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Das Bürgerliche Recht

Deutschlands

mit Einschluß des Handels«, Wechsel« und Sccrechts

historisch und dogmatisch
dargestellt
von

vr. A. Engelmann,

Oberlandesgerichts»Senatspriistdenten und ordentlichem Honorarprofessor.

Vierte, verbesserte Auflage.

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Aorwort zur ersten Auflage

Das vorliegende Werk enthalt eine Darstellung des gesamten Privatrechts, wie es vom 1. Januar 1900 ab in Deutschland gelten wird, und zwar unter besonderer Berücksichtigung seiner geschichtlichen Entwicklung. Es geht daher überall vom älteren oder neueren römischen oder vom deutschen Rechte der Zeit vor der Rezeption aus und dann zur Darstellung des gemeinen und des neuen, d. h. des künftigen Rechtes über. Die deutschen Partikulargesetzgebungen sind nur an einzelnen Stellen, und zwar als Phasen der geschichtlichen Entwicklung, berücksichtigt, nirgends ist ein einzelnes bestimmtes Landesrecht vergleichsweise neben dem neuen Rechte zur Darstellung gekommen. Ich bin genötigt, dies besonders hervorzuheben, weil selbst Verfasser von Literaturübersichten aus dem Umstände, daß ich früher eine kurzgefaßte Darstellung des Preußischen Privntrechts geschrieben habe, nach dem Erscheinen der ersten Heste des vorliegenden Werkes ohne weiteres geschlossen haben, daß diese Arbeit eine Nebeneinanderstellung des neuen Rechts und des preußischen Landrechts enthalten müsse.

Da jede systematische Behandlung unseres Privatrechtes lückenhaft bleiben muß, wenn sie nicht auch diejenigen Rechtsinstitute umfaßt, welche außerhalb des BGB oder des Pandektenrechtes stehen, ist auch im vorliegenden Werke das Handels-, Wechsel- und Seerecht, wie überhaupt das aus Reichsgesetzen beruhende Privatrecht, es ist aber auch dasjenige bürgerliche Recht behandelt worden, welches künftig als Landesrecht fortbestehen wird. Bei der Bearbeitung dieser letzteren Materie ist in ähnlicher Weise Verfahren worden, wie bisher das auf Landesrecht beruhende deutsche Privatrecht behandelt worden ist, d. h. es sind meist nur allgemeine und besonders wichtige Grundsätze hervorgehoben morden.

Dieser Anlage gemäß soll das Werk nicht nur dem Anfänger einen ihn durch das gesamte Privatrecht führenden Leitfaden geben, sondern auch dem Kenner des alten, insbesondere des gemeinen Rechtes das Einleben in das neue Recht erleichtern.

Nur um Raum für die eigene Darstellung zu sparen, habe ich auf Literaturanführungen fast ganz verzichtet, obwohl ich sehr wohl weiß, daß solche Zitate auf Viele Eindruck machen.

Zum Schlüsse will ich noch Herrn Amtsgerichtsrat Berg er in Grottkau meinen Dank für die Unterstützung aussprechen, die er mir bei Abfassung des Vormundschaftsrechtes gewährt hat.

Breslau, 31. Juli 1899.

Engelmann.

Aorrede zur vierten Auflage.

Die neue Auflage hat zahlreiche Verbesserungen erfahren und mehrere Zusätze erhalten, der Charakter des Ganzen ist gewahrt worden.

Breslau, 5. Mai 1906.

Engelmann.

Abkürzungen.

BGB Bürgerliches Gesetzbuch.

HGB ^ Handelsgesetzbuch. Ist Art. . . HGB angeführt, so ist eine Be.

stimmung des HGB alter Fassung (a. F.), ist z . . HGB ««gesuhlt, so ist eine Bestimmung des HGB neuer Fassung (n. F.) gemeint.

WO Wechselordnung.

KO — Konkursordnung 1 Ist KO oder CPO ohne Zusatz (a. F. oder
CPO — Civilprozeßordnung > n. F.) angeführt, so ist in den ersten Teilen
des Werkes die alte, in den späteren Teilen die neue Fassung gemeint.
GBO — Gnindbuchordnung für das demsche Reich
ZwstG ---- Gesetz über die Zwangsversteigerung und Zwangsvermaltung.
FG — Gesetz über die freiwillige Gerichtsbarkeit.
GVG — Genchtsverfassungsgesetz,
StGB — Slrafgefetzbiich.
StPO »-> Strafprozeßordnung.

Andere Abkürzungen betreffen regelmäßig das in demselben Z am häusigsten

vorkommende Wort. Wo ein S ohne Zusatz angeführt wird, ist ein H des BGB gemeint. Inyatt,

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