Page images
PDF
[ocr errors]

als ein Surrogat der natürliche» Fröchte zu betrachten Ist von andern jährlichen Gefällen die Rede, so waren diese

? , "i entwe, Qib. 1. c,p. iz. gezeigt hat. Der Grund, den Cujaj und S chulting von dem Recht des Käufers, denPZchtert» vertreiben, hernehmen, ist höchst sonderbar. Dieseö Recht kann doch der Kaufer nicht vor der Uebergabe ausüben. Kann man ihm nun deswegen die Früchte von der Zeit des perfect gewor» denen Contracts an nicht versagen, wenn die Sache nicht ver« 'pachtet worden wäre! warum den Pachtzins, der an die Stelle der natürlichen Früch:c tritt? Mit mir erklaren diese Stelle . auch so die meisten Rechtsgelehrten. S. «?»uv5xr>k. Zur. civ. , Lx XXlll. T'K. >oz. und Westphal vom Kauf, §. 591. Man könnte zwar auch mit /«. vvL-r Lomm. 26 ?snS. K. c. §. 9. in Sn. sagen, Ulvian habe hier gar nicht entscheiden wollen, wem derPachlzius gehöre, sondern nur wer ihn erheben könne. Dieses Recht steht nun zwar freylich blos dem Vertäu» fer zu, jedoch hindert dieses nicht, daß er den erhobenen Pacht. jinS/ soweit er erst nach abgeschlossenem Kaufe fallig ward, demKäufer restitutren müssender ihm die Klage gegen den Pach. ter eediren könne. Aus eben die Art glauben auch«ooor inOomm. sä psg. 4,5. und l.zu7»»»zO« Oolles. tk. pr. ?«ncl. I^ib. XIX ?ik. 1. h. 22. die Schwierigkeit lösen zu können. Allein dagegen hat <?e. rk^'r?«« in Oomm. »ci ?,vck. I'ik. 6e scrion. emti ec ven6. nr. 24z schcn Mit Recht erinnert, daß diese Erklärung mit den Worten: »?« « qmck «s,«,»«t,?» co»v«»,,55, x?s/?o«at«7 , nicht wohl zu vereinigen sey. Wozu bedürfte eö denn eines besondern Vertrags, wenn derVerkäu. fer schon von selbst nach gemeinem Recht zur Restitution oder Cessio« verpflichtet wäre?. Es muß also doch wohl die Meinung des Ulvian gewesen seyn, daß in dem Falle, von welchem er spricht, ohne Vertrag, der Pachtzins dem Verkaufer unwider» ruflich gehöre. Summ, igiiur />»ctii>«5 tt'mttö«5 niec resuls eseo. sagt mit Recht Voorda a. a. O. ^«c^«L entweder schon vor der Perfektion des Contractu Versal« len, oder sie sind erst nachher fallig geworden. Hier er« hält sie der Kaufer, dort aber gehören sie dem Vertan« fer. Man kann hier die an einem andern Orte ^°) von der Vercheilung der Früchte bey der Endigung des Nieß< brauchs zwischen dem Proprietär und den Erben des Usu« fruckarö vorgetragenen Grundsätze vollkommen anwenden. So wie nun also der Kaufer von der Zeit an, da der Handel zur Richtigkeit gekommen, alle Vortheile der Sa. che hat, nicht anders als ob er schon Eigenchümer der, selben wäre; so muß er aber auch II. von der Zeit an billig alle auf der Sache haftende tasten und zu bezah. lenden Abgaben übernehmen, und die Kosten tragen, wel« che. der Verkaufer zur Erhaltung der Sache, oder sonst zum Nutzen des Käufers in gutem Glauben verwendet hat"). Hat der Verkaufer nach dem Contract durch die verkaufte Sache selbst Schaden gelitten, z. B. der verkaufte Sklave hat den Verkäufer beflohlen, so muß auch dieser Schade von dem Kaufer ersetzt werden, und ee) sieht dem Verkäufer deshalb auch «in Retentionsrecht

> zu").

totin ^Ottliwa'i emtori, ^««tttt^ zi 7« «o»

zet iocata^ ««A«, tem^oriL />«ct«L »qt«?«/«, ^«ox-««

75) 5«, 9. <«« 6. zL. xr. I?. cke

76) S. den A. Th. dieses CommentgrSK. 637. <?. S. 329. ff.

77) 5,. 16. t7«ck. <te «et. «mti «t ,z. j. ,g. evcke«. z. a»«o»q> et tnö«t. H. den 16,

Th. dieses Eommentars §.9«7. S. 146./ 7S) z«. /?. «ct. emtj et ve»«^. Westphal vo« Aaufe §. <s«4.

^^^^ ^^^^"^ ^^«^S'^ö^«^« «K^/««^

[graphic]

KK. XVIII. -rit. VII.
- > pimn vemerit, m manuminsnir,

,. , § i°Z9-
Verträge bkym Verkaufe der römischen Sklaven.

^^-^ey dem Verkaufe der römischen Sklaven pflegten mancherley Verträge angehängt zu werben, welche dem verkauften Sklaven entweder zum Nutzen oder zur Strafe dienen sollten. Zu den Verlragen der erster« Art gehörte zum Beyspiel der, daß der verkaufte Sklave nach einer bestimmten Zeit manumittirt werden solle, ferner, daß die verkaufte Sklavin nicht xrostituirt, das heißt, nicht zur Hure gemacht werden solle. Die Wirkung jenes Vertrags war, daß wenn die Freylassung nicht dem Ver. trage gemäß erfolgte, der Kauf deswegen zwar nicht un» gültig, allein der Sklave nach einer gewissen Verordnung des Kaisers Marcus Aurelius Anromnus ipso iure als frey anzusehen war. Nach einer ältern Verordnung des Kaisers Hadrian war es zwar anders; und Cervi-dius Scävsla, welcher, als Rath des Kaifers Mars eus,")/ unstreitig auch wohl die Verordnung seines Sou,

verains

7p) Oäkiroi.inu» in vi»Mrei. L»p. l l .

verainS kannte, glaubte, jene altere Constitution sey wenig, siens in dem Falle nicht aufgehoben, wenn in dem Kaufe, ohne die ausdrückliche Bedingung der Manumission, bloß ausgemacht worden, daß der Sklave nach dem Tode des Käufers frey seyn sollte ^°). Hier werde der Sklave an» ders nicht vollkommen frey, als wenn noch die Manumist sion hinzukomme. Allein Claudius Tr'pphonittus wi. derspr'ach ihm, weil diefer Fall allerdings in dem Sinn der Verordnung des KrS. Marcus mit begriffen sey, wenn gleich die Worte derselben nicht ausdrücklich darauf giengen. Man überzeuge sich hiervon durch folgende Stelle, welche aus des Scävsla 7. Buche der Digesten genommen ist.

^. D. />. t. (^um ven^eret ?ampkilsm er LricKum, veOäiriom inseruit pactum conveurum:

^a^e»/«^. ()uaesitum esc, sn Kaec msucipia, äs quibus iurer emcorem ec venäicorem convenir, post znorrem emtoris iure ipso Iiberars sint? Kespon» 6ic, secunäum eonsrimrioliem O/v/ //^^ia», super hoc prolarsm, ?ämpki!äm et LcicKum, 6e quibus qusereremr, si manumissi nonsinr, liberos non esse. cl.ävoivL: O«vu/ Ma^c«/ ex lege 6icru Iiber> lsris in venciellöo, quam vis non manumissos, fore

übe

tZo) S. ev^^Oiv» Observit. l.ib. X- «p 21. ^«t. ?Ae«^ Oonjeetur. iuri, eiv. I«iK. XIV. «p. 4. hat ihn zwar zu wider» legen gesucht; allein man seh'Westphal vom Kauf h. 64». Dem Cujaz ist auch ?or»ie», in ?»nd. lu,timso. III. I.ib. Xl. Tir. g. wr. XII. noc. i. beygekreken.

« PreviousContinue »