoffnungs-Kap) . . 41 25 157 18
172. Insel Osima . - - - . 41 31,5 156 58
173. Stadt Matsmai - - - - 41 32 157 43
174. Kap Sineko . - - 41 38,5 157 32
175. Mitte der Insel Okosira - 42 9 157 9
176. Kap Ootu-Nitzawu . . . 42 18 157 25
177. Kap Kutusoff . . 42 38 157 40
178. Kap Raiten 42 57 157 55
179. Kap Okamai . 43 11 157 52
180. Kap Takasima - 43 21 | 158 10
181. Kap Malespina | 432 | 15§ 57
182. Kap Schischkoff . | 44 25 | 159 10
183. Insel Teurire . 44 28 | 158 55
184. Insel Janikessery - . 44 29 159 1
185. Felsen (Pic) de Langle . . . 45 11 158 50
186. Kap Gibert - 4528 | 15s2
187. Kap Ssoija . - . . 45 31 | 159 29
188. Felsen La Dangereuse | 45 47 | 15947
189. Kap Crillon . . 45 54 159 36
190. Kap Aniwa . | 46 2 161 8
191. Kap Löwenorn . . . . 46 23 161 18
192. Kap Tonin . - - - . . 46 50 161 11
193. Kap Ssenawin - . . 47 16,5 160 37
194. Kap Mulowskij - . | 47 58 | 160 22
195. Kap Daljrimilj - - . . 48 21 160 28
196. Nordostspitze von Robben-Eiland . 48 36 162 10
197. Südwestspitze von Robben-Eiland . 48 28 | 161 48
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E. 0rte, deren geogr. Lage anderen Quellen entnommen ist.

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N. Breite. von Ferro. Quelle.
214. Hakodate . 41946'19" 158030 St. Petersb.
Kal. 1855,4.
215 Hafen Possjet . - . 42 39 40 148 25 Ussoljzeff.
216. Olga-Bai . - - . 43 44 17 152 46 4" St. Petersb.
Kal. 1855,3.
217. Wladimir-Bai . - . 43 55 15 153 946 St. Petersb.
- Kal. 1855,3.
218. Ausflusspunkt des Ssunga-
tschi aus dem See Chanka 45 3 30 150 10 Ussoljzeff.
219. Stadt Minussinsk . . 53 42 31 109 24 7 Fedorott.
220. Stadt Nishne-Udinsk . 54 55 22 116 41 33 Fedoroff.
221. Stadt Krassnojarsk . . 56 1 4 11 0 29 0 Fedoroff.
222. Stadt Kansk (Kirche) . 56 12 28 113 18 57 Fedoroff.
223. Stadt Atschinsk - . 56 16 26 108 9 49 Fedoroff.
224. Stadt Jenisseisk (Kloster) 58 27 8 109 45 40 Fedoroff.

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Der kartographische Standpunkt Europas in den Jahren 1863 und 1864,
mit besonderer Rücksicht auf den Fortschritt der topographischen Spezial-Arbeiten im J. 1863.

Von Emil von Sydou.

In dem vorliegenden achten Jahresberichte beziehen
sich die Nachrichten über den Fortschritt der Vermessungs-
arbeiten auf das Jahr 1863, während die kartographischen
Publikationen bis zum Oktober 1864 berücksichtigt worden
sind.
Für die gütigst eingesandten Mittheilungen sagen wir
hiermit unseren aufrichtigsten Dank und bitten, im Inter-
esse der Wissenschaft und des praktischen Nutzens halber,
in freundlicher Fortsetzung nicht ermüden zu wollen.

I. Russland.

Laut sehr gütiger Mittheilung des Chefs des Kaiserl.
Topographischen Kriegs-Bureau's, Herrn General-Lieutenant
v. Blaramberg, sind im Jahre 1863 folgende geodätische
und kartographische Arbeiten ausgeführt worden.

A. Trigonometrische Vermessungen. 1. Oberst Wassiliew
arbeitet im Gouvernement Orenburg mit 6 Offizieren und
3 Topographen an der Fortsetzung der Vermessung vom
Parallelbogen des 52. Breitengrades. Zu diesem Zwecke wird
a. eine Hauptreihe von 38 Dreiecken erster Klasse geführt
von den Punkten Ostrownaja und Studenetz nach dem End-
punkte Orsk und weiter nördlich bis zur Stanitza Bannaja
und b. eine andere Hauptreihe von 7 Dreiecken erster
Klasse von Ak-tasch und Bannaja aus den Ural - Fluss
aufwärts bis zum Baschkiren-Dorfe Jumagujina. Bei der
Stanitza Orskaja wurde gleichzeitig in einer Ebene von
8 Werst Länge die Messung einer Basis vorbereitet. Die
Dreiecksreihen zweiter Klasse folgen ebenfalls zwei Rich-
tungen, ein Mal von den Pyramiden Majatschnaja und
Blagosslowennaja aus nach Süden zum astronomischen
Punkte Iletzkaja Ssaschtschita und bis zum Flusse Ilek,
alsdann von Wosdwishinskaja und Jeltinskü nordwärts bis
zum Dorfe Badowletowa.

Durch diese Dreiecksketten erster und zweiter Klasse
sind 45 Fixpunkte bestimmt worden, worunter z. B. auch
die früher astronomisch bestimmten Punkte Werchne-Oser-

naja, Ilirsskaja, Wosdwishinskaja, Pretschistinsskaja, Ors-
kaja, Spasskaja und Iletzkaja Ssaschtschita. Nächst der Ter-
rain-Aufnahme der Umgebung aller Fixpunkte und der
Höhenbestimmung sämmtlicher Punkte erster wie auch
vieler zweiter Klasse sind an verschiedenen Stationen die
Höhen der Flussspiegel von Ural, Ssakmara und Ilek ge-
messen worden.
Während durch vorbenannte Operationen das Ostende
der grossen Europäischen Parallelbogen-Messung von der
Irischen Insel Valentia bis nach Orsk erreicht wurde, ge-
schah zu deren Vervollständigung Seitens Russlands noch
Folgendes. Der Chef der Gradmessung, Oberst v. Forsch
des Generalstabes, liess durch die Kapitäne Gilinsky und
Skalkowsky vom Generalstabe vier Basen messen und mit
den Dreiecksreihen erster Klasse verbinden. Diese Basen
sind gelegen bei Jelez (6 Werst lang), Wolsk (6 Werst
lang), Busuluk (7 Werst lang) und bei der Stanitza Ors-
kaja (8 Werst lang).
Gleichzeitig hatte der Direktor der Sternwarte Pulkowo,
Otto v. Struve, in England, Belgien und Preussen mit den
Leitern der Gradmessung nähere Besprechungen gepflogen,
deren Resultat den Oberst v. Forsch und Kapitän Gilinsky
dazu bestimmte, im Jahre 1864 verschiedene Längenbeob-
achtungen zwischen Warschau und Valentia anzustellen,
während dergleichen im Jahre 1865 zwischen Warschau
und Orsk durch dieselben Offiziere und mit denselben In-
strumenten zu erfolgen hätten.
Nachdem der Winter 1863/64 zu den nöthigen Vor-
bereitungen benutzt war und die Kaiserl. Regierung mit
bestem Erfolg für die günstige Aufnahme und Unterstützung
ihrer Offiziere gewirkt hatte, reisten Oberst v. Forsch und
Kapitän Gilinsky im April 1864 mit ihren Instrumenten
und tragbaren Observatorien ins Ausland ab und Kapitän
Skalkowsky begab sich an sieben Punkte zwischen War-
schau und der Wolga zur Vorbereitung der Arbeiten des
Jahres 1865. Somit schreitet das grossartige Unternehmen

der Parallelbogen-Messung durch ganz Europa rüstig seinem Abschlusse entgegen, und wenn wir hoffen können, dadurch einen wichtigen Beitrag zur Gestaltbestimmung der Erde zu erhalten, so gebührt den Russischen Kräften ein wesentlicher Theil an der Lösung dieser hochwichtigen Frage. 2. Zur Lösung eines anderen mathematisch-physikalischen Problems, nämlich zur Erklärung der auffallenden Abweichungen der Lothlinie in der Umgegend von Moskau, wurde durch Oberst v. Oberg mit 4 Offizieren des Topographen-Corps ein Dreiecksnetz zweiter Klasse in den Kreisen Moskau, Dmitrijew, Moshaisk, Wereja, Rusa, Bronnizy und Bogorodsk gelegt. Bei Errichtung von 16 Pyramiden und 59 Signalen zweiter Klasse sind hierdurch 132 Fixpunkte bestimmt und ausserdem noch zwei Basen gemessen worden, die eine an der östlichen, die andere an der westlichen Grenze des Moskauer Gouvernements. 3. Die Fortsetzung der Kostromaer Triangulation wurde durch Oberst Sslobin mit 7 Offizieren zunächst bewerkstelligt durch ein Netz von 19 Dreiecken erster Klasse längs der Wolga, von den Punkten Kulikalow und Kopan bis zur Dreieckseite Lamowka-Wedensskoje bei Kasan, wodurch der Anschluss an die Wolga'sche Triangulation erreicht ist. Alsdann führte man 8 Dreiecke zweiter Klasse die Wetluga aufwärts, von den Punkten Kopan und Kosmodemjansk bis zur Seite Wosskressensskoje-Wosdwishenskoje, projektirte eine andere sekundäre Dreiecksreihe südostwärts, von Bajarow und Igorwari nach Abalakowa und Kulkesch, und ging in den westlichen Theil des Gouvernements Kasan über. Hier wurden in dem bereits vorhandenen primären

Netze 220 Dreiecke zweiter und dritter Ordnung vermessen

und dadurch 27 Fixpunkte bestimmt, worunter die Städte Jadrin, Kurmüsch, Tschebokssarü, Züwilssk. Niveau-Bestimmungen der Wolga bei Tschebokssarü und Ilet-Mündung, Höhenmessung aller primären Punkte und topographische Aufnahme der Umgebung von 77 temporären Punkten vervollständigten die Triangulation vom Westen Kasan's, dessen östlicher Theil für das Jahr 1864 vorbehalten blieb. 4. Die Cis-Kaukasischen Triangulationen machten unter Leitung des General-Lieutenant Chodsko auch im J. 1863 grosse Fortschritte durch die Thätigkeit von 1 Stabsoffizier, 7 anderen Offizieren und 5 Topographen. Die Kuban'sche primäre Dreiecksreihe schritt westlich bis zur Taurischen Triangulation vor, denn sie ging von Kotljarewski und Wereschtschakin aus und erreichte das Dreieck TamanJenikale-Koke-oba. Sie enthält 22 Dreiecke und fixirt unter Anderem die Städte Jekaterinodar, Jenikale, Kertsch, 9 Stanitzen der Kuban'schen Kosaken und den Leuchtthurm von Jenikale. Die Tschetschenzische Triangulation erster Klasse ging von Atschkschik und Jaschatschkin aus und wurde durch das Dreieck Beklek-Tschernüi-rünok-Krassnüibugor mit der Kisljar'schen Reihe der Wolga'schen Triangulation verbunden. Sie enthält 20 Dreiecke und fixirt unter Anderem die Stadt Kisljar, die Stanitzen Borodinskaja, Dubowskaja, Alexandro-Newskaja und das Dorf Tarumowa. Die sekundären Triangulationen zerfallen in folgende Gruppen: a. Die Kuban'schen Dreiecke gingen von Pjätigorssk und Georgiewsk aus und verfolgten ein Mal in nördlicher Richtung den Kuban bis zum Parallel von Stawropol, das andere Mal in westlicher Richtung den Abhang des Kaukasus, die Thäler des oberen Kuban, des Grossen und

Kleinen Selentschuk, der Grossen und Kleinen Laba übersetzend, bis zum Thale des oberen Farss. Unter den durch beide Reihen fixirten 190 Punkten befinden sich die Schneegipfel vom Elbruss bis zum Oschtek, eine Menge anderer wichtiger Signalpunkte der Hauptkette und ihrer nördlichen Abfälle, charakteristische Flusspunkte, neu errichtete Stanitzen u. s. w., so dass die Kenntniss des Kaukasus um ein wesentliches Stück gefördert worden ist. b. Die 35 Tschernomorskischen Dreiecke gingen von den Punkten Teremkow, Medwjedowskü und Andrjuschkin aus, verfolgten die nördliche Richtung der Poststrasse Jekaterinodar-Rostow bis zum Flüsschen Eissk und bis zu den Primär-Punkten Kugel und Birjutschii und bestimmten unter Anderem die Stadt Eissk, Eisskoje-Posselok, zwei Dörfer im Gouvernement Jekaterinosslaw und 20 Stanitzen der Kuban'schen Kosaken. c. Die Dreiecksreihe Kala - uss - Manütsch setzt unweit Stawropol an die Primär-Punkte Gorodischtsche und Stepnoje der Kaukaso - Donischen Reihe an und verfolgt die Richtung der Strasse nach Zarizün quer durch das ManütschThal bis zum Anschluss an das südwestlichste Ende der Wolga'schen Triangulation an der Ssarpa. Durch die 83 Dreiecke dieser Reihe wurden 23 Fixpunkte bestimmt und ausserdem die Gelegenheit wahrgenommen zu meteorologischen Beobachtungen und genaueren Terrain-Rekognoscirungen. d. An die eben genannte Reihe wurde zur Untersuchung des Manütsch-Thales ein Netz von 100 Werst Ausdehnung in östlicher Richtung angesetzt und dabei die Boden-Konfiguration näher bestimmt durch Messung von acht Querprofilen und den Höhen aller Punkte erster und vieler zweiter Klasse. Bei Gelegenheit der Kaukasischen Triangulation wurden noch verschiedene andere interessante Arbeiten und Untersuchungen vorgenommen, so z. B. die astronomische Breitenbestimmung von Georgiewsk, Jekaterinodar u. s. w., die nähere Beobachtung der Höhenverhältnisse zum Niveau des Schwarzen Meeres, die Untersuchung der merkbaren Abweichung der Lothlinie an verschiedenen Punkten und die Nivellements und speziellen Aufnahmen der Gegend von Pjätigorssk, Essentuk und Kisslowodssk. Durch diese letzteren Arbeiten in dem berühmten Bassin Kaukasischer Mineralquellen gewann man die Überzeugung, dass sämmtliche Quellen von Pjätigorssk ein und derselben Erdspalte entfliessen, welche in einer Länge von ungefähr 1500 Schritt parallel der Hauptachse des Kaukasischen Hochrückens gelegen ist!).

!) Es dürfte sich kaum eine zweite Lokalität in Europa vorfinden, wo auf gleich beschränktem Areal ein solcher Mineralquellen-Reichthum kräftigster und verschiedenster Art existirt. Pjätigorssk, eine Stadt von 5000 Einwohnern, liegt am Fusse des 1400 Fuss hohen Berges Maschuk, aus welchem gegen 20 Schwefelquellen von 23 bis 38 R. entspringen; das 2 Meilen abgelegene Geleznowodssk besitzt über 20 Eisenquellen von 10° bis 34° R.; das ebenfalls 2 Meilen entfernte Essentuk enthält 27 Quellen von 9° bis 13° R. mit entschiedenem Übergewicht alkalischer Salze und das 5 Meilen von Pjätigorssk entfernte Dorf Kisslowodssk ist berühmt durch einen Säuerling von 11 R., welcher ausserordentlich reich an Kohlensäure ist, in einer Minute 80 bis 100 Eimer Wasser gewaltsam hervorsprudelt und wegen seiner muskel- und nervenstärkenden Eigenschaft „Narsan" oder „Riesenquelle" heisst. Da durch die Regierung bereits grossartige und comfortable Einrichtungen für die Benutzung der Bäder getroffen sind und sich die 5. Eine Ural'sche Triangulation wurde durch 4 Offiziere unter Leitung des Oberst-Lieutenant Masslow in den Bergwerksbezirken Bogosslowsk und Gorablagodat des Gouvernements ausgeführt. Die 25 Fixpunkte, welche aus dem Primär-Netze von 65 Dreiecken und eingefügten SekundärTriangeln resultirten, wurden mit dem Meteorologischen Observatorium zu Bogosslowsk und mit den astronomischen Punkten auf den Hüttenwerken Petropawlowsk und Bogosslowsk verbunden, zwei Basen gemessen und Niveau-Punkte der Tschussowaja und Sserebrjänka bestimmt.

B. Die astronomischen Arbeiten des Jahres 1863 bezogen sich auf den Schluss der Bestimmungen im Gouvernement Nowgorod durch den Lieutenant Dmitrief mit einem Topographen. Vermittelst des Repsold'schen Kreises und 8 Chronometer sind von den Fundamental-Punkten „Ustjushna, Kargopol, Wologda und Troitzki" aus 41 Punkte bestimmt und deren Umgebung bis auf den Abstand von /2 Werst topographisch aufgenommen worden.

C. Die astronomisch-geodätischen Arbeiten in Finnland beschäftigten unter Leitung des Oberst-Lieutenant Andersin 6 Offiziere, welche durch 8 Chronometer-Reisen zwischen den Fundamental-Punkten Wiborg, Joensun und Murtomäki 18 Punkte fixirten und vermittelst des Nivellir-Theodoliten folgende Entfernungen bestimmten: 1. Von Pjuchaioki bis Pidissiari und von Chaatojari bis zum Kreuzwege zwischen Peiss-Jarwi und Pichtirwi-Dass 196 Werst mit 13 Fixpunkten; 2. von der Kirche Kaust-Bju bis zur Stadt GamleKarlebju und von der Kirche Kalaioki über Rautio und Siéwi bis zur Poststation Puronen 172 Werst mit 38 Fixpunkten; 3. von der Kirche Idenssalmi durch die Stadt Kajäna über die Kirchthürme Paldamo und Sotkamo 168 Werst mit 68 Fixpunkten, worunter Kajäna und die Signale der Struve'schen Breitengradmessung Imäki, Murtomäki und Rupukowara; 4. von der Kirche Kéuru durch die Stadt Juweskjule und über die Kirchen Laukkass und Ssaariärwi zur Poststation Karstula 1 16 Werst mit 18 Fixpunkten, worunter der Struve'sche Signalpunkt Multamäki. Der früheren Methode entsprechend wurden mit all' diesen Distanz-Bestimmungen genaue Nivellements verbunden und dadurch eine Menge Fluss- und Seespiegel nach der Höhe gemessen.

Selbstverständlich waren alle an den vorbenannten trigonometrischen, astronomischen und geodätischen Arbeiten Betheiligten während des Winters 1863/64 mit den respektiven Berechnungen und Beschreibungen beschäftigt, so dass die angefertigten Übersichtskarten im Februar 1864 bereits an das Topographische Bureau des Generalstabes eingeliefert waren und Sr. Majestät dem Kaiser vorgelegt werden konnten.

D. Topographische Aufnahmen. I. Aufnahmen unter unmittelbarer Leitung des Kriegskarten - Bureau's. 1. Fortsetzung der Aufnahmen im Gouvernement Nowgorod durch 1 Stabs-, 10 Oberoffiziere und 61 Topographen unter Leitung des General Rudniew, ausgedehnt auf 22.490 QWerst (465 QMln.) der Bezirke Borowitschi, Tichwin und Ustjushna.

Zugänglichkeit dieser gesunden und herrlich gelegenen Landschaft mit jedem Jahre hebt, so nimmt die Lebhaftigkeit der Kaukasischen BadeSaison schnell zu und wird bald aus allen Theilen der Erde mit glänzendstem Erfolg frequentirt werden.

2. Aufnahme von 15.349 QWerst (317 QMln.) des Gouvernements Ssaratow und der Städte Sserdobsk und Balaschow unter Leitung des General v. Schröder durch 1 Stabsoffizier, 8 Oberoffiziere und 54 Topographen. 3. Aufnahme von 10.981 QWerst (227 QMln.) des Gouvernements Woronesh und der Städte Sadonsk, Semljansk und Nishnedewizk unter Leitung des Oberst Kobelkow durch 1 Stabs-, 11 Oberoffiziere und 47 Topographen. Die 1009 QMln. dieser drei Gebiete wurden aufgenommen im Maassstabe von 1:42.000, für die Städte 1: 21.000. 4. Fortgesetzte Revision und Rektifikation der Aufnahmen im Gouvernement St. Petersburg aus den Jahren 1819 bis 1833 und Aufnahme von 2264 QWerst (47 QMln.) in den Bezirken von Gdow und Jamburg (im Maassstabe von 1 : 16.800) unter Leitung des Oberst Korestelew durch 20 Topographen. 5. Ausführung folgender Rekognoscirungen: a. In den Ural'schen Kronsminen-Bezirken Jekaterinburg, Wotkinsk und Perm unter Leitung des Hauptmanns Brenjew und 2 Offiziere des Topographen - Corps die Revision von 8409 Q Werst (174 QMln.) und neue Aufnahme von 322 QWerst (6,6 QMln.) im Mst. von 1:42.000 und Plan des Hüttenwerkes Wotkinsk im Mst. von 1: 2.100. b. Revision von 1124 QWerst (23 QMln.) im südöstlichen Finnland im Mst. von 1:42.000 und Aufnahme der Umgebung von Wiborg im Mst. von 1:21.000 durch 1 Offizier und 3 Topographen unter Leitung des General v. Baumgarten; desgleichen von 17.972 QWerst (371,4 QMln.) im südlichen Finnland durch 8 Offiziere und 16 Topographen unter Leitung des Oberst-Lieutenant Baron Sedler. 6. Aufnahme des Plans von Dünaburg mit Umgebung (21 QWerst oder 0,43 QMln.) im Mst. von 1:4.200 durch Lieutenant Lebadew mit 1 Offizier und 3 Topographen und desgleichen von Kijew im Mst. von 1 : 8.400 unter Leitung des Oberst Krasnokuzky. II. -Aufnahmen der vereinigten Kräfte des Generalstabes und des Feldmesser-Corps. Unter Leitung des GeneralLieutenant v. Mende ist durch 6 Offiziere im Gouvernement Pensa die Aufnahme über 3672 QWerst (76 QMln.) der Bezirke Goroditschtsche, Krassno-Sslobodsk, Ssaransk und Inssar fortgesetzt und die Aufnahme von 1891 Werst (272 Deutsche Meilen) Wegen ausgeführt worden, welche an 26 astronomische und trigonometrische und 270 Punkte der früheren Kataster-Vermessung angeknüpft wurden. Die auf Grund früherer Aufnahmen zusammengestellte schöne chromolithographirte Karte des General v. Mende vom Gouvernement Tambow umfasst im Mst. von 1: 168.000 32 Blätter und repräsentirt ein Areal von 57.988 QWerst (1198 QMln.). III. –Aufnahme der abgesonderten Corps im Kaukasus. in den Orenburgischen Ländern und in Sibirien. 1. Die Aufnahmen im Kaukasischen Ländergebiete wurden unter Leitung des General-Lieutenant Chodsko in verschiedenen Maassstäben ausgeführt, betrugen im Gesammt - Areal 93.281 QWerst (1930 QM.) und berührten folgende Gegenden: das Thal des Manütsch, das Gebiet der Kuban'schen und Tersskischen Kosaken, das Gouvernement Stawropol und Kutaiss. Die 77 Aufnahmeblätter, welche der Generalstab der Kaukasischen Armee dem Karten-Bureau in Petersburg zusendete, repräsentiren ein Areal von 19.922 Quadr.-Werst (412 QM.) in den Maassstäben von 1:21.000, resp. 1: 84.000 und beziehen sich auf den Elbruss mit Umgebung, Swanetien und das ganze Berggebiet des Kabardinsskischen Bezirks, die Ebene der Kabarda, die Grosse und Kleine Tschetschnia mit dem Kreise Katschkala und den Wäldern von Itschkeri und das Manutsch-Thal. 2. Im Orenburg'schen Ländergebiete sind unter Leitung des Oberst Ssalessow sowohl die Kataster-Aufnahmen in den Gebieten der Ural'schen Kosaken und Baschkiren fortgesetzt, als auch verschiedene Aufnahmen in der KirgisenSteppe und am Ssür - Darja ausgeführt worden. Oberst Tschernäjew leitete eine Rekognoscirung in der Gebirgskette Karatau, und zwar zwischen dem Berge Daud-Chodsha, den Forts Ssusak und Tschulan- Kurgan, der Stadt Turkestan, dem Orte Utsch - Kajuk und den Ruinen von JaniKurgan. Eine zweite Rekognoscirung untersuchte das Terrain zwischen den westlichen Ausläufern des Karatau, dem Berge Daud- Chodsha und den See'n Telekul und TelekulTata; die Karten beider Rekognoscirungen haben den Maassstab von 1: 2 10.000. Nachdem das linke Ufer des Ssür-Darja auf einer Strecke von 84 Werst (12 Meilen), vom Fort Perowskii bis zum Orte Uk-Tschata, aufgenommen worden, dampfte der FlottenKapitän und Flügel- Adjutant Butakow den Fluss aufwärts von Perowskii bis zum Orte Bajildir-Tugai, bestimmte die Position mehrerer Punkte, untersuchte die Tiefen und das Fahrwasser und liess durch 1 Offizier und 2 Topographen das Fluss-Ufer aufnehmen. Diese astronomischen Bestimmungen wurden zu Rektifikationen des Flusslaufes auf der Karte von Central-Asien benutzt und führten zu der Uberzeugung, dass die von den Jesuiten Espina, Hallerstein und Darocha im Jahre 1759 im Kokan'schen Ländergebiete ausgeführten Bestimmungen unzureichende Genauigkeit haben und namentlich Turkestan und Taschkent falsch aufgetragen worden sind. Das Areal der Rekognoscirungs-Aufnahmen im Orenburg'schen Länder-Gebiete beträgt 21.805 Quadrat - Werst (450 Q.-Meilen). 3. In West-Sibirien setzten unter Leitung des Oberst Babkow 3 Offiziere des Topographen-Corps die Aufnahmen an der Chinesischen Grenze im Kreise Kurgum fort, woselbst zwischen den nördlichen Ausläufern des Ala-tau und den Südufern des Saissan-See's 16.820 QW. (347 QM.) mappirt wurden. Es erstreckte sich diese Aufnahme vom unteren oder Weissen Irtysch bis zur Mündung des Narym im Westen und nach Osten hin von dem Chinesischen Piket Tschingista nach dem See Marka-kul und im Thale des Kaldshir bis zu dessen Mündung in den oberen oder Schwarzen Irtysch. Eine Rekognoscirung südlich des Flusses Tschui bewegte sich am oberen Ssür-Darja und im Himmels-Gebirge in der Richtung auf Kaschgar und lieferte das KartenMaterial über 28. 140 QWerst (581 QM.) im Maassstabe Von 1: 210.000. Gleichzeitig untersuchte der frühere See-Offizier OberstLieutenant Srächow in Begleitung eines Topographen vermittelst eines kleinen Dampfbootes den Irtysch und die Mündungen der Flüsse Kurpum, Buku und Buchtarma, lieferte eine Beschreibung der Ufer des Saissan-See's und

des Weissen und Schwarzen Irtysch, wie auch eine Karte dieser Flüsse im Maassstabe von 1:42.000. Der Astronom Karl Struve bestimmte längs der Chinesischen Grenze 19 astronomische Punkte und maass die Höhe von 8 Punkten, worunter auch das Niveau des Marka-kul. 4. In Ost-Sibirien leitete Oberst Simonow die Aufnahme von 92 Stanitzen längs des Amur und die Anfertigung einer betreffenden Übersichtskarte; alsdann erstreckte sich eine Rekognoscirung über 830 Werst (120 M.) der Mongolei von Urga aus längs der Flüsse Tool, Sselenga und Ege-gol bis zum Kosso-gol und endlich fand eine genaue Bestimmung, respective Revision der Grenzen der Goldwäschereien in den Kreisen Nertschinsk und Jenissei Statt. E. Kartographische Arbeiten. I. Topographische Abthelung. 1. Die Anfertigung, bezüglich Korrektur der Originale für die kriegstopographische Karte Russlands im Mst. von 1 : 126.000 bildete selbstverständlich die Hauptbeschäftigung und es wurde demgemäss die Revision von 23 Blatt für das Gouvernement Kursk, von 15 für Orel und von 24 für Polen vollendet. 2. Vollendung von der Reinzeichnung der ItinerarKarte der Persisch-Türkischen Grenzaufnahmen unter Leitung des Oberst Prosskurakow, und zwar a. die Marschroute von Kirmanschah über Hamadan und Sultánabád bis Gulpaigän, b. von Munger über Burüdshird nach Sultänabád, c. von Gulpaigán bis Isfahán und d. Plan der Stadt Isfahán mit Vorstadt Dshulfa. Die Marschrouten sind auf 15 Blatt im Mst. von 1:42.000 gezeichnet und umfassen ein Areal von 4858 QWerst (100 QMln.); der Plan von Isfahán nimmt im Mst. von 1 : 8.400 ein grosses Doppelblatt und 53 QWerst (1,1 QMle.) ein. Das Resultat der Mappirung der unter General Tschirikow von 1849 bis 1855 ausgeführten Türkisch-Persischen Aufnahme gestaltet sich demnach wie folgt: a. Grenzaufnahme vom Kleinen Ararat bis zum Persischen Meerbusen an der Mündung des Kärün – 25 Bl. im Mst. von 1: 73.500 über 74.955 QWerst; b. Itinerare im Inneren von Persien: 77 Bl. im Mst. von 1:42.000 über 58.921 QWerst und 18 Bl. im Mst. von 1:84.000 über 23.050 QWerst, in Summa also 120 Bl. über ein Areal von 156.926 QWerst (3243 QMln.). 3. Originale zur Fortsetzung der kriegstopographischen Karte Russlands im südöstlichen Theile vom Gouvernement Wiborg, an der Küste des Finnischen Meerbusens von der Grenze des Gouvernements Petersburg bis zur Kirche Biork-ö, 3 Bl. im Mst. von 1: 126.000. 4. Fortgesetzte Arbeit an den Originalen zur Karte vom Gouvernement Pskow, 4 Bl. im Mst. von 1: 252.000. 5. Fortgesetzte Arbeit an den Originalen zu den 4 Ergänzungsblättern der Schubert'schen Spezialkarte im Mst. von 1:420.000, betreffend das Orenburgische Ländergebiet. 6. Bearbeitung von 13 ferneren Blättern des neuen Atlas über alle Erdtheile. 7. Vollendung der Karten, welche zum ersten Theile des Totleben'schen Werkes „Die Vertheidigung von Ssewastopol" gehören, und zwar in drei Sprachen. II. Abtheilung der Kupferstecher. Gegenstand der Hauptthätigkeit wiederum der Stich der kriegstopographischen Karte Russlands im Mst. von 1: 126.000, und zwar Voll

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