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der Sdönen in der neunten Dde.: Ein Brautnacht gesungen. Mit einer artigen Hyms II ähnlichen Inhalte ; nur ist der Sinn, unter dem Bild einer Pferdebändigung schwach vers hüllt, etwas leichtfertig. Die vierte, seit Anakreon unzählige Male nachgeahmt, ist ein allerliebstes, originelles Sind verliebter Schwärmerey. "Die fünfte und rechte find kleine Befenntniße, die der Dichter von fich selbst macht. Die siebente enthält eine fomische, das Mitleiden leis? ansprechende Klage desselben, daß Umor fortwährend in seinem Herzen Junge bedt. In der achten berechnet er auf eine scherzhaft übertriebene Weife die Menige der Liebchen, die er aller Drten" gehabt. Dagegen sticht sonderbar ab die bittete Klage über die garstige Goldebliebe kleines Hochzeitgedicht folgt darauf: ein aler: liebstes Ständdh ensam frühen Morgen der

ne an Amor, mit einem Gebet des verliebten Ulten, ihm feinen Liebling Kleobulos gefälli: benden Liederchen haben den sonst herrschenden Con einer scherzhaften Uebertaschung nicht.

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α'· Εις λύρα». Θέλω λέγειν Ατρείδας, θέλω δε Κάδμον άδειν· & βάρβιτος δε χορδαίς "Ερωτα μούνον ήχεϊ: ημειψα νεύρα πρώην, και την λύρην άπασαν, κάγώ μεν ηδον άθλους Ηρακλέους: λύρη δε "Ερωτας αντιφώνει χαίροιτε λοιπόν ημίν ήρωεςη λύρη γαρ μόνους "Ερωτας άδει.

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D

a will ich Atreus Söhne,
Ich will den stadmos fingen;
Allein es wiedertonet
Die Leger nur von Amorn.
Id wechselt' júngst die Saiten,
Stimmt um die ganze Lever,
Und fang darauf die Kampfe
Des Hercules; sie aber
Ertónte nur von Amorn.
So lebt denn wohl ihr Helden,
Fortan mir! denn die Leyer
Belingt nur Liebesgotter.

Sollte uran es glauben, daß von den drenhundert Erflă: rern Anakreon's, nad Broße’s Ausdruck zum 8. Liede diefes Buchs, es keinem einzigen eingefallen, dieser Ode die natürlich: se aller Veranlassungen zu geben? Zudringliche Freunde mochs ten ihm öfters, fo zwischen Scherz und Ernst, anfinnen, fich mitunter an höbern Gegenständen, etwa in homerischen Soins

men oder in epischen Gesängen, zu versuchen. Ihnen weicht er durch diese artige feine Wendung aus. Er kannte den Ruf reis ner Muse, der Sänger Amor's, des fröhlichen Bakchos und heis terer Lebensweisheit zu regn. Durch einen ähnlichen Kunstgriff lehnt Goraz ähnliches Anfinnen seiner großen Freunde , Auguft, Agrippa und Mäcenas ab. Unter mehreren Stellen hier nur eine:

Apollo griff in die Laut, als ich von Schlachten rang,
Und von bezwungnen Städten, id route nicht
Mit meines kleinen Fahrzeugs Segel

Auf das Tyrrhenische Meer mich wagen.

Nach Namler's Ueberf.

60 fingt Virgil im Anfange der rechsten Ecloge:

218 ich Schlachten berang und Könige, zupfte das Ohr mir 3ynthius, sanft ermahnend : ,,Ein sirt, o Tiryrus, weidet Billiger Schafe fidh fett, und singt in leiserem Cone".

Nad Voß Uebers.

Dvid erzählt uns in der 1. Elegie des II. Buchs von der Liebe: Amor habe ihm befohlen, nur für zarte Mädchen um den Lohn der Liebe zu fingen, und schließt, wie hier Anakreon, mit dem Ausruf:

Lebt wohl ihr Herrlichen Namen der Selden,
Mir ist mit euerer Gunst nicht im geringsten gedient.

Nach Preis Uebers.

Und in der z. Eleg. des I. V. verfichert er, entschloffen ges weren zu seyn, Kriege und Schlachten in serametern zu befins gen; allein Umor habe dazu gelacht, und ihm ftets einen Fuß nom folgenden Vers hinweggestohlen, wodurch denn der Ryth: mus den ernsten, beroischen Gang verloren habe. Er ereifert fcb wifig genug über diesen Frevet des übermüthigen kleinen

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