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ζ. Εις"Έρωτα. Τακινθίνη με ράβδω χαλεπος "Έρως ραπίζων έκέλευε συντροχάζειν, δια δ' οξέων μ' αναύρων, ξυλόχων τε και φαράγγων τροχάοντα τείρεν εδρώς, κραδίη δε ρινός άχρις ανέβαινε, κάν απέσβην. δ δ' "Ερως μέτωπα σείων απαλούς πτεροίσιν, είπε: συ γαρ ου δύνη φιλήσαι.

VII.
nafreon won mor auf die

Probe gestellt.

Mit einer Fracinthe

Wedt Amor mich und zúrnend
Hieß er mit ihm inidy laufen.
Durch rauschend Waldgewasser,
Durch Didicht, über Klufte
Gejagt troff ich vom Schweiße;
Sdion drang die Seel zur Lippe,
Baid hått' ich ausgeathmet.
Da fühlt er mit den Flüge!n
Wir fauft die Stirn', und sagte:
Du taugst nicht, nein, zuin Lieben.

Niemand drückt den Geist dieser Ode kürzer und bestimyster aus als Overbeck :, „Die Liebe bringe Pein; wer joide nid)t er: trägt, ist nicht fähig zur Liebe.“ Anakreon erzählt einen wun: derlichen Traum, den er gehabt: Amor fer ihm erschienen und tabe ihn mit einem Syacinthenstengel drohend befohlen, mit ihm jll laufen. Der muthwillige geflügelte Götterknabe sprengte über Dicfiind Dünn, durd, Abgründe, reißende Bergbäcoe, über dichtes Gestrüppe hinweg er habe alle seine Sräfte angefirengt, nicht zurückzubleiben; aber da seis er in Schweiß fast jerfloben, und er hätte ausgeathmet, wenn ihm nict der Gott konnte er den guten, verliebten Alten wufcinnen lafien ? mit seinen Flügeln führende Luft jugoreht hätze, freylich mit der etwas bittern Bemerkung: wenn er solche lin:

bequemlichkeiten aicht ertragen könne , ro möge er mit der Liebe nur immer sich nicht abgeben, juin Liebenden rel) er nun einmal nicht gemacht.“. Bey den Mufen und Grajien I was ist überall natürlicher, finnreicher", lieblicher als dieser Traum ? Was für ein wahres, lebendiges Gemälde?

Erstens ist er so recht wie aưe närrischen Träume :

Da, zum Erempel, läuft ein schwarzer Zottelbar ,
Indem ich wandeln geb?, der Himmel weiß wober,
Mir in den Beg; ich greif' im Schrecken nach dem Degen,
und zieh? und ziel' -- umsonst! Ein plößlich Unpermögen
Strickt jede Sehne mir in allen Oliedern 10s;
Busehends wirp der Bär noch Fießenmal so groß,
Sperrt einen Machen auf, so gräßlich wie die Hölle;
gd) flieh' und ängstige mich, und kann nicht von der Stelle.

S: Wielands Dberon IV. B.

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3 wees tens: die Seele des Liedes ist øer Saluß, die Warnung Amor's an der verliebten Dichter. Was anders als diese giebt der etwas harten Prüfung unnachahmliche Grazie, und dem Gangen die gefälligste Einheit? Wie kann man sich also des Erstaunens erwehren zu sehen, daß ro viele der gelehrtesten Philologen, der scharfsinnigsten Kunftrichter, der geschmackvolls ften ueberreger, und darunter felbft Overbeck, dieß wohlriechen: de, liebliche Veilchen durdy eine Wasserschlange, anstatt des Schweißes im 6. Vers, haben vergiften können? Wie fie den lekten Vers zum Theil ro lächerlich mißverstanden? Beynahe keinem einzigen ist der gute, schöne Geist dieses Liedchens licht . und rein erschienen.

Broße überlebt den Schluß:

Mit den zarten Flügeln yehend
Wedt der Gott mich endlich auf,
und er sprach : nur wahre Liebe
Macht uns leicht den Lebenslauf.

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