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18. Buch. 5. Tit. tz. !v28.

beweisen. Wenn wesiphal glaubt, es sey vielleicht damals das, was des Dioclerians und Maximians Re» scrlpt enthalt/ noch nicht im Gebrauch gewesen, oder man müsse diese neuern Verordnungen von einer Verletzung unter die Halste verstehen; so kann ich ihm weder in dem Einen noch dem Andern beystimmen. Denn sicher war dieses Nescript in dem Gregorianischen oder Hermogemanischen Codex, welche vorzüglich die Reskripte dieser Kaiser enthielten, aufgenommen. Beyde OocZices aber hatten gerichtlichen Gebrauch. Daß auch die Verordnun» gcn der christlichen Kaiser nicht blos auf den Fall einer Verletzung unter die Hälfte zu beschranken sind, erhellet daraus, weil sie ganz allgemein reden Kaiser Iustiman stellte jedoch die Verordnungen der Kaiser Dioclcriail und Maximian wieder her, nnd nahm sie, mit Hin« weglassung, zum Theil auch Interpolation der ihnen ent, gegen gesetzten Verordnungen") in seinen Codex auf, und die Päbste bestätigten sie ebenfalls in ihren Dekretalen

Nach

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minime con5eizusrur.

7. 77/. eoÄ. Lemel inter per5onss legitimss inj. lus emri concrsccus et venäili oö »ttuo^em

42) Vom Kaufe §. 154.

4z) Man sehe /«c. «oinorkevi Oommenur. sä l.. 1. OoiZ. IKeoci. de conkrak. emt. lom. I. I.ib. III. I'ik. 1. psg.

44) Nämlich die et I.. 7. t^oÄ. ^/«ock. cie cou^a/z.

emt. sind im Justinianeischen Codex ganj weggelassen worden,

. . offen/

Nach den Verordnungen der Kaiser Disclerian und Maximian kann also ein Kauf wegen einer Verletzung im Werth dann angefochten werden, wenn eine Verletzung über die Hälfte erweislich ist, und diese besteht nach der Bestimmung derselben darin, wenn der Verkäufer noch nicht einmal die Hälfte des wahren Werths für die v«, kaufte Sache erhalten hat. Da aber beyde Reskripte bloS von dem Verkäufer reden / fo entstehen zwey sehr streitige Rechtsfragen, welche hier näher zu erörtern sind. Es fragt sich nämlich,

I) ob auch der Käufer sich wegen einer Verletzung über die Halste beklagen könne? Erwägt man, daß nicht blos die beyden Rescripte der Kaiser Disclerian und Maximian, sondern auch die dieselben aufhebenden spä. tern Verordnungen der christlichen Kaiser blos vom Ver« kaufer und dessen jäsion reden, und daß auch die Rubrik des Titels ?e/«»«?s»ü?a ve»«Ktio»e im Just. Codex nicht so von ungefähr gefaßt zu seyn scheint; so laßt sich freylich nicht ohne Grund bezweifeln, ob dem Käufer ein gleiches Recht zu gestatten sey. Cujas meint zwar, vor ihm habe Niemand daran gedacht, dem Käufer die Wohlchat der 1^ 2. abzusprechen. Allein darf man der Bemerkung des Msrnac glauben, fo war Carl Du

Mooffenbar aus keinem andern Grund, als weil sie der I. 2. et L. Oock. /«5t. t/s entgegen waren. Die I.. 4.

ist zwar in den Just. Codex aufgenommen, und ist I.. ,5. c. ü. allein inkerpolirt. Statt prerii nomine vilioris heißt eS jetzt M/or^ ^et/i «om/»e. 4Z) 5» et 6. ^. «ke emt/o»e et l/mÄt.

46) Odiervst. I^ib. XVI. ig» in tin.

47) Comm. l., 2. O. äs resc. veviZic.

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auf den Verkaufer sich.beschrankende Erklärung der Z^. 2. (7«si. ^. ^. für die richtigere, und hat sie noch durch mehre, re Gründe zu unterstützen gesucht Am meisten kämpf« te jedoch gegen die Ausdehnung derselben auf den Kaufer Caspar Schifsrdegher welcher zugleich bemerkt, Rsberr und Fachinäus hätten den Cujas fo ha« an» gegriffen, daß wenn sich sein Favre nicht seiner angenom, men hätte/ es um die gute Sache geschehen gewesen wäre, weil sie Cujas nicht standhaft genug vertheidiget habe. Für diese Meinung erklärte sich auch Hugo Grsrius und unter den neuern haben sie Nladihn'°), lNalblanc"), Weber") und Müller") vorzüglich in Schutz genommen. Die Hauptgründe sind, l) Der Ver, kaufer verdiene eher Mitleiden und Begünstigung, als der Kaufer, da erster insgemein aus Noch verkaufe, und, um nur Geld zu erhalten, die Sache für einen geringen Preis hingebe; dahingegen der Käufer, den keine Noch treibt, nur zu seinem Vortheil und Bequemlichkeit kaufe °°); und

kaufe

5z) Observation. I^ib. VI. «p. l6.

g4) 6,6 ^»t. ?zskvi« l.ib III. I'rü«. Xlll. <)u. 5. et. 6. p,^. ,66 «q<z>

zz) klorum spzrsio sck iu» lusriviio. sct l.. 2. O. K. r. PSA- Zgl..

56) princip. iuris Kom. ?. II. §. 172. et »ck /l?F»c^e» Ooclr. «je icriooib. sorens. not. 6ZZ. psg. 227.

57) krincip. iur. liom. ?. II. 8ect. II. h 55». »

g8) Syst. Entwickelung der Lehre von der natürlichen Verbind» ltchkeit. h. 41-S-"6.

59) Observation, prscc. sä l'om. II. Observilr. 425.

60) säl.viznii, 6e proviclevliz Oei, auf den sich CujaS und Groltuö berufen, sagt: FttMe om»^ co»tract«^ /10c i»

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