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trag schließen, daß wenn mir alles zurückgegeben wird, was ich geleistet habe, auch der andere Theil mir nichts weite? schuldig seyn solle. Allein die Meinung des Aristo geht doch nur dahin, daß in Absicht auf die liberatorische Wirkung zwischen beyden Verträgen kein Unterschied sey, sondern der Käufer durch den einen eben so, wie durch den andern, von seiner Verbindlichkeit und zwar ipso iure befreit werde. ^cleo euim bonse 6ciei iutücÜL exceotioues poscea faetae, quae ex eoäem sunt concraeru, irisuuc, sagt Ulpiatt 7. §. 6. D. l/e Lt«'/, uc conLtec, in emrioue esererisque bouae üäei iu^ieüs, re nonäum secuta, Posse sbiri ab emrione.

Das hingegen konnte durch eine Convention, welche blos ein Geschäft wieder ausheben soll, nicht bewirkt wer«, den, daß der andere Theil dasjenige, was ihm bereits aus dem Contract geleistet worden, zurückzugeben verpflich. tet werde. Denn hier ist es nicht blos die Absicht der Parkheyen, von dem vorigen Geschäft abzugehen, sondern sie wollen zugleich eine neue Verbindlichkeit unter sich fest, setzen, welches den Regeln bloßer Verträge entgegen war. Nach dem römischen Recht kann daher bloS auf die Erfül« lung des ContractS geklagt werden. Setzt nun der Be» klagte dem Kläger die Einrede entgegen/ der Contract fey mutu« äissensu aufgehoben; fo kann der Kläger die« se Exception durch die replicsci« 6oli entkräften, näm. lich der Beklagte handle unredlich, daß er gleichwohl das Empfangene zurück zu geben sich weigere. Es gehört hier« her folgende Gesetzstelle.

fecram emciunem scyue venciicionem re irUeSra ran. Glückö Erläut.d.Pand. 17. Tb- B rum tum pscto et eonsenLU P0S5S iZissalvi c«N5tät. Lr.

si quiciem arikae nomine anrvm (iatnm sit: po. tes lioe soium seeun^um ü6em pscti reeupersre; sin vero psrtem pretü persolvisri, sä es, quae ven. 6ic«rem ex ven^icione oportet: praestsre, magis sccionem (sc. co«/^ac/« ^u«L/?/am) czusm a6 pretü ^uan^icatLM, quam re cisäisse s>Ani5icas, Kabes.

Man erkennt zugleich aus diesem Gesetz, daß die ge« gebene Arrha die Aushebung des Contracts durch gegensei« eige Einwilligung nicht hindert. Denn diese gehört nicht zur Erfüllung des Contracts/ und kann aus jeden Fall mit der conöicno sine csusä zurückgefordert werden.

Da jedoch heut zu Tage auch aufhebende Verträge klagbar sind, so hat es keinen Zweifel, daß jetzt, nach aufgehobenen Contract, geradezu auf Zurückgabe dessen ge» klagt werde» könne, was ein Theil von dem andern be« reits aus dem Contract erhalten hat

Es bleibt indessen der Unterschied, ob ein geschlossc« ner Kauf re säkuc inteZra durch gegenseitige Einwilligung der Contrahenten aufgehoben, oder nach bereits ge« schehener Erfüllung ein neuer Kauf geschlossen wird, in mancher Hiustcht praktisch. Denn wenn z. B. von dem verkauften Grundstück in Veräusserungssällen eine Abga« be zu entrichten ist/ so kann sie in dem ersten Falle gar nicht, in dem andern hingegen doppelt gefordert werden. Hat ferner der Gläubiger in den Verkauf der Hypothek

einge«

22) S. 5elecr. Observsr. tor. low. l. ?. V. Obs.

>zz. Lvkenvo»? Observsrion. iuris univ. lom. l. Obs. Xl.i: h. z. Westphal vom Kaufe h. 797- Weber zu Höpfners Commentar über die Institut, h. 1200. Nst. z.

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