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Hoskins, G. A.: A winter in Upper and Lower Egypt. 8%, 358 pp. London, Hurst & Blackett, 1863. 15 s. Jouvenoel: Note historique sur les Touáreg. (Bulletin de la Soc. d'anthropologie, Januar-März 1863.) Klopp, C.: Leibniz' Vorschlag einer Französischen Expedition nach Ägypten. Übersichtlich mit Wiedergabe einiger der hauptsächlichsten Schriftstücke in Deutscher Übersetzung und mit kritischer Berücksichtigung früherer Publikationen dargestellt. 89. Hannover, Klindworth, 1864. 1 Thlr. Lagarde: Voyage en Abyssinie. (Le Moniteur universel, 13. Febr. 1864.) In diesem aus Debra-Tabor vom 30. Juli 1863 datirten Brief giebt Lejean's ärztlicher Begleiter eine Uebersicht von dessen Reise nach Abessinien im Jahre 1862 und erzählt ausführlich die Umstände seiner Gefangenschaft und endlichen Befreiung, wie er denn auch über die Zustände in Abessinien und die Persönlichkeit Kaiser Theodor's Einiges beibringt. Die Reisenden verbrachten die Regenzeit in Debra-Tabor. Lake districts, Vegetation of the newly-discovered – of Eastern Africa. (Colburn's New Monthly Magazine, März 1864.) Lamborelle, L.: Cinq ans en Afrique, souvenirs militaires d'un Belge auservice de la France. 12%, 334 pp. Bruxelles 1863. 3 fr. Lejean, Nouvelles de M. G. –, détails géographiques sur sa route de Khartoum en Abyssinie, sur les Galla et les Sidama. (Nouv. Annales des Voyages, August 1863, pp. 240–246.) Ein Brief aus Arafa vom 20. Februar 1863 mit allerhand Notizen über Galabat und Gadabi, die Stämme der Schangalla, Gurague und angrenzende Länder. Lejean, G.: Gallabat et Gadabhi, deux républiques nègres au N.-0. de l'Abyssinie. Mit 1 Karte. (Nouv. Annales des Voyages, Januar 1864, pp. 5–27.) Lejean reiste im November 1862 durch Galabat auf seinem Wege nach Abessinien und stellt hier über jene von Takruris, namentlich aus Wadai und Darfur, bewohnte Landschaft sehr beachtenswerthe Notizen zusammen, welche v. Heuglin's Nachrichten in dessen „Reisen in Nordost-Afrika" (Gotha 1857) S. 25 ff. wesentlich vervollständigen, besonders auch die historischen und politischen Vorgänge bis auf die neueste Zeit verfolgen. Die Kartenskizze beschränkt sich auf die nähere Umgegend des Hauptortes Metamma. Ueber das gegenüber, östlich vom Atbara gelegene Gadabhi oder Gedaui weiss auch Lejean nur wenig zu sagen, es hat sich im Februar 1863 der Aegyptischen Regierung unterworfen. Heuglin's Karte, zu dem citirten Buche gehörig und zum Theil in den „Geogr. Mitth." (1857, Tafel 23) republicirt, erwies sich als der beste Führer für die nordwestlichen Grenzlande von Abessinien. Lejean, G.: Excursion aux environs de Gondokoro. (Le Tour du Monde, 1863, T. VIII, Nr. 195, pp. 199–200.) Notiz über seinen Ausflug von Gondokoro nach Belenia oder vielmehr Belegnän, wie nach ihm zu schreiben ist, mit einigen Angaben über die Liria. Lejean, G.: Notes d'un voyage en Abyssinie. (Le Tour du Monde, 1864, T. IX, Nr. 213, pp. 69–80.) Ueber das Thal und den Wasserfall des Reb bei Debra-Tabor, die Persönlichkeit des Königs Theodor II., die Gefangennehmung Lejean's. Unter den Illustrationen sind Portraits von Lejean und König Theodor - - Livingstone, Dr.: Recent operations on the Zambesi. (Christian Work, a Magazine of religious and missionary information, Mai 1864.) Maltzan, H. v.: Drei Jahre im Nordwesten von Afrika. Reisen in Algerien und Marokko. 4 Bde. 89, 1247 SS. Leipzig, Dürr, 1863. 4 Thlr. Maurin, Dr. A.: Les caravanes françaises au Soudan, relation du voyage d'Ali-Ben-Mehrin, conducteur de la caravane de M. J. Solari. 8%, 29 pp. Alger, Bastide (Paris, Challamel), 1863. 1 fr. Im Auftrag des Kaufmanns Jacques Solari führte Ende 1862 Ali-ben-Mehrin, Sohn eines Marabu, Französische Waaren nach Timimun in Gurara, indem er sich von Abiod Sidi Scheich (bei Géryville) aus einer grösseren Karawane anschloss. Dieser erste Versuch, in Gurara einen Markt für Französische Waaren zu eröffnen, fiel ziemlich befriedigend aus und wird wahrscheinlich zu ähnlichen Unternehmungen anregen, denen die von Dr. Maurin aufgezeichneten Aussagen Ali's zu Statten kommen werden. Bis jetzt ist übrigens das Misstrauen der Eingebornen von Gurara gegen die Franzosen noch sehr gross, sie erbauten z. B. nach Colonieu's Abreise sofort eine Redoute, in welche die Schätze des Sultans gebracht wurden, aus Furcht, der Französische Offizier möchte mit einer Armee zurückkommen und sich Gurara's bemächtigen. Ali bemerkt dabei, dass Frankreich zu oft die Uniform der Soldaten zeige, während die Englischen Waaren durch Vermittelung der Araber und Juden in Marokko eine weite Verbreitung in der Sahara finden.

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in Galuff am Weissen Nil unter 3" 34 N. Br. gesammelt hat. Die Nordgrenze des Auidi-Landes ist Labore (4° N. Br.). Daraus, dass dieser Volksstamm das Wort Osiri für einen Menschen, der geht, gebraucht und dem Nil den Namen Meri giebt, schliesst Miani auf im Alterthum bestandene Beziehungen zu Aegypten. In der Einleitung spricht er sich wieder energisch gegen Speke's Karte aus, ohne jedoch Neues beizubringen, und zählt unter Anderem die verschiedenen Namen auf, welche dem Nil und seinen Armen sonst und jetzt von verschiedenen Völkern gegeben wurden. Wir erwähnen daraus folgende wenig bekannte: Die Barabra in Nubien nennen den Fluss. „Urughi", die Dongolaui »Urula", die Bischari „Obär"; die Araber nennen den Weissen Fluss von Chartüm bis zum Bahr Ghasal "Bahr abiad", vom Bahr Ghasal bis Gondokoro "Bahr-el Djebel", die Fungi nennen ihn „Firi", die Takale „Ugio", die Nuba ori", die, Dinka und Kitsch „Kir", die Schilluk „Nim", die Nuehr „Ier", die Tschir und Bari »Karè", die Auidi „Meri" und weiter oben „Amé". Miani, G.: La mia escursione all' istmo di Suez. (Osservatore Triestino 1864, Nr. 97.) In diesem am 27. April d. J. zu Triest gehaltenen Vortrag erzählt Miani seinen Besuch des Isthmus und der Kanalarbeiten in Begleitung von Dr. Schweinfurth. Er spricht sich sehr günstig über das Unternehmen aus und ist fest überzeugt, dass der Kanal in wenigen Jahren zu Stande kommen wird. Moçambique. Aguas thermaes do Mutiquite. (Boletim e Annaes do Conselho Ultramarino, 1863, Nr. 105.) Molinier, Dr.: Souvenirs d'un médecin sur le Sahara algérien; expédition du Sahara à la fin de 1855. (Revue de Toulouse, August– November 1863.) Montbé, Hauptm. A. v.: Der Feldzug der Spanier in Marokko 1859 und 1860 nach dem Spanischen Operations - Journal. Mit 2 Karten und 3 Plänen. (Österr. Militärische Zeitschrift 1863, Heft 9, SS. 157–172; Heft 10, SS. 233–248; Heft 12, SS. 381–396; Heft 13, SS. 33–48; Heft 15, SS. 137–154.) Der 1861 vom Spanischen Generalstab herausgegebene „Atlas histórico y topográfico de la guerra de Africa en 1859 y 1860" zerfällt in drei Haupttheile. Der erste enthält die "Documentos descriptivos", d. h. einen Auszug aus dem Operations-Journal, drei Ordres de bataille zu den Hauptabschnitten des Feldzugs, eine Verlustliste und eine Skizze der Organisation, Kampfweise und Unternehmungen des Marokkanischen Heeres. Der zweite Theil ist zumeist topographischen Inhalts, giebt eine Uebersichtskarte von Marokko, eine Operationskarte in 1:50.000, die Pläne der Schlachtfelder auf 4 Blättern in 1:20.000, einen Plan von Tetuan in 1:2500, ferner auf 8 Blättern die Gefechtspläne mit eingezeichneten Truppenstellungen und endlich auf den 4 letzten Blättern theils Lager Details, theils Grundriss und Profil der angelegten Befestigungen, theils auch Details von Lager-, Brücken- und Transport-Material. Den dritten Theil bilden 12 lithographirte Ansichten der wichtigeren Hafen-, Gefechts- und Lagerplätze. In dem obigen Aufsatz nun wird eine Uebersetzung des ersten Theils der »Documentos descriptivos" gegeben nebst einem Uebersichtskärtchen des nördlichsten Theiles von Marokko, einer Reduktion der Operationskarte auf 1: 75.000, welche für die genauere †ojaj der Umgegend von Tetuan und Ceuta und des zwischenliegenden Küstenstriches von Werth ist, drei Gefechtsplänen und dem Plan von Tetuan.

Natal, A few words about –. (Nautical Magazine, Juli 1863, pp. 376–379.) Handelt von den natürlichen und Kultur-Produkten der Kolonie. Noirot, A.: Listhmede Suez. 8°, 156 pp. mit 1 Karte. Paris, Dentu, 1863. Bespricht den gegenwärtigen Stand des Unternehmens im Ganzen günstig. Parliamentary Paper. Despatches from Commodore Wilmot respecting his visit to the king of Dahomey, in December 1862 and January 1863. Fol. London, King, 1863. Pelly, L.: Miscellaneous observations upon the Comoro Islands. (Transactions of the Bombay Geogr. Society, Vol. XVI, Bombay 1863, p. 88.) Perrey, Alexis: Sur le Theon Ochema et les monts Camerons. (Nouv. Annales des Voyages, Juli 1863, pp. 64–107.) Uebersetzung von Burton's Bericht in den „Proceedings of the R. G. S." mit

interessanten Notizen über die vulkanischen Erscheinungen an der Westküste von Afrika.

Peters, W. C. H.: Naturwissenschaftliche Reise nach Mossambique. Botanik, 2. Abth. 49. Berlin, G. Reimer, 1864. 12 Thlr. Ricque, Dr. C.: Recherches ethnologiques sur les populationsmusulmanes du nordde l'Afrique. 8%, 15 pp. (Extrait de la Revue d'Orient, de l'Algérie et des colonies.) Paris, Duprat, 1864. Rivière, J.: Lettres sur Sierra-Leone. (Revue algérienne, Juni 1863.) Rose, Prof. G.: Beschreibung der von Herrn von der Decken gesammelten Gebirgsarten aus Ost-Afrika, grösstentheils vom Fusse des Kilima-ndjaro. – Dr. J. Roth: Beschreibung der zweiten Reihe der von Herrn von der Decken aus der Gegend des Kilima-ndjaro mitgebrachten Gebirgsarten. (Zeitschrift für Allgem. Erdkunde, März u. April 1863, SS. 245–248; Dezember SS. 543–545.) Diese Gesteinsproben aus Usambara, Pare, Djagga, Ugono, den Bura- und Endara-Bergen, so wie vom Kilima-ndjaro bezeugen, dass diese ganze Gegend aus Glimmerschiefer besteht, der von einem älteren vulkanischen Gestein und sodann von neueren Gesteinen und unter diesen besonders von Basalt, seltener von Trachyt durchhrochen wird. Die Handstücke vom Kilima-ndjaro selbst

sind Trachyt, Basalt und Obsidian. Geschichtete versteinerungsführende Gesteine finden sich in den Sammlungen gar nicht.

Ryan, Bishop of Mauritius: Mauritius and Madagascar, journals of an eight years' residence in the diocese of Mauritius and of a visit to Madagascar. 8" mit 1 Karte. London, Seeley, 1864. 7 s.

Saint-Martin, Vivien de: Eclaircissements géographiques et historiques sur l'inscription d'Adulis et sur quelques points des inscriptions d'Axoum. (Journal asiatique, Oktober 1863, pp. 328–376.) Die Inschrift von Adulis, deren geographische Angaben hier eingehenderörtert werden, und die Gründung des Axumitischen Reiches setzt der Verfasser in das erste Viertel des 2. Jahrhunderts nach Chr. Saint-Martin, Vivien de: Le Nord de l'Afrique dans l'antiquité greeque et romaine. Etude historique et géographique. 8° mit 4 Karten. Paris, Didier, 1863. 12 fr. Wenn man die Erfahrung gemacht, dass preisgekrönte Werke in der Regel nach kurzen Ehren der gänzlichen Vergessenheit anheimfallen, so können wir zuversichtlich behaupten, dass das Saint-Martin'sche Werk solch klägliches Schicksal nicht theilen, sondern eine rühmliche Ausnahme bilden wird, denn wenn wir auch die in der Vorrede ausgesprochene Ansicht, dass nun die historische Geographie von Afrika ihr letztes Wort gesprochen habe, alle darauf bezüglichen Probleme gelöst seien, nicht unbedingt zur unsrigen machen können, vielmehr auch von der Zukunft noch manche Aufklärung und manche Modifikation der jetzigen Ansichten erwarten, so bildet doch die Saint-Martin'sche Arbeit einen sehr wichtigen Abschluss der bisherigen Forschungen auf dem Felde der alten Geographie von Afrika und wird gleichsam als Grundlage für Weiteres dienen. Mit seltener Beherrschung der alten, mittelalterlichen und neuen Literatur und mit ausserordentlicher Klarheit erörtert der gelehrte Verfasser in einer langen Reihe abgerundeter, durch das Band der Geschichte verknüpfter Abhandlungen die oft so verwickelten und schwierigen Fragen über die Identificirung der alten Namen, die Ausdehnung der geographischen Kenntnisse der Griechischen und Römischen Schriftsteller von Herodot bis Plinius und Ptolemäus, die ethnographischen und historischen Verhältnisse u. s. w.. und es ist ihm durch die Verwendung der exakten Kunde, die wir durch die neue glänzende Aera der Afrikanischen Entdeckungsgeschichte erhalten haben, in überraschender Weise gelungen, alte Vorurtheile zu beseitigen und Neues, oft in nicht zu bezweifelnder Lösung, an die Stelle zu setzen. In überzeugender Weise ist unter Anderem dargethan, dass die Kenntnisse der Alten nirgends über die Sahara hinausgingen und den Sudan nicht erreichten, wogegen sie den Weissen Nil bis gegen den Aequator hin, die Westküste bis Sierra Leone, die Ostküste bis Zanzibar kannten, dass die Südgrenze des ihnen mehr oder minder Bekannten im Allgemeinen durch eine Linie bezeichnet wird, welche vom Kap Bojador um Fesan herum nach Audjila und Siwah und von da nach dem Nil-Thal bei Syene verläuft. Der Niger des Ptolemäus ist keineswegs der grosse, unfern Timbuktu vorüberfliessende Strom des westlichen Sudan, sondern, wie namentlich auch durch Duveyrier's neueste Forschungen wohl definitiv entschieden ist, identisch mit dem Wadi Ighergher in der Nördlichen Sahara, die Agisymba Regio ist wahrscheinlich Air und in solcher durchgreifender Weise finden wir an vielen Stellen die alte Karte von Afrika verändert. Sehr dankenswerth ist die Beigabe von vier gut ausgeführten Kartenblättern, welche in deutlicher Haltung die Schlussresultate der Arbeit vor Augen führen; auch verdient besondere Erwähnung, dass ein ausführliches Sachregister der Benutzung des Werkes sehr zu Statten kommt. Schlagintweit, Oberlieut. Ed.: Ethnographische Skizzen aus Marokko. (Das Ausland 1863, Nr. 25, SS. 586–590.) Einiges über Völkerstämme und Racen, Regierung und Verwaltung. Eingehender sind die hier besprochenen socialen Verhältnisse behandelt in des Verfassers jüngst erschienenem Werke: »Der Spanisch-Marokkanische Krieg in den Jahren 1859 und 1860", wo in den einleitenden Kapiteln zur Kriegsgeschichte auch die topographischen Verhältnisse Marokko's und seine handelsÄ Beziehungen zu Europa ausführlich dargestellt sind. Schultze, Dr. R.: Die Neger in Angola (Charakter, Aberglaube, Ceremonien, Gebräuche, Tracht). – Die Ribeiros und Levadas auf Madeira. – Die Zoophyten, Mollusken und Arthropoden Madeira's. – Ackerbau, Viehzucht und Industrie auf Madeira. – Hat ein Englisches Liebespaar die Insel Madeira entdeckt? – Die Wirbelthiere Madeira's. (Das Ausland 1863, Nr. 34, 36, 37, 41, 42, 50.) Serval, Lieut. P.: Reconnaissance d'une des routes qui mènent du Rhamboé à l'Ogo-wai. (Revue maritime et coloniale, Oktober 1863, pp. 309–315.) S. „Geogr. Mitth." 1863, SS. 457–458. Simonot: Sur l'origine des peuples du Sénégal français. (Bulletin de la Soc. d'anthropologie, März–Mai 1863.) Slave Trade, Correspondence with British commissioners at Sierra Leone, Havana, the Cape of Good Hope, New York, and Loanda; and reports from British vice-admiralty courts and from British naval officers, relating to the –, 1862. Fol., 200 pp. London 1863. Slave Trade, Correspondence with British ministers and agents in foreign countries and with foreign ministers in England, relating to the –, 1862. Fol., 331 pp. London 1863. Die langen Reihen der Englischen Blaubücher über den Sklavenhandel bergen, allerdings zerstreut, eine unschätzbare Menge von Notizen, die auch für die Geographie, besonders für die richtige Auffassung der gesammten Verhältnisse in den Afrikanischen Küstenländern grossen Werth haben und sich namentlich in den auf den Sklavenhandel so wie auf ihre ganze Thätigkeit, Verträge, Reisen u. s. w. bezüglichen Konsular-Berichten finden. Selten aber ist ein Band dieser Blaubücher für die Afrikanische Geographie von solcher Bedeutung gewesen wie der letztgenannte, denn er enthält ausser den auch anderweitig veröffentlichten Berichten von Capt. Burton über seine Besteigung des Cameruns-Gebirges und seine übrigen Reisen in West-Afrika eine ganze Reihe geographischer Notizen und eine Karte von Dr. Baikie, das Erste, was über seine neueren Forschungen in den Ländern zwischen dem Niger und Benue im Süden und Kano im Norden veröffentlicht worden ist. Zwar ist die Karte nur eine vorläufige, noch nicht vollständig ausgearbeitete, aber sie lässt hinlänglich die Bedeutung der Baikie'schen Arbeiten und die durch sie bewirkten wesentlichen Berichtigungen und Vervollständigungen der bisherigen Karten erkennen und die Notizen, obwohl kurz und ungeordnet, enthalten

eine Fülle werthvoller Information. Dr. Barth hat verdienstlicher Weise das Wichtigste ausgezogen und zusammengestellt in der "Zeitschrift für Allgem. Erdkunde", Februar 1863, S. 101. Ule, Dr. 0.: Schilderungen aus dem Natur- und Völkerleben OstAfrika's. Die Uferländer des Weissen Nil; die Schneeberge; die inner-Afrikanische Seeregion. (Die Natur 1863, Nr. 43, 45, 46, 47, 48, 50, 52.) Anziehende populäre Darstellungen nach den besten Quellen. Weer, G. de: Prinz Heinrich der Seefahrer und seine Zeit. 8°, 290 SS. mit 2 Karten. Danzig, Kafemann, 1864. Dr. Peschel weist im „Ausland" (1864, Nr. 17, SS. 392–396) auf einige Ungenauigkeiten hin, welche ihm in dem vorliegenden Buche begegneten und die ihren Grund in zu engem Anschluss an Portugiesische Quellen haben, aber auch jener gründliche Kenner der mittelalterlichen Entdeckungsgeschichte rühmt die grossen Vorzüge der Arbeit de Veer's und meint, dass mit wenigen kurzen Abänderungen der Verfasser sein treffliches und anziehendes Buch in Einklang mit dem gegenwärtigen Stand unserer Kenntnisse über die damalige Erdkunde setzen könne. In der That braucht man eigentlich nur den citirten Artikel Dr. Peschel's durchzulesen, um sich vor jeder ungenauen Information des Buches zu behüten und sich somit dem ungeschmälerten Genusse desselben hinzugeben, denn wir glauben diese auf sehr gründlichen, durch zweijährigen Aufenthalt in Portugal und auf Madeira wesentlich geförderten Studien beruhende, mit grossem Geschick geschriebene Arbeit auf das Angelegentlichste empfehlen zu sollen. Sie beginnt mit einem Verzeichniss der benutzten Werke, giebt in der Einleitung (SS. 3–68) eine Geschichte des Portugiesischen Handels und Seewesens von den ältesten Zeiten bis in die Anfänge des 15. Jahrhunderts, welche die Entdeckungsfahrten zu Dom Henrique's Zeit als zu einer folgerichtigen Entwickelung gehörig, durch die schon vorher erreichte Handelsblüthe und Schifffahrtskunde motivirt erscheinen lässt, und führt sodann Dom Henrique's Leben und Wirken in zwei sachlich getrennten Abschnitten vor, von denen der eine die Nord-Afrikanischen Kriegszüge (Eroberung und Entsatz von Ceuta und Zug gegen Tanger), der andere die Zeit der Entdeckungen (1420–1460) behandelt. Das Ganze ist sehr klar und anziehend geschrieben und setzt bei genügender Ausführlichkeit in den Details die grosse Bedeutung des erleuchteten Fürsten für die Weltgeschichte in das hellste Licht. Ausser einem Plan von Ceuta, den Englischen Seekarten entnommen, sind als Illustrationen beigegeben eine Nachbildung der »Mappemonde des grandes chromiques de St. Denis du temps de Charles V" (1372), um die geographische Anschauung unmittelbar vor Dom Henrique darzulegen, ein Portrait dieses Prinzen und die Abbildung seines Grabmals zu Batalha.

Victorin, J. F.: Resai Kaplandet ären 1853–1855. Jagt- och natur

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Wilmot, Commodore: Resources of the Niger as regards legitimate

trade. (Proceedings of the R. Geogr. Soc., Vol. VIII, Nr. 2, pp. 53–54.) In diesem vom 9. Dezember 1863 datirten Brief wird zunächst mitgetheilt, dass Lieut. Gambier mit dem Dampfer "Investigator" den Niger bis Egga hinaufgefahren ist, unterwegs bei Lukoja Dr. Baikie aufgenommen und mit diesem zu Boot einen auf den Karten noch nicht verzeichneten Fluss, der 5 Engl. Meilen oberhalb Egga in den Niger mündet, zwischen 30 und 300 Yajs breit und durchschnittlich 2 Faden tief ist, 50 Engl. Meilen weit aufwärts bis zum Dorfe Wunagi verfolgt hat, welches letztere 7 Engl. Meilen von Beda, der Hauptstadt des Königs Massaba, entfernt ist. Dann spricht Commodore Wilmot von dem Reichthum der Bodenprodukte in den Niger-Ländern und von der Schifffahrt auf diesem Fluss. Die durchschnittliche Tiefe bis Egga (360 Engl. Meilen oberhalb der Mündung) beträgt in der Regenzeit 4 bis 5 Faden, nur an einer Stelle, die ungefähr 200 Meilen oberhalb der Mündung gelegen ist, beträgt sie nur 10 Fuss und über der Barre an der Mündung 12 Fuss, so dass starke Raddampfer von 9 Fuss Tiefgang als geeignetste Transportmittel für den dortigen Waarenverkehr bezeichnet werden.

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Miani: Paragone delle scoperte fatte sul Nilo equatoriale dai viaggia

tori Miani 1858–60, e Speke e Grant 1860–62. 2“ Edizione. Triest, Lithogr. Linassi, 1864. Auf dieser zuerst in Aegypten und nun in etwas besserer Ausführung in Triest lithographirten Tafel hat Miami die Karte seiner Reise von Gondokoro am Nil aufwärts bis Galuff (1860) mit der Speke'schen Karte zu verbinden gesucht. Indem er von der Ansicht ausgeht, dass seine Karte unbedingt fest steht, d. h. in allen ihren Theilen richtig ist, schiebt er den Ukerewe-See und seinen Ausfluss, den er für den Jeji hält, über einen Grad weiter westlich, als er auf Speke's Karte liegt, um Platz für seinen vermeintlichen wahren Nil zu schaffen, und ist auch genöthigt, die beiden Englischen Reisenden unter 4" N. Br. den Nil noch ein Mal überschreiten zu lassen, damit sie nach Gondokoro gelangen können. Diese nochmalige Ueberschreitung des Nil, ohne welche die Miani'sche Behauptung unhaltbar wird, deutet er nicht nur auf der Karte an, sondern erzählt sie auch ganz unbefangen in dem Abdruck eines Vortrags, den er am 27. April 1864 zu Triestgehalten hat, als wirklich geschehen. Mit beneidenswerthem Selbstvertrauen weist er alle Angaben der Speke'schen Karte, die mit der seinigen nicht harmoniren, als falsch zurück, doch lohnt es sich nicht der Mühe, hier nochmals speziell auf diese Dinge einzugehen, als Curiosum erwähnen wir nur, dass Miani mit Bestimmtheit bei den Nil-Quellen auch

das goldreiche Ophir zu entdecken hofft, denn die Chemiker seien der Meinung,

dass sich das Gold am Aequator bilden müsse. Sá da Bandeira, Visconde de, e Fernando da Costa Leal: Angola.

2 Bl. Fol. Lissabon 1863. Suez, Canal général de –-. Pl. 1–6, gravé par Avril. Paris 1863.

AUSTRALIEN UND POLYNESIEN.

Bird, P. Goold: Missionsreise im südlichen Stillen Meer. (Das Ausland 1864, Nr. 18, SS. 415–420.) Bird besuchte 1861 und beschreibt die Inseln Fakao-Fo (Bowditch), Atafu (Duke of York) und Nukunono (Duke of Clarence) von der Union-Gruppe. Er giebt besonders über die Bewohner ausführliche Nachrichten; ihre Zahl beträgt auf Fakao-Fo nur noch 261, da wegen einer Theuerung 500 nach der WallisInsel übersiedelten; auf Näkujnj ÄÄf je 140. Deslongchamps, E.: Documents sur la géologie de la Nouvelle-Calédonie. 89, 49 pp. mit 1 Karte. Caen, Hardel, 1864. (Extrait du 8“ vome du Bulletin de la Société Linnéenne de Normandie.) Juan, Lieut.: Richesses forestières des iles Marquises. (Annales forestières et métallurgiques, November 1863.) Parliamentary Papers. New Zealand, Native affairs. July 1863. Fol. 148 pp. mit 1 Karte. – Further papers relating to the affairs of New Zealand. March 1864. Fol. 108 pp. mit 5 Karten. London

1863–64. 8 s.

Bei der ungewöhnlichen Bedeutung, welche der Krieg der Engländer mit den Maori auf der Nordinsel von Neu-Seeland erlangt hat, ist die vorliegende offizielle Korrespondenz auch von allgemeinerem Interesse, um so mehr, da sie zum Verständniss jener Vorgänge wesentlich ist. Für die jeorjche Literatur sind die beigegebenen Karten die Hauptsache, da schon die Uebersichtskarte des Waikato-Distrikts (1 : 300.000) einzelnes Neue enthält und die übrigen Spezialitäten nach neuesten Aufnahmen vorführen, nämlich: Plan von New Plymouth und Umgegend von Bates 1863; Der Waikato-Fluss zwischen Wangamarino und Kangiriri mit den Lothungen des „Pioneer" 1863; Plan des Küstenstriches vom Waitara bis Tataraimaka in der Provinz Taranaki; Plan der Maori-Position von Mere Mere am Waikato; Plan des Pekapeka-Gebiets am Waitara von Canington 1860.

Peschel, Dr. O. F.: Die Wanderungen der Südsee-Völker. (Das Aus

land 1864, SS. 361–364.) Auf Grundlage der Arbeit von Qnatrefages in der Revue des deux Mondes. Pierron: Quelques mots sur la Nouvelle-Calédonie. (Revue du monde colonial, Januar 1864.) Quatrefages, A. de: Les Polynésiens et leurs migrations. (Revue des Deux Mondes, 1. u. 15. Februar 1864.) Richards, Capt.: Rockingham Bay, Queensland. (Nautical Magazine, März 1864, pp. 144–150.) Nachdem der Gouverneur von Queensland auf der Rückreise von Kap York, wo er die Stätte der daselbst anzulegenden Niederlassung ausgesucht, in der Rockingham-Bai nach einem geeigneten Platz für eine Stadt ausgeschaut hatte, untersuchte Capt. Richards mit dem Vermessungsschiff „Hecate" die genannte Bai genauer und erstattete darüber den hier im Auszug mitgetheilten Bericht, welcher sich zugleich auch über die Vortheile der Route durch die TorresStrasse vor der südlich um Australien herumführenden wie über den Nutzen der Ansiedelung am Kap York verbreitet. Robiquet, Capit. A.: Considérations sur Otago, Nouvelle Zélande. (Revue maritime et coloniale, März 1864, pp. 499–508.) Nautische Beschreibung des Hafens von Otago. Smythe, Mrs.: Ten months in the Fiji Islands. With an introduction and appendix by W. J. Smythe. 89, 300 pp. mit 4 Karten und Chromolithogr. London, Parker, 1864. 15 s. Stuart's (John M'Douall) journals of explorations in Australia from 1858 to 1862. Edited by William Hardman. 89 mit 1 Karte und Illustrationen. London, Saunders, 1864. 21 s. Westgarth, W.: The colony of Victoria, its history, commerce, and gold mining; its social and political institutions, down to the end

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einem Atlas. Montreal, Dawson (Leipzig, Brockhaus), 1863. 42 s. Seit dem Jahre 1843, in welchem die offiziellen geologischen Aufnahmen in Canada begannen, sind dem General-Gouvernement Jahresberichte über den Fortgang und die Resultate derselben vorgelegt worden, doch wurden diese Berichte namentlich in den ersten Jahren nur in mässiger Anzahl gedruckt und mit Ausnahme der letzten sind sie nicht mehr im Buchhandel. Das vorliegende grosse Werk, in welchem der wesentliche Inhalt aller bisherigen Berichte neben viel Neuem zusammengefasst ist, welches daher die gesammten Ergebnisse der Canadischen geologischen Aufnahmen von 1843 bis Ende 1862 vorführt, bedarf daher kaum einer besonderen Empfehlung, es wird den Geologen unentbehrlich sein und sich auch den Geographen zur Konsultation nützlich erweisen, z. B. in Betreff des Vorkommens nutzbarer Mineralien u. s. w. Sir William E. Logan und Alexander Murray haben den eigentlich geologischen oder stratigraphischen Theil, E. Billings den paläontologischen, Professor T. Sterry Hunt den mineralogischen, lithologischen und chemischen bearbeitet und voraus geht eine geographische Beschreibung des Landes. Der zugehörige, noch nicht ausgegebene Atlas soll ausser geologischen Profilen folgende Karten enthalten: 1. Geologische Karte von Britisch-Nord-Amerika und den angrenzenden Theilen der Vereinigten Staaten (1: 8.000.000), reducirt nach einer Karte in fünf Mal grösserem Maassstabe, welche separat publicirt wird; 2. Spezialkarte der Laurentischen Gesteine in den Grafschaften Ottawa, Terrebonne, Argenteuil und Two Mountains (1:443.520); 3. Spezialkarte der Huronischen Serie längs der Nordküste des Huron-See's (1:506.880); 4. Spezialkarte eines Theils der Quebec-Gruppe (1: 126.720); 5. Karte der Kalksteine der QuebecGruppe bei Point Lévis (1: 21.120); 6. Eine Karte der geologischen Beschaffenheit der Oberfläche (1: 8.000.000).

Canada mit besonderer Rücksicht auf dessen Kolonisation nach den gegenwärtigen Verhältnissen geschildert. 8",46 SS. Leipzig, Wagner, 1864. Thlr.

Cartier, Bref récit et succincte narration de la navigation faite en 1535 et 1536 par le capitaine Jacques – aux iles de Canada, Hochelaga, Saguenay et autres. Réimpression figurée de l'édition originale rarissime de 1545, avec les variantes des manuserits de la bibliothèque impériale; précédée d'une brève et succincte introduction historique, par M. d'Avezac. 8", 172 pp. Paris, Tross, 1864.

Auszüge siehe in „Ausland" 1864, Nr. 10, SS. 232–234.

Colonies françaises (Les). Iles Saint-Pierre et Miquelon. Mit 1 Karte. (Revue maritime et coloniale, Dezember 1863, pp. 556–588.) Gleich den vorausgegangenen Monographien über die Französischen Kolonien in Indien und Afrika werden hier die kleinen Inseln Saint-Pierre und Miquelon bei Neu-Fundland, die ihrer Fischereien wegen von Bedeutung sind, kurz, aber nach allen Beziehungen eingehend beschrieben und auf einer Spezialkarte im Maassstab von 1: 190.000 dargestellt. Engelmann, H.: Remarks upon the causes producing the different characters of vegetation known as Prairies, Flats and Barrens in Southern Illinois. (Silliman's American Journal, November 1863, pp. 384–396.) Ohne geradezu entscheidende Untersuchungen angestellt zu haben, kommt der Verfasser, der bei der geologischen Aufnahme von Illinois beschäftigt ist, zu der Ueberzeugung, dass hauptsächlich der Grad und die Vertheilung der Feuchtigkeit im Boden die Ursache der genannten Vegetations-Formen ist, andere Verhältnisse aber daneben recht wohl von Einfluss sein können.

Engelmann, G.: Altitude of Pike's Peak and other points in Colorado territory. (Transactions of the Academy of Science of Saint-Louis, Vol. II, Nr. 1, 1863.)

Forbes, Dr. C.: Vancouver Island; its physical geography, climate and mineral resources. (Proceedings of the R. Geogr. Soc., Vol. VIII, Nr. 3, pp. 83–87.)

Der vorliegende Auszug giebt unter Anderem einige speziellere Nachrichten über das Kohlenlager von Nanaimo und den Holzhandel im Barclay-Sund.

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Text und Karten bieten nichts Neues von Belang, aber die Zeichnungen sind neu.

Gobineau, Comte A. de: Voyage à Terre-Neuve. (Le Tour du Monde 1863, Vol. VII, Nr. 182, pp. 401–416.)

Auszug aus dem unter gleichem Titel bei Hachette in Paris erschienenen Buche, befeichert durch hübsche Illustrationen.

Hayden, Dr. E. V.: On the geology and natural history of the Upper Missouri, being the substance of a report made to Lieut. G. K. Warren. 49, 218 pp. Philadelphia 1863. Herrick, Capt.: Explorations from Sault Ste. Marie to Fort William, North shore of Lake Superior. (Canadian News, 10. Septbr. 1863, pp. 168–170.) Capt. Herrick hatte den im Norden des Oberen See's verlaufenden Theil der

projektirten Strasse von Canada nach dem Grossen Ocean zu untersuchen und berichtet hier über die Natur des Landes, die Flüsse u. s. w.

Hind, Prof. H. Y.: Resources of Central British America. (Journal of the Statistical Society, März 1864.)

Hind, Prof. H. Y.: A glance at the political and commercial importance of Central British America. (Nautical Magazine, April 1864, pp. 169–178, Mai pp. 237–244.)

Unter Anführung vieler statistischer Daten wird dargethan, dass die Gebiete am Red River und Saskatschewan eine starke Bevölkerung ertragen können.

Hind, Prof. H. Y.: Explorations in the interior of the Labrador Peninsula, the country of the Montagnais and Nasquapee Indians. 2 vols. 89, 686 pp. mit 2 Karten, 12 Chromolith. und 23 Holzschnitten. London, Longman, 1863. 32 s. S. die Auszüge in „Das Ausland"1864, SS. 121, 155, 188, 205. Hunt, Major E. B.: Key West physical notes, 1. zodiacal light, 2. atmospheric transparency, 3. gulfstream cloud bank, 4. ray bands, 5. northers, 6. hurricanes, 7. ventilation, 8. yellow fever, 9. a water moonrise. (Silliman's American Journal, Mai 1863, pp. 388–396.) Illinois, Das Wachsthum des Staates –. (Das Ausland 1863, Nr. 31, SS. 735–736.) Statistische Notizen. Lyall, Dr. David: Account of the botanical collections made by the North American Boundary Commission. (Journal of the Linnean Society, Botany, Vol. VII, Nr. 27, pp. 124–144.) Dr. Lyall war Arzt und Naturforscher der Expedition unter Oberst-Lieutenant Hawkins, welche in den Jahren 1858 bis 1861 die Grenze zwischen BritischColumbia und den Vereinigten Staaten längs des 49. Parallels zu vermessen hatte. Er berichtet über den allgemeinen Charakter der bereisten Gegenden,

namentlich über ihre Vegetation, und zählt die beobachteten Pflanzen mit Rücksicht auf horizontale und vertikale Verbreitung auf.

Moreton, Jul.: Life and work in Newfoundland. Reminiscences of
thirteen years spent there. 8°, 120 pp. London 1863. 6 s.
Müller, Dr. K.: Ein Blick auf die Pflanzendecke Kaliforniens. (Die
(Natur 1863, Nr. 41, 42, 44, 46, 48, 49, 51.)
Müller, Baron J. W. v.: Reisen in den Vereinigten Staaten, Canada und
Mexiko. 1. Bd. 8" mit Illustrationen. Leipzig, Brockhaus, 1864. 3 Thlr.
Neu-Ulm im Staat Minnesota. (Das Ausland 1863, Nr. 29, SS. 694–695.)

Beschreibung dieser Stadt und ihres raschen Emporblühens nach dem furchtbaren Unglück, das sie im Jahre 1862 durch den Angriff der Indianer betraf.

Palmer, Lieut. H. S.: The geography of British Columbia and the

condition of the Cariboo Gold District. (Proceedings of the R. Geogr. Soc., Vol. VIII, Nr. 3, pp. 87–94.)

Der Palmer'sche Artikel wie die darauf folgenden Bemerkungen von Captain

Richards und Colonel Moody tragen zur Bildung eines richtigen Urtheils über den Werth der Kolonie bei. Parry, C. C.: Ascent of Pike's Peak. (Transactions of the Academy of Science of Saint-Louis, Vol. II, Nr. 1, 1863.) Report of the Superintendent of the Coast Survey showing the progress of the survey during the year 1859. 4°, 386 pp. mit 39 Karten. Washington 1861. Report of the Superintendent of the Coast Survey showing the progress of the survey during the year 1860. 49, 429 pp. mit 29 Karten. Washington 1861. Der im Jahre 1859 etwas verlangsamte Fortschritt der Nord-Amerikanischen Küstenvermessung hatte im J. 1860 wieder seinen regelmässigen Gang, aber der Kriegszustand während der letzten Jahre wird dieses grosse Werk wahrscheinlich so bedeutend gehemmt haben, dass sich sein Abschluss nicht mit einiger Sicherheit bestimmen lässt. Zu Ende 1860 war an der Atlantischen Seite die Triangulation längs der Küste von 12 Staaten von Passamaquoddy bis zur Grenze zwischen Nord- und Süd-Carolina, eine Strecke von mehr als 1200 naut. Meilen, vollendet; ein Zwischenraum von 54 Meilen trennte diese Strecke von einer zweiten, 280 Meilen langen, die von der Nordgrenze von Süd-Carolina bis zum Cumberland-Sund, Georgia, reicht; darauf folgt wieder ein Zwischenraum von 27 Meilen, dann eine triangulirte Strecke bis Matanzas-Inlet, südlich von St. Augustin. An der Südküste erstreckte sich die Vermessung über den Charlotte-Hafen, die Strecke von Anclote Key bis Cedar Keys (90 Meilen), vom Ocilla River bis Cap San Blas (95 Meilen), die St. Andrew's Bay, die East Bay, Maria de Galvez-, Escambia- und Pensacola-Bai, den Eingang zur Perdido-Bai, die Strecke von Mobile-Bai bis Lake Pontchartain (150 Meilen) und über Chandeleur und einen Theil des Isle au Breton-Sundes zum Mississippi-Delta, das zum grösseren Theil vermessen war, ferner über die Isle Dernière und CaillouBai, Atchafalaya- und Côte Blanche-Bai, endlich über die Strecke von Galveston bis zu einem 150 Meilen vom Rio Grande gelegenen Punkt (250 Meilen). An der Westküste waren alle Häfen von Kalifornien und Oregon, viele auch vom Washington-Gebiet, incl. Washington- und Puget-Sund, die Haro- und Rosario-Strassen und ein Theil des Golfs von Georgia vermessen. Das Verzeichniss über die bis Ende 1859 bestimmten Positionen umfasst 7178, Karten und Pläne sind etwa 300 publicirt und dazu kommen noch die magnetischen, meteorologischen und Fluthbeobachtungen, die Tief ngen, die weitere Untersuchung des Golfstroms u. s. w. Von allgemeinerem Interesse sind in den beiden vorliegenden Bänden namentlich mehrere Abhandlungen von Bache über die magnetischen Beobachtungen und über den Golfstrom, die Liste der Positionen, die Fluthtabellen und die Berichte von Prof. Alexander, Lieutenant Murray und O. Lieber über die Expedition nach Labrador zur Beobachtung der Sonnenfinsterniss daselbst im J. 1860. Die Karten sind grösstentheils Skizzen zur Uebersicht des Fortschrittes der Triangulation und vorläufige, noch nicht abgeschlossene Karten; die im J. 1860 ganz vollendeten sind des Kriegs wegen nicht ausgegeben worden, nur in dem Band von 1859 finden sich einige solche, nämlich: Lynn-Harbour (Mass.) 1: 20.000; Muskeget-Channel neue Ausgabe) 1: 60.000; Hempstead Harbour (Long Island-Sund) 1:20.000; t. Mary's River (Maryland) 1:60.000; St. George's Sound (Florida) 1:40.000; Crescent City Harbour (Kalifornien) 1:20.000; ferner eine neue Karte vom Golfstrom in 1:5.000.000, eine Anzahl Durchschnitte und Diagramme in Bezug auf die neueren Beobachtungen über diese Strömung, eine magnetische Erdkarte und magnetische Diagramme. Rossi, L.: Six ans en Amérique (Californie et Orégon). 89, 324 pp. mit 2 topogr. Karten. Brüssel, Périsse, 1863. Schott, A.: Briefe aus dem Westen. Pimeria Alta, das Land der Papagos. Sein Pflanzenreich. II. (Das Ausland 1863, Nr. 41, SS. 978 –980, Nr. 42, SS. 995–999.) Schluss der S. 278 des Jahrganges 1863 erwähnten Abhandlung. Shea's Library of American linguistics. Nr. 8: Alphabetical vocabulary of the Chinook language, by G. Gibbs, 8°, 23 pp. (5 s.). – Nr. 10 Radical words of the Mohawk language, with their derivatives, by Rev. J. Bruyas, 8°, 123 pp. (21 s.). – Nr. 12: Adictionary of the Chinook Jargon, or Trade Language of Oregon, by G. Gibbs, 89, 54 pp. (12 s.). New York, Shea, 1863. S., über das ganze Unternehmen und die früher publicirten Nummern „Geogr. Mittheilungen" 1862, S. 397. Synge, Capt. M. H.: The Colony of Rupert Land, where is it, and by what title held? A dialogue on England, her interests in North America and in free intercourse, against certain contrary pretensions on the part of the Hudson's Bay Company. 8° mit Karte. London, Stanford, 1863. 1 s. Thomassy, R.: Supplément à la géologie pratique de la Louisiane. Ile Petite-Anse. Mit 1 Karte. (Bulletin de la Soc. géologique de France, 2“ série, T. XX, pp. 542–544.) Der im vorigen Sommer in Havanna verstorbene Raymond Thomassy giebt hier als Nachtrag zu seiner 1860 publicirten „Géologie pratique de la Louisiane Nachricht von der Entdeckung eines Steinsalzlagers auf der Insel Petite-Anse im Mississippi-Delta mit einer hübschen Spezialkarte dieser Insel in jetziger Gestalt nach seinen Aufnahmen vom Juli 1862. Waitz, Th.: Anthropologie der Naturvölker. 4. Thl. Die Amerikaner.

2. Hälfte. 8%, 516 SS. mit 2 Karten. Leipzig, Fleischer, 1864. 3. Thlr.

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Map of the Federal States (Eastern Division). – Map of the Federal States (Western Division). – London, Philip, 1863. à 3 s. Bartholomew, J.: Map of Canada, with Nova Scotia, New Brunswick and Newfoundland. London, Philip, 1863. 6 s. Newfoundland. St. John's Harbour, surv. by Capt. Orlebar 1862. 1: 8100. London, Hydrogr. Office, 1864. (Nr. 298.) 2 s. Stanford's Map of the Seat of War in America. 4 Bl. 1: 2.027.520. London, Stanford, 1863. à 2 s. Bl. 1: Virginien, Manassas Junction, Bull's Run u. s.w.; Bl. 2: Missouri, Fort

Monroe etc.; Bl. 3: Der untere Mississippi, New Orleans, Fort Pickens u. s. w.; Bl. 4: Die Atlantische Küste, Kap Hatteras, Charleston, Port Royal u. s. w.

Stanford's New Library Map of North America. London, Stanford, 1863. E- - 60 s. United States. Straits of Mackinac between Lakes Huron and Michigan, from the U. S. trigonom. survey 1849–54. 1: 122.000. London, Hydrogr. Office, 1864. (Nr. 334.) 2 s. Upper Canada. Plans of ports in Lake Huron: Penetanguishene Harbour by Bayfield 1822, Collingwood Harbour by Gibbard 1858, Goderich Harbour by Wise 1861. London, Hydrogr. Office, 1863. (Nr. 407.) 1 s. Vancouver Island, Southside, Sydney Inlet to Natinat including Clayoquot and Barclay Sounds, surv. by Capt. Richards 1861. 1: 138.000. London, Hydrogr. Office, 1863. (Nr. 584.) 3 s.

MITTEIL - AMERIKA.

Buschmann, Profess. Dr. Ed.: Die Stadt Puebla. (Zeitschrift für Allg. Erdkunde, September 1863, SS. 195–212, April 1864, SS. 338–345.) Ausführliche Beschreibung der Stadt, ihrer Lage und der grossen Strasse von Perote über Puebla nach Mexiko, nach eigener Anschauung (1827) und anderen Quellen. Cardon, E.: Cuba en 1860. (Revue du monde colonial, Mai und Juni 1863.) Chiapas, Estado de -. Censo general 1862. (Bolitin de la Sociedad mexicana de geografia y estadistica. T. 10, Nr. 1. Mexico 1863.) Derrotero de las islas Antillas y de las costas orientales de América, desde el rio de las Amazonas hasta el cabo Hatteras. Parte I, que comprende las islas Antillas, Bermudas y de Arena. Publicado por la direccion de hidrografia. 4%, 814 pp. mit 1 Karte. Madrid, Moya y Plaza, 1863. 20 r. Dorat, Dr.: Die Gewinnung des Peru-Balsams an der Küste von San Salvador. (Das Ausland 1864, Nr. 11, SS. 248–250.) Spezielle Nachrichten über die Art der Gewinnung und namentlich über die Produktionsplätze. Der sogenannte Peru-Balsam kommt nicht aus Peru, sondern nur aus San Salvador von dem Myroxylon Pereirae, einem Baum aus der Familie der Papilionaceen. - Hayti, Handel und Schifffahrt von und Port au Prince in den Jahren 1860–1862. (Preuss. Handels-Archiv 1863, Nr. 33, SS. 151 –157.) Heller, Prof. K. B.: Mexiko. Andeutungen über Boden, Klima, Thier-, Pflanzen- und Mineralreich. 8%, 58 SS. Wien, Gerold, 1864. 16 Sgr. Heredia, J. M.: Viaje al Nevado de Toluca. (Boletin de la Soc. Mexicana de geografia, VIII, 1862, p. 159.) Jonquières, De: Extrait d'un rapport sur la côte de Tampico, golfe du Mexique. (Annales hydrogr. 3“ trimestre 1863, p. 130.) Jourdanet, D.: Le Mexique et l'Amérique tropicale, climats, hygiène et maladies. 18",467 pp. mit 1 Karte. Paris, Baillière, 1864. Kohl, J. G.: Älteste Geschichte der Entdeckung und Erforschung des Golfs von Mexiko und der ihn umgebenden Küsten durch die Spanier von 1492 bis 1543. (Zeitschrift für Allgem. Erdkunde, Juli und August 1863, SS. 1–40, September SS. 169–194.) Ein wichtiger Abschnitt aus dem grösseren Werke über die Hydrographie und Geschichte aller Küsten der Vereinigten Staaten, welches Kohl bekanntlich auf Einladung und mit Unterstützung des »United States Coast Survey" auszuarbeiten unternahm. Er handelt von folgenden Unternehmungen: 1) Columbus 1492–1503,2) Entdeckung der Ostküste von Yucatan durch Juan Diaz de Solis und Vincente Yañez Pinzon, 3) Umsegelung Cuba's durch Sebastian de Ocampo im Jahre 1508,4) Zweifelhafte Reisen und einige für die Entdeckungsgeschichte wichtige schiffbrüche in den Jahren 1508–1512,5) Entdeckung Florida's durch Juan Ponce de Leon, 1513,6) Don Diego Velasquez, dringt zu Lande und zu Wasser durch Cuba zu den Küsten des Mexikanischen Meerbusens vor, 1511 –1514,7) Expedition des Diego Miruelo nach Florida; 1516 ). Fernando de Cordova mit Antonio de Alaminos entdeckt die Nord- und Westküste von Yucatan, 1517, 9) Juan de Grijalva und Antonio de Alaminos entdecken die Küste von Mexiko, 1508,10) Expedition unter Fernando Cortes, und Antonio deAlaminos von Havaña längs der Südküste des Golfs von Mexiko im J.1519, 11) Don Alonso Alvarez Pineda entdeckt die Nordküste des Golfs von Mexiko, 159, 12) Pläne des Cortes zur Erforschung der nördlichen Gegenden, 1524, 13) Ünternehmungen des Pamfilo de Narvaes und seiner Offiziere zu den nörd lichen Küsten des Golfs von Mexiko, 1527–1536; 14) Unternehmungen und Reisen des Fernando de Soto und seiner Kapitäne in den nördlichen Regionen des Golfs von Mexiko, 1538–1543. - Lawrence, G.: Excursion to the Lake of Nicaragua up the River San

Juan. Fortsetzung. (Nautical Magazine, Juli 1863, pp. 360–368, August pp. 398–407.) Schluss des S. 279 des »Geogr. Mitth." von 1863 erwähnten Berichtes. Er enthält unter Anderem einige Höhenmessungen. Leon, J. J.: Apuntes interesantes para servir á laestadistica de Tabasco. (Boletin de la Soc. Mexicana de geogr. VIII, 1862, p. 531.) Malte-Brun, V.-A.: Etude géographique sur la Sonora. Mit 1 Karte. (Nouv. Annales des Voyages, Mai 1863, pp. 129–157.) Karte und Beschreibung der Mexikanischen Provinz Sonora, hauptsächlich nach Garcia y Cuba's »Atlas Mexicano" (Mexico 1858), Sylvester Mowry's „The geography and resources of Arizona and Sonora" (Journal of the Geogr. Soc. of New York), H. Berton's»Notices sur l'état actuel de la Sonora d'après Francisco Velasco" (Bulletin de la Soc. de Géogr. de Genève), Duflot de Mofras' »Exploration du territoire de l'Orégon, des Californies et de la mer Vermeille" (2 Bde. mit Atlas, Paris 1844) und dem Journal der Geographischen und Statistischen Gesellschaft in Mexiko. Maris, ancienconsul de Belgique à Saint-Domingue: Souvenirs d'Amérique. Relations d'un voyage au Texas et en Haiti. 8°, 135 pp. Brüssel, Poot, 1863. 2 fr. Martin y Oñate, C.: España y Santo Domingo. Observaciones de simple y racional criterio acerca de lo que interesa á la nacion española la posesion de dicha isla, y sobre los beneficios que han de recibir en consecuencia los mismos dominicanos; seguidas de una descripcion histórica y geográfica de tan vasta y rica Antilla. 89, 176 pp. Toledo, Lopez Fando, 1864. Neumann, K. F.: Ost-Asien und West-Amerika. Quellen aus dem 5., 6. u. 7. Jahrhundert. Erdkunde, April 1864, SS. 305–330.) Interessante Zusammenstellung und Erläuterung der Nachrichten, welche in Chinesischen und Japanesischen Schriften über die früheste Bekanntschaft der Chinesen mit den Völkern im Norden und Osten enthalten sind und hauptsächlich von Buddhaistischen Glaubensboten herstammen. Ganz besonders hervorzuheben sind die Nachrichten aus dem 5. Jahrhundert über das Land Fusang, welches Neumann für identisch mit dem westlichen Amerika, namentlich mit Mexiko hält. Oersted, A. S.: L'Amérique centrale. Recherches sur sa flore et sa géographie physique. Résultats d'un voyage dans les Etats de Costa Rica et de Nicaragua, exécuté pendant les années 1846 – 48. Fol. mit Tafeln, Karten und Profilen. 1. Lfg., 18 pp. mit 18 Tafeln. Kopenhagen, Lind, 1863. 7 Thlr. 26 Sgr. Pezuela, D. Jacobo de la: Diccionario geográfico, estadístico, histórico de la isla de Cuba. T. I. 49, 416 pp. Madrid, Mellado, 1863. 60 rs. Beruht ganz auf offiziellen Daten; die statistischen Angaben reichen bis Ende des Jahres 1862. Das ganze Werk wird aus 5 Bänden bestehen und kann als Anhang zu D. Pascual Madoz' „Diccionariogeográfico, estadistico, histórico de España y susposesiones de Ultramar" betrachtet werden. Ramon de la Sagra: Nouveaux renseignements concernant l'ile de

Cuba. (Comptes rendus hebdom. 18. Januar 1864, pp. 161–162.)

Der Verfasser hat das Kapitel „Bevölkerung" seines Buches „Cuba en 1860" neu drucken lassen, um den Census von 1861 dafür zu benutzen, und theilt daraus einige Daten mit. Die Bevölkerung von Cuba bestand aus 757.602 Weissen, 225.843 freien Farbigen, 6650 Freigelassenen, 370.553 Negersklaven, 34.825 Asiaten, 1047 Mexikanern, im Ganzen aus 1:396.530 Seelen. Traurig sieht es mit dem Unterricht aus. Lesen und schreiben können von den Weissen 30, von den freien Farbigen nur 11,8 Prozent. (S. auch Bulletin de la Soc. de géogr. de Paris, August 1863, pp. 144.)

Romero, Don Jose Guadalupe: Reseña de los trabajos cientificos de

la Sociedad Mexicana de Geografia y Estadistica en 1862. Mexico, impr. de Vicente G. Torres, 1863.

Aus diesem Jahresbericht der Mexikanischen Gesellschaft für Geographie und Statistik über ihre Arbeiten im Jahre 1862 geben die „Nouvelles Annales des Voyages" (Juli 1863, pp. 115–119) einen übersichtlichen Auszug, dem wir folgende Notizen entnehmen: Garcia y Cuba liess seine Generalkarte der Republik lithographiren: Pimental publicirte den ersten Band seines vergleichenden Tableau's der einheimischen Sprachen von Mexiko; Icazbalceta beendigte den zweiten Band der Dokumente für die Mexikanische Geschichte; D. Rafael Duran begann die Veröffentlichung seiner Statistik von Vera-Cruz und wird bald ein Handbuch der Geographie herausgeben, in welchem die Geographie von Mexiko besonders ausführlich behandelt werden soll; Romero bereicherte das Bulletin der Gesellschaft mit einem Katalog der in Mexiko seit der Eroberung beobachteten Erdbeben und mit Notizen in Bezug auf die Statistik des Staates Michoacan. Als demnächst zu publiciren wurden unter Anderem erwähnt: eine ethnographische Karte von Mexiko in grossem Maassstabe mit erläuterndem Text von Orozco y Berra, besonders aber eine hydrographische Karte des Thales von Mexiko nach den speziellen Aufnahmen von Diaz Covarrubias, Iglesias und Herrera y Fernandez Leal, welche im Auftrag der Regierung die weitere, 180 Qu.-Lieues betragende Umgebung der Hauptstadt zum Zweck einer projektirten Kanalisirung und Trockenlegung des Thales geodätisch vermessen und nivellirt, 200 Punkte ihrer Lage nach bestimmt und die Gewässer genau untersucht haben.

Sonora, Estadística de – . (Boletin de la Soc. Mexicana de geografia, VIII, 1862, pp. 211, 282, 389, 453, 522, 605, 650.) Wigne, G. T.: Travels in Mexico, South America etc. 2 vols. 8°, 695 pp.

London, Allen, 1863. 21 s.

Beschreibung einer im J. 1851 angetretenen Reise nach Vera-Cruz, Mexiko, den West-Indischen Inseln, Nicaragua, New Orleans, New York, Rio Janeiro, Buenos Ayres, durch die Argentinischen Staaten nach Bolivia und Peru und von Lima nach Kalifornien. Der vor Veröffentlichung dieses Werkes ver

Nach Chinesischen (Zeitschrift für Allgem.

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