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iiberoj,'in Lemesrribus conscituic, licer in mortis rempus emtoris elistulic ven6iror libercscem.

perer perrenonius will jedoch keinen Wider, spruch zwischen Scavola und Tr'sphsÜitt zUgeben, sondern glaubt, daß es hier auf den Unterschied zwischen liberum esse und in libertste morkri ankomme. In dem Verkrage, über welchen Scavola entscheidet, sey nicht gesagt worden , daß der Sklave nach dem Tode des Kaufers frey seyn, sondern nur m der"Freyheit leben solle. Beydes seynach Quinttilian sg sxhr verschiedm, als servum esse und m Servitute vivere. Mit Recht sage also' Scavola, daß der Sklave, der nach dem Tode des Kau, fers nur in der Frcyheit leben solle, nicht anders voll« kommen frey werde, als wenn er noch manumlttirt worden fey. "Damit habe er aber keineSweges geläugnet, daß nach der Constitution des Oivu, L/a,-c«5 der Sklave ohne Manumission, und also ipso iure frey werde, wenn in dem Vertrage ausgemacht worden, daß -derselbe nach dem Tode des Käufers frey seyn solle. Dieß. sey eS,<waS Tr^phonin nur noch habe hinzufügen wollen. Ich w^r« de den perrensnius Recht geben, wenn nur nicht die Worte: e/«am Äon mäs«»«//o/ /c»'« //ö?/^/, und was noch zuletzt hinzugefügt worden, «» mo^i/ e»/<o^i/ v«»5ii/o^ ^'öe^«t«m fo deutlich bewiesen,

daß Tr^phsnin von dem nämlichen Falle rede, welchen Scavola entschieden hat. Merkwürdig ist es freylich, daß Scavola der Constitution des Kaisers Marcus nir.

. '., gendS

Lr) Knims6version. l.id. I. «p. »2. (in Otto». I»

p,g. 6l9.) , Li) öec/«m«t. Z4«. u. Z41.

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in seinem weit früher ertheilten Gutachten auf das Re' script dieser Kaifer Rücksicht nehmen? Nachher hat ScäVola feine Meinung nicht mehr andern mögen, weil ihm die Verordnung des Hadrian mehr auf feinen Fall zu passen schien / als die Constitution des Kaifers Marcus. Diefes hat denn dem Claudius Tr^phsninus, welcher anderer Meinung war, Gelegenheit gegeben zu der dem ScaVSla beygefügken Note. Höchst unwahrscheinlich ist dagegen die Meinung des Jacob Csnstanrinaus ob sie gleich auch Joseph Fernande) De Reres zu verrheidigen sucht, daß man zwey Constitutionen des KaiferS Marcus unterscheiden müsse. Die eine, der Zeit nach altere/ an den Aufidius Victo« rinus habe von dem Falle gehandelt, wenn ein Sclavs unter der Bedingung verkauft worden/ daß ihn der Käu« ser binnen einer gewissen Zeit manumittiren folle. Die andere, dcr Zeit nach jüngere, fey in den Lemestribus erlassen, und habe den Fall betroffen, wenn der Kauf unter der Bedingung geschlossen worden, daß der Sclave binnen einer gewissen Zeit srey feyn sollte, ohne jedoch da» bey der Manumission ausdrücklich zu gedenken. Jene habe Scavola I^ib. XIV. yusesrionum berührt/ wie> aus I» l i. §. i. c/« mmonö. erhelle. Diese aber ha« be er nicht mehr erlebt. Denn sonst wäre kein Grund abzusehen, warum er sie nicht auch angeführt hätte. Allein diefe Conjectur läßt sich nicht erweifen. Die z. (!>H

S6) 5ubtil. Lno6«io». l.ib. I. «p. 17. (in Aom.

Stto»,«». ^om. IV. psg. 51z. sq ) ß/) Opusculor. I.ibr. IV. «ive uderior. blok»e sck not« OKu

«Zü »Kx»3 vigestor. ec Kespo„5or. üdk. Sesevol«. »ck l.«

Ulr, 0. 6e 8ervi3 exporc. Crom. VI. ^«^m, p. 197.) worauf er sich beruft, unterstützt sie wenigstens nicht. Hier wendet Kaiser Alexander die Constitution der Kai» sex Marcus und Commsdus blos auf einen gewissen Fall an, wobey vermutlich über deren Anwendbarkeit war gestritten worden, wie aus folgenden Worten derselben erhellet. Li lusta 8srurnino puellsm nomine I?,r. lv»m, sFönrem runc snnos seprem, nsc leAe veo«n'äerit, cum Ziaöet'ek ««»0/ v/Sm/j gumzue, /i/'era qusmvis factum ab emtore praestsn^ae übertatis pscco non sit insertum; seä ut libera esset, expiessum: tarnen constitutioni Oivorum L/a,-« et (7«Wm««L in. Lemestribus scriptae locus est. jcieoque implero vicesimo quinro anno ?iima Ii. bera facta est. Nec «best ei, quo6 vicesimo septimo anno manumissa est, quse iam ex constitutione libera erat. „ , , ^

War dem Verkaufe eines Sclaven die Bedingung beygefügt, daß ihn der Kaufer manumittiren solle, und «uf den Fall der Nichterfüllung eine Geldstrafe stipulirt 'worden, so war dieselbe unnütz. Denn da hier das Ge. setz die Handlung Kaufers ergänzte, wenn auch die Manumission von dem Verkaufer nicht geschähe, mithin der Sclave auf jeden Fall srey wurde, wenn nur der Verkau. fer vor Ablauf der bestimmten Zeit seinen Willen nicht wieder geändert hatte; so konnte man hier nicht sagen, der Kaufer habe sein gegebenes Wort gebrochen. Dieß ist, der Verordnung der Kaiser Marcus und Commodus gemäß, von den Kaisern Dioclerian und Maximian resrribirr worden, wie aus 5. «K. Oo^/. 5, ,««»c,/,. i/a /üe^'/ a/z'e««/«», ecc. erhellet. Anders re» spondirte zwar Scavsla in seinm Digesten, woraus dle 122. §. 2. O. c/e ve^öo^. oö/lS«/. entlehnt worden ist. Allein da diese Stelle aus dem 28. Buch der Digesten des Scavsla genommen ist, welches Buch dieser römische Jurist unter dem Kaiser Csmmsdus schrieb, also zu einer Zeit, wo ihm die Verordnung des Kaisers Marsens nicht unbekannt seyn konnte, so kann man hier sein Stillschweigen wohl anders nicht erklaren, als damit, daß diese Verordnung ausdrücklich nur von Sclaven handelte, die unter der Bedingung der Manumission waren verkauft worden; der Fall aber, den Scavola hier entscheidet, ei« ^uen solchen Sclaven betroffen habe, welcher der Manu, Mission wegen war geschenkt worden, wie Reres °°) auch ganz richtig bemerkt hat. Eben dieser Meinung war auch schon vor ihm Cttjazitts °°). Daß jedoch dle in der Schenkung bedungene Art der manumisüio per vinäi. cram Einfluß auf die Entscheidung des ScäVsla gehabt haben sollte, wie Alciar, Dnaren, und Donellus be. haupten wollen, ist darum nicht glaublich, weil die Cor,, stitution des Kaisers Marcus von jeder Art der Manu. Mission ohne Ausnahme redet. Daher verwirft Huberr ....!. ?.. GiLS) Man sehe über dieses Gesetz vorzüglich p«?»ie» ?,näect. lusrin. 1om. I. K. r. Nr. V. not. e. 6. ec e psg. 514.

89) Opuscul. cit. I«id. IV. srck l». üll. O. äe servis export.

„r. 6. psg. lA7. 9«) Observskion. I^ib. I. csp. 29.

Ki) In ihren Commentaren über den Tit. ö« Verbor. abiig«. ,ü l.. I2Z. §. ». v. tz. f.. . , ... ... ..^ .,

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