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§. 28.
Fortsetzung:
3. Von den Sachen der Pupillen und Minderjährigen.

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missum est, longi temporis praescription inon imputari: ea enim tunc currere incipit, quando ad maiorem aetatem dominus rei pervenerit. a. 290. B. Just in i aneisches Recht. In vorgeschilderter Weise verhielten sich in Bezug auf Mündelssachen die Usucapio und Longi temporis praescriptio, als Justinian die beiden Institute im Jahre 531 zu Einem verschmolz, L. un. C. de usuc. transf. (7. 31.), und es entsteht daher die Frage, welches von beiden gerade in dem uns hier interessirenden Puncte das entscheidende ist? – Zweifelhaft erscheint die Antwort im ersten Augenblicke deshalb, weil sowohl die oben angeführten Zeugnisse der Usucapio von Mündelssachen, als auch die jede Präscription daran während der Minderjährigkeit ausschließende L. 3. C. cit. nebeneinander in die justinianeische Compilation übergegangen sind. Allein dieser Zweifel wird gehoben durch die gleichzeitige Aufnahme einer justinianeischen Constitution, L. 5. C. in quib. caus. i. i. rest. n. e. nec. (2. 41.), die also lautet: Sancimus favore imperfectae aetatis exceptionem non numeratae pecuniae ab initiom in oribus n on currer e; ne, dum in integrum restitutionem exspectamus, vel aliquod emergat obstaculum, per quod huiusmodi beneficio minor uti non possit, vel substantia eius subvertatur. Sed humanius est, latius ean dem legis interpretation em exten der e, in omnibus cas ibus, in qui-. bus vetera iura currere qui dem temporales pra es cription es adversus minor es coucesser unt; p er in inte– gr um autem restitutionem eis subveniebant, eas ip so i ur e n on currer e. Melius enim inta cta e or um iura servari, quam post causam vulnerat am remedium qua er er e: videlicet exceptionibus triginta vel quadraginta annorum in suo Statu remanentibus.

Deutlicher, wie hier geschehen, kann nicht wohl ausgesprochen werden, daß eine je de bisher gegen Minderjährige laufende, durch Restitutio in integrum rücklings zu rescindirende Verjährung unter dreißig und vierzig Jahren, also auch die Usucapio, um den angedeuteten Ausweg zu umgehen, für die Zukunft gar nicht mehr zu laufen anfangen, d. h. aber, daß der von der Longi temporis praescriptio angeführte Rechtssatz durchweg Geltung haben solle. Zwar glauben einige Juristen, z. B. Göschen Vorlesungen II. 1. S. 105. 106.

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