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ob der Kaufer an dem Untergange der Sache Schuld sey, oder nicht. In dem ersten Falle soll der Käufer für Entschädigung des Verkäufers Hasken. Oulpa em'm er mors perpeluac obliZStionem '^). In dem Ich. tcrn hingegen sprechen sie ihn frey. . Allein dem Kaufer kann nicht eher ein Verzug zur jast gelegt werden, als nachdem ihn der Verkäufer belangt hat. Ist also die Sache schon vorher, zwar durch die Schuld des Käufers, ober doch ohne Arglist desselben, untergegangen, so ist der« selbe für eine solche Culpa nicht verantwortlich. Denn er war unbeschrankter Etgenthümer der Sache. Es sin. det also hier der Ausspruch des Ulpian Statt, welcher I.. 25. § 11. «le ^esk/. M^/. von den bonse Kdei poLLesLoribus sagt: Li quiä äilspiääverum, percilderUlic, «kum ?e /ua /e aburl ^ou/a»t, non präe» srabunr. Ja einige gehen soweit, daß sie sogar auch in dem letzten Falle, wenn die Sache durch bloßen Zu. fall, ohne alle Schuld des Käufers, zu Grunde gegan. gen ist, dem Verkäufer noch die RechtSwohlthat der 2. docZ. K. c. wollen angedeihen lassen. Allein auch diese haben Unrecht. Sie sagen, nach den Worten der 2. könne freylich der Verkäufer wegen einer enormen Ver» letzung nur auf die Aufhebung des Kaufs, und nicht auf die Ergänzung des wahren Werths klagen; allein die Kai.

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varruvias, Gomezu. a. m. Auch »icn?««, Oecis. ?. II.

Oeeis. 99 nr. i<zg. sq. ,6) Q. ,z. 5. 82. §. 1. I» 9'. § Z. O. ^ /^b. ottiS«t. 17) ^4»r. i«eke«v^ Omrov. iuris l^ib. I. «p. 44.

»^on Ootteg. rk. pr. ?,nck. K. r. ^, 27. er 2g. viviui

lur. privat. Kom. Oerm. l^id. tV. «p. SO. §. Z». U. «.

ser setzten in ihrem Reskript den Fall voraus/ baß die Verkaufte Sache bey dem Kaufer noch vorhanden sey. Man könne daher nicht behaupte«/ daß ihre Verordnung auch Statt finden müsse, wenn die Sache nicht mehr existire. Denn die Verbindlichkeit des Kaufers hänge nicht von der Existenz der gekauften Sache ab, sondern sie sey in der Natur des Contracts gegründet, weil anzunehmen sey, daß sich die Contraheitten darüber stillschweigend ver«. einiget hätten, daß der Käufer, bey einer erweislichen enormen Verletzung des Verkäufers, zur Ergänzung deS wahren Werths oder zur Restitution der Sache verbunden seyn solle. Der Verkaufer verliere also durch den Un» tergang der Sache die ihm gegen den Käufer zustehende Klage eben so wenig, als man behaupten könne, daß ein Schuldner, welcher alternativ entweder Dieses oder Jenes zu leisten verbunden ist, von seiner Verbindlichkeit dadurch befreyet werde, wenn eine von Heyden Gegenstanden zu Grunde geht. Man fügt endlich auch noch den Grund hinzu, kann der Verkäufer gegen den Kaufer auf die Be, zahlung des KausgeldeS klagen, wenn gleich die Sache noch vor der Uebergabe durch Zufall zu Grunde gegangen ist, warum sollte er nicht auch noch nach der Uebergabe auf Ergänzung des wahren Werths der Sache klagen kön« nen, wenn er eine enorme Verletzung erweislich erlitten hat, da es ja gleichviel sey, ob man den Werth seiner Sa* che vermöge Vertrags, oder vermöge gesetzlicher Auctori, tät fordert. Allein das ganze Raisonnement geht hier von dem falschen Grundsatz aus, daß die Verbindlichkeit des Beklagten, im Falle einer vorhandenen enormen Verls« tzung des Klägers, eine alternative sey, welches aber schon an einem andern Orte widerlegt worden ist. Der

Grund,

18) S. h. ,o?I. S. 7Z. f- ...

Grund, der Kaufer müsse die Gefahr kragen, kann hier nichts entscheiden. Der Kaufer war allerdings wahrer Eigenchümer der Sache, und leidet, als solcher, durch den Untergang derselben den Schaden insofern ohne Zwei» sel, daß er von Niemanden deshalb Erfaß fordern kann, Allein eine andere Frage ist, ob der Verkäufer gegen ihn auf die Ergänzung des Werths klagen könne? und dieß ist schlechterdings zu verneinen. Denn wird der Käufer nach der Regel: res peric ei, cui ciedetur, durch den Untergang der Sache von seiner Verbindlichkeit frey, die, selbe dem Verkäufer zu restituiren, so kann ein weiterer Anspruch an den Kaufer darum nicht mehr Statt finden, weil die Ergänzung des wahren Werths dem Käufer bioS dazu vom Gefetz nachgelassen ist/ um die Refcission des Contracts dadurch abzuwenden.

b) Wenn hingegen der Käufer der verletzte Theil ist, fo kann derselbe zwar auch eigentlich nicht auf Reftis» siön des Contracts klagen, weil er die Sache nicht mehr herausgeben kann, wenn sie Key ihm zu Gruude gegangen ist. Allein da doch der Verkäufer das ungerechte Kauft geld noch besitzt, und daher mit dem Schaden des Kau« fers. bereichert ist ^) so kann er immer noch Schadens«« sah fordern. Denn insofern der Kaufer aus Unwissenheit mehr, als den doppelten Werth, für die Sache bezahlt hat, ist eine wahre Lolmio mäebiti vorhanden, er kann daher wenigstens darauf klagen, daß ihm der Verkaufer zurückgebe, was dieser über den wahren Werth erhalten

hat.

19) plStmm enim, guoä Kemel in corpus pstrimonii vsngiroris sbiit, qusntilss e»c, quie von perir« eenielur.

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