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14) L. 38. L. 57. $. 2. D. de contrah. emt. L. 53. [.

145. et L. 203. D. de div, reg. iuris. L. 11. Cod. h. t. L. 9. Cod. de act. enti et vend. CARPZOV lurispr. for. P. II. Const. 34. Def. 3. nr. 4 STRUV Synt. iur. civ. Exerc. XXIII. Th. 88: BACHOv Not. ec Animadv. ad Treuto. lerum Vol. II. Disp. II. Th. 1o. lit. E voer Comm. ad Pand. h. t. g. 17. WESTENBERG Princip. iur. Rom. sec. ord. Dig. h. t. . 15. Thibaut Syst. d?s Þ. R. 1. B. f. 200. MALBLANC Princip. iur. Rom. P. III. S. 551, in

ain. So weppe Rém. Priv. Red l. 2. B. . 394. 4. E. 15) L. 19. pr. D. de probat. Io, Balth, L. B. a WERN

HER Select. Observat. for. Tom. I. P. III. Obs. 203. LAU. TERBACH Colleg. th. pr. Pand. h. t. S. 26. Walch Introduct, in controv. iuris civ. Sect. III. Cap. IV. Membr. IV.

Subs. II. §. 26. 16) Nemo enim facile suum, iactare praesumitur. L. 25.'

pr. de probat. Daber reßt auch L. 1. Cod. Si maior fa-
ctus alienat. fact. sine decreto ratam hab., ausdrüdlich
voraus: inconsulco errore lapsum patrem perperam ven-
ditioni consensum dedisse. S. Weftpbal vom Kaufe
S. 803. . . ; .
Glüds Erläut. d. Pand. 17. Ib.,. : .3:1

wird es in der L. 15. Cod. de resc, vend. dem Verkäufer zur Last gelegt, daß er sid, nicht vorher erkundiget hat. Allein dieser Vorwurf trift den Verlegten nur dann, wenn er, wie das Gefeß sagt, paulo vilioris pretii nomine den Kauf anfechten wollte. , Anders ist es bey' einer Ver. lekung über die Hälfte. Hier wird dem Verlebten reine Unwiffenheit zu gute gehalten"). Viele ?8) Halten jedod). dafür, daß wenn das Geschäft aus Noth geschlosien ward, és gar nicht darauf ankomme, ob der Verlegte den Werth der Sache gefannt gabe, oder nicht. Hier könne ben einer ermeislidsen Verlegung über die Hälfte ohne Unterschied auf Rescision des Handels, geklagt werden. Denn das Gelen, welches immer einen solchen Fall vorausseke, mache keinen Untersdied, fondern wolle blog die übermäßige und unbillige Ungleichheit berücksichtiget wissen. In einem folchen Nothfall laffe fidy auch von Seiten des Gedrängten nicht füglich eine Schenkung anneşmen "9). Allein daß

.. .

den 17) Leges enim erranti, ac de damno evitando certanti

magis, quam lucrum enorme captanti favent. Arg, L. 6. $. 1. D. Quae in fraud. creditor. L. 41. §. 1. Li 206. 'D. de div. reg. iur. 18) FACUINAEUS Controv. iuris Lib. II. cap. 20. Controv V.

Ant. FABER de Errorib. Pragmaticor. Dec. VIII. Err. 7. MÜLLER ad Struvium Ex. XXIII. Th. 88. not. A. LAU. TERBACH Colleg. th. pr. Pand. h. t. 9. 19. Ant. MERENDA Controv. iuris Lib. I. Cap. 34. §. 9. PINELƯs cit. Comm. ad L. 2. Part. I. Cap. 1. nr. 10. HOMMEL Rhaprod. Quaestion. in foro quot. obvenient. Vol. I. Obs. 5. und Tob. Nic. WIBEL Diss. de laesione enormi in negot, mercator.

. . 19) L. 18. D. de adim. vel transf. legat. L. 10. Cod. de

dosat.

dem Verkäufer die Noth, welche ihn zum Verkaufe trieb, wenn er auch deswegen die Sache für einen geringern Preis weggegeben haben sollte, nicht zur Aufhebung des Geschäfts berechtige, lehrt die L. 12, Cod. h. t. 20). Eine solche Norh, sofern sie mit feinem widerrechtlichen Zwange eines Undern verknüpft war, findert auch die Einwilligung nicht, wenn dem Verkäufer der wahre Preis der Sache befannt war. Sie kann daher dem schuldlofen Mitcon.

traßenten nicht zum Nachtheil gereichen. Nicht zu geben. ' fen, wie sehr das Commerz und die Sicherheit der Kåufer

darunter leiden würde, wenn man in dem Falle, da je. mand seine Sache aus Noth zu wohlfeil verfaust har, eine Rescission des Geschäfts, gestarten wollte. Uus diesen und mehreren andern Gründen haben daher schon Arnold Vinnius *), und Georg Stephan Wiesand 22) jener Meinung widersprochen. .: F 2

) Wenn 30) Es heißt zwar in dieser L. 12. C. h. t. Non idcirco mi nus venditio fundi,, quod hunc ad munus' sumtibus necessariis urgentibus, non viliore pretio, vel urgente de. bito, te distraxisse contendis, rata manere debet ; allein soon I ac. Cujacius in Recitat. Sólemn. in libr. Cod. ad h. Tit. bat bemerkt, daß das NON wegzusireiden ren, wenn ein richtiger Sinn berausfommen fou. Seine Erklärung von diesem Geset gebt nämlich dabin: Lex nit, venditionem non rescindi, quod dicat venditor, se rem vilioris vendidis. se, cum pecunia egeret, urgente aere alieno, vel mune. re civili a se sumto, quod sumtum exigebat; si dicat, se hoc conctum minoris vendere, non idco venditio rea... scindetur. Dem Cujas fiimmt auch We lipbalvon Kau.

fe &. 26. bey. 21) Selectar, iuris Quaestion. Lib. I. cap. 56. .. 32) Disceptation iuris, Specim. II. Vitebergae 1792. Nr. I.

6) Wenn der Verlegte schon in Voraus feinen Ans · spriichen wegen der unmäßigen Verlegung speciell und namentlich entsagte ? 3). Denn jedem, welcher die freie Disposition über sein Vermogen hat, sieht es frey, seinen Rechten zu entsagen 24). Mehrere Rechtsgelehrten as) wollen jedoch einen Untersdjied machen, ob der Entsagende den Werth der Sache gekannt habe, oder nicht. Im leke tern Fall halten sie den Verzicht für ungültig, weil man hier annehmen müsse, daß er auf eben dem Frrrhum, wie die Verlegung selbst beruhe. . Denn eine Entragung reke immer eine genaue Kenntniß der zu entsagenden Ansprůdie voraus. Spat nun der Entsagende den Werth der Sache nicht gekannt, so konnte er auch an keine Verlekung dens fen. Hierzu komme, daß Niemand durd) Verzicht bewire ken könne, daß kein Dolus pråflirt werde 26). Dieses würde aber hier geschepen, weil bey einer, unmäßigen Läsion

.

. : der

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23) Io. voer Comm. 'ad Pand. h. t. $. 18. Ant. Faber de · Errorib. Pragmaticor. Dec. VII. Err. 8. 'LAUTERBACH

Colleg. th. pract. Pand. h. t. § 57. lo. Frid. BOECKEL-
Mann Comm. in Dig. h. 6 §. 3. Qu. 9. pag. 629. lo.
Ortw. wesTENBERG Dig. h. t. §. 15. Shibaut Eyfi. dos

P. R. 1. B. §. 300 lit. C. , 24) L. 29. Cod. de pact. " L. 46. D. eodem. L. 14. S. 9. . D. de aedilit, edicto. L. 69. D. de div. reg. iur. i 25) Ant. Merenda Controvers, iuris Lib. I. cap. 39. Ant.

PEREZ Praélect. in Cod. h. t. f. 17. Henr, cocceji Diss. de remedio L. 2. C. de resc. vendit. Th. 11. MALBLANC

Princip. iuris. Rom. P. III. S. 551. VI. 6. 26) Arg. L. 27. 8. 3. et 4. D. de pact. L. 1. f. 7. D. de. positi. L. 17. pr. D. Commod. L. 23. D. de div. reg. juris. . !9 .

i

der Kaufer nicht über iasion beschweren könne. Allein die Quantität einer gekauften Erbschaft steht in Herselben Kategorie, wie die Güte einer verkauften Schuld «Forde« rung. letztere prästirt der Verkäufer so wenig, wie die erster«, so fern ihm nur kein Dolus zur last fällt, und auch durch Vertrag nicht etwas Anders bestimmt worden ist Ist nun von Seiten des Verkaufers keine Ver. Kindlichkeit zur Entschädigung vorhanden, wie kann auf Seiten des Käufers ein Klagerecht Statt finden? Nach diesen Grundsätzen erkannte auch das Königl. Preuß. Tri' bunal zu Berlin

§. toZl.

Wirkungen der Rescission wegen enormer Verletzung

Die Wirkungen der Rescission wegen einer Verletzung über die Hälfte sind verschieden, je nachdem der Gegen» stand der Verletzung noch vorhanden ist, oder nicht mehr existirt. Im ersten Falle müssen beyde Theile sich das Empfangene zurückgeben, also der Käufer die Sache, und der Verkäufer das Kaufgeld. Ob auch die unterdessen genossenen Vortheile, nämlich Früchte und Zinsen, der Restitution unterworfen, oder nicht vielmehr gegen einan» der zu compensire» sind, ist nicht entschieden. Viele")

behaup.

7z) S. den ,6. Tb. dieses CommentarS h.'o»z.

74) S. HhmmenS Bkyträgeiurturtst.Litteraturinbeupreuß. Staaten. 5. Sammlung S. 122.

75) voer domm. »ck ?«n«I, d. t. § »s» ^«t. 6e errorid. ?rsgm,licor. vec. VII. Lrr. 7. l.äli«koz«:« Oolleg. kd. pr. ?snck. d. k. §. 50. La^. 2iL«i.ek Di«. «le 1,e,iove ulrr, äimickium. ?K. Z4. ««e», Kleäitir. ,6

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