Page images
PDF
EPUB

Soldaten Frau Munzinger's Leiche; allein von den Galla hart verfolgt, musBten sie bald beide Leichname zurücklassen , um sich selbst zu retten. Sie waren 5 Tage ohne Wasser, und Nahrung fanden sie erst am achten Tage in Tadjurra. Die ersten Tage tranken sie ihren eigenen Urin, so wie Blut der unterwegs Sterbenden. Am vierten Tage kamen sie zu einer Pfütze stinkenden Wassers und dort fanden Haggenmacher und viele Andere ihren Tod. Haggenmacher wollte trinken, allein er war schon so schwach, dass er das schlechte Wasser, kaum im Munde, wieder auswerfen musste. Er verschied unter Gohar's Augen. Es sind ungefähr ihrer fünfzig auf der Flucht gestorben. Nun ist leider auch das oben besprochene Papier Haggenmacher's verloren und weil Gohar nicht Deutsch versteht, so kann er eben nicht sagen, was alles Munzinger diktirt hatte. Es hatte dieser Letztere die Gewohnheit, seine Bücher, Schriften &c. in einer braunen Blechbüchse auf allen seinen Beisen bei sich zu führen, und weil ich das wusste, so fragte ich Gohar nach dieser Büchse; er sagte, dass Munzinger diese Büchse wirklich bei sich gehabt habe, sie sei aber mit Inhalt zerstört worden. Ich nehme nun Gohar zu mir in Dienst und er wird wahrscheinlich dem Khedive vorgestellt werden. Frau Haggenmacher und Kinder waren nicht dabei; sie leben zur Zeit in Kassala.

Schreiben von Th. v. Heuglin an A. Petermann, d. d. Kairo, 22. Januar 1876. — Sie werden mir mit Becht zürnen, wenn ich so lange keine Silbe von mir hören lasse. Doch was sollte ich Ihnen Viel mittheilen? Die letzten Ereignisse von Gundet und vom Bada-See sind längst keine Neuigkeiten mehr, obwohl Vieles noch unaufgeklärt ist und bleiben wird, — und von mir selbst weiss ich eigentlich Nichts zu berichten, als dass ich leider noch in Kairo sitze und auf weitere Dispositionen warte.

Indess sind, wie Sie längst auch wissen, Ägyptische Truppen, etwa 12.000 Mann, nach Massaua transportirt worden, und der sogenannte König Johannes steht mit circa 40.000 Mann in Hamabien. Es kann bald zu einer Entscheidung kommen und dürfte sich der Kampf wohl nur um den Besitz von Hamasien drehen. Nicht erfahren konnte ich, ob es wirklich gelungen ist, Schoa und Amhara vollkommen von Tigrie abwendig zu machen und so Kasai zu isoliren. Eine ähnliche Politik befolgten bekanntlich auch die Engländer seiner Zeit mit grossem Erfolg, und Johannes oder Kasai selber war damals derjenige, der sich verkaufte, von Theodor abfiel und den feindlichen Armeedurchzug unterstützte. Ledsch Ubie" hätte sich wahrscheinlich auf dieselbe Weise gewinnen lassen, und Schoa käme kaum in Betracht. Sehr begierig bin ich über die Wahl des Weges, den die Ägyptische Armee einschlagen wird. Hiervon hauptsächlich wird der Erfolg abhängen und letzterer ist zu einer Kapitalfrage in Bjzug auf alle Unternehmungen des Khedive geworden. Leichte Arbeit hat der Ägyptische Feldherr nicht, wenn sich die Tigrianer nicht etwa in offener Schlacht stellen, was nach dem ersten errungenen Sieg nicht unmöglich.

Vor wenigen Tagen gelangte ein junger Schoaner Namens Gohar nach Kairo. Derselbe war Diener bei Munzinger und Zeuge der Katastrophe am See von Aosa. Herr Wild, ein in Kairo ansässiger Schweizer und Freund Munzinger's, brachte den jungen Mann zu mir und ich werde

letzteren heute dem auswärtigen Minister, Scherif Pascha, vorstellen. Wild hat, wie er mir sagt, bei Gohar Erhebungen über den Überfall gemacht und selbige Ihnen bereits schriftlich überreicht.

Der Überfall fand am See selbst Statt und zwar in der Nacht des 17. Schaual.

Der Sultan von Aosa, Mohamed el Aferi, soll sich nicht am Gefecht betheiligt haben. Unser Berichterstatter, der nur sehr gebrochen Arabisch spricht, schiebt die Schuld hauptsächlich auf den Verrath des Schech Mohamed el Chetah, der den Truppen entgegenkam, von Munzinger mit Tarbusch, Mantel und Säbel belohnt wurde und diesen bis zum See geleitete. Die Truppen hatten sich in Tadjurra nur für 10 Tage verproviantirt, während sie 16 Tage bis zum Bada-See unterwegs waren. Hier langten sie in einem Zustand von höchster Erschöpfung an. Viele Kameele waren während des Marsches theils gefallen, theils geschlachtet worden. Der Lagerplatz am See scheint sehr ungünstig gewesen zu sein, nämlich zwischen zwei steilen Hügeln und dem Gewässer selbst.

Der Angriff erfolgte, nachdem der Mond untergegangen, etwa um 2 Uhr in der Früh. Die Wachen sollen sämmtlich, vor Ermüdung und Hunger erschöpft, geschlafen haben, wie auch der Ägyptische Theil der Truppen überhaupt viel mehr gelitten, als die schwarzen Soldaten. Die Angreifer müssen sehr zahlreich gewesen sein. Nur wenige waren mit schlechten Schusswaffen versehen; der grösste Theil mit Lanze, Schild und Säbelmesser bewaffnet. Dieselben bestanden aus Teltal, Döda, Adal und AzSbo-Gäla. Die kleine Truppe Munzinger's, aus 350 Mann bestehend, wurde sofort in den See gesprengt, nachdem viele im Schlaf erschlagen.

Durch einen Angriff der Negertruppe vom Wasser aus konnte wenigstens der grösste Theil der Munition gerettet werden.

Munzinger starb schon am folgenden Mittag an seinen Wunden, nachdem derselbe Haggenmacher noch seinen letzten Willen diktirt. Haggenmacher kam auf der Flucht um, und zwar ganz nahe am Asal-See. Ob Versuche gemacht sind, dessen Papiere zu retten, ist mir nicht bekannt. Seine Frau und Kinder haben den Feldzug nicht mitgemacht und sie befinden sich in Kassala. Nach äussersten Beschwerden und Entbehrungen und 4 Tage lang von den Afern verfolgt, langten etwa 50 Verwundete und 70 Unverletzte der Armee nach 8tägigem Marsch in Tadjurra an.

So berichtet mir Gohar.

Von den übrigen Expeditionen (Kordofan, Dar-För, Bahr el djebel &c.) liegen nicht wenige Berichte vor, doch bestehen dieselben, so weit ich sie kenne, meist aus Fragmenten ohne den nöthigen Zusammenhang. Ein ausführlicher Bericht nebst Karte des verstorbenen Linant wird eben veröffentlicht durch die Geogr. Gesellschaft. Auch zahlreiche meteorologische Beobachtungen, eine über eine Mondfinsterniss und eine zweite über den Venus-Durchgang am Radjef-Gebirge ausgeführt, sind eingeschickt worden.

Der Generalstab des Khedive producirt ganze Serien höchst interessanter Kartenaufnahmen aus allen Distrikten, die im Laufe der letzten Jahre erobert wurden, aber viele dieser Arbeiten sind immer noch nicht in die Öffentlichkeit gelangt.

Lucas wird wohl noch in Sauakin Bein und in nächster Woche verlässt Dr. Junker, ein Kussischer Reisender, Kairo. Derselbe ist vortrefflich ausgerüstet und er wird sich vorläufig über Sauakin nach Kassala oder Berber und dann nach Chartum begeben, um dann einen Vorstoss nach DarFör zu versuchen. Junker's Untersuchungen der Wüste zwischen den Natron - See'n und dem Fajum sind Ihnen wohl bekannt. — Prof. Dümichen ist noch in Ober-Ägypten. Prof. Ascherson wird nächsten Monat erwartet, um eine Tour nach den nördlichen Oasen auszuführen. Auch Marno soll von Chartum zurückkommen. Dr. Pfund hat höchst interessante Touren im südlichen Kordofan unternommen und wird jetzt wohl auf dem Wege nach DarFör sich befinden.

Geographische Literatur.

ASIEN.

Anderson, Dr. J.: The exploring expeditions to Western Yunnan of

1868 and 1875. (Macmillan's Magazine, No. 192, Oktober 1875.) Annuaire des etablissements francjais dans l'lnde. 1875. 12°, 197 pp.

Pondichery 1875. Archipel Indien, Organisation d'nne expddition dans 1' . 8o

ciete d'eiploration et de colonisation indo - oceanienne. 8°, 38 pp.,

1 carte et 2 grav. Paris, Delagrave, 1875. Aymonier, Lient. de v. £. : Notice sur le Cambodge. 8°, 68 pp. Paris,

Leroux, 1875. Barbot de Marny's geological explorations in the region of the Ann

Darya. (Geographical Magazine, Dezember 1875, p. 362—366.) Nach Jen Iswestija der Kaiser]. Rosa. Oeogr. Gesellschaft, 1875, Nr. z. Baudens, Lieut. de vaisseau G.: Quelques mots snr le Japon et les

etablissements russes de l'extreme Orient. (Bulletin de la Soc. de

geogr. de Paris, Oktober 1875, p. 417—427.) Notizen über die politische Umwälzung Japan'a im letzten Dezennium, über

den Charakter der Japanesen, den Russischen Hafenort Wladiwostok und die

Insel Sachalin.

Bax, Capt. B. W.: The Eastern Seas; being a narrative of the voyage of B. M. S. Dwarf in China, Japan and Formosa, with a description of the coast of Russian Tartary, and Eastern Siberia, from the Corea to the River Amur. 8°, 290 pp. with map and illustr. London, Murray, 1875. 12 s.

Bellew, Surgeon-Major H. W.: Kashmir and Kashgar. A narrative of the journey of the embassy to Kashgar in 1873—74. 8°, 438 pp. London, Trübner, 1875. 16 s.

Der Weg von Kaschmir durch Ladak nach den Städten Ost-Tarkistan's ist ans nichts Neues mehr, Scblagintweit, Hayward, Shaw, Forsyth, Henderson haben ihn beschrieben und uns zugleich mit der Scenerle nnd den Zuständen in Ost - Turkistan selbst bekannt gemacht, aber Dr. Bellew, der die zweite Forsrth'sebe Reise nach Kaschgar begleitete und als tüchtiger Reisender nnd Beobachter bereits durch seine Werke „Journal of a mission to Kandahar in 1&57—5S" und „From the Indus to the Tigris" sich erwiesen hat, versteht vortrefflich zu erzählen nnd anschaulich zu beschreiben, so dass sein neues Buch eine angenehme Lektüre bildet, ja noch mehr, es enthält auch für die mit der vorhandenen Literatur Vertrauten manches Neue und Belehrende. Ausser den Schilderangen von Land und Leuten , welche den wesentlichen Inhalt bilden, gieM er viel Geschichtliches, auch finden wir im Text zerstreut eine kleine Anzahl Höbenmessungen, die mit Kochthermometer und Aneroid angestellt, nur annähernde Werthe ausdrücken, aber immerhin notlrenswerth sind and deshalb hier zusammengestellt werden sollen.

Hinweg. Engl. Fuas

Engl. Fuss Suget Dawan .... 17500

Senat Garl 8506 Schahidulla .... 11200

Baltal 9282 Karakornm am Sandsctau-Pass 12050

Zoji-Ia-Pass .... 11400 Sandscliu-Pass .... 16300

Namika Pass .... 11900 Qatscbaka am Sarighyar-Fluss 10100

Kharbo 11350 Ob-v«.

Photo-lz-Pass .... 13670 Rückweg.

Leb 11500 Ak Masjld .... 8500

Schlucht am Khardong Pass . 14900 Topa Dawan .... 10200
Khardong-Pass .... 17(100 am Tiznaf-Fluss unter dem
Cerawal Dawan.... 14550 Topa - Pass .... 8250

8artbang 15725 Duba 10000

Wasserscheide Ober Sarthang 17270 am Jarkand-Fluss, 15 miles unBrangtsa am Scbayok . . 14330 terhalb Knk At Agbzi. . 12650

Gyapthang 15150 Knk At Aghzl .... 12870

Daolat Beg üldl . . . 16000 DipsangPlateau . . . 17500

Karakorum-Pass . . . 18300 Burtsi 15660

Aktagh 14450 Murgl 14800

Tschibra 16650 Diggar 12900

Ganz vortrefflich Ist die kurze, alles Wichtigste zu einem greifbaren Bild vereinigende geographische Ginleitung über Ost - Turkistan. Wir entnehmen daraus, dass die 13 Ortschaftsgruppen, auf die sich die Bevölkerung des Landes beschränkt und die längs der Flüsse angebaut, Oasen in der allgemeinen WUate bilden, Im Jahre 1874 in sieben Provinztal - Gouvernements eingetheilt waren, deren jedes von einem Dadkbwah oder Magistrat regiert wurde. Diese sieben sind von Süd nach Nord und Ost folgende: Kbotan einschliesslich Tschatschan, Jarkand, Kaschgar mit Jangihissar und Maralbaschi , Aksu und Utscli Turfan, Kutscha, Kurla, Cbaraschar incl. Lob und Turfan oder Knbna Turfan (siehe diese Einteilung in Stieler's Hand-Atlas, 1875, Nr. 64). Jede Ortschaftsgruppe hat einen befestigten Ort als Centrum, darum breiten sich die Häuser in kleinen Gruppen inmitten ihrer Felder bis an die Grenze der künstlichen Bewässerung aus, worauf sofort die nackte Wüste beginnt. Kommt der Reisende aus der Wüste auf eine solche Oase zu, so erhält er den Eindruck des Ueberflusses und dichter Bevölkerung, tritt er aber ein, so zeigt sich sogleich, dass die Wohnungen weif zerstreut unter den Baummassen liegen; nach sorgfältigen Erkundigungen veranschlagt Dr. Beilew indess Immerhin die Gesammt-Bevölkerung des Gebietes von Kaschgar, einschliesslich die dem Khan untergebenen nomadischen Kirgisen und die Bergvölker von Mustagb und SIrlkul auf „beträchtlich weniger als l£ Millionen Seelen", wogegen Waliebanow sowohl wie Forsyth nur 580.000 annehmen.

Rlanford über das Windsystem Nord - Indien's. — Über die Vertheilnng der Luftfeuchtigkeit und des Regenfalles in Nord-Indien. (Zeitschrift der Österr. Gesellschaft für Meteorologie, 15. Septbr. 1875, S. 282—288.)

Blanford über die Temperatur-Vertheilung in Nord-Indien. (Zeitschrift der Österr. Gesellschaft für Meteorologie, 1875, Nr. 19, S. 301 —802.)

Auszug aus der grossen Abhandlung Blanford'a über die Winde von NordIndien in den „Pbllosophical Transactlons", Vol. 164, 1874.

BogdanOWitoh, Colonel: Le chemin de fer de Sibörie. Communication faite le 6 aoüt 1875, au Congres international des sciences geographiques. (L'Explorateur geogr. et commercial, 1875 , No. 28, p. 163 —165.)

Bohr, Marine-Stabsarzt Dr. E.: Japan. (Ans allen Welttheilen, Oktober 1875, S. 25—29 ; November, S. 51—54; Dezember, S. 80—83.)

Breeks, J. \Vr.: An aecount of the primitive tribes and monuments of the Nilagiris. 8". London, Allen, 1875.

Bretschneider, Dr. E.: Notes on Chinese mediaeval travellers to the
West. 8°, 130 pp. Shanghai (London, Trübner), 1875.
Siehe darüber „Geogr. Mittbeilungen" 1875, S. 872.

Broutelles, E. de: Expose de la Situation de la Cochinchine en 1873.

(Revue maritime et coloniale, August 1875, p. 377—384.) China, Die südlichen Grenzländer — 's. (Das Ausland, 1875,

Nr. 22, S. 432—434; Nr. 23, S. 458—461.)

Cooper's Reise In den Mischmi-Bergen; Major Sladen's Expedition nach

Monieün 1868; Oberst Browne's Expedition 1875; Die Kachyen und die Schan.

China, Letters from and Japan. By L. D. 8. 8°, 216 pp.

London, H. S. King, 1875. 1\ s.

Clercq, F. S. A. De: Eenige aanteqkeningen over de Ambonsche Eilanden. Mit 1 Karte. (Tijdschrift van het Aardrijkskundig Genootschap gevestigd te Amsterdam, No. 6, p. 242—246.)

Unter Beigabe einiger Notizen zur Berichtigung von Dr. J. J. Holländers „Handleldlng bij de beoefenlng der Land- en Volkenknnde van NederlandsohIndiS" erbalten wir hier eine Karte von Amboina und benachbarten Inseln, die, gestützt auf Melvlll van Oarnbee's Karte, viele Berichtigungen, namentlich Bereicherungen in der Nomenklatur gewährt. Sie rührt von einem einheimischen Lehrer, D. P. Slahalja, her.

Cochius, Dr. H.: Nara. (Mittbeilungen der Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ost-Asien's, 7 Heft, 1875, S. 32—36.)

Vier Deutsche Meilen südlich von Kioto gelegen, ist Nara, die alte Residenzstadt der Mfkados, noch jetzt wegen ihrer Sinto - Heillgthümer und ihrer Buddbistischen Tempel unter den Wallfahrtsorten Japan's von besonderer Bedeutung.

Compicgne, Marquis de: Explorations dans l'Asie centrale. Les voyages du docteur Leitner dans l'Asie centrale et specialement au Dardestan. (L'Explorateur geogr. et commercial, 1875, No. 32, p. 253 —254.)

Cordes, J. W. H.: De Djati-bosschen in Nederlandsch - Indie. Mit 1 Karte. (Tijdschrift van het Aardrijkskundig Genootschap gevestigd te Amsterdam, 1875, No. 7, p. 269—281.)

Corner, A.: Journey in the interior of Formosa. (Proceedings of the R. Geogr. Soc, Vol. XIX, 1875, No. VJJ, p. 515—517.)

Der Verfasser besuchte mit dem Deutschen Consul Dr. Kraul von Amoy aus die Britische Niederlassung Takao an der Südwestküste von Formosa und ging von dort zwei Tagereisen östlich nach einem 1700 Fuss hoch am Fuas eines 90O0 F. hoben Berges gelegenen Dorfe der Eingeborenen, von denen er eine kurze Schilderung gfebt.

Croizier, Comte de: L'Art khmer. Etüde historique sur les monuments de l'ancien Cambodge, avec un apercu general sur l'architecture khmer et une liste complete des monuments explorfs. Snivi d'un catalogue raisonne du Musce khmer de Compicgne. 8°, 142 pp. mit 1 Karte. Paris, Leroux, 1875. 5 fr.

David , Abbe A.: Journal de roon troisieme voyage d'exploration dans l'empire chinois. 2 vols. 18°, 743 pp. et 3 cartes. Paris, Hachette, 1875. 7 fr.

Debelak, Hauptmann J.: Die Central-Asiatische Frage. (Streffleur's Österr. Militär-Zeitschrift, 1875, Heft V1U und IX, S. 117—148; X, S. 33—48; XI, S. 85—107.)

Eine im Gänsen den Vambery'sehen Ansichten beipflichtende Darstellung der politischen Zustände mit geschichtlichen Rückblicken, stutistIschen und beschreibenden Auszügen ans der neuesten Literatur.

De Gubernatis, A.: Storia dei viaggiatori italiani nelle Indie orientali. 16°, 400 pp. Livorno, Vigo, 1875.

Desgodins, Abbe: Itinerairo de Yerkalo ä Tse-kou, octobre—novembre 1873. Mit l Karte. (Bulletin de la Soc. de geogr. de Paris, Oktober 1875, p. 337—349.)

Detaillirte Beschreibung eines Reisewegs am Lan-tsang-ktang entlang von Yerkalo abwärts bis zu dem etwa unter 88° N. Br. liegenden Tse-ku. Desgodins ging diesen Weg als Flüchtl'ng bei Ausbruch der Christenverfolgung im Herbst 1S73. Die Karte, Im Maassstab von 1 :2.000.000, umfasst die Grenzgebiete von YUnnan, Tibet und Birma und enthält viel neues Detail.

Drew, Fr.: The Jummoo and Kashrair Territories. A geographica! aecount. 8°, 568 pp., mit 1 Karte. London, Stanford, 1875. 42 s. Das Gebiet, welches Gulab Sfngh, der Vater des jetzigen Maharadscha von Jummoo und Kaschmir, unter seinem Scepter vereinigt hat, besteht aus dem Lande Jummoo, der Provinz Kaschmir und den GouvernementB Ladakh, Baltistan und Gilglt. Es umfasst nach offizieller Annahme der Britisch-Indisohen Statistiker ca. 79.784 Engl. Q.-Mellen (3753 D. geogr. Q.-Meilen) und wird von 1.534.972 Menschen bewohnt (Censns von 1873), welche in sechs ethnographische Abtheilungen sich trennen: die Arischen Dogra, Tschlbhali, Paharl, Kasohmlri und Dard, und die Turanischen Tibetaner (Baltl, Ladakhl und Tschampa). Alle diese Länder, Gebiete und Völker hat Frederic Drew im Verlauf von zehn Jahren kennen gelernt, und zwar bat er jeden Theil des Gebietes längere Zelt bewohnt oder doch wiederholt besucht, so dass seine Kenntniss drs Landes in der That eine so vollständige ist, wie sie wohl Niemand anders besitzt. Früher bei der Geologischen Aufnahme von Gross-Britannien angestellt, trat er 1862 in den Dienst des Maharadscha von Kaschmir (so wird der Fürst von den Engländern gewöhnlich bezeichnet, wäbrend ihn die Pandschabi Maharadscha von Jummoo nennen, die offizielle Bezeichnung aber beide Ländernamen enthält), durchsuchte dessen Ländergebiet einige Jahre hindurch nach nutzbaren Mineralien, übernahm dann die Leitung des Forstwesens und bekleidete zuletzt den Posten eines Gouverneurs von Ladakh. Hatte er somit vortreffliche Gelegenheit zum Studium, so hat er sie auch in höchst anerkennenswertber Weise benutzt, um ein ernstes, reiches Werk zu gestalten, das in systematischer Anordnung die Geographie und Ethnographie jener In beiden Beziehungen äusserst mannigfaltigen und interessanten Gegenden eingebend darstellt. Er beschreibt Natur und Volk jedes einzelnen Theiles von den Vorbergen an der Grenze des Pandsohab bis zu den Hochplateau* von Ladakh, widmet dann ein besonderes Kapitel den verschiedenen Sprachen, giebt einen Abrfss der Grammatik der Dogrl - Sprache nebst vergleichenden Vokabularien, fügt eine Reihe von Itineraren und die Hauptzahlen der 1873 im Gebiete des Maharadscha vorgenommenen Volkszählung bei, und beschenkt uns ausserdem mit einer Reihe von sehr verdienstlichen Karten, die auch in einem besonderen Abschnitt erwünschte Erläuterungen finden. Es sind dless eine grossere Karte in 1:1.013.760 und fünf ebenfalls das ganze Gebiet umfassende Karten in 1 :2.027.520, deren eine die politische Einthellung klar stellt, während eine zweite als Confesslonskarte die Verbreitung der Buddhisten, Hindus, Sikhs und Mohammedaner darstellt, eine dritte die Sprachen, eine vierte die Nationalitäten unterscheidet und die fünfte als »Schneekarte" erkennen läset, welche Tbelle der Gebirge mit Gletschern bedeckt sind, wo mindestens drei Monate des Jahres Schnee Hegt, wo weniger als drei Monate lang Schnee liegt nnd wo überhaupt kein Schnee liegen bleibt. Bei den Bevölkerungskarten Ist zweckmässiger Welse das unbewohnte Gebiet durch eine besondere Farbe ausgezeichnet. Endlich sind auch lehrreiche Querproflle und iaometrische Geblrgs-Panoramen beigegeben.

Dubernard, Abbe: Les sauvages Lyssous du Lou-tze-kiang. Extrait d'une lettre de l'Abbe Desgodins. (Bulletin de la Soc. de ge"ogr. de Paris, Juli 1875, p. 55—66.)

Dupuis: Projet fran^ais d'exploration de la Chine centrale. Mit 1 Karte. (L'Explorateur geogr. et commercial, 1875, No. 42, p. 489—496.)

Veranlasst durch die Eröffnung Tongking's für den fremden Handel, erörtert einer der besten Kenner dieses Landes, dessen Bemühungen jene Eröffnung hauptsächlich zu danken Ist, die Produkte YUnnan's und der benachbarten Länder, die bei dem Handel auf dem Flnss von Tongklug in Betracht kommen. Zugleich werden Notizen über Tongking und seinen FIuss gegeben und auf das Projekt Dupuis', das Land zur näheren Erforschung seiner commerzlellen HUlfsmlttel &c. zu bereisen, hingewiesen.

Estrey, Meyners d': Une excursion dans les Moluques. (L'Explorateur geogr. et commercial, 1875, No. 23, p. 28—31.)

Fauvei, Dr. A. : The province of Shantung, its geography, natural history &c. Hongkong 1875.

Fogg, W. P.: Arabistan; or, the land of the Arabian nights. Being travels through Egypt, Arabia and Persia, to Bagdad. With an introduetion by B. Taylor. 8°, 360 pp. London, Low, 1875. 14 s.

Fritsch, G.: Über' den Verlauf der Deutschen Expedition zur Beobachtung des Venus-Durchganges nach Ispahan in Persien. (Verhandlungen der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, II, 1875, Nr. 4 u. 5, S. 102—107.)

Garnier, Fr.: Le röle de la France en Chine et on Indo-Chine. (La Revue soientifique de la France et de l'etranger, 9. Oktober 1875. p. 337—346.)

Garnier's Schilderungen aus Yünnan. (Globus, XXV1U, 1875, Nr. 3, S. 33 — 38; Nr. 4, S. 49 — 55; Nr. 18, S. 276 — 281; Nr. 19, S. 293 — 297; Nr. 23, S. 353—357; Nr. 24, S. 369—373.)

Geographie g6n6rale. Asie. T. I. Asie occidentale et septentrionale. T. 2. Asie Orientale et mÄridionale. 8°, 1124 pp. Bar-le-Duc, imp. Bertrand, 1875.

Greiner, Dr.; Over land en zee. Herinneringen uit mijn verblijf in Indie. 8°, 362 pp, Leiden, Noothoven van Goor, 1875. f. 3.

Gross, W.: Soghd, daa schönste der vier Paradiese. (Das Ausland, 1875, Nr. 31, S. 614—618.)

Hann, J.: Klima im Pandachab. (Zeitschrift der Österr. Gesellschaft für Meteorologie, 1875, Nr. 21, S. 325—330.)

Harmand, Dr. J.: Projet de voyage scientifique dans l'interieur de Tlndochine. Mit 1 Kartenskizze. (Bulletin de la Soc. de geogr. de Paris, April 1875, p. 401—412; November, p. 525.)

Marine-Arzt Dr. Harmand, der naeh vierjährigem Aufenthalt in Cocain* china bei Garnier's Eroberung von Tongking tbätig war und dann nach Frankreich zurückkam, reiste wieder nach Saigon, um eine Erforschungs-Expeditlon in'a Innere von Üinter-Indien zu unternehmen. Er führt an, wie viel noch in geographischer, naturhistorischer, historischer und ethnographischer Beziehung dort zu tbun Übrig bleibt und sklzzlrt sein Projekt, das Im Wesentlichen darauf gerichtet Ist, den Groasen See von Cambodja und die Ruinen von Khmer zu exploriren, über Land nach Bassac zu gehen, dort die Herbst-Regen 1875 abzuwarten, dann von Bassac ans verschiedene Exkursionen, namentlich auch nach den Bergen Im Osten des Mekong, zu machen, den Se-kong so weit wie möglich zu erforschen und auf dem Rückweg durch unbekanntes Gebiet über Land nach Saigon zu gehen. Leider hat Unwohlsein ihn an der Durch* ftihrung dieses Projektes verhindert. Er verliess Saigon am 25. Mal 1875, hielt sich nur kurze Zelt bei den Ruinen von Khmer auf nnd war Anfang August wieder In Saigon zurück. Er hat Thlere und Pflanzen gesammelt und eine Anzahl Photographien der Ruinen zurückgebracht, scheint aber wenig ausgerichtet zu haben.

Hellwald, Fr. v.: Die Erforschung des Tiau Schan. (Vierter und fünfter Jahresbericht der Geogr. Gesellsch. in München, 1875, S. 220—236.)

Hellwald, Fr. v.: Hinterindische Länder und Völker. 8°, 358 SS. Leipzig, Spanier, 1875. 6 M., geb. 7,6 M.

Hilgondorf, Dr.: Bemerkungen über die Behaarung der Ainos. (Mittheilungen der Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde OstAsien's, 7. Heft, Juni 1875, S. 11—13.)

Howorth, H. H.: Balasaghun, the capital of Kara Khitai. (Geographica! Magazine, Juli 1875, p. 215—217.)

Sucht nachzuweisen, dass die Hauptstadt des Reiches Kara Khitai, gewöhnlich mit dem ganz unbestimmten Namen Balasagun , d. h. Stadt, bezeichnet, an der Stelle der Ruinen von Sarl-Kurgan am Tschu lag.

Howorth, H. H.: Notes on Kara Khitai. (Geographica! Magazine, Dezember 1875, p. 378—379.)

India, Memorandum on the census of British of 1871—72.

Presented to Parliament. 4°, 65 pp. London, 1875. 8J d.

Henry Waterfield im Statistischen und Handela-Departement des Indla Office hat in dieser nützlichen Arbeit die hauptsächlichen Ergebnisse der grossen Indischen Volkszählung von 1871— 8 zusammengestellt, so dass man hier übersichtlich und bequem zum Gebrauch bei einander findet, was in den Spezialwerken über die Zählungen in den einzelnen Provinzen, freilich mit ungleich grösserer Ausführlichkeit, enthalten ist. Diese Spezialwerke sind die von Beverley Über Bengalen, von Plowden Über die Nordwest-Provinzen, von Nelll über die Central-Provinzen, von Cornlsh Über Madras, von Lumsdaine über Bombay, von M«Iver über Britlsoh-Burma, von Llndsay Über Coorg und Mysore. Die Gesammt-Bevölkerung von Britisch-Indlen stellt sich nun zu 190.563.046 heraus; zählt man hierzu die Feudalstaaten, deren Gesammt-Bevölkerung nach den vorhandenen besten Sobätznngeu 48.2C7.910 beträgt, so resultlrt als Bewohnerzahl Indlen's S38.830.958. Wie excessiv die Dichtigkeit der Bevölkerung Im Gangesthal ist, geht aus folgender Vergleichung hervor. Bengalon, Oude und die Nordwest - Provinzen haben (naoh Abzug der Ghittagong Hill Tracts und von Cooch Behar und Kumaon Im Norden, der Sunderbunds und von Cbota Nagpoor und Jhansl im Süden) ein Areal von 201.581 Engl. QMeilen und eine Bewohnerzabi von 96.788.049, also eine Volksdichtigkeit von 480 auf 1 Engl. Qu.<Meile, also ist dort auf einen Land-Complex, der grösser als Spanien und nicht viel kleiner als Frankreich ist, die Volksdicbtigkeit um 7 Prozent grösser als in Belgien und um fast 14 Prozent grösser als in England, den am dichtesten bevölkerten Ländern Europa's. Dabei leben von den 96.788.049 Menschen nur etwa 7 Millionen In Städten von 5000 oder mehr Einwohnern, während von den 22; Miliinnen Menschen in England und Wales 9) Millionen oder 42 Prozent In Städten von 20.000 oder mehr Einwohnern leben; die dichte Bevölkerung ist demnach in den Ganges - Ländern viel gl ei oh massiger ausgebreitet.

India, Statistical Abstract relating to —, 1865—1874. Nr. 9. 8°.

London, King, 1875. 6 d.

Indische Schetsen. Van Batavia naar Buitenzorg door Dignori. 8°, 101 pp. 's Gravenhage, Susan, 1875. f. 0,90.

Jaarboek van het mijnwezen in Nederlandsch OoBt-Indie. 3. Jaarg., 1874, 2. deel. 8°, 248 pp., mit 3 Karten. — 4. Jaarg., 1875, 1. deel. 8°. 242 pp., mit 2 Karten. Amsterdam, Stemler, 1875. die Untersuchung von Kohlen nach der Methode van Hllt's von Berg-IngenieuriEverwiJn, über die NummuIIten des eocenen Kalksteins von Bomeo von Berg-Ingenieur Verbeek und über das Bohren und Bohrmaterial auf Bangka Vod Bergingenieur Meuten, Den Schluss bildet P. H. van Diest's „Bijdrsge tot de gesehiedenis van Bllliton, gedurende de eerste 15 jaren onzer vestiging ildaar, bepaaldelijk inet het oog op het reeds te dien tijde bekend zijn van het voorkomen van tinerts aldaar". Auch enthalt der Band wiederum eine Sektion der grossen geologischen Karte von Bangka In 1: 60.000, den 1863—70 von Renaud bearbeiteten Distrikt Soengelselan umfassend.

a f. 5. Der zweite Band von 1874 beginnt mit zwei Arbeiten über Südwest-Borneo: den 1852, 1853 und 1855 von C. De Groot ausgeführten geognostisoben Arbeiten, die bereits im 14. Bd. der Natuurkandlg Tijdschrift voor Nederlandsch IndlB veröffentlicht wurden, und einem Bericht von Berg-Ingenieur Renaud über die Kohlenminen Oranje-Nassau zu Pengaron. Dann folgen Abhandlungen Über

Auch der erste Band von 1875 bringt als Hauptaufsatz eine Arbeit Über Bomeo; die geologlache Beschreibung der Distrikte Riam-Kiwa und Kanan im Südosten der Insel, nach den Aufnahmen von Berg-Ingenieur Verbeek aus deo Jahren 1869 und 1870, mit einer geologischen Karte der Gegend zwischen Bandjermasin und Martapoera in 1 :100.000, einer geologischen Uebersichtskarte des südöstlichen Borneo, einer geologischen Karte der Distrikte RiamKiwa und Kanan in 1: 100.000, Profilen und Abbildungen. Ferner enthält der Band zwei Berichte von R. D. M. Verbeek, die mit der geologischen Aufnahme von Sumatra'« Westküste zusammenhängen: Über das Alter der Steinkohlen von Oembillen-Kolenveld in den Padang'schen Aussenlanden und die sedimentären Formationen von Sumatra im Allgemeinen; und Über den Gebrauch von Anerolden bei der geologischen Aufnahme von Sumatra. Die kleineren Beitrage bestehen In Berichten Über das Niederländisch-Indische Minenwesen im Jahre 1874, über die Zinnproduktion von Bllliton 1874—5, über artesische Brunnenbohren bei Batavia, und In einer chemischen Untersuchung des Zinnes von Bangka durch Dr. C. L. Viaanderen,

Jacolliot, M"ie L.: Trois mois But ie Gange et le Brahmapoutre. 18°, 294 pp. mit lllustrat. Paria, Üeiitu, 1875. 4 fr.

Jacolliot, L.: Voyage aux ruines de Golconde et a la cite des Morts (Indouatan). 8°, 398 pp. Paris, Dentu, 1875.

Knorr, Corv.-Kapit.: Aus den Reiseberichten S. M. S. „Hertha". (Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 1875, Nr. 17 und 18, S. 311—323.)

Reise der „Hertha" von Rio de Janeiro bis Stngapore, b. Januar bis 11. März 1875; über einige Häfen auf Borneo und den Philippinen; Bemerkungen über das Klima der Philippinen; Hydrographische Beobachtungen und Wahrnehmungen während der Reise der „Hertha" von Singapore über Borneo, die Solu • Inseln und Philippinen bis Hongkong.

Kohn, A.: Die Mongolen. (Globus, XXVIII, 1875, Nr. 22, S. 344 -347; Nr. 23, S. 360-363; Nr. 24, S. 378—381.)

Kohn, A.: Schilderungen Inner-Asiatischer Zustände. (Globus, XXVIII, 1875, Nr. 17, S. 268—270; Nr. 18, S. 284—286 ; Nr. 19, S. 299 301; Nr. 20, S. 314 — 316.) 1. Die Tanguten; 8. Die mohammedanische Revolution In Nordwest - China.

Koragars, Die Puriah-Kaste der - — an der Malabar-Küste. (Globus, XXVIII, 1875, Nr. 4, S. 59—61.)

Kühne, Corr.-Kapit.: Aus den Reiseberichten S. M. S. „Ariudnc". (Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 1875, Nr. 13 und 14, S. 232—237.)

Bemerkungen über den Hafen von Amoy und meteorologische Beobachtungen Zq Amoy vom 7. März bis 3. April 1875; Gruppe der Peseadores-Inseln oder der Ponghou-Archlpel; die Häfen von Talwan-fu und Takow an der Westküste von Formosa.

Kuntze, 0.: Der Geysir in Atami, Halbinsel Siraoda, Japan. (Mittheilungen der Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde OstAsien's, 7. Heft, 1875, S. 30—32.)

Laird, E. K.: The rambles of a globe trotter in Australasia, Japan, China, Java, India and Cashmere. 2 vols 8°, 690 pp. with map and 40 illustr. London, Chapman and Hall, 1875. 32 s.

Lerch, F.: Ein Blick auf die Resultate der Hissar'sehen Expedition. (Röttger'B Russische Revue, IV, 1875, 8. Heft, S. 178—188.)

Die „Turkestaniscbe Zeitung" und nach ihr das Jonrnal de St.-Pe'tersbourg 11/24. August 1875 veröffentlichte unter dem Titel „Kurze Nachrichten über <Us Resultate der Hiasar'scben Expedition" einen vorläufigen Bericht Über eine Reise, die zusammen mit den Rekognos drangen des „Havüdar" und des „Muri-chi" (siehe nnten unter Trotter) die Kenntniss des bisher unbekannten Gebietes, das der Oxus zwischen Wachan und Buchara durchströmt, in seinen' »deutlichsten Zügen aufgeschlossen bat. Die Herren Majew, Schwarz und Wlscbniewski erforschten von April bis Juni 1875 das Gebiet zwischen Schahrisebs im Norden , Karschi im Westen und dem Oxus im Süden und Osten, besuchten u. A. das sogenannte „Eiserne Thor" bei Derbend , das 629 Hiuentbsang gesehen hat und als ein zweiflügeliges, mit Elsen beschlagenes Thor zwischen den hohen Mauern eines Engpasses beschrieb, zu dem aber nie ein Europäer gekommen war, denn auch Clavijo ging 1404 nur in der Nähe vorbei und borte, dass früher in dem Pass eine eiserne Pforte gewesen sei. Ferner besuchten sie die in einem Hocbthal gelegene Stadt Baissun, stellten fest, dass der Tupalau nicht direkt in den Oxus mündet, sondern vermittelst des Surchan, and, was besonders wichtig, sie gelangten ostwärts bis an den Surchab, dessen Mündung In den Panja, d. 1. den aus Wachan kommenden Quellarm des Oxus, sie astronomisch bestimmen wollten. Dann wurden sie durch Krankheit verhindert, aber ihre zu erwartende Karte wird trotzdem In Verbindung mit dar Arbeit des Havüdar Gewissheit über die Lage jener Mündung bringen. Lerch fügt dem Bericht dankenswerthe Erläuterungen bei. Lindo, J. A.: Description of a trip to Nijgata and back by the MiUli Pass. (TransactionB of the Asiatic Soc. of Japan, Vol. III, Part L, Oct.—Dec. 1874.) Malacca, Zustande auf der Halbinsel - — . (Das Ausland, 1875, Nr. 41, S. 816—820.)

Uebersetzung eines offiziellen Berichtes des Britischen Residenten Davidson in Salangor, der jedoch nichts von besonderem Interesse enthält.

Maley Peninsula, Correspondence relating to affairs of certain Dative states in the -, in the neighbourhood of the Streite Settle

ments. Presented to Parliament. 4°, 271 pp., mit 4 Karten. London, 1874. 5 s.

Marthe, Dr. F.: Kussisch-Mongolische Beziehungen und Erforschungen. (Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, X, 1875, 2. Heft, S. 81 — 109.)

Naoh einer interessanten Einleitung über den Zusammenbang der im Theehandel eingetretenen Veränderungen mit den neuen Russischen Unternehmungen in der Mongolei, glebt Marthe ans den Iswestfja der Kaiserl. Russ. Geogr. Gesellschaft Berichte über Paderin's Reise nach Uliassutai nebst einem kritischen Abschnitt über seine Entdeckung der Ruinen von Karakornm, so wie über die Expeditionen Mirosohnitsohenko's, Matussowsky'B, Ssosnowsky's und Morosow's am oberen Irtyscb und weiter bis Chobdo Uliassutai und Barkul.

Mitchell, R.: Khivan mission to India. (Geographica! Magazine, Juni

1875, p. 176—178.) Kurzer Bericht Über eine Gesandtschaftsreise von Chlwa Über Merw, Herst

und Cabut nach Simla Im J 1871. Moellendorf, Dr. v.; Ein Ausflug in Kord-China. (Mittheilungen der

Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ost - Asien's,

7. Heft, 1875, S. 17—20.) Kurze Beschreibung einer vierzehntägigen Exkursion in die Berge, welche

die Ebene von Peking im W. und KW. begrenzen, mit Bemerkungen über

Vegetation und '1 liierweit.

Molon, Ch. de: De la Perse. Etüde sur la geograpbie , le commerce, la politique, l'industrie, i'administration, &c. 8U, 64 pp. Versailles, Etienne, 1875. 14 fr.

Mongolia, Kecent Russian explorations in Western . Mit 1 Karte.

(Geographical Magazine, Juli 1875, p. 196—200.)

In Karte und Text werden die Reisen von Sosnowsky und Miros eh nitschenko am Sehwarzen lrtysch 1872—73, von MatussowBky nach dem Ektag Altai und die der Morosow'schen Karawane nach Kobdo, Uliassutai und Barkul 1872 vorgeführt. Von der letztgenannten Reise wird das Itinerar mitgethellt. Die von Miroschnftschenko bestimmten Positionen mögen, da sie In den „Geogr. Mitth." noch nicht aufgeführt sind, hier folgen:

N. Br. Ö. L. v. Gr.

Zaisan-Posten 47» 26' 25* 84« 58'

Mal Kaptschagal, Russischer Aussenposten 47 28 25 85 35

Kapkhan Tschilik 47 24 28 86 31

Tulta (Kloster) Scbara surae . . 47 50 39 88 3

Bulun-tokbol ....... 47 5 13 87 25

Nordufer des Ulungur See's . . . 47 21 26 87 30

Mündung des Kran In den lrtysch . . 47 35 43 87 14

Mündung des Burtschum in den Irtyscb . 47 42 28 86 46

Mündung des Kaba in den lrtysch . . 47 52 4 86 3

Morgan, E. D.: A sketch of Mongolia and the country of the Tangutans. (Geographical Magazine, Oktober 1875, p. 305—307.)

Morice, Dr.: Voyage en Cochinchine, 1872. (Le Tour du Monde, XXX, 2e semestre de 1875, p. 369—416.)

Müller, P. J.: Die Nikobaren. (Aus allen Welttheilen, September 1875, S. 374—380.)

Napier, Captain 's trayels in Northern Persia. (Geographical

Magazine, Juli 1875, p. 193—196.)

Im Jahre 1874 hat Capt. G. C. Napier das nordöstliche Persien bis an die Grenzen von Turkmenien bereist. Er verlies« Teheran am 3. Juli, ging Über Schahrud und Abbasabad nach Mesinan, besuchte von da aus das nördlicher gelegene Thal von Dschuwein und das mit ihm parallel laufende, nordwärts durch den Ala-dagh begrenzte Thal von Isferayin, und begab sich über Maaden, dessen Türkisminen der Persischen Regierung einen immer noch wachsenden Gewinn abwerfen, nach Nischapur und Mescbhed. Nachdem er von hier aus einen Abstecher nach Kelat gemacht, ging er nach Kutschan und Dereges und von dort über Schirwan, Budschnurd, Sangas, Dscbadscherm und Nodeh nach Aaterabad, von wo er über Aschraf, Sari und Barferusch nach Teheran zurückkehrte.

Niewerth, Apotheker: Eine botanische Exkursion im Monat August Ton Yedo nach Niko. (Mittheilungen der Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ost-Asien's, 7. Heft, Juni 1875, S. 9—11.)

Pistorius, A. \\. P. V.: Ken bezoek aan Singapora en Djohor. Eene voordracht. 8°, 47 pp., mit 1 Karte, 's Gravenhage, Nijhoff, 1875.

f. 0,60.

Prshewalsky, N.: Die Mongolei und das Land der Tanguten. 1. Bd. 8°, 390 SS., mit 2 Karten. St. Petersburg 1875. (in Russischer Sprache.)

Der erste Band dieses Werkes über Stabskapitän PrBhewalsky'B grosse und erfolgreiche Reisen in der Mongolei, Nordwest-China, Kukunor und Tibet enthält den eigentlichen Reisebericht mit Inbegriff des geographischen und ethnographischen Materiales, während der zweite Band die meteorologischen, hypsometrischen, astronomischen, magnetischen, zoologischen und mineralogischen Beobachtungen, der dritte die Flora behandeln wird. Aus dem ersten Band bat Dr. S. Schmidt in Röttger's Russischer Revue (1875, 6. Heft, 8. 513—538) das zehnte Kapitel, welches eine Schilderung der Tanguten und eine Geschichte des Dunganen- Aufstandes In Kansu enthält, vollständig übersetzt.

Rein, Dr. J. J.: Naturwissenschaftliche Heisestudien in Japan. l.Nikko (Schluss); 2. Die Küste von Sendai und Nambu. (Mittheilungen der Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ost • Asien's, 7. Heft, 1875, S. 21—29.)

Riad, Histoire de la fondation, en 1824, de la Tille de

— , capitata actuelle du Nedjd, et description geograpbique de ce pays. (Bulletin de la Soc. de göogr. de Paria, Juli 1875, p. 71—77.) Mit bevölkerungsstatlstischen Angaben über Nedjd.

Ritter, Dr. H.: Über erae Reiße im südwestlichen Theile von Yezo.

Fortsetzung. (Mittheilungen der Deutschen Gesellschaft für Natur

und Völkerkunde Ost-Asien's, 7. Heft, Juni 1875, S. 13—17.) Rousselet, L.: Tableau des races de l'Inde septentrionale. 8°, 15 pp.

Paris, Leroux , 1875. (Extrait de la Revue d'anthropologie, 1875,

No. 2.) Savio, P.: 11 Giappone al giorno d'oggi nella sua vita pubblica e pri

vata, politica e commerciale: viaggio neir interno dell' isola e nei

centri sericoli. 4°, 208 pp. con carte. Milano, Treves, 1875. 5 1. Schlagintweit, E.: Die Englischen Himalaya- Besitzungen. (Globus,

XXVIII, 1875, Nr. 15, S. 234—235 ; Nr. 16, S. 248—251.) Schreiber, A.: Die Battas in ihrem Verhältniss zu den Malaien von

Sumatra, luaugural-Dissertation. 4°, 45 SS. Barmen, Steinhaus, 1874.

Durch sprachliche Untersuchungen sowohl, wie durch Vergleicbung der Gewohnheiten, Sitten und Rechte, kommt der Verfasser zu dem Schluss, dass die Battas und Malaien von Sumatra als Schwester - Nationen angesehen werden mllssen. Sie verr-utben Ihren gemeinsamen Ursprung deutlich in Ihrer Sprache und in ihren Gewohnheiten, Sitten und Rechten, das Auseinandergehen des gemeinsamen Stammvolkes in diese beiden Völker muas aber schon vor sehr langer Zelt erfolgt sein, jedenfalls zu einer Zeit, in welcher vor Allem auf sprachlichem Gebiet die neubildende Kraft noch nicht erloschen war. Darum müssen auch beide, trotz des gemeinsamen Ursprungs und trotz der grossen Ueberelnstlmmung auf allen Gebieten, doch als zwei gesonderte Volker-Individualitäten gelten.

Simpson, W.: List of marches from the Ganges, near Maicha, to Chini; also from Simla to Chini, and from Chini through Tibet to Cashmere. (The Alpine Journal, August 1875, p. 259—263.)

Sprenger, A.: Die alte Geographie Arabien'» als Grundlage der Entwicklungsgeschichte des Semitismus. 8°. Bern, Huber, 1875, 12 M.

St. John, Capt.: Observations on the Bay of Sendai. (Transactions of the Aaiatic Soc. of Japan, Vol. III, Part I, Oct.—Dec. 1874.)

Stöhr, E.: Die Provinz Banjuwangi in Ost-Java, mit der Vulkangruppe Idjen-Raun. Reiseskizzen. 4°, 120 SS., mit 1 Karte und 11 lustrat. Frankfurt a. M., Winter, 1874. (Aus den Abhandl. der Senckenb. Naturf. Gesellach., Bd. IX.)

Stuart, A.: Asie centrale. Le chemin de fer central-asiatique, projete* par MM. F. de Lesseps et Cotard. Mit Karten. (L'Explorateur geogr. et commercial, 1875, No. 38, p. 396—404; No. 39, p. 417—428; No. 40, p. 445—455; No. 41, p. 476—482; No. 42, p. 496—505; No. 43, p. 521—528.)

Stuhlmann: Ein Besuch des Grabes des Gonfucius und des heiligen Berges Tai. (Globus, XXVIII, 1875, Nr. 17, S. 262—265; Nr. 18, S. 281—284.)

Verfasser begleitete 1871 den Dr. Fritsohe auf seiner Reise durch die Provinz Schantung.

Stumm, H.: Der Russische Feldzug nach Chiwa. 1. Theil. Historische und militärstatistische Übersicht des Russ, Operationsfeldes in MittelAsien. 8°, 384 SS., mit 3 Karten. Berlin, Mittler, 1875. 12 M. Als einziger nicht Russischer Offizier, welcher den Feldzug gegen Chiwa im J. 1873 mitgemacht hat, fühlte sich der Verfasser, wie er in dem Vorwort ausspricht, gewissermaassen verpflichtet, seine zum Theil noch In den Türkestanlsohen Sandwüsten selbst niedergeschriebenen militärischen Berichte „Aus Chiwa", die nothwendig noch manohes Unrichtige enthalten mussten, aus eigenen Aufzeichnungen wie aus offiziellen Russischen Quellen nachträglich zu berichtigen. Dabei stellte er sich zugleich die Aufgabe, ein möglichst einheltI Hohes, übersichtliches Ganze zu geben und bei der Darstellung der kriegerischen Vorgänge die bisher noch wenig bekannten geographischen, ethnographischen und kulturhistorischen Verhältnisse des Kriegsschauplatzes zu berücksichtigen. So Hegt denn der erste Theil eines gross angelegten Werkes vor; das den militärischen Gesichtspunkt zwar nie aus dem Auge lässt, aber dem entlegenen, selten nur von einzelnen Europäern besuchten Schauplatz Rechnung tragend die gerade dort ganz eigentümliche Art der Natur und des Volkes eingehend erläutert, um ein Verständnis* für die Operationen und Vorgänge beim Leser zu vermitteln. Naoh längerer historischer Einleitung, welche bis auf die ersten Reibungen zwischen Russland und Chiwa am Ende des 16. Jahrhunderts zurückgeht und von einem interessanten Uebersiohtskärtchen der Erweiterung der Russischen Herrschaft In Asien seit 1550 hegleitet ist, werden die Russischen Operationsbasen in Mittel - Asien, nämlich der Kaukasus, das General-Gouvernement Orenburg und das General-Gouvernement Turfcestau nach ihren politischen, statistischen, militärischen und ethnographischen Beziehungen ausführlich behandelt. Der Natur der Sache naoh müssen diese Abschnitte vorzugsweise aus Compllatlon entstanden sein, aber die eigene Anschauung leuchtet durch und der Verfasser hat bei fleissiger Benutzung der vorhandenen Literatur in Wahrheit das klare, einheitliche Ganze geschaffen, das ihm als Aufgabe vorschwebte. Die Einwirkung der geographischen Bedingungen auf die militärischen Verhältnisse, wie sie In diesen Abschnitten zur Anschauung kommt, Ist von grossem Interesse, auch wird wohl jeder Leser viel des Neuen und Belehrenden In dem inhaltreichen Buche finden, ganz besonders müssen wir aber auch auf die wertbvnllen Karten aufmerksam machen, die Prof. II. Kiepert dazu angefertigt hat und die eine Menge Russisches Kartenmaterial in treulichster Weise verarbeitet enthalten. Eine dieser Karten umfasst das ganze Operationsfeld von Orenburg Im Norden bis zur

Persischen Grenze im Süden, Taschkent im Osten und dem Kaukasus Im Westen, während eine andere eine spezielle Darstellung von Chiwa und dem Delta des Amu-Darja giebt. Die Schilderung der kriegerischen Vorgänge selbst, so wie die Beschreibung Cbiwa's ist in der Fortsetzung des Werkes zu erwarten.

Theobald, W.: On the geology of Pegu. 8°, 171 pp., mit 9 Tafeln und 1 Karte in 1: 500.000. (Memoire of the Geological Survey of India, Vol. X, Part 2.)

Thomson, J.: Voyage en Chine, 1870—72. (Le Tour du Monde, XXIX, 1« semestre de 1875, p. 353 — 416; XXX, 2e semestre de 1875, p. 209—240.)

Aufzüge aus des Verfassers Buch „The Btralts of Malaeea, Indo-Chlna and China", London 1875.

Tietze, Dr. E.: Ein Ausflug nach dem Siahkuh (8chwarzer Berg) in Persien. (Mittheilungen der K. K. Geogr. Gesellschaft in Wien, XVIII, 1875, Nr. 6 und 7, 8. 257—267.)

Im März 1875 maohte Dr. Tietze im Auftrag des Seh ah's eine Exkurston nach dem südöstlich von Teheran, aus der Salzwüste sich erbebenden Slahkab oder Schwarzen Berg. Er ist eine In westöstlicher Richtung sich erhebende kleine Gebirgskette von etwa 4 Farsach Lange und 2 Farsach grösster Breite (ein Farsach etwa 20.000 Fuss). Seine höohsten Gipfel übersteigen nicht 5000 Fubb , dennoch siebt das Gebirge nicht nnbedeutend aus, da die Hoch* ebene in seiner Umgebung sieh sehr unter die gewöhnliche Höhe des Persischen Plateau's senkt und im Norden des Siahkuh nicht viel über 2000 Fuss, im Süden desselben eine noch etwas geringere Meereshöhe hat. Das Gebirge besteht hauptsächlich aus tracbytlschen und Trappgesteinen, mit versteinerungsreichen Kreideschichten an den Abhängen. Es ist fast unbewohnt, selbst die früher sehr gefürchteten Räuber seheinen es verlassen zu haben.

Tietze, Dr. E.: Mittheilungen aus Persien. (Verhandlungen der K. K. Geologischen Reichs - Anstalt, 1874, Nr. 16, S. 377—380; 1875, Nr. 2, S. 25—30; Nr. 3, S. 41—46.)

Die vorliegenden Briefe beziehen sich hauptsächlich auf eine Reise, die Dr. Tietze mit dem Grafen v. Thun, von der Österreichischen Gesandtschaft in Teheran , von letzterer Stadt aus nach Asterabad und Schahrud und von dort über Damghan und Semnan nach Teheran zurück Im Herbst 1874 gemacht bat, und zwar über seine geologischen Beobachtungen Im Alburs-Gebirge, denen sich eine Notiz Über die Braunkohle von Täbris anreibt.

Tietze, Dr. E.: Geologische Mittheilungen aus Persien, d. d. Teheran, 28. Februar 1875. (Verhandlungen der K. K. Geologischen ReichsAnstalt, 1875, Nr. 8, S. 129—133.)

Anknüpfend an einen Ausflug nach den, 1 Stunde südlich von Teheran gelegenen Ruinen von Rei, erörtert der Verfasser die geologischen Verhältnisse nnd Vorkommnisse in der Umgegend von Teheran.

Tietze, Dr. E.: Über Quellen und Quellenbildung am Demavend und dessen Umgebung. (Jahrbuch der K. K. Geolog. Reichs-Anstalt, 1875, Nr. 2, S. 129—140.)

Tourriafond, P.: Cochinchine, les sauvages indo-chinois. (L'Explorateur geogr. et commercial, 1875, Nr. 36, p. 357—358.)

Trotter, Capt. H.: Notes on recent explorations in Central Asia. (Geographical Magazine, September 1875, p. 257—262.)

Anknüpfend an die 3. AuBgabe der Walker'scben 4-Blatt-Karte von Turklstan giebt Capt. Trotter eine kurze Uebersicht über die von ihm während der Forsytb'sohen Gesandtschaft«reise nach Kascbgar ausgeführten topographischen Arbeiten und über die gleichzeitigen Reisen und Aufnahmen der eingebore* nen Sendünge des Oberstlieut. Montgomerie: die Rekognoscirung des OxusLaufes zwischen Wachan und Buchara durch einen Munschi und einen Havildar, die Reise eines Mullah durch Kaflristan und Tschitrai nach Wachan und die neue grosse Reise des berühmten Punditen, der 1866 in Lhasa war and 1878—4 die Forsyth'sche Expedition begleitete, von Leh durch das nördliche Tibet nach dem TengrI-nor und über Lhasa nach Assam. Capt. Trotter's Posltlons • Bestimmungen stimmen an den Hauptpunkten sehr gut mit den früheren. Für Kaschgar fand er 39« 24' 26* N. Br., 76" 6' 47* Oestl. L. v. Gr. (Scharnhorst -/,, Engl. Meilen westlicher 76° 4' 42*), für das westliche Ende des Vlctoria-See's der Grossen Pamir 87° 27* N. Br., 73* 40* Oestl. L. (Wood 73' 40' 38*), für Klla Panja In Waohan 37« (r 18* N. Br., 72° 45' 29* Oestl. L., für Jangi-Schahr oder die neue Stadt von Jarkand 38° 25' N. Br., 77» 15' 55" Oestl. L. Der Tagharma, von Hayward auf 21.000 Engl. Fuss geschätzt, erhebt sioh nach Capt. Trotter's trigonometrischen Messungen bis zu 25.500 Fass. Die Höhe des Victoria - See's über dem Meeresspiegel Ist nach Trotter etwas geringer als nach Wood, nämlich 13.900 F., während die Messung für den See der Kleinen Pamir (13.100 F.) fast genau dasselbe Resultat ergab wie die Beobachtungen des Mirza von 1869.

Uspenski Über das Ostende des Thian-schan. (Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, X, 1875, 5. Heft, S. 404—406.)

Vämbery, H.: Ein Ungarischer Sprachforscher in der Mongolei. (Globus, XXVIII, 1875, Nr. 14, S. 220—222; Nr. 15, S. 230—232.)

Aus den Berichten von Gabriel von Bällnti , einem jungen Ungarischen Sprachforscher, der die Mongolen-Stadt Urgan-Khuren zum zeitweiligen Wohnsitz gewählt bat, und die Ungarisch im »FÖldrajzl Közlömönyek" pobliolrt sind, erhalten wir hier Schilderungen von Gebräuchen der Mongolen.

Vämbery, H.: Kara-Kirgisen. (Westermann's Illustr. Deutsche Monatshefte, Oktober 1875, S. 37—40.)

Verbeek, K. D. A.: Over de geologie van Java. (Aardrijkskundig Genootschap gevestigd te Amsterdam, 1875, No. 7, p. 291—299.)

Veth, P. J.: Eon nederlandsch reiziger op Zuid-Celebes. (Aardrijkskundig Genootschap gevestigd te Amsterdam, 1875, No. 7, p. 311—313.) Ueberslcbt der Reisen und linguistischen und ethnologischen Schriften des 1846 von der Nederlandsche Btjbelgenootschap nach Süd - Celebes entsendeten Herrn B. F. Matthes.

« PreviousContinue »