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Bothe, Schumann und Steinhauser ebendaselbst gemachten Vorschläge unternimmt der Verfasser eine Kritik dieser letzteren, um zur Auseinandersetzung seiner eigenen Methode zu gelangen: Dambeck, C.: Methodisches Lehrbuch der mathematischen Geographie und Astronomie. 89. Halle, Schmidt, 1864. # Thlr. Fournet, J.: Sur les pluies de terre observées depuis quelques années dans le bassin du Rhône. (Annuaire de la Soc. météorologique de France, T. XII, 2“ partie: Bulletin des séances, pp. 67–104.) Beitrag zur Kunde der Staubregen. Grellois, Dr.: Sur l'histoire de la météorologie. – Exposition de la doctrine d'Aristote. (Annuaire de la Soc. météorologique de France, T. XII, 2“ partie: Bulletin des séances, pp. 48–66.) Hément: Lesmouvements de la mer et de l'atmosphère (conférences du quai Malaquais). 8%, 32 pp. Paris, imp. Martinet, 1864. Page, D.: Advanced Text-Book of Physical Geography. 8°, 320 pp. Edinburgh, Blackwood, 1864. 5 s. Saxby, S. M.: Changes in coast lines. Schluss. (Nautical Magazine, Juni 1864, pp. 320–328, Juli pp. 358–364.) Schubert, Dir. W.: Untersuchungen über die Leistungen eines Bourdon'schen Metallbarometers. 40, 18 SS. Programm des K. K. Evangelischen Gymnasiums zu Leutschau 1864. Pesth, Hornyánszky. Wilson, Dr. Daniel: Physical Ethnology. (Annual Report of the Board of Regents of the Smithsonian Institution, for the year 1862. Washington 1863. pp. 240–302.) Prof. Wilson's Vorlesungen über die Schädelgestalt der eingebornen Amerikaner, deren angebliche Gleichförmigkeit er durch viele Messungen widerlegt, über die Quellen der Veränderung der Schädelformen und frühesten Spuren menschlicher Kunst bilden den einzigen Abschnitt im letzten Jahresbericht der

Smithsonian Institution, der in Beziehung zur Geographie steht. Sie sind zur Beurtheilung der sogenannten Amerikanischen Race von Gewicht.

Weltreisen, Sammelwerke, Verschiedenes.

Cortambert, R.: Peuples et voyageurs contemporains. 12°, 363 pp. Paris, Gay, 1864. 4 fr. Besteht aus einzelnen Beschreibungen und Schilderungen, z. B. der Türken, Japanesen, Tuareg, Mexikaner, Chinesen, von Cochinchina, dem Amur-Fluss, Peking, ferner der Reisen von Abbé Huc, Ida Pfeifer, Schlagintweit, der Afrikanischen und Australischen Expeditionen. Decaisne, J.: Texte de la Botanique du voyage autour du monde sur la frégate la Vénus, commandée par Abel Du Petit-Thouars. 8°, 36 pp. Paris, Morgand, 1864. 4 fr. Mit dem schon früher vollendeten Atlas der Botanik, von Brongniart und Decaisne, kostet dieser botanische Theil des Reisewerks 80 fr., das ganze Werk aber, welches ausserdem den Reisebericht in 4 Bänden (40 fr.), das Album (150 fr.), den zoologischen Theil mit Atlas von Saint-Hilaire, Prévost, des Murs, Duméril und Valenciennes (205 fr.) und den physikalischen und hydrographischen Theil in 5 Bänden mit Atlas von de Tessan (95 fr.) umfasst, kostet 563 fr. Duval, Jules: Les colonies et la politique coloniale de la France. 8°, 246 pp. mit 2 Karten von V.-A. Malte-Brun: Senegal und Madagascar. Paris, Bertrand, 1864. 7 fr. Notizen aus dem Tagebuch eines Seemanns gesammelt auf den Reisen der Königl. Preuss. Kriegsflotte in den Jahren 1854–1862. 8°. Leipzig, Häfele, 1864. Thlr. Parliamentary Paper. The past and present state of the Majesty's colonial possessions, 1862. Part 1. West Indies and Mauritius. Fol. 114 pp. London 1864 1 s. 2 d. Peschel, O. F.: Über die Aufgaben einer Geschichte der Geographie. (Das Ausland 1864, Nr. 34, SS. 793–799.) Ritter (Carl). Ein Lebensbild nach seinem handschriftlichen Nachlass dargestellt von G. Kramer. 1. Theil. 8%, 490 SS. Halle, Waisenhaus, 1864. 2. Thlr. Durch den Schwall der geographischen Novitäten bedrängt, deren Verdienst zum guten Theil eben nur in der Neuheit besteht, kamen wir erst spät zur Lektüre dieser Biographie Carl Ritter's, die für die Geographen von bleibendem Werth auf alle Zeit sein wird. Mit dankenswerther Liebe hat der Schwager des Verewigten, Herr G. Kramer, Direktor der Franckeschen Stiftungen zu Halle, eine grosse Anzahl Briefe gesammelt, geordnet, ausgezogen und durch erläuternde Bemerkungen verknüpft, so dass fast durchweg Carl Ritter selbst zu uns spricht und wir aus erster Quelle den Verlauf seines äusseren Lebens wie namentlich den Entwickelungsgang seiner Studien, Anschauungen und seines herrlichen Charakters erfahren. Wer nur irgend sij innere, Verstands- und Gemüthsleben des Menschen und sich erheben kann an dem einfach erhabenen Bilde eines wahrhaft guten Charakters, der wird diese Briefe mit immer steigendem Interesse und edlem Genusse durchlesen. Der bis jetzt vorliegende erste Band führt das Leben des grossen Mannes, dessen ausserordentlich ähnliches Portrait ihm voransteht, bis zu der für die geographische Wissenschaft so wichtigen Uebersiedelung nach Berlin, während der zweite seine dortige vieljährige Wirksamkeit darstellen soll. Geographisches wird sich in dem zweiten wohl mehr finden als in dem ersten, der nur wenig Wissenschaftliches enthält, doch ist es schon belehrend zu sehen, wie Carl Ritter zur Geographie hingeführt wurde und zu der grossartigen Anschauung kann, die ihn seine Erdkunde schaffen liess; vor Allem aber ist das Entstehen dieses klassischen Werkes selbst mit den Zielen, die er sich gesteckt,

klar dargelegt. Obwohl er sich des Umfangs, der Riesengrösse der unternommenen Arbeit Anfangs so wenig bewusst war, dass er sie nur als Uebergang zum Studium der geistigen Thätigkeit des Menschen, der Geschichte, Philosophie und Sprachkunde betrachtete, denen er sich nach ihrer Beendigung ganz zuwenden wollte, so leuchtet doch aus einigen der Briefe nicht minder wie aus der berühmten Einleitung zum ersten Bande seiner Erdkunde deutlich hervor, wie klar ihm die Aufgabe und Bedeutung einer vergleichenden Erdbeschreibung vor Augen stand und mit welcher Liebe er sich ihr hingab. So schrieb er 1815 unter Anderem an seinen Bruder Johannes: „Die Ursache, warum ich gerade hier in Göttingen bleibe, ist die Stille, die Musse und die Bibliothek, die ich hier finde, um meine geographische Arbeit, der ich nun einmal mehrere Jahre gewidmet habe, endlich zu vollenden und dann in einen anderen Wirkungskreis zu treten. Das empfinde ich zu lebhaft, dass ich diese Arbeit erst zu Ende bringen muss: die Idee, die ich darin durchzuführen begonnen habe, lässt mir keine Ruhe, treibt mich viel zu sehr Nacht und Tag, als dass ich sie noch lange bei mir beherbergen könnte. Ich habe Dir schon früher davon gesprochen; ich habe, seitdem ich bei Dir in Berlin war, Tag und Nacht daran gearbeitet. Ich hoffe, bei der Liebe, die ich für die Arbeit habe, bei der Reihe von Jahren (wohl acht Jahre), die sie mich schon beschäftigt hat, obwohl nicht ausschliessend, und bei den einzigen Hülfsmitteln, die mir hier zu Gebote stehen, etwas Vorzügliches, d. h. etwas recht Zweckmässiges und Nützliches, dadurch zu leisten, wenn auch meine Kräfte nicht die brillanten sind, welche bis in die grösste Tiefe der Verhältnisse einzudringen vermögen. Auch glaube ich, dass die Arbeit ziemlich allgemein interessiren wird, wenn sie in sich nur gut ist, da sie einen überreichen Stoff auf eine ganz neue Art und in ihrer Art erschöpfend darzustellen bemüht ist. Ja wenn sie wirklich so ausfällt, wie ich es mir vorgenommen habe, dass sie werden soll, so muss sie der ganzen Behandlungsart der geographischen und mancher Zweige der historischen und naturhistorischen Wissenschaften eine ganz neue fruchtbare Gestalt geben, für den Gelehrten wie für den Schulunterricht. – Genug, genug, wirst Du mir zurufen, des Selbstlobes ! Ach nein, diess soll Dir nur mein Bestreben andeuten, das bei dieser Arbeit in mir lebendig ist, dessen Ziel aber meine geringen Kräfte in der Vollkommenheit nicht erreichen werden. Aber nur in dem Zweck, den ich dabei vor Augen gehabt habe, glaube ich, liegt der Grund, dass ich, ohne die Arbeit zu loben, mit Recht glaube sagen zu können, dass sie besser werden muss als alles Bisherige: nämlich dieser Zweck dabei war mir nicht, die grösste Menge von Materialien und die unendliche Mannigfaltigkeit und den überschwänglichen Reichthum dieses Fachs zu sammeln und zu ordnen, sondern die allgemeinen Gesetze, welche aller dieser Mannigfaltigkeit zu Grunde liegen, aufzusuchen, in jeder einzelnen Thatsache nachzuweisen und so auf dem rein historischen Wege die grosse Einheit und Harmonie in der scheinbaren Vielheit und Willkür auf der Oberfläche unseres Erdballs und in seinen Verhältnissen zu Natur und Menschenwelt nachzuweisen. Hierdurch entsteht nun eine allgemeine physikalische Geographie, in welcher alle die Gesetze und Bedingungen vorkommen, unter deren Einfluss sich die grosse Mannigfaltigkeit der Dinge und der Völker und der Menschen auf der Erde erzeugt, verwandelt, verbreitet, fortbildet." Sprenger, Aloys: Die Leistungen der Araber in der Geographie. (Das Ausland 1864, Nr. 33, SS. 787–791.) Einige Notizen aus dem so eben publicirten Werke Sprenger's: „Die Postund Reiserouten des Orients", welches eine Erdkunde von Asien nach Arabischen Quellen ist und namentlich ein vollständiges geographisches Skelet der Halbinsel Arabien nebst 16 Karten enthält. Die Notizen betreffen die geographischen Ortsbestimmungen der Araber und die benutzten Quellen, wobei besonders Moqaddasy (um 985 nach Chr.) als grösster Geograph, den es je gegeben hat," bezeichnet wird (s. „Geogr. Mitth." 1864, Heft IX, S. 355).

Atlanten, Weltkarten, Globen.

Atlas Nacional, Pequeno – para uso dos collegios comprehendendo os oito mappas seguintes: Mappa mundi, Europa, Asia, Africa, America, Oceania, Reino de Portugal e suas colonias, Imperio do Brazil 49. Stahlstich. Paris, J. P. Aillaud, 1863. Franke, C.: Vollständiger Schul-Atlas der neuesten Erdkunde in 23 Karten. 49. Chromolith. Berlin, Drawert, 1864. # Thlr. Heywood's Pocket Atlas. 20 maps. 12°. Manchester, Heywood, 1864. 2s. Kiepert, Prof. Dr. H.: Elementar-Atlas für Preussische Volksschulen. Nr. 1: Ausgabe für die Provinz Brandenburg. 6 Bl. Fol. Berlin, D. Reimer, 1864. # Thlr. Inhalt: Oestlicher Planiglob, Westlicher Planiglob, Europa, Mittel-Europa, Deutschland (1: 3.000.000), Mark Brandenburg (1: 750.000). Kiepert, Prof. Dr. H.: Neuer unzerbrechlicher Erdglobus. 12 Zoll Durchmesser. Berlin, Schropp, 1864. 5 Thr. Küsten-Ansichten von Japan bis Kapstadt und St. Helena in 5 B. Zusammengestellt aus Aufnahmen der Offiziere S. M. S. Arcona während der Ost-Asiatischen Expedition 1860–61. Berlin, D. Reimer, 1864. 3z Thlr. Küstengegenden von Japan, Formosa, Siam, Malacca, den Sunda-Inseln. dem Kap der Guten Hoffnung und St. Helena. Die Ansichten sind für Seefahrer

zur Orientirung beim Einsegeln in die betreffenden Baien und Hafenplätze bestimmt.

Philip's General Atlas of the World. Edited by W. Hughes. 39 Karten. Fol. mit Index. London, Philip, 1864. 63 s. Steinhauser, K. K. Rath A.: Atlas für die erste Stufe des geographischen Unterrichts in den Österreichisch-Deutschen Schulen. 1. Heft. 6 Bl. Chromolith. mit 26 SS. Text. Qu.-4". Wien, Artaria, 1865. 60 Nkr

Inhalt: Weltstellung der Erde, Karten-Erklärung, Erd-Ansichte Mittel-Europa, Palästina, y g: n, Europa,

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(Geschlossen am 26. Oktober 1864.)

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Montane Region

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