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so sind auch die von ihm für seine Theorie unmittelbar angezogenen Quellenbelege deshalb ungeeignet, sie zu bestätigen, weil sie theils Fälle der Condictio causa data causa non secuta enthalten, in denen von Hinzufügung einer Resolutivbedingung gar keine Rede, B L. 7. §. 3. D. de iure dotium (23. 3.) theils ausdrückliche Nebenverträge, die Sache wieder zu restituiren, L. 12. D. praescr. verb. (19.5.) L. 15. D. de cond. c. d. (12. 4.) L. 2. D. de cond. ind. (12. 6.) L. 3. C. de pact. i. emt. et vend. (4. 54.) welche natürlich auch vorkommen können, ohne gegen uns zu beweisen. Auch der geltend gemachte Umstand, daß in mehreren Stellen, L. 6. §. 1. D. de contr. emt. (18. 1.) L. 4. §. 4. L. 16. D. de in diem add. (18.2.) L. 4. pr. L. 5. D. de lege comm. (18.3.) ausgesprochen wird, wenn bei hinzugefügter Addictio in diem oder der Lex commissoria ein höheres Gebot erfolge, resp. der Kaufpreis nicht gezahlt werde, also mit Einem Worte, die Resolutivbedingung eintrete, solle der Verkäufer die Actio venditi auf Herausgabe der Früchte haben, kann nicht als die gegnerische Ansicht stützend betrachtet werden, weil hierdurch noch keineswegs ausgeschlossen ist, daß dem Verkäufer nicht auch gleichzeitig die Rei vindicatio auf Herausgabe der verkauften Sache zustehe, was Riesser als sich von selbst verstehend ohne Weiteres annimmt. v. Vangerow Leitfaden I. S. 124. Erscheint vorstehender Ausführung zufolge ohne allen Zweifel die Riesser’sche Ansicht, wornach beim Eintritte einer Resolutivbedingung das dingliche Recht niemals ipso iure zurückfallen könne, als verwerflich, so ist damit doch noch keineswegs gesagt, daß dieser mögliche Erfolg nun auch mit einer jeden Resolutivbedingung wirklich verbunden sein müsse. Vielmehr hängt dies in jedem Einzelfalle von der Absicht der Partheien ab, Vergl. L. 3. C. de pact. int. emt. et vend. G4. 54.) Alexander. Qui ea lege vendidit, ut nisi reliquum pretium infra certum tempus restitut um esset, ad se re verter etur, si non praecariam possesionem tradidit, reivindicationem non habet, sed actionem ex vendito. L. 31. §. 2. D. de aed. ed. (21. 1.) [redhibeatur] L. 2. pr. D. de cond. ind. (12. 6.) [reddatur.] Zimmern im Arch. f. civ. Pr. V. 2. 9. S. 234 ff. und nur soviel läßt sich im Allgemeinen behaupten, daß nach dem Vorbilde der Addictio in diem und Lex commissoria das Eigenthum bei Traditionen in Folge eines mit einer Resolutivbedingung versehenen Vertrags, falls nicht das Gegentheil ausdrücklich verabredet worden, mit dem Eintritte der Resolutivbedingung jedesmal ipso iure zurückfällt, Vat. fragm. § 14. Lege venditionis inempto praediofacto fructus interea perceptos iudicio venditi restitui placuit, quoniamr eo iur e contract um in ex or dio vid e tur. Cf. §. 15. und zwar nicht blos für die Zunkunft, (ex nunc), sondern auch rückwärts für die Vergangenheit, (ex tunc). L. 2. pr. L. 4. §. 3. D. de in diem add. (18. 2.) L. 41. pr. D. de rei vind. (6.1.) L. 1. L. 8. D. de lege comm. (18.3.) L. 4. C. de pact. i. emt. et vend. (4. 54.) Vergl. Fritz Erläuterungen zu Wening-Ingenheim Heft I. S. 254 ff. Göschen Vorlesungen II. S. 11. 12. W. Sell Ueber bedingte Traditionen S. 219. ff. B. Von beigefügten Endterminen. Die Bestimmung des älteren römischen Rechtes, wornach der Uebertragung des Eigenthums keine endliche Zeitgrenze ihrer Wirksamkeit, kein Dies ad quem mit Erfolg beigefügt werden konnte, Vat. fragm. § 283. Dioclet. Si stipendiariorum proprietatem dono dedisti, ita ut post mortem eius, qui accepit, ad te rediret, donatioinrita est, cum ad tempus proprietas transferri nequiverit. Ca. 286.) hat sich im neuesten römischen Rechte verloren. L. 26. C. de legat. (6. 37.) Iustinian. Illud quod de legatis vel fidei commissis temporalibus, utpote irritis, a legum conditoribus definitum est, emendare prospeximus sancientes, etiam talem legatorum vel fideicommissorum speciem valere, et firmitatem habere. Cum enim iam constitutum sit, fieri posse temporales donation es et contractus: consequens est etiam legata et fideicommissa, qua e ad tempus relicta sunt, ad eandem similitudinem confirmari etc. Vergl. hiermit den soeben angeführten § 283. der Vat. fragm. in der ihm von den Compilatoren gegebenen Umwandlung: L. 2. C. de donquae s. m. (8. 55.) Diocl. et Max. Si rerum tuarum proprietatem (dono) dedisti, ita ut post mortem eius qui accipit, ad te rediret, donatio valet: cum etiam ad tempus certum vel incertum ea fieri potest, lege scilicet, quae ei imposita est, con

servanda. a. 286. f

Darnach unterliegt es keinem Bedenken, daß nach neuestem römischen Rechte ein der Uebertragung des Eigenthums beigefügter Dies ad quem der Fortdauer desselben ein Ziel setzt, und zwar immer nur ex nunc. Ob aber dieser Erfolg schon ipso iure eintritt, oder erst mittelst einer Actio L. 3. C. de don. q. s. m. (8.55.) resp. Exceptio zu bewerkstelligen ist, hängt von der Fassung der Uebertragungs-Worte ab*). Nur soviel läßt sich im Allgemeinen sagen, daß bei Endterminen im Zweifel für Letzteres zu vermuthen ist, also gerade umgekehrt wie bei Resolutiv-Bedingungen. BB. In wiefern können I ura in re aliena durch Eintritt einer Resolutiv - Bedingung, eines Endtermin’s aufhören? Daß auch Personalservituten, die Superficies, Emphyteuse und das Pfandrecht durch Eintritt einer Resolutiv - Bedingung, eines Endtermins im Allgemeinen nach den vorgetragenen Grundsätzen der Erlöschung des Eigenthum's ihr Ende erreichen, ist außer Zweifel. Abweichend erscheint dabei nur, daß dieses Ende selbst im Falle eines hinzugefügten Dies ad quem regelmäßig schon ipso iure eintritt. L. 16. §. 2. D. fam. erc. (10. 2.) Ulp. Ususfructus et ex certo tempore et ad certum tempus et alternis annis adiudicari potest. Vat. fragm. 52. Usumfructum ad certum tempus constitutum cum adiectione temporis vindicari debere. L. 5. 12. pr. C. de usufr. (3. 33.) L. 96. §. 1. D. de condit. G35. 1.) L. 3. D. si ager vectig. (6. 3.) L. 6. pr. D. quib. mod. pign. (20.6.) Ulp. Item liberatur pignus, sive solutum est debitum, sive eo nomine satisfactum est. Sed et si tempore fin it um pignus est, id em di cere deb emus. Gerade umgekehrt verhält es sich mit den Prädialservituten, die durch Hinzufügung einer Resolutiv-Bedingung, eines Endtermins niemals ipso iure aufhören. Vielmehr ist der nach ihrem Eintritte mit einer Vindicatio servitutis CActio confessoria) auftretende bisherige Inhaber derselben mittels einer Exceptio pacti s. doli zurückzuweisen. L. 4. pr. D. de serv. (8. 1.) Papin. Servitutes ipso quidem iure neque ex tempore, neque ad tempus neque sub conditione,

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neque ad certam conditionem ... constitui possunt: sed tamen, si haec adiiciantur, pacti vel per doli exceptionem occurretur Contra placita servitutem vindicanti. Cf L. 1. i. f. D. dere. div. C1.8.) Eodem numero sunt et iura praediorum urbanorum et rusticorum, qua e e ti am s er vitutes v o cantur.

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D. Weitere gemeinschaftliche Gründe des Endes dinglicher Rechte, des Eigenthums wie der Iura in re aliena, sind der Untergang des

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