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auch noch mehrere Gesetzstellen von denen aber frey,

lich keine einzige hierher gehört, wie Herr Hofr. Gensler ") gezeigt hat, welcher daher mit Laurerbach anderer Meinung ist, weil ein in ^enere geschlossener Kauf nicht eher für perfect zu halten sey, als wenn die Sache dem Kaufer in specie tradirt worden ist. Diesen Grund braucht auch Wilhelm prsttsteau Aus. ser Zweifel ist eS jedoch

z) daß bey einem alternativ geschlossenen Kaufe zwar vor der Wahl der Verkaufer den Verlust trage, wenn eine von Heyden Sachen zu Grunde geht; der Kaufer je« doch den bestimmten Preis bezahlen müsse, wenn vor der Wahl alle beyde verloren gehen. Dieß lehrt uns Paulus ^. Z4> §. 6. O. co»/7aü. «»t. Li emtio its

in votesrace est vsnäicoris, quem velic 6are, sieuc in stipuIarionibuL; seä uno mormo, qui superesc, 6sn6u5 est: et icieo vrioris periculum 26 venäito

rem,

44) 42. O. <ie l«,-« Äot. I,. §. 4. 0. eke oö//^«t.

«ct. I., zo. §. 5. /). a«i /.eF. ^^i^. 4g) Oit. Oommemst. §. 4, not. 10. lic. psg. 9.

46) Oolleg. ck. pr. ?snä. K. r. h. iz. et 21.

47) KecKstion. sö I.. 2Z. Oig. 6e reg. iuris. Osp. XVII. h. 9. (in ?Ae5. ^e^ma». I'om. III. psg. 517.) Die I.. 14. §. i. /). r. worauf er sich beruft, gehört jedoch nicht hierher. Denn das Wort bezeichnet Hier kein genns, sondern , eine res in specie certi, nämlich trsbes venäicse, verkaufte Balken, oder Bauholz. Denn wie könnte sonst von einem Diebstahl derselben die Rede seyn? wie auch schon ^> nv> »en in rrselecr. iur. civ. sck ?,nä K. r. K. 5. bemerkt hat.

rem, posterioris sä emtorem respicic. Leä er s! psrirer cZeeesserunc, precium 6eb,ebirur: «««/ «»im «/z'^ue emtok-// Es erhellet zugleich aus

diesem Gesetz/ daß bey einem alternativen Kaufe der Ver, käufer, als Schuldner/ j)ie Wahl habe, diese Wahl aber nur so lange daure, als sie möglich ist. Ist also nur noch eine von beyden Sachen übrig, so muß diese dem Käufer gegeben werden, weil der Verkäufer fein Wahl« recht verloren hat, das Recht des Kaufers hingegen nicht bloS auf jene erste Sache beschrankt war ^). Sind Hins gegen beyde Sachen vor der Wahl durch Zufall zu Grun, de gegangen, es fey zugleich, oder eine nach der andern; so tragt der Käufer den Zufall fo, daß er den bedunge, nen Preis für eine derselben bezahlen muß, weil ihm doch eine von beyden hacke übergeben werden müssen Ein Gleiches würde indessen Statt finden, wenn sich auch der Kaufex die Wahl vorbehalten hätte, wie Paulus eben« falls bemerkt, wenn er noch hinzufügt: I6em cZieen<Zum est, e/i'am/l em/o^> a^/>//^m??z, ^uem ^a.

si mo6« Koe solum arbitrio eius commissum sic, ut, quem vowiLsec, eimum Kaberec, non ec illuä, an emMm Kaberet.

Noch' ist zu bemerken, daß wenn Maaren von ei. nem entfernten Ort her verfchrieben werden, die Absen, dung derfelben immer auf die Gefahr des Kaufers gefchie«

her,

4g) ,25. ,'» /». O. i/e oö/?A«t. yA. 5"-. kt §. ?.

vek K«ion,I. in ?snil. l«. Z4. §. 6. 0. a°s contr. emc. 49) r.^urML^c» Oolleg. tk. pr. ?»nä. K. t, §. 22. West» phal vom Kauf. §. 5S7. ,

het, wenn auch gleich der Preis noch nicht bestimmt wor, den wäre, weil derjenige, welcher die Waaren verschreibt, sich anheischig macht, den Preis dafür zu bezahlen, um welchen sie dort verkauft zu werden pflegen ).

§. i«Z7. ^

Ausnahmen von der Regel, daß die Gefahr nach geschlossenem Kaufe auf den Käufer übergeht.

Die Regel, daß nach richtig geworbenem Kaufe de« Kaufer die Unglücksfalle treffen, leidet folgende AuS« nahmen.

1) Wenn ausdrücklich verabredet worden, daß der Verkaufer bis zur Uebergabe der Sache die Gefahr tra» gen solle. Daß ein solcher Vertrag gelte, hat keinen Zwei« fel").

2) Wenn die Sache durch eine solche Culpa des Ver, kaufers zu Grunde gegangen ist, die er zu vertreten hat, oder wenn der Untergang der Sache dadurch verursache wurde, daß der Verkäufer die zur Erhaltung derselben nöthigen Kosten auszuwenden unterließ

Z) Wenn

50) S. Struben rechtliche Bedenken. TH- 2. Beb. 75. und «««inei. KKspsoa'. auseskion. lorens. Vol. V. Obs. 6og. er Ob». 63y.

51) 55. A 4. co«t5«/!. e»zl. I,. ?. 5??. I.. /«. Ä t. S. «e«si.e«, Oommenr«. cit. §. 9. und

r«^«-r?«e Oomm, sg Oig, K. k. §. so. 5») § z. /. «mt. /?. t. ,z. §.,

ik pr. ?snc!, K, l. §. 6. '.

z) Wenn det Verkaufer mit der Uebergabe säumte, und durch diesen Verzug der Schade verursacht worden

ist").

4) Wenn die Sache wegen eines ölten Fehlers zu Grunde ging, der schon zur Zeit des ContractS vorhanden,, und dem Kaufer unbekannt war '*). Hier ist die Sache zur Redhibitorischen Klage geeignet. Wenn hingegen der Verkäufer wußte, daß sich die Sache nicht halten werde, und solches dem Kaufer nicht angezeigt hat, j« haste« er ihm für alles Interesse ").

Vorcheile des Käufers nach geschlossenem Kaufe.

Die andere oben (H. ivZZ.) aufgeworfene Frage be» nift die Vortheile und lasten der verkauften Sache. Hier sind folgende Grundsätze zu bemerken. I. Dem Käufer gehören von dem Augenblick an, da der Handel zur Rich. ligkeit kam, alle Vortheile der Sache, die nur ein Eigen, rhümer haben kann ^°). ??am ec co?»mock«m ejus esse «Zebet, cuius periculum est, sagt Iustinian §. z. /. em/. Ihm gehören also l) alle accessio»

«es

5Z) 4. I« 6. Ä. t. I.^u?exv^c:» cir. loe. §. 7.

0 <Ze 6iv. reg. Zur. Ozp XVIl. §. 17. und i.^uiL»L^<:» ric. loc. §. 9. 55) I.. ,5. t.

^6) ^. r. Oock. /i. t. ?osr pertect.m vengjtionem oki«« c:a««oou«, er ivcommoäum, , quoä rei verickirse con.

ringic, sck emcorem perciner. S- Wesiphul vom Kaufe. SSl. u. 590..

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