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ism emtori prsestitÄ servanda, so ergiebt sich daraus mit einer Evidenz, die keinem vernünftigen Zweifel mehr Raum laßt, daß der Käufer nur durch Zulage dessen, was an dem wahren Werths fehlt/ der ihm im Gesetz gestatteten Wahl ein Genüge gethan habe.

Ueberall wird jedoch vorausgesetzt, daß eine Verle. Hung über die Halste in dem gegebenen Falle wirklich vor' Händen sey, welche immer von dem bewiesen werden muß, der sich darüber beschwert. Bey diesem Beweise muß dann der Werth, welchen die Sache zur Zeit des ContractS hatte, lediglich zum Maasstabe genommen werden Ware also etwa der Preis der Sache/ wegen der nachher eingetretenen besondern Zeitumstande, in der Folge gefal» len, so kommt dieses eben so wenig in Betrachtung, als wenn der Preis der Sache nachher gestiegen seyn sollte und es kann daher der Kauf nicht angefochten werden, wenn die Sache um einen auch noch so geringen Preis wäre verkauft worden, wenn Sachen von der Art gerade zur Zeit des geschlossenen Geschäfts nicht mehr galten Auch kann der auf dem für einen unmaßigen Preis ge» kauften Grundstück gefundene Schaß keine Aenderung her

vor*

Z7) ?l«»l.us Oomm. »ä I.. 2. c. cke re»c. venck. ?. III. 6,p. IV. ur. 15. iqq. vonel.i.v» Oomm. »ck l«. s. Oock. d. r. vr. 4. vi«. 6e immocZI« I»«icuie elu»»

que prodZtione. §. »»< « »z.

z8) i.xu?Lko^c!u LolleA. tk. Pr. K. r. §. 14. er iL.

zc>) 5am. cocce^i iur. civ. conrr. K. r. <?u. 6. und v^l.c« Inrroiiuct. in eootrov. iur. civ. Leer, III. IV. «n.emdr. IV. 5ub3. 2. §- sS.

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werden 'Man sieht aus dem allen, daß der hier zu führende Beweis mU vielen Schwierigkeiten verknüpft lfi. Die meiste Schwierigkeit macht die Auömlttelung des wahren Werths, den die Sache zur Zeit des ab, geschlossenen ContractS im gemeinen Handel hat' te, worauf doch hier alles ankommen soll. Denn wer er« innert sich immer des damaligen Preises noch so genau, um darüber ein Zeugniß ablegen zu können, wenn seit dem g eschlossenen Handel ei .e geraume Zeit verstrichen ist? - Ja mair ist selbst darüber noch nicht einmal einig, wie die Zeit des ContractS eigentlich zu bestimmen sey? ob nam, lich dieselbe mit Akius pinelus punctuel, oder nach tNascard^) mit einer gewissen, nur nicht gar zu wei» ten Ausdehnung zu verstehen sey? Z. B. die Zeugen Ms« sers zwar nicht zu sagen, wie viel die Sache gerade am Ta» ge des geschlossenen Geschäfts gegolten hat, allein sie be« gründen den Werth, den Sachen dieser Art einige Mo< nate vor, oder nach dem geschlossenen Contract gehabt haben; oder sie erhärten nur überhaupt, in welchem Prei. se Sachen von der Art in dem Jahre standen, da der Contract geschlossen wurde. Dergleichen Zeugnisse sind nicht schlechterdings zu verwerfen, wenn keine Umstände angegeben werden können, unter welchen die Sache zur

Zeit

46) 6. iie emct. I.. 94. D. Äs ettv. NF. ,«?-. 5. D. eis ^«ri^. r.>v?L»L^c?n Lolleg. ld. pr. ksncZ.

d. t. §. 17. »LKOLK 0ecov. iuris I.ib. III. T'ir. V. Id. ig. 'Kor.z. T hibaut System beSPand. R. i.TH. S i?5^

47) Lomm. sä I.. ». O. n. t. ?. III. csx 4. nr. >5>

4g) Ve prob«ion. donclus. 0COccl.XlI. vr. 10. ec Oon»

clus. wcccxcvl. nr. z».

priis suis respectibus,, videlicet secundum obiecta
vel personas, ad quas referuntur, et quibus deben-
tur: tamen non sunt idem respectu eiusdem per-
sonae vel obiecti, ut sensus communis ostendit,
et sic non debent hae relationes confundi: alio-
quin tota doctrina perturbaretur, Modo in
proposito, si constet, venditorem esse deceptum,
et quaeritur quantum sit deceptus, an ultra vel ci,
tra dimidiam, brevis et expedita doctrina datur in
d. L. 2. in fine, ut inspiciatur, an pretium conven-
tum sit infra dimidiam veri pretii, ; Poterat autem
dari doctrina, ut non minus vera et certa, ita do.
ctrinalior, generalior, et' magis methodica, inspi.
ciendo, quantum res vendita supervaleret pretio con
vento: et tunc dicendum fuisset, quod si superva.
leret ultra duplum, tunc esset venditor laesus ul-
tra dimidiam: si vero res duplo tantum supervale-
ret, esset laesus in dimidia tantum, et non ultra dimi-
diam: si vero supervalerét aliquanto, sed minus
duplo, tunc esset Jaesus infra dimidiam tantum.
Quae ratio, quamquam necessario tacite insit, et
eliciatur per praedicta; tamen si fuisset expressat
nunquam ortus esset, et multo minus invaluisse,
ille vulgaris error, Onines enim įden statim vidit-
sent ex parte emtoris, videlicet eum non esse deceptum
ultra dimidium, nisi pretium plus duplo supervaleres
rei emtae. Jým folgten Franz Duaren *), Arius -

.
.

Pines .

100) Comm. ad. L. 36. D. de verb. obligat. (in Operib.''

Francof. 1592. pag. 740.)

ge wollen sie von dem Beweise einer Verletzung über die Hälfte aus dem Grund ganz ausschließen > weil,Kauf. briese immer nur den unter den Contrahenken verabrede, ten, aber nicht gerade den gemeinen Werth bewiesen/ und folglich einem Dritten nicht präjudiciren könnten. Allein der Urkundenbewels ist hier nicht schlechterdings zu ver« werfen. Man unterscheide. Es ist nämlich entweder nur eine Urkunde, oder es sind mehrere beygebracht worden. Eine Urkunde, sie spreche entweder von demselben schon früher an einen der vormaligen Besitzer verkauften Grund» stück, über welches der gegenwärtige Streit ist, oder von einem andern demselben ahnlichen, wird selten zur Voll, führung des erforderlichen Beweises hinreichen, weil ein solcher Kaufbrief nur beweiset) wie hoch die Contrahenten unter den Umständen, worin sie sich befanden, den Werth zu bestimmen beliebten, nicht aber, daß auch jeder an, dere Käufer soviel dafür gegeben haben würde Allein man setze, das Document besage, daß entweder die nämli. che Sache, oder eine andere benachbarte von derselben Qua, litat und Quantität durch verpflichtete Schätzer taxirt, und über zweymal höher geschätzt worden wäre, als es wieder verkauft worden ist; so würde eine solche Urkunde nicht zu verwerfen feyn ^). Sind nun vollends mehrere entweder auf einander folgende Urkunden über die näm«

liche

K<5) vis«. <!s lsezione ultra gimick. iustl prsrii

§. zz «ül.!.«» s6 Lxercit. XXItt. I'K. 86. D a»

vtd Ge. Skruben rechtliche Bebenken z. Th. Beb. i,».

L7) S. /« ^»ck?. »znneien cic. vis«, immocki» Isesio» ne eiusque xrod»kione h. »6. er 27.

58) l.xu«k«zc» LvUeL. td. pr. ?solZ, d. r. »».

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