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82) S. Schmidts práct. Leorbud von gerichtlichen Slagen

8. 943. f. 83) Westphal vom Kaufe S. 810. MALBLANC Princip. iur.

Rom. P. III. S. 551. nr. III. 84) Unter den åltern Bartolus und der Ubt Panormita. nu 8. Diesen Untefignanen sind gefolgt STRUV Syne. iur. civ. Exercit. XXIII. Tit. 87. LAUTERBACH Colleg. th. pr. Pand. h. t. S. 47. SCHACHER Colleg. pract. Pand. h. t. lo. Balth. WERNHER Manuale Pandect. h. t. $. 6.. Schmidt theoret, pract. Commentar über seines Vaters febrbud von Klagen. 4. B. $. 946. 4. 2. m.

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wieder zurückzugeben schuldig fey.' Diese Meinung scheine zwar das Canonische Recht für sich zu haben. Denn in dem Cap. 3. X. de emt. et vendit. erklärt der Pabst Alerander III. ein richterliches Urtheil für rechtswidrig, weil darin geradézu auf Rescission des Kaufs war er, kannt worden, ohne dem Beklagten die ißm geseglich zue stehende Wahl nachzulassen. Der Pabst sagt: Habita deliberatione cum fratribus nostris et aliis sapien. tibus viris, qui legibus iurati iudicant, eandem sententiam iuri: contrariam intelleximus. Quia ve. ro in arbitrio emtoris est, si velit, supplere isstum pre. tiuni, aut venditionem rescindere, cum res minus di. midia iusti pretii comparatur; sententiam ipsam, tane quam iuri contrariam irritantes, possessionem . mona. chis judicavinius esse reddendam. Und in dem Cap. 6. X. eodem_ sagt der Pabst Innocenz III. Cum constitisset nobis, monasterium in praedictarum rerum venditione ultra dimidiam iusti pretii fuisse deceptum,, sententionando decrevimus, ut praefati cives aut, recepto- pretio, possessiones restituerunt memoratas, aut supplerent, quantun constaret, legiti. mae divenditionis tempore iusto pretio defuisse. Die Husleger des Canonisden Rechts 85) haben diese Stellen fast durchgehends so erklärt, daß nach der Vorschrift dere felben nicht nur das Gesuch der Klage wegen einer Perles

Kung 85) Aurier Barbora, Gonzalez und Grannauieto find

noch zu bemerfen Henr. LINCK Commentar. in Decretal. Lib. III. Tit. 17. §. 3. Paul Ios. À RIEGGER Institution, jurisprud. ecclesiast. P. III. S. 337. Ant. SCHMIDT Institut, juris ecclesiast. Germ. Tom. II. $. 149. 4. Phil. HEDDE. RICH Elem, juris canon. P. III. S. 83. . ..

puclic« nomini, cum rowm perear öebitori

So wie nun also von Seiten desjenigen, dessen Güter öffentlich versteigert worden sind, das Gesuch um Rescis. ston des Geschäfts unstatthaft sey, so müsse auf der an' dern Seite auch der Käufer diefen KiZor gegen sich entscheiden lassen, eben weil er für ihn gelte. Er könne daher nicht restituirt werden, wenn er sich im Ueberbieten vergessen habe, weil er auch den Verkaufer nicht in den vorigen Stand herstellen kann, wo mehrere Kauflustige die Sache hinaufgetrieben hohen. . .

Andere*') hingegen sind der Meinung, daß, aller dieser Gründe ungeachtet,, auch Snbhastationen wegen einer

Ver,

46) Der Sinn dieser Worte ist, es sey unbill'g, daß durch eine Versteigerung, wöbe» eS blos nach Gunst gicng,,der Ftskus nur tine Kletnigkkit auf seine Forderung erhalle, dagegen ober dem Schuldner der ganje Werch vttlohrcn gche. S. We st» phal a. a. O. §, 19.

47) r^cuj«^evz llonrrover«. I>ib. II- csp. 2l. §. ^M» ^«t. ?KKL2 l'kselecr in Oock. K. k. nr. i^.

«oivies Vsr. ^.esolur. I'. ll. O,p. 2. nr. 2Z. /o. »ciill.ikk ?rsx. iur. Kom. Lxerc. IX. §. 20. ^oesivz Oomm.

sck ?snck. K. k. nr. 25. »vve» prselecc ick psnck.

- d. t. §. Z. ^/ci. ^5. a rv?L«vo»? Obxervsr. iur univ. 1°om. III. Obs. 73. West phal vom Kauf. h. gi z. und des. selben Rechksgutschken. 1. Band Nr. zo. yu. z. S. Z7S> uor^Oi^Lk, princip. iur. civ. K»m. Lerm. III. §. 19Z9. Gebr. Ov erb e kMebilalionen über verschiedene Rcchksma?e. rien i.B. Medik. 4. Höpfner kheor. pr. Commenk/r über die Heinecc. Institutionen. ^870 Nor. 5. Christ, Heinr. Gottl. Köchy Meditationen über die interessantesten Gegen»

stan.de Verletzung über die Hälfte ohne alle Einschränkung um« gestoßen werden könnten, wenn nur die Verletzung erwie« sen werden könne, es möge ein Betrug dabey vorgegangen seyn, oder nicht. Ihre Gründe sind, i) die angeführten Gesetze sprächen sämmtlich nur von fiskalischen Versteige« rungen, welche in der römischen Fiskalverfassung ihren Grund hätten, und daher auch keine allgemeine Anwendung fänden, redeten auch von keiner Verletzung über die Hälfte. 2) Die Gesetze, welche wegen einer Verletzung über die Hälfte die Neftlssion des ContractS gestatten, räumten dieses Recht ganz allgemein jedem Verkäufer ein, ohne dabey auf die Art, wie der Kauf geschlossen worden, im mindesten Rücksicht zu nehmen. So weit sich nun keine gegründete Ausnahme von dieser allgemeinen Regel Key Subhastationen nachweisen laßt, sey auch kein Grund vorhanden, bey dieser Art des .Verkaufs von derselben ab« zugehen. Z) Der gesetzliche Grund der Billigkeit trete sogut bey Subhastationen, als beym Privatverkaufe «in. Es kämen auch 4) selbst in den Gesetzen mehrere Beyspiele Vor, wo Subhastationen wegen einer Verletzung rescindirt worden sind. Bey Minderjährigen sey dieß ein ganz ge, wöhnlicher Fall, und werde auch dafür in den Gesetzen, nämlich 7« §. 8. 49. mmo'-iöu/ erklärt,

aber er sey auch bey den Großjährigen nicht unerhört, wie aus I« 9. /. erhelle, worin Skavola sagt: kun>

<!us, qui IiUcii l^icü erar, ob vecrigale reipublicae vemic: seä cum Lucius Sirius äebiwr prokessus esset, "pärsruin ss esse, vectiZäl exsolvere soliäum,

quum

stände der heutigen Civilrechtsgelahkheit i.Band 15, Betracht. Tbib»«t Syst. deS Pand. RechkS l.Band §.200.

dem Richter anzuempfehlen, daß er dem Beklagten die ihm zustehende Wahl vorbehalte, um nicht zu unnöthigen Bes schwerden Unlaß zu geben. Nur dann würde freulich das richterlide Erkenntniß als rechtswidrig anzufediten seyn, wenn der Beflagte, der fidh bery der Einlassung auf die Klage zur Nach oder zurückzahlung erbor, dessen uno geachtet zur Zurückgabe der ihm verkauften Sache, oder zur Zurückgabe des empfangenen Kaufgeldes schlechter. dings wåre verurtheilt worden; weldies auch wohl der Fall gewesen seyn mag, in welchem der Pabst Alerans der III. in dem oben angeführten Cap. 3. X. de emt. et vend, die Sentenz des Richters, tanquam iuri contrariam, aufhob; wenigstens bin ich geneigter, dieses ans zunehmen "), als den Pabst mit Böbiner eines Frro thums zu bezúdrigen, oder mit Anton Schmidt 's) eine Abånderung des Civilrechts zu bebaupten, Dahinge. gen kann ich dem Reinhard Bachov von Eche 94) nicht beystimmen, wenn er den Beklagten die Wahl nur bis zur Litis. Contestation gestattet wissen will. Denn vor dem Erkenntniß des Richters ist es ja überhaupt noch gar nicht entsdjleden, ob der Beklagte dem Kläger

de electione ex obligatione alternativa debitori debica. Sect. I, S. 3. BOEHMER Diss. de libellis alternativis.

Cap. III. §. 4. WERNHER Diss. de laesione enormi. S. 39. 92) Ran rehe auch Ignat. Christph. FREYBOTT Specim. iuris

civ. quo contractum emtionis vendit. propter laesionem

enorm. de se praecise rescindi determinatur. 9. 22. 93) lascicut. juris eccles. Germ. Tom. II. $. 149. Not. -94) Not. ec Animadvers. ad Treutlerum Vol. II. Disp. II.

Th, lo. Lit. B.

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