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g«e HM/aven'?, von der Zeit, da die erste Vermiethuna, gedauert hat. ?rout quisque «»/ea nabicsveric. War also die Wohnung auf ein viertel, oder halbes Jahr oder auf ein Jshr gemiethet, so sey auch die stillschweigende Re» location auf so'lange Zeit anzunehmen. Eine willkührliche Aufkündigung des Contractö, sagen diese, könne darum nicht gestattet werden, weil dieses gegen die bona K6es streite, welche Fesihaltung eines geschlossenen Contractö ge. biete; überdem ohne Bestimmung einer gewissen Miethzeit auch kein bestimmtes Miethgeld denkbar sey. Man glaubt such noch einen Grund für diese Meinung in der I« 14. O. t. zu finden, wo derselbe Ulpian sagt:

<)ui sci cerMm rempus conclucic, liniro quoquo tempore colonus est: incelliZirur enim clominus, cum psrimr colonum m kunclo L55O, ezx,»> ikFs'o locare. , . > ^

Diese Worte will man so verstehen, daß die siillschwei. gende Wiedervermiethung auf fo lange Zeit anzunehmen sey, als die erste Vermischung gedauert hat. Allein diese Stelle gehört offenbar nicht hierher. Die hier gebrauchten Ausdrücke colonus, in funcl« e8se, beweisen vielmehr, daß von einem verpachteten jandgute die Rede sey. Run will ja Ulpian nicht, daß bey der stillschweigenden Nelo« cation der Landgüter auf dm Zeit, der ersten Verpsch, tung gesehen werden soll, warum also bey den Hausern, bey denen doch der Grund, warum bey jenen wenigstens ein Jahr zum Relocationötermin bestimmt werden mußte, wegfallt? Sollte hier die Relocation auf so lange ange« nommen werden, als die erste Vermiethung verabredet worden, so würde ja hier das Stillschweigen oft auf wei»

tere klaren daher die Worte: /von/ ^ui/^us ^iMtsveric, richs <iger von der Zeik, da der Mierhsyiann, tinira prims, locarione, in der Wohnung geblieben ist. Nach dieser Erklärung ist also der Sinn der angeführten Worte der, daß bey vermiecheten Hausern und Wohnungen die stillschwei. geude Nelocolion nur so lange dauere, als kein Theil dem andern aufkündiget« ^Der Miekhsmann bejahle dann den Miethzinß bloS für die Zeit, da er über den ersten Contract in der Wohnung blieb. Nun gtebt es noch Rechrs» gelehrten °'), welche die gedachten Worte sowohl auf die jocation als Nclocation beziehen. Sie sagen, bey Wohnungen sey nicht so, wie bey jandgütern, schon durch die Nacur ^>cr Sache selbst, für die Dauer des Contract6ver> halrnisses, eine gewisse Zeit bestimmt, sondern der Mieths» mann sey nur immer für die Zeit verpflichtet, die er wirk« sich gewohnt hat, wofern nicht ausdrücklich eine Dauer des ContractS verabredet ist. Natürlich müsse also eben dieses auch bey der stillschweigenden Relocatioif gelten.

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Eine Ausnahme wird zwar allerdings Statt sinden, wenn gleich Anfangs bey der ersten Vermiethung eine ge. wisse Zeit ausdrücklich ist festgesetzt worden, ^wie lange die Vermiethung, nach Ablauf der ersten Miethzeit, still, schweigend für erneuert angenommen werden solle, wenn

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Vrlncip. lur. Kom. §. 557. Thibaut System des Pank. Rechts 2. B. §. L6o. Hufeland Lehrbuch des Civil, rechts i. B. §. 6«6. Schräder a. a. O. Schwepxe Röm. Privatrecht 2. B. h> 42». u. a. '/

Li) iz««i«c:n^v, sck l7o5c5/t jus civ. eonrrov. K. r. <Zu. z Mt. I. pzg. 45g. Weher zu Höpfners Commentar «. 0.

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