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David, Abbe A.: Journal de mon troisieme voyage d'exploration dans l'empire chinois. 2 vols. 18°, 743 pp. et 3 cartes. Paria, Hachette, 1875. 1 fr.

Debeiak, Hauptmann J.: Die Central - Asiatische Frage. (Streffleur's Österr. Militär-Zeitschrift, 1875, Heft VIII und IX, 8. 117—148; X, S. 33—48; XI, S. 85—107.)

Eine Im Ganzen den Vambery'schen Ansichten beipflichtende Darstellung der politischen Zustände mit geschichtlichen Rückblicken, statistischen und beschreibenden Auszügen ans der neuesten Literatur.

De Gubernatis, A.: Storia dei viaggiatori italiani neue Indie orientali. 16", 400 pp. Livorno, Vigo, 1875.

Desgodins, Abbe: Itineraire de Yerkalo ä Tse-kou, octobre—novembre 1873. Mit 1 Karte. (Bulletin de la Soc. de geogr. de Paris, Oktober 1875, p. 337—349.)

Detalllirte Beschreibung eines Reisewegs am Lan-tsang-klang entlang von Yerkalo abwärts bis zu dem etwa unter 28° N. Br. liegenden Tse-ku. Desgodins ging diesen Weg als Fllichtl'ag bei Ausbruch der Chrlstenverfolgung im Herbst 1873. Die Karte, im Maassstab von 1 :2.000 000, umfasst die Grenzgebiete von Ylinnan, Tibet und Birms und enthält viel neues Detail.

Drew, Fr.: The Jummoo and Kashmir Torritories. A geographical account. 8°, 568 pp., mit 1 Karte. London, Stanford, 1875. 42 s. Das Gebiet, welches Gulab Singh, der Vater des jetzigen Maharadscha von Jummoo und Kaschmir, unter seinem Scepter vereinigt hat, besteht aus dem Lande Jummoo, der Provinz Kaschmir und den Gouvernements Ladakh, Baltlstan und Gilglt. Es umfasst nach offizieller Annahme der Britisch-Indischen Statistiker ca. 79.7S4 Engl. Q.-Meilen (3758 D. geogr. Q.Meilen) und wird von 1.534.972 Menschen bewohnt (Gensns von 1873), welche in sechs ethnographische Abtbeilungen sich trennen: die Arischen Dogra, Tschlbhali, Pahari, Kaschmlri und Daid, nnd die Turanlschen Tibetaner (Balti, Ladakhl und Tschampa). Alle diese Länder, Gebiete und Völker hat Frederic Drew Im Verlauf von zehn Jahren kennen gelernt, und zwar hat er jeden Theil des Gebietes längere Zeit bewohnt oder doch wiederholt besucht, so dass seine Kenntniss d.s Landes in der Tbat eine so vollständige ist, wie sie wohl Niemand anders besitzt. Früher bei der Geologischen Aufnahme von Gross-Britannien angestellt, trat er 1862 In den Dienst des Maharadscha von Kaschmir (so wird der Fürst von den Engländern gewöhnlich bezeichnet, während ihn die Pandschabi Maharadscha von Jummoo nennen, die offizielle Bezeichnung aber beide Ländernamen enthält), durchsuchte dessen Ländergebiet einige Jahre hindurch nach nutzbaren Mineralien, übernahm dann die Leitung des Forstwesens und bekleidete zuletzt den Posten eines Gouverneurs von Ladakh. Hatte er somit vortreffliche Gelegenheit zum Studium, so hat er sie such in höchst anerkennenswerther Weise benutzt, um ein ernstes, reiches Werk zu gestalten, das in systematischer Anordnung die Geogrnphie und Ethnographie jener in beiden Beziehungen äusserst mannigfaltigen und interessanten Gegenden eingehend darstellt. Er beschreibt Natur und Volk jedes einzelnen Thelles von den Vorbergen an der Grenze des Pandsohab bis zu den Hoeh

Elateaux von Ladakh, widmet dann ein besonderes Kapitel den verschiedenen prachen , glebt einen Abriss der Grammatik der Dogrl - Sprache nebBt vergleichenden Vokabularien, fügt eine Reihe von Itineraren und die Hauptzahlen der 1873 im Gebiete des Maharadscha vorgenommenen Volkszählung bei, und beschenkt uns ausserdem mit einer Reihe von sehr verdienstlichen Karten, dte auch In einem besonderen Abschnitt erwünschte Erläuterungen finden. Es sind diess eine grössere Karte in 1:1.013.760 und fünf ebenfalls das ganze Gebiet umfassende Karten in 1 :2.027.520, deren eine die politische Eintheilung klar stellt, während eine zweite als Confesslonskarte die Verbreitung der Buddhisten, Hindus, Sikhs und Mohammedaner darstellt, eine dritte die Sprachen, eine vierte die Nationalitäten unterscheidet und die fünfte als „Schneekarte" erkennen lässt, welche Theile der Gebirge mit Gletschern bedeckt sind, wo mindestens drei Monate des Jahres Schnee liegt, wo weniger als drei Monate lang Schnee liegt und wo überhaupt kein Schnee liegen bleibt. Bei den Bevölkerungskarten Ist zweckmässiger Weise das unbewohnte Gebiet durch eine besondere Farbe ausgezeichnet. Endlich sind auch lehrreiche Querprofile und isometrische Gebirgs-Panoramen betgegeben.

Dubernard, Abbe: Les sauvages Lyssous du Lou-tze-kiang. Extrait d'uno lettre de l'Abbe Desgodins. (Bulletin de la Soc. de g£ogr. de Paris, Juli 1875, p. 55—66.)

Dupuis : Projet francais d'exploration de la Chine centrale. Mit 1 Karte. (L'Explorateur geogr. et coramercial, 1875, No. 42, p. 489—496.)

Veranlasst durch die Eröffnung Tongking's für den fremden Handel, erörtert einer der besten Kenner dieses Landes, dessen Bemühungen jene Eröffnung hauptsächlich zu danken ist, die Produkte YUnnnn's uud der benachbarten Länder, die bei dem Handel auf dem Fluss von Tongkiug In Betracht kommen. Zugleloh werden Notizen über Tongking nnd seinen Fluss gegeben und auf das Projekt Dupuis', das Land zur näheren Erforschung seiner commerzlellen Hülfsmittel &c. zu bereisen, hingewiesen.

Estrey, Meyners d': Une excursion dans les Moluquos. (L'Explorateur geogr. et commercial, 1875, No. 23, p. 28—31.)

Fauvel, Dr. A. : The province of Shantung, its geography, natural history &c. Hongkong 1875.

Fogg, W. P.: Arabistan; or, the land of the Arabian night«. Being travels through Egypt, Arabia and Persia, to Bagdad. With an introduetion by B. Taylor. 8°, 360 pp. London, Low, 1875. 14 i.

Fritsch, G.: über den Verlauf der Deutschen Expedition zur Beobachtung des Venus-Durchganges nach lspahan in Persien. (Verhandlungen der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, II, 1875, Nr. 4 u. 5, S. 102—107.)

Garnier, Fr.: Le rdle de la Franse en Chine et en Indo-Chine. (La Revue scientifique de la France et de l'etranger, 9. Oktober 1875. p. 337—346.)

Garnier's Schilderungen aus Yünnan. (Globus, XXV111, 1875, Nr. 3, S. 33 — 38; Nr. 4, S. 49 — 55; Nr. 18, S. 276 — 281; Nr. 19, S. 293—297 ; Nr. 23, S. 353—357; Nr. 24, S. 369—373.)

Geographie generale. Asie. T. I. Asie occidentale et septentrionale. T. 2. Asie Orientale et meridionale. 8°, 1124 pp. Bar-le-Duc, imp. Bertrand, 1875.

Greiner, Dr.: Over land en zee. Herinneringen nit mijn verblijf in Indie. 8°, 362 pp, Leiden, Noothoven van Goor, 1875. f. 3.

Gross, \V.: Soghd, das schönste der vier Paradiese. (Das Ausland, 1875, Nr. 31, S. 614—618.)

Hann, J.: Klima im Pandschab. (Zeitschrift der Österr. Gesellschaft für Meteorologie, 1875, Nr. 21, S. 325—330.)

Harmand, Dr. J.: Proj'et de voyage scientifique dans l'interieur de l'Indochine. Mit 1 Kartenskizze. (Bulletin de la Soc. de geogr. de Paris, April 1875, p. 401—412; November, p. 525.)

Msrine - Arzt Dr. Harmand, der nach vierjährigem Aufenthalt In Cocainchiii» bei Garnier's Eroberung von Tongking tbätlg war und dann naoh Frankreich zurückkam, reiste wieder nach Saigon, um eine Erforschungs-Expedltion ln's Innere von Hinter-Indien zu unternehmen. Er führt an, wie viel noch lo geographischer, naturhistorischer, historischer und ethnographischer Beziehung dort zu tbun übrig bleibt und skizzirt sein Projekt, das im Wesentlichen darauf gerichtet ist, den Grossen See von Cambodja und die Ruinen von Khmer zu explorlren, über Land nach Baesac zu gehen, dort die Herbst-Regen 1875 abzuwarten, dann von Bassac aus verschiedene Exkursionen, namentlich auch nach den Bergen im Osten des Mekong, zu machen, den Se-kong so weit wie möglich zu erforschen und auf dem Rückweg durch unbekanntes Gebiet über Land nach Saigon zu gehen. Leider hat Unwohlsein Ihn an der Durchführung dieses Projektes verhindert. Er verliess Saigon am 25. Mai 1875, hielt sich nur kurze Zeit bei den Ruinen von Khmer auf und war Anfang Angnst wieder in Saigon zurück. Er hat Thlere und Pflanzen gesammelt und eine Anzahl Photographien der Ruinen zurückgebracht, seheint aber wenig ausgerichtet zu haben.

Hellwald, Fr. v.: Die Erforschung des Tian Schan. (Vierter und fünfter Jahresbericht der Geogr. Gesellsch. in München, 1875, S. 220—236.)

Hellwald, Fr. v.: Hinterindische Länder und Völker. 8°, 358 SS. Leipzig, Spamer, 1875. 6 VI., geb. 7,6 M.

Hilgendorf, Dr.: Bemerkungen über die Behaarung der Ainos. (Mittheilungen der Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde OstAsien's, 7. Heft, Juni 1875, S. 11—13.)

Howorth, H. H. : Balasaghun, the capital of Kara Khitai. (Geographical Magazine, Juli 1875, p. 215—217.)

Sucht nachzuweisen, dass die Hauptstadt des Reiches Kara Khitai, gewöhnlich mit dem ganz unbestimmten Namen Balasagun , d. h. Stadt, bezeichnet, an der Stelle der Ruinen von Sarl-Kurgan am Tschu lag.

Howorth, H. H.: Notes on Kara Khitai. (Geographical Magazine, Dezember 1875, p. 378—379.)

India, Memorandum on the census of British of 1871—72.

Presented to Parliament. 4°, 65 pp. London, 1875. 8} d.

Henry Waterfleld Im Statistischen und Handels-Departement des Indla Office hat In dieser nützlichen Arbeit die hauptsächlichen Ergebnisse der grossen Indischen Volkszählung von 1871—2 zusammengestellt, so dass man hier übersichtlich und bequem zum Gebrauch bei einander findet, was in den Spezialwerken Über die Zählungen in den einzelnen Provinzen, freilich mit ungleich grösserer Ausführlichkeit, enthalten ist. Diese Spezialwerke sind die von Beverley über Bengalen, von Plowden über die Nordwest-Provinzen, von Neil! über die Central-Provinzen, von Cornlsh über Madras, von Lumsdaine über Bombay, von M'Iver über Britlsch-Burma, von Lindsay über Coorg und Mysore. Die Gesammt-Bevölkerung von Brltisch-Indien stellt sich nun zu 19n.56S.0JS' heraus; zählt man hierzu die Feudalstaaten, deren Gesammt-Bevölkerung nach den vorhandenen besten Schätzungen 48.267.910 beträgt, so resultlrt als Bewohnerzahl Indien's 238.830.9o8. Wie eicessiv die Dichtigkeit der Bevölkerung Im Gangesthal ist, geht aus folgender Vergleichung hervor. Bengalen, Oude und die Nordwest - Provinzen haben (naoh Abzug der Chlttagong Hill Tracts und von Cooch Behar und Knmaon im Norden, der Sunderbunds und von Chota Nagpoor und Jbansl im Süden) ein Areal von 201.581 Engl. QMeilen und eine Bewohnerzahl von 96.788.0J9, also eine Volksdichtigkeit von 4S0 auf 1 Engl. Qu.-Meile, also ist dort auf einen Land-Complez, der grösser als Spanien und nicht viel kleiner als Frankreich ist, die Volksdlcbtlgkelt um 7 Prozent grösser als In Belgien und um fast 14 Prozent grösser als in England, den am dichtesten bevölkerten Ländern Europa's. Dabei leben von den 96.788.049 Menschen nur etwa 7 Millionen in Städten von 5000 oder mehr Einwohnern, während von den 22{ Millionen Menschen in England und Wales 9t Millionen oder J2 Prozent in Städten von 20.000 oder mehr Einwohnern leben; die dichte Bevölkerung ist demnach in den Ganges - Ländern viel gleichmässlger ausgebreitet.

India, Statistical Abstract relating to --, 1865—1874. Nr. 9. 8°.

London, King, 1875. 6 d.

Indische Schetsen. Van Batavia naar Buitenzorg door Dignori. 8°, 101 pp. 's Gravenhage, Susan, 1875. f. 0,90.

Jaarboek van het raijnwezen in Nederlandsch Oost-Indie. 3. Jaarg., 1874, 2. deel. 8°, 248 pp., mit 3 Karten. — 4. Jaarg., 1875, 1. deel. 8°. 242 pp., mit 2 Karten. Amsterdam, Stemler, 1875.

a f. 5.

Der zweite Band von 1874 beginnt mit zwei Arbeiten über SUdwest-Borneo: den 1852, 1853 nnd 1855 von C De Qroot ausgeführten geognostischen Arbeiten, die bereits Im 14. Bd. der Natuurkundig Tljdsehrift voor Nederlandsch Indie veröffentlicht wurden, nnd einem Bericht von Berg-Ingenieur Renaud Über die Kohlenminen Orsnje-Nassau zu Pengaron. Dann folgen Abhandlungen über die Untersuchung von Kohlen nach der Methode van Hllt's von Berg-IngenieuriEverwiJn, über die NummuIIten des eocenen Kalksteins von Bomeo von Berg-Ingenieur Verbeek und über das Bohren und Bohrmaterial auf Bangka Vod Bergingenieur Meuten, Den Schluss bildet P. H. van Diest's „Bijdrsge tot de gesehiedenis van Bllliton, gedurende de eerste 15 jaren onzer vestiging ildaar, bepaaldelijk inet het oog op het reeds te dien tijde bekend zijn van het voorkomen van tinerts aldaar". Auch enthalt der Band wiederum eine Sektion der grossen geologischen Karte von Bangka In 1: 60.000, den 1863—70 von Renaud bearbeiteten Distrikt Soengelselan umfassend.

Auch der erste Band von 1875 bringt als Hauptaufsatz eine Arbeit Über Bomeo; die geologlache Beschreibung der Distrikte Riam-Kiwa und Kanan im Südosten der Insel, nach den Aufnahmen von Berg-Ingenieur Verbeek aus deo Jahren 1869 und 1870, mit einer geologischen Karte der Gegend zwischen Bandjermasin und Martapoera in 1 :100.000, einer geologischen Uebersichtskarte des südöstlichen Borneo, einer geologischen Karte der Distrikte RiamKiwa und Kanan in 1: 100.000, Profilen und Abbildungen. Ferner enthält der Band zwei Berichte von R. D. M. Verbeek, die mit der geologischen Aufnahme von Sumatra'« Westküste zusammenhängen: Über das Alter der Steinkohlen von Oembillen-Kolenveld in den Padang'schen Aussenlanden und die sedimentären Formationen von Sumatra im Allgemeinen; und Über den Gebrauch von Anerolden bei der geologischen Aufnahme von Sumatra. Die kleineren Beitrage bestehen In Berichten Über das Niederländisch-Indische Minenwesen im Jahre 1874, über die Zinnproduktion von Bllliton 1874—5, über artesische Brunnenbohren bei Batavia, und In einer chemischen Untersuchung des Zinnes von Bangka durch Dr. C. L. Viaanderen,

Jacolliot, M"ie L.: Trois mois But ie Gange et le Brahmapoutre. 18°, 294 pp. mit lllustrat. Paria, Üeiitu, 1875. 4 fr.

Jacolliot, L.: Voyage aux ruines de Golconde et a la cite des Morts (Indouatan). 8°, 398 pp. Paris, Dentu, 1875.

Knorr, Corv.-Kapit.: Aus den Reiseberichten S. M. S. „Hertha". (Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 1875, Nr. 17 und 18, S. 311—323.)

Reise der „Hertha" von Rio de Janeiro bis Stngapore, b. Januar bis 11. März 1875; über einige Häfen auf Borneo und den Philippinen; Bemerkungen über das Klima der Philippinen; Hydrographische Beobachtungen und Wahrnehmungen während der Reise der „Hertha" von Singapore über Borneo, die Solu • Inseln und Philippinen bis Hongkong.

Kohn, A.: Die Mongolen. (Globus, XXVIII, 1875, Nr. 22, S. 344 -347; Nr. 23, S. 360-363; Nr. 24, S. 378—381.)

Kohn, A.: Schilderungen Inner-Asiatischer Zustände. (Globus, XXVIII, 1875, Nr. 17, S. 268—270; Nr. 18, S. 284—286 ; Nr. 19, S. 299 301; Nr. 20, S. 314 — 316.) 1. Die Tanguten; 8. Die mohammedanische Revolution In Nordwest - China.

Koragars, Die Puriah-Kaste der - — an der Malabar-Küste. (Globus, XXVIII, 1875, Nr. 4, S. 59—61.)

Kühne, Corr.-Kapit.: Aus den Reiseberichten S. M. S. „Ariudnc". (Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 1875, Nr. 13 und 14, S. 232—237.)

Bemerkungen über den Hafen von Amoy und meteorologische Beobachtungen Zq Amoy vom 7. März bis 3. April 1875; Gruppe der Peseadores-Inseln oder der Ponghou-Archlpel; die Häfen von Talwan-fu und Takow an der Westküste von Formosa.

Kuntze, 0.: Der Geysir in Atami, Halbinsel Siraoda, Japan. (Mittheilungen der Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde OstAsien's, 7. Heft, 1875, S. 30—32.)

Laird, E. K.: The rambles of a globe trotter in Australasia, Japan, China, Java, India and Cashmere. 2 vols 8°, 690 pp. with map and 40 illustr. London, Chapman and Hall, 1875. 32 s.

Lerch, F.: Ein Blick auf die Resultate der Hissar'sehen Expedition. (Röttger'B Russische Revue, IV, 1875, 8. Heft, S. 178—188.)

Die „Turkestaniscbe Zeitung" und nach ihr das Jonrnal de St.-Pe'tersbourg 11/24. August 1875 veröffentlichte unter dem Titel „Kurze Nachrichten über <Us Resultate der Hiasar'scben Expedition" einen vorläufigen Bericht Über eine Reise, die zusammen mit den Rekognos drangen des „Havüdar" und des „Muri-chi" (siehe nnten unter Trotter) die Kenntniss des bisher unbekannten Gebietes, das der Oxus zwischen Wachan und Buchara durchströmt, in seinen' »deutlichsten Zügen aufgeschlossen bat. Die Herren Majew, Schwarz und Wlscbniewski erforschten von April bis Juni 1875 das Gebiet zwischen Schahrisebs im Norden , Karschi im Westen und dem Oxus im Süden und Osten, besuchten u. A. das sogenannte „Eiserne Thor" bei Derbend , das 629 Hiuentbsang gesehen hat und als ein zweiflügeliges, mit Elsen beschlagenes Thor zwischen den hohen Mauern eines Engpasses beschrieb, zu dem aber nie ein Europäer gekommen war, denn auch Clavijo ging 1404 nur in der Nähe vorbei und borte, dass früher in dem Pass eine eiserne Pforte gewesen sei. Ferner besuchten sie die in einem Hocbthal gelegene Stadt Baissun, stellten fest, dass der Tupalau nicht direkt in den Oxus mündet, sondern vermittelst des Surchan, and, was besonders wichtig, sie gelangten ostwärts bis an den Surchab, dessen Mündung In den Panja, d. 1. den aus Wachan kommenden Quellarm des Oxus, sie astronomisch bestimmen wollten. Dann wurden sie durch Krankheit verhindert, aber ihre zu erwartende Karte wird trotzdem In Verbindung mit dar Arbeit des Havüdar Gewissheit über die Lage jener Mündung bringen. Lerch fügt dem Bericht dankenswerthe Erläuterungen bei. Lindo, J. A.: Description of a trip to Nijgata and back by the MiUli Pass. (TransactionB of the Asiatic Soc. of Japan, Vol. III, Part L, Oct.—Dec. 1874.) Malacca, Zustande auf der Halbinsel - — . (Das Ausland, 1875, Nr. 41, S. 816—820.)

Uebersetzung eines offiziellen Berichtes des Britischen Residenten Davidson in Salangor, der jedoch nichts von besonderem Interesse enthält.

Maley Peninsula, Correspondence relating to affairs of certain Dative states in the -, in the neighbourhood of the Streite Settle

ments. Presented to Parliament. 4°, 271 pp., mit 4 Karten. London, 1874. 5 s.

Marthe, Dr. F.: Kussisch-Mongolische Beziehungen und Erforschungen. (Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, X, 1875, 2. Heft, S. 81 — 109.)

Naoh einer interessanten Einleitung über den Zusammenbang der im Theehandel eingetretenen Veränderungen mit den neuen Russischen Unternehmungen in der Mongolei, glebt Marthe ans den Iswestfja der Kaiserl. Russ. Geogr. Gesellschaft Berichte über Paderin's Reise nach Uliassutai nebst einem kritischen Abschnitt über seine Entdeckung der Ruinen von Karakornm, so wie über die Expeditionen Mirosohnitsohenko's, Matussowsky'B, Ssosnowsky's und Morosow's am oberen Irtyscb und weiter bis Chobdo Uliassutai und Barkul.

Mitchell, R.: Khivan mission to India. (Geographica! Magazine, Juni

1875, p. 176—178.) Kurzer Bericht Über eine Gesandtschaftsreise von Chlwa Über Merw, Herst

und Cabut nach Simla Im J 1871. Moellendorf, Dr. v.; Ein Ausflug in Kord-China. (Mittheilungen der

Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ost - Asien's,

7. Heft, 1875, S. 17—20.) Kurze Beschreibung einer vierzehntägigen Exkursion in die Berge, welche

die Ebene von Peking im W. und KW. begrenzen, mit Bemerkungen über

Vegetation und '1 liierweit.

Molon, Ch. de: De la Perse. Etüde sur la geograpbie , le commerce, la politique, l'industrie, i'administration, &c. 8U, 64 pp. Versailles, Etienne, 1875. 14 fr.

Mongolia, Kecent Russian explorations in Western . Mit 1 Karte.

(Geographical Magazine, Juli 1875, p. 196—200.)

In Karte und Text werden die Reisen von Sosnowsky und Miros eh nitschenko am Sehwarzen lrtysch 1872—73, von MatussowBky nach dem Ektag Altai und die der Morosow'schen Karawane nach Kobdo, Uliassutai und Barkul 1872 vorgeführt. Von der letztgenannten Reise wird das Itinerar mitgethellt. Die von Miroschnftschenko bestimmten Positionen mögen, da sie In den „Geogr. Mitth." noch nicht aufgeführt sind, hier folgen:

N. Br. Ö. L. v. Gr.

Zaisan-Posten 47» 26' 25* 84« 58'

Mal Kaptschagal, Russischer Aussenposten 47 28 25 85 35

Kapkhan Tschilik 47 24 28 86 31

Tulta (Kloster) Scbara surae . . 47 50 39 88 3

Bulun-tokbol ....... 47 5 13 87 25

Nordufer des Ulungur See's . . . 47 21 26 87 30

Mündung des Kran In den lrtysch . . 47 35 43 87 14

Mündung des Burtschum in den Irtyscb . 47 42 28 86 46

Mündung des Kaba in den lrtysch . . 47 52 4 86 3

Morgan, E. D.: A sketch of Mongolia and the country of the Tangutans. (Geographical Magazine, Oktober 1875, p. 305—307.)

Morice, Dr.: Voyage en Cochinchine, 1872. (Le Tour du Monde, XXX, 2e semestre de 1875, p. 369—416.)

Müller, P. J.: Die Nikobaren. (Aus allen Welttheilen, September 1875, S. 374—380.)

Napier, Captain 's trayels in Northern Persia. (Geographical

Magazine, Juli 1875, p. 193—196.)

Im Jahre 1874 hat Capt. G. C. Napier das nordöstliche Persien bis an die Grenzen von Turkmenien bereist. Er verlies« Teheran am 3. Juli, ging Über Schahrud und Abbasabad nach Mesinan, besuchte von da aus das nördlicher gelegene Thal von Dschuwein und das mit ihm parallel laufende, nordwärts durch den Ala-dagh begrenzte Thal von Isferayin, und begab sich über Maaden, dessen Türkisminen der Persischen Regierung einen immer noch wachsenden Gewinn abwerfen, nach Nischapur und Mescbhed. Nachdem er von hier aus einen Abstecher nach Kelat gemacht, ging er nach Kutschan und Dereges und von dort über Schirwan, Budschnurd, Sangas, Dscbadscherm und Nodeh nach Aaterabad, von wo er über Aschraf, Sari und Barferusch nach Teheran zurückkehrte.

Niewerth, Apotheker: Eine botanische Exkursion im Monat August Ton Yedo nach Niko. (Mittheilungen der Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ost-Asien's, 7. Heft, Juni 1875, S. 9—11.)

Pistorius, A. \\. P. V.: Ken bezoek aan Singapora en Djohor. Eene voordracht. 8°, 47 pp., mit 1 Karte, 's Gravenhage, Nijhoff, 1875.

f. 0,60.

Prshewalsky, N.: Die Mongolei und das Land der Tanguten. 1. Bd. 8°, 390 SS., mit 2 Karten. St. Petersburg 1875. (in Russischer Sprache.)

Der erste Band dieses Werkes über Stabskapitän PrBhewalsky'B grosse und erfolgreiche Reisen in der Mongolei, Nordwest-China, Kukunor und Tibet enthält den eigentlichen Reisebericht mit Inbegriff des geographischen und ethnographischen Materiales, während der zweite Band die meteorologischen, hypsometrischen, astronomischen, magnetischen, zoologischen und mineralogischen Beobachtungen, der dritte die Flora behandeln wird. Aus dem ersten Band bat Dr. S. Schmidt in Röttger's Russischer Revue (1875, 6. Heft, 8. 513—538) das zehnte Kapitel, welches eine Schilderung der Tanguten und eine Geschichte des Dunganen- Aufstandes In Kansu enthält, vollständig übersetzt.

Rein, Dr. J. J.: Naturwissenschaftliche Heisestudien in Japan. l.Nikko (Schluss); 2. Die Küste von Sendai und Nambu. (Mittheilungen der Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ost • Asien's, 7. Heft, 1875, S. 21—29.)

Riad, Histoire de la fondation, en 1824, de la ville de —— , capitata actuelle du Nedjd, et description geograpbique de ce pays. (Bulletin de la Soc. de geogr. de Paris, Juli 1875, p. 71—77.) Mit bevölkerungsstatistischen Angaben über Nedjd.

Ritter, Dr. LT.. Über eine Reise im Südwest liehen Theile von Yezo. Fortsetzung. (Mittheilungen der Deutschen Gesellschaft für Naturund Völkerkunde Ost-Asien's, 7. Heft, Juni 1875, S. 13—17.)

Rousselet, L.: Tableau des races de l'Inde septentrionale. 8°, 15 pp. Paris, Leroux , 1875. (Extrait de la Revue d'anthropologie, 1875, No. 2.)

Savio, P.: II Giappone al giorno d'oggi nella sua vita pubblica e privata, politica e commerciale: riaggio nell' interno dell' isola e nei centri sericoli. 4°, 208 pp. con carte. Milano, Treves, 1875. 5 1.

Schlagintweit, E.: Die Englischen Himalaya-Besitzungen. (Globus, XXV111, 1875, Nr. 15, S. 234—235 ; Nr. 16, S. 248—251.)

Schreiber, A.: Die Battas in ihrem Verhältnis^ zu den Malaien von Sumatra, luaugural-Dissertation. 4°, 45 SS. Barmen, Steinhaus, 1874.

Durch sprachliche Untersuchungen sowohl, wie durch Verglelchung der Gewohnheiten, Sitten and Rechte, kommt der Verfasser zu dem Schluss, dass die Battas und Malaien von Sumatra als Schwester-Nationen angesehen werden müssen. Sie verrathen Ihren gemeinsamen Ursprung deutlich in Ihrer Sprache und in ihren Gewohnheiten, Sitten und Rechten, das Auseinandergehen des gemeinsamen Stammvolkes in diese beiden Völker muss aber schon vor sehr langer Zeit erfolgt sein, jedenfalls zu einer Zeit, in welcher vor Allem auf sprachlichem Gebiet die neubildende Kraft noch nicht erloschen war. Darum müssen auoh beide, trotz des gemeinsamen Ursprungs und trotz der grossen Uebereinstlmmung auf allen Gebieten, doch als zwei gesonderte Völker-Individualitäten gelten.

Simpson, W.: List of marches from the Ganges, near Maicha, to Chini; also from Simla to Ghini, and from Chini through Tibet to Gashmere. (The Alpine Journal, August 1875, p. 259—263.)

Sprenger, A.: Die alte Geographie Arabien's als Grundlage der Entwicklungsgeschichte des Semitismus. 8°. Bern, Hnber, 1875, 12 M.

St. John, Capt.: Observation on the Bay of Sendai. (Transactions of the Asiatic Soc. of Japan, Vol. III, Part I, Oct.—Dec. 1874.)

Stöhr, £.: Die Provinz Banjuwangi in Ost-Java, mit der Vulkangruppe Idjen-Raun. Reiseskizzen. 4°, 120 SS., mit 1 Karte und lllustrat. Frankfurt a. M., Winter, 1874. (Aus den Abhandl. der Senckenb. Naturf. Gesellsch., Bd. IX.)

Stuart, A.: Asie centrale. Le chemin de fer central-asiatique, projete par MM. F. de Lesseps et Cotard. Mit Karten. (L'Explorateur geogr. et commercial, 1875, No. 38, p. 396—404 ; No. 39, p. 417—428; No. 40, p. 445—455; No. 41, p. 476—482; No. 42, p. 496—505; No. 43, p. 521—528.)

Stuhlmann: Ein Besuch des Grabes des Confucius und des heiligen Berges Tai. (Globus, XXVIII, 1875, Nr. 17, S. 262—265; Nr. 18, S. 281—284.)

Verfasser begleitete 1871 den Dr. Pritsche auf seiner Reise durch die Provinz SchantuDg.

Stumm, IL.. Der Russische Feldzug nach Chiwa. 1. Theil. Historische und militärstatistische Übersicht des Russ. Operationsfeldes in MittelAsien. 8°, 384 SS., mit 3 Karten. Berlin, Mittler, 1875. 12 M. Als einziger nicht Russischer Offizier, welcher den Feldzug gegen Chlwa Im J. 1873 mitgemacht hat, fühlte sich der Verfasser, wie er in dem Vorwort ausspricht, gewissermaassen verpflichtet, seine zum Tbell noch in den Türkestanlschen Sandw Listen selbst niedergeschriebenen militärischen Berichte „Aus Chiwa", die nothwendlg noch manches Unrichtige enthalten mussten, aus eigenen Aufzeichnungen wie aus offiziellen Russischen Quellen nachträglich zu berichtigen. Dabei stellte er sich zugleich die Aufgabe, ein möglichst einlieftI Hohes, Übersichtliches Ganze zu geben und bei der Darstellung der kriegerischen Vorgänge die bisher noch wenig bekannten geographischen, ethnographischen und kulturhistorischen Verhältnisse des Kriegsschauplatzes zu berücksichtigen. So liegt denn der erste Theil eines gross angelegten Werkes vor; das den militärischen Gesichtspunkt zwar nie aus dem Auge lässt, aber dem entlegenen, selten nur von einzelnen Europäern besuchten Schauplatz Rechnung tragend die gerade dort ganz eigentümliche Art der Natur und des Volkes eingehend erläutert, um ein Verständnis» für die Operationen und Vorgänge beim Leser zu vermitteln. Naoh längerer Motorischer Ginleitung, welobe bis auf die ersten Reibungen zwischen Russland und Chiwa am Ende des 16. Jahrhunderts zurückgeht und von einem Interessanten Ueberslcbtskärtchen der Erweiterung der Rassischen Herrschaft In Asien seit 1550 hegleitet ist, werden die Russischen Operationsbasen in Mittel - Asien, nämlich der Kaukasus, das General-Gouvernement Orenburg und das General-Gouvernement Turkestan nach ihren politischen, statistischen, militärischen und ethnographischen Beziehungen ausführlich behandelt. Der Natur der Sache nach müssen diese Abschnitte vorzugsweise aus Compllatlon entstanden sein, aber die eigene Anschauung leuchtet durch und der Verfasser hat bei flelasfger Benutzung der vorhandenen Literatur in Wahrheit das klare, einheitliche Ganze geschaffen, das ihm als Aufgabe vorschwebte. Die Einwirkung der geographischen Bedingungen auf die militärischen Verhältnisse, wie sie In diesen Abschnitten zur Anschauung kommt, Ist von grossem Interesse, auch wird wohl jeder Leser viel des Neuen und Belehrenden In dem Inhaltreichen Buche finden, ganz besonders müssen wir aber auch auf die werthvollen Karten aufmerksam machen, die Prof. H. Kiepert dazu angefertigt hat und die eine Menge Russisches Kartenmaterial In trefflichster Weise verarbeitet enthalten. Eine dieser Karten umfasst das ganze Operationsfeld von Orenburg im Norden bis znr Central Provinces and Vizagapatam topographical survey. 1: 63.366.

Persischen Grenze Im Süden, Taschkent Im Osten und dem Kaukasus im Westen, während eine andere eine spezielle Daxstellung von Chlwa und dem Delta des Amu-Darja gleht. Die Schilderung der kriegerischen Vorgänge selbst, so wie die Beschreibung Chfwa's Ist in der Fortsetzung des Werket zu erwarten.

Theobald, W.: On the geology of Pegu. 8°, 171 pp., mit 9 Tafeln und 1 Karte in 1: 500.000. (Memoirs of the Geological Survey of India, Vol. X, Part 2.)

Thomson, J.: Voyage en Chine, 1870—72. (Le Tour du Monde, XXIX, 1» somestre de 1875, p. 353 — 416; XXX, 2« semestre de 1875, p. 209—240.)

Auszüge aus des Verfassers Bueh „The Stralta of Malacea, Indo-China and China", London 1875.

Tietze, Dr. K.: Ein Ausflug nach dem Siahkuh (Schwarzer Berg) in Persien. (Mitteilungen der K. K. Geogr. Gesellschaft in Wien, XVIU, 1875, Nr. 6 und 7, S. 257—267.)

Im März 1875 machte Dr. Tietze im Auftrag des Scbah'a eine Exkursion naoh dem südöstlich von Teheran, aus der Salzwüste sich erbebenden Siahkuh oder Schwarzen Berg. Er Ist eine In westöstlicher Richtung sich erhebende kleine Gebirgskette von etwa 4 Farsach Lange und 2 Farsach grösster Breite (ein Farsach etwa 20.000 Fuss). Seine höchsten Gipfel übersteigen nicht 5000 Fuss, dennoch siebt daa Gebirge nicht unbedeutend aus, da die Hoch« ebene in seiner Umgebung sich sehr unter die gewöhnliche Höhe des Persischen Plateau's senkt und Im Norden des Siahkuh nicht viel über 2000 Fuss, Im Süden desselben eine noch etwas geringere Meereshöhe hat. Das Gebirge besteht hauptsächlich aus trachytUchen und Trappgesteinen, mit versteinerungsreichen Kreideschichten an den Abhängen. Es ist fast unbewohnt, selbst die früher sehr gefürchteten Räuber scheinen es verlassen zu haben.

Tietze, Dr. £.: Mittheilungen aus Persien. (Verhandlungen der K. K. Geologischen Reichs - Anstalt, 1874, Nr. 16, S. 377—380; 1875, Nr. 2, S. 25—30; Nr. 3, S. 41—46.)

Die vorliegenden Briefe beziehen sich hauptsächlich auf eine Reise, die Dr. Tietze mit dem Grafen v. Thun, von der Oest erreich Ischen Gesandtschaft in Teheran , von letzterer Stadt aus nach Asterabad und Schahrud und von dort über Damghan und Semnan nach Teheran zurück im Herbst 1874 gemacht bat, und zwar Über seine geologischen Beobachtungen im Alburi-Ge* blrge, denen sich eine Notiz über die Braunkohle von Tä'hris anreiht.

Tietze, Dr. £.: Geologische Mittheilungen aus Persien, d. d. Teheran, 28. Februar 1875. (Verhandlungen der K. K. Geologischen ReichsÄnstalt, 1875, Nr. 8, S. 129—133.)

Anknüpfend an einen Ausflug nach den, 1 Stunde südlich von Teheran gelegenen Ruinen von Ret, erörtert der Verfasser die geologischen Verhaltnisse und Vorkommnisse In der Umgegend von Teheran.

Tietze, Dr. E.: Über Quellen und Quellenbildung am Demavend und dessen Umgebung. (Jahrbuch der K. K. Geolog. Reichs-Anstalt, 1875, Nr. 2, S. 129—140.)

Tournafond, P.: Cocbinchine, les sauvages indo-chinois. (L'Explorateur geogr. et commercial, 1875, Nr. 36, p. 357—358.)

Trotter, Capt. H.: NoteB on recent explorations in Central Asia. (Geographica! Magazine, September 1875, p. 257—262.)

Anknüpfend an die 3. Ausgabe der Walker'achen 4-Blatt-Karte von Turkistan glebt Capt. Trotter eine kurze Ueberslcht über die von ihm während der Forsyth'sohen Gesandtsohaftsreise nach Kascbgar ausgeführten topographischen Arbeiten und über die gleichzeitigen Reisen und Aufnahmen der eingebore* nen Sendiinge des Oberstiieut. Montgomerle: die Rekognoscirung des OxusLaufes zwischen Wach an und Buchara durch einen Munschi und einen Havildar, die Reise eines Mullab durch Kafirfstan und Tschltral nach Wachen und die neue grosse Reise des berühmten Punditeo, der 1866 in Lhasa war und 1873—4 die Forsyth'ache Expedition begleitete, von Leh durch das nördliche Tibet nach dem Tengrl-nor und über Lhasa naoh Assam. Capt. Trotter's Posltlons • Bestimmungen stimmen an den Hauptpunkten sehr gut mit den früheren. Für Kaschgar fand er 39° 24' 26* N. Br., 76« 6' 47' Oeatl. L. v. Gr. (Scbamhorst */5 Engl. Meilen westlicher 76° 4' 42"), für das westliche Ende des Vlctoria-See's der Grossen Pamir 37° 27' N. Br., 73" 40' Oestl. L. (Wood 73* 40' 38"), für Klla Panja in Wachan 87» 01 18* N. Br., 72» 45' 29* Oesti. L., für Jangi-Schahr oder die neue Stadt von Jarkand 38° 25* N. Br., 77* 16' 55* Oestl. L. Der Tagharma, von Hayward auf 21.000 Engl. Fass geschüttt, er* hebt sich nach Capt. Trotter's trigonometrischen Messungen bis zu 25.500 Fuss, Die Höhe des Victoria * See's Über dem Meeresspiegel ist nach Trotter etwas geringer als nach Wood, nämlich 13.900 F., während die Messung für den See der Kleinen Pamir (13.100 F.) fast genau dasselbe Resultat ergab wie die Beobachtungen des Mlrza von 1869.

Uspenski über das Ostende des Thian-schan. (Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, X, 1875, 5. Heft, S. 404—406.)

Vämbery, H.: Ein Ungarischer Sprachforscher in der Mongolei. (Globus, XXViil, 1875, Nr. 14, S. 220—222; Nr. 15, 8. 230—232.)

Aus den Berichten von Gabriel von Bäüntl , einem jungen Ungarischen Sprachforscher, der die Mongolen-Stadt Urgan-Khuren zum zeitweiligen Wohnsitz gewählt bat, und die Ungarisch im »Föidrajzl KözlomtSnyek" pnbllcirt sind, erhalten wir hier Schilderungen von Gebräuchen der Mongolen.

Vämbery, H.: Kara-Kirgisen. (Westermann's Illustr. Deutsche Monatshefte, Oktober 1875, S. 37—40.)

Verbeek, R. D. A.: Over de geologie Tan Java. (Aardrijkskundig Genootschap gevestigd te Amsterdam, 1875, No. 7, p. 291—299.)

Veth, P. J.: Ken nederlandsch reiziger op Zuid-Celebes. (Aardrijkskun

dig Genootschap gevestigd te Amsterdam, 1875, No. 7, p. 311—313.)

Uebersloht der Reisen und linguistischen und ethnologischen Schriften daa

1846 von der Nederlandsche BIJbelgenootschap nach Süd - Celebee entsendeten

Herrn B. F. Hatthes.

[table]

Vldal, Dr.: Uoe excursion aux eaux thermales des environs de Yokohama, Japon. 8°, 24 pp. Toulouse 1875. (Extrait des Memoire» de la Societe des sciences physiques et naturelles de Toulouse, t. 1.)

Villemereuil, Capit. B. de: E. Doadard de la Gree (oapitaine de freiste, chef de l'exploration du Mi-kong et de l'Indo-Chine en 1866 —67—68) et la question du Tong-king. (L'Explorateur geogr. et

"commercial, 1875, No. 23, p. 31—38; No. 24, p. 57—62; No. 25, p. 82-85 ; No. 26, p. 107—110.)

lo der Hauptsache eine kurze Geschichte der Französischen Mekong-ExpedlHon von 1866.

Vranckx, Fr.: La Mongolie. Mit 1 Karte. (L'Explorateur geogr. et commercial, 1875, No. 44, p. 545—546.)

Die Belgischen Missinnen im südöstlichsten Thell der Mongolei sind durch die Förderung, welche wissenschaftliche Reisende dort gefunden haben, anch in geographischen Kreisen bekannt. Hier liegt eine werthvolle Uebersicbtskarte derselben vor, mit einem kurzen Text, der n. A. die einzelnen Stationen namhaft macht

Wahrmund, A.: Praktisches Handbuch der neu-Fersischen Sprache. 8°. Giessen, Kicker, 1875. 16 M.; Schlüssel 2 M.

Walshe, Major B.: Sporting and niilitary adventures in Nepal and tue Himalajas. A narrative of personal adventures and narrow escapes. 8°, 330 pp. Edinburgh, Blackwood, 1875. 5 8.

Wenjukow, M.: Kurzer Abriss der Englischen Besitzungen in Asien. 8°, 276 SS., mit 1 Karte. St. Petersburg 1875. (In Kussischer Sprache.)

Wilson, A.: The abode of snow. Observations on a journey from Chinese Tibet to the Indian Caucasns, through the Upper Valleys of the Himalaya. 8°, 475 pp., mit 1 Karte. London, Blackwoods, 1875.

15 a.

Wilson, Francesca H.: Rambles in Northern lndia, with incidente and descriptions of many scenes of the mutiny, including Agra, Delhi, Lucknow, Cawnpore, Allahabad, &c. 4°, 86 pp. with 12 photogr. London, Low, 1875. 21 s.

Wood, Major IL: Notice snr une cause probable du changement de direction survenn dans le cours de l'Amou-Daria, par lequel son embouchuro a ete transportee de la Caspienne ä l'Aral. Mit 1 Karte. (Le Olobe, Journal geographique, T. XIV, 1875, p. 5—18.)

Die ältesten, über den Amu-Daria überhaupt vorhandenen Nachrichten deuten schon auf eine Benutzung seines Wassers zu Irrlgatfonszweoken hin nnd nach den MeBenngen der Russischen Amn-Daria-Expedition von 1674, an welcher Major Wood Thell nahm, wird im Sommer dem Fluas über die Hälfte seines Wassers zur Bewässerung der Felder von Chiwa entzogen:

Volumen des Flusses Volumen des Flusses Volumen des durch

Datum der
Messung

oberhalb der Kanäle bei Nukus, unterhalb die Kanäle absor.
Kub.-Fuss pr. Sekunde

15. Juni . 101.000

29. Juni . 97.900

11. Juli. . 139.800

17. Juli. . 188.600

3. August 142.800

15. August 120.700

U. August 106.000

10. Septbr. 93.100

Durch diese Schwächung kann der Fluss nicht dnrch seine Anschwellungen Im Sommer sein Bett von dem abgesetzten Schlamm und Sand reinigen, und diese dnrch viele Jahrhunderte fortgesetzte Verschlammung ist, wie schon Jenkinson 1559 glaubte, auch nach Wood's Ansicht der Hauptgrund, warum der Fluss am 1500 sein nach dem Kasplschen Meere führendes Bett verlassen und sieb dem Aral zugewendet hat.

Wood, Major H.: La qnestion Aralo-Caspienne. (Le Globe, Journal geographique, XIV, 1875, p. 69—80.)

Angeregt dnrch Dureau de Lamalle's Geographie physlque de la mer Noire spricht sich Major Wood dafür aus, dass das Kaspisobe Meer und der AralSee Ueberreste eines grossen Binnenmeeres seien, welches durch die Entstehung des Bosporus seinen Abfluss erhalten hat. Zugleich sacht er die Nachrichten über beide See'n aus verschiedenen Zeiten mit dieser Annahme in Uebereinstünmang zu bringen.

Yokohama, Klima von —. (Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 1875, Nr. 9 und 10, S. 176—180.)

Zehme, A.: Arabien nnd die Araber seit 100 Jahren. Eine geographische und geschichtliche Skizze. 8°. Halle, Buchhandlung des Waisenhauses, 1875. 7,5 M.

Karten.

Assam revenue surrey. District of Nowgong, by Lieut. Andrew 1870

—1. 13 sheets. 1:63.366. Calcutta 1875. Barrande, J.: Carte de VAsie centrale entre les possessions russes et

anglais. Annexe C du projet du reseau des grandes voies de commu

nication. Chemins de fer et canaux ä creer dans le Turkestan russe.

Paris, imp. litt. De Bormol, 1875. Bengal, Map of Western , 1 : 507.000, compiled from revenue

•urveys. Sheets 11, 13, 15, 19, 20. Calcutta 1875: Von den 20 Blättern der vollständigen Karte fehlen noob Bl. 8, 14 nnd 18.

Petermann's Geogr. Mittheilungen. 1876, Heft III.

Sheets 22, 23, surr, by Col. Saxton, 1871—2. Calcutta 1873. Chanda District revenue survey. 1 : 63.366. Sheet 7, surv. by Capt.

Coddington, 1868—70. Calcutta 1874. China Sea. Carimata Strait. 1:521.690. London, Hvdrogr. Office,

1875. (Nr. 2160.) 2$ s.

Chine, cSte Orientale. Baies d'Amoy et de Hoo-e-tow (ile Quesnoy).

Paris, Depot de la marine, 1875. (Nr. 2236.) 1 fr.

Chine, cSte Orientale entre les lies Ocksen et les ilea Lamock. Paris,

Depot de la marine, 1875. (No. 2361.) 2 fr.

Chinsurah cantonment and environs. 1: 3.960. Calcutta 1874.
Chota Nagpore topographical survey. Sheets 1, 5, 6, 9, 10, 15, 23.

Surv. by Capt. Depree 1859—64. Calcutta 1874.
Cochinohine, cote comprenant baie Kiquik, cap Batanagan et Poulo

Canton. Paris, Depot de la marine, 1875. (Nr. 2272.) 1 fr.

Cochinchine. Cours du Cambodge, lleuve posterieur, entre le canal

Vam Tho et la mer. 2 flls. Paris, Depot de la marine, 1875.

(Nr. 3416 nnd 3417.) 4 fr.

Derah Ghazi Khan, Plan of . 1: 5.260. Calcutta 1874.

Ganjam and Orissa topographical survey. 1 : 63.366. Sheets 40, 70.

Surv. by Capts. Saxton and Depree. Calcutta 1875. Groot-Atjeh, Kaart van het oorlogstooneel in . Geteekend vol

gens de voorschriften van het topographisch bureau te Batavia, naar

de gegevens, verkregen bij de 2» expeditie tegen dat rijk in 1873

—74. 1 : 15.000. 2 Bl. Lith. Breda, Broese, 1875. f. 1,60.

Guyot, A.: Algemeene Land- en Zeekaart van de Asst Residentie Banda.

2 Bl. 1 : 1.000.000. Chromolith. 's Hage, Smulders, 1875. Gwalior and Central lndia topographical survey. 1: 63.366. Sheets 54,

55, 56, 58, 59, surv. by Lieut. Holdich, 1872—3. Calcutta 1874. Gwalior and Central lndia topographical survey. Plan of the city and

cantonment of Goona, surv. by Capt. Holdich. 1 : 8.000. Calcutta 1875. Hay, J. 0.: Burmuli &c. Map showing the various routes proposed for

connecting China with lndia and Europe through Burmah, and deve

loping the trade of Eastern Bengal, Burmah, and China. 1 : 2.000.000.

London, Stanford, 1875. 3 s., auf Leinwand 5 s.

lndia, Map of to illustrate the travels of H. B. H. the Prince

of Wales. With route map from England to lndia, Statistical ta

bles, &c. 4°. Edinburgh, Johnston, 1875. 1) s.

lndia, Sketch map of , showing political and revenue divisions,

corrected to June, 1874. 6 sheets. 1 : 2.000.000. Calcutta 1874. 12 s. Indian Atlas, sheets 2 S. E., 2 N. E„ 9 N. E., 34 S. E., 52 N. E.,

93 N. E., 131 N. W. Calcutta 1875. Japan Islands, Korea and Manchuria. Index Chart. London, Hydrogr.

Office, 1875. (Nr. L.) 6 d.

Japan, Yedo Gulf. Tokoska harbour and F'ka-ura, 1 : 10.434. London, Hydrogr. Office. 1875. (Nr. 997.) lj s. Japon. CSte sud de Nipon, entre le chenal de Kii et la baie de Yedo.

Paris, Depot de la marine, 1875. (Nr. 3403.) 2 fr.

Japon, mer interieure (Seto-No-Utchi), Harima-Nada. Plan des canaux

de Katakami. Paris, Depot de la marine, 1875. (Nr. 3421.) 2 fr. Japon. Plan du port d'Okayama. Paria, Depot de la marine, 1875.

(Nr. 3370.) Kattywar survey, degree shett No. VI. 1 : 253.000. Calcutta. Kattywar topographical survey. The town and cantonment of Kajkot,

surv. by Capt. Pullen, 1:5.280. Calcutta 1875. Kooch Behar Division, skeleton map. 1 : 507.000. Calcutta 1874. Kumaon and Gurwhal topographical survey. 1: 63.366. Sheets 7, 13,

35, 36, 37. Calcutta 1875. Kurnal, city, civil Station, old cantonment, and environs. 2 sheets.

1 : 10.560. Calcutta 1874. Lower Provinces revenue survey. District Bhaugulpoor, surv. by

Capt. Sherwill, 1846—9. 1:63.366. Sheets 10, 11, 12, 13, 14. Calcutta 1874/5. Lower Provinces revenue survey. District of Moorshedabad surv. by

Capt. Sherwill and Lieut. Stewart 1852—6 and 1867—8. 1 : 63.366.

Sheets 1, 2, 3, 4, 6, 9. Calcutta 1875. Mit Index -Karte in 1: 225.000. Lower Provinces revenue survey. District of Darjeeling, surv. by

Mr. Johnson and Cowley 1861—67. 5 sheets. 1 : 63.366. Calcutta 1874. Lower Provinces revenue survey. Kooch Behar State, surv. by Col.

Vanrenen 1868—70. 7 sheets. 1 : 63.366. Calcutta 1874. North-West Provinces revenue survey. District of Bareilly. 1 : 63.366.

Sheets 3, 5, 9, 11. Surv. by Mr. Campbell 1866—73. Calcutta 1875. North-West Provinces revenue survey. District of Bijnour 1: 63.366.

Sheet 4, surr, by Major Vanrenen. Calcutta 1875.

15

Punjab revenue survey. District Debra Qhazi Khan, surr, by Colonel GaBtreU and Capt. Barrov, 1870—2. 1: 63.366. Sheet» 11—19. Calcutta 1874.

Punjab revenue survey. District of Dehra Ghazi Khan. Index map. 1: 600.000. Caloutta 1875.

Punjab rerenne survey. Bhawnlpoor State, surr, by Hr. Johnson, Capt. Andrew, and Mr. Campbell, 1869—75. 1 : 63.366. Sheets 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 12, 13, 14, 19. Calcntta 1875.

Punjab (The) and its dependencies, with portions of the North-West Provinces and Afghanistan. 5lh edition, corrected np to 1875. 1:1.267.000. Calcutta 1875.

Rajputana. Cantonment of Erinpoora, surr, by Capt. Strahan, 1873. 1: 10.561. Calcutta 1875.

Rajputana. City of Nyanagar, surr, by Capt. Strahan, 1874. 1:10.561. Calcntta 1875.

Ravenstein, E. G.: Skeleton map of the countries between Kashmir and Panjkorah inclnding Chilas, Kandia and othert districts of Dardistan. 1 : 500.000. (Geographical Magazine, August 1875, p. 232.)

Wiederum eine sehr werthvolle Karte von einem bedeutenden Tbeil Central-Asiens, mit Benutzung eines reichen Materials, worunter besonders die von Dr. Leitner erkundeten und in seinem „Dardlatan" veröffentlichten Itinerare au nennen sind.

Ravenstein, E. G.: Map of part of Central Asia showing the routes of the Russian Hissar Expedition, the Havildar and the Mullah, 1874—75. 1 : 2.000.000. (Geographical Magazine, November 1875.)

Stanford's map of India. Indicating the probable dato of visit of the Prince of Wales. London, Stanford, 1875. 1 a.

Sumatra, cote nord entre tote d'Achem et pointe Diamond. Paris, Depot de la marine. 1875. (Nr. 3216.) 1 fr.

Sumatra, West coast. Padung Road. 1:15.540. London, Hydrogr. Office, 1875. (Nr. 212.) 1 s.

Walker, Col.: Map of Turkistan and the countries between the British and the Russian dominions in Asia. 4 Bl., 3. Aufl., Juni 1875. Dehra Doon 1875.

AFRIKA.

Africa Pilot; or, sailing directions for the West coast of Africa. Part 2. From the River Cameroon to the Cape of Good Hope, inclnding Ascension, St. Helena, Tristan da Cunha, and Gough Islands. 2>l ed. London 1875. 4 J s.

Algerie, Colonisation d' — . Mit 1 Karte. (L'Explorateur geogr. et commercial, 1875, No. 26, p. 100—101.)

Das Uebersicntskärtchen giebt die projektiven neuen Dörfer, die fertigen nnd im Bau begriffenen Eisenbahnen an.

Algerie, Guide genÄral du voyageur en et en Tunisie. Guide

Saint-Lager No. 7. Renseignements, messageries, paquebots &c. 18°. Paris, Depot de la marine. 1875. 1J fr.

Andersson, C. J.: Notes of travel in South Africa. Edited by L. Lloyd. 8°, 346 pp. London, Hurst and Blackett, 1875. 15 8.

Aus den nachgelassenen Papieren des durch seine Bücher „Lake Ngami" nnd „The Okavango River" bekannten Afrika-Reisenden.

Andrieu: Algerie. Types et croquis. Ire serie. 8°, 168 pp. — 2n>e $6rie. 8°, 263 pp. Riom, imp. Jouvet, 1875. & 2 fr.

Angola, Statistisches über - . (Zeitschrift der Gesellschaft für

Erdkunde zu Berlin, X, 1875, 5. Heft, S. 403—404.)

Ascherson, P.: Die Libysche Wüste und ihre Oasen. (Das Ausland, 1875, Nr. 51, S. 1005—1009; Nr. 52, S. 1028—1032.)

In der Oase Dachet hat sich die Tradition von der zu Anfang der Regierung Mohammed All's erfolgten Ankunft einer Karawane ans dem Süden erhalten; Prof. Ascherson, Botaniker der Rohlfs'scben Expedition, theilt in dem vorliegenden, die Libysche Wüste mit Inbegriff der Tlbbu - Landschaften in populärer Darstellung charskterisirenden Aufsatz einiges Nähere darüber mit. Vor etwa einem Jahrhundert worden die Bewohner der Oase durch Einfälle räuberischer Nomaden, der Bldijat aus Ennedi, beunruhigt. Um diesen Räubern den Weg zu verlegen, wurden die Brunnen auf eine Strecke von etwa 8 Tagerelsen absichtlich zerstört, und seitdem ist diese Strasse, mit Ausnahme der erwähnten Karawane, nie wieder besucht worden. Prof. Jordan hat zwei Tagerelsen westlich von Dachel in der Wüste Wegzeichen gefunden und dieselben mit Prof. Zittel drei Tagereisen weit in südwestlicher Richtung verfolgt. Auch wurde vor 30 Jahren an dieser Strasse ein Worfeisen (TrumbadJ oder Schangormangor) gefunden, das fast genau mit der von Naohtigal als in Wadjanga und Ennedi gebräuchlich abgebildeten Form übereinstimmt

Aube, Capit. T.: La nouvelle colonie anglaise de la Cdte-d'or. (Revue maritime et coloniale, September 1875, p. 692—713.)

Baron, A.: L'Egypte et les sources du NU. Voyages en Nubie et en Abyssinie, de Bruce. 12°, 71 pp. Limoges, Anlaut. 1875.

Beaumier, Consul: Le Maroe, notes de voyage. (L'Explorateur geogr. et commercial, 1875, Nr. 40, p. 439—441.)

Handelt von der Technik des Relsens in Marokko. Als beste Zeit werden die Monate Februar und März, Oktober und November für die Gegend von Mogador nach Casabtanca; März und April, September nnd Oktober für die Gegend von Casablanca nach Tanger empfohlen.

Becoari, G. B.: La questione del Nilo e la Societa geografica italiana.

16°, 108 pp. Firenze, Le Monnier, 1875. i 1.

Belleville, A.: A trip round the South end of Zanzibar Island. (Pro

ceedings of the R. Geogr. Society, Yol. XX, 1875—6, No. L, p. 69

-74.) Belleville, A.: Journey to the universitiea' mission Station of Magila,

on the borders of the Usambara country. (Procoedings of the R.

Geogr. Society, Vol. XX, 1875—6, No. I, p. 74—78.) Birgham, Fr.: Stanley'» Erforschung des Victoria Nyanza. Mit 1 Karte.

(Globus, XXVIII, 1875, Nr. 24, S. 373—378.)

Auszug aus den drei Briefen Stanley's an den Daily Telegraph und Kopie

seiner Karte des Ukerewe-See's. Bisset, Major-General: Sport and War; or, recolleetions of fighting

and hunting in South Africa from the year 1834 to 1867, and a

narrative of H. R. H. the Duke of Edinburghs Visit to the Cape.

8°, 272 pp. with map and illnstr. London, Murray, 1875. 14 ■. Bonnat chez les Achantis. (L'Explorateur geographique et commercial,

1875, No. 45, p. 565—568.) Bonnat, J.: Cdte de Guinee. Premiere reconnaissance du cours du

Volta. (L'Explorateur geogr. et commercial, 1875, No. 21, p. 487

—488.) Bouche, Abbe J.-E.: Notes aur les republiques Minas de la cöte des

esclaves. (Bulletin de la Soc. de geogr. de Paris, Juli 1875, p. 93

—100.) Brown, J. C.: Hydrology of South Africa. 8°. London, H. S. King,

1875. 10J s.

Buet, Ch.: A bord da Mariotis, notes d'un voyageur. 8°, 221 pp. Limoges, Barbou, 1875. Burton, Capt. R., and Selim Agha: A trip up the Congo or Zaire

River. (Geographical Magazine, Juli 1875, p. 203—209.)

Nach einigen biographischen Notizen über sein ehemaliges Faktotum, den in

Schottland erzogenen, vielgereisten Neger Selim Agha, publicirt Capt. Burton

dessen Aufzeichnungen über die Reise auf dem unteren Congo, die er mit

Burton gemacht hat. An und für sich enthalten diese Aufzeichnungen wenig

Bemerkenswerthos, das Interessanteste daran ist, daas ein Neger sich so gaoi

Europäische Bildung und Anschauung angeeignet hat.

Burton, R. F.: Mr. Stanley's expedition. (The Athenaeum, 27. November 1875, p. 712—713.)

Gegenüber der durch Stanley festgestellten Thatsacbe, dasa der Victoria Nyanza ein einheitlicher grosser See ist, wie Speke ausgesagt und dargestellt hatte , bucht Capt. Burton seine bekannte Behauptung, dass er nur eine Seeregion, d. b. eine Gruppe von See'n sei, dadurch zn retten , dass er auf das wahrscheinliche Vorhandensein anderer See'n östlich vom Victoria Nyanza hinweist. Von einem so geistreichen Mann wie Burton muss diese Art, sieh ans der unangenehmen Affaire zu ziehen, in der Tust überraschen.

Burton, R. F.: Mr. Stanley and the Victoria Nyanza. (Geographical Magazine, November 1875, p. 354—355.)

Burton, Capt. R. F.: Two trips to Gorilla Land and the Cataracta of the Congo. 2 vols. 8°, 600 pp., mit 1 Karte. London, Low, 1875. 28 s. Als Captain Richard Burton zu Anfang der 60er Jahre die Stelle als Englischer Consul auf Fernando Po bekleidete, machte er auf der Hinreise wie später von Fernando Po aus kleinere und grössere Ausflüge nach dem Afrikanischen Festland und er veröffentlichte darüber bald darauf drei Werke von je zwei Bänden: »Wanderings in West Africa, from Liverpool to Fernando Po" (1863), „Abeokuta and the Camaroons Mountains" (1863), „A mission to Gelele, King of Dahome" (1864). Ein viertes, zu dessen Ausarbeitung er erat spät Zeit fand, beschreibt einen Ausflug nach Nieder-Guinea, der in das Jahr 1869 fiel und der dem Verfasser Gelegenheit gab, den Gabun und den Congo zn besuchen. Geographische Entdeckungen waren selbstverständlich nicht der Zweck dieser Reise, man wird daher auch in dem Buche naoh eigentlich Neuem von Bedeutung nicht suohen wollen, es enthält aber manches interessante Kapitel , das auch Kenner der einschläglieben Literatur mit Nutzen leaen werden , so die Schilderung der Mpongwe, den Tag bei den Fan, den Abschnitt über den Gorilla und die Reise auf und am unteren Congo, den Capt. Burton aufwärts bis zu den Stromschnellen verfolgte, so dass er die Englische Admi* ralitäts-Karte In einigen Partien beriohtlgen konnte. Das Buch ist auch mit einigen packenden Illustrationen versehen und dass es im Einzelnen eine Menge Unterhaltungsstoff bietet und von Notizen aus alter und neuer Literatur wimmelt, weiss ein Jeder zum voraus, der einige der zahlreichen Werke Capt. Burton's gelesen hat. Dass es Bo spät erst zum Vorschein kommt, schadet dienern Detail wohl kaum, aber veraltet ist das Buch doch in gewiaser Beziehung. Einmal ist ausser der Karte des unteren Congo eine Ueberslohtakarte der »Gorilla-Länder" beigegeben, die etwa der Kenntniss entspricht, welche man zur Zeit von Capt, Burton's Reise vom Gabun und Ogowe besaas, aber seitdem fast in allen Partien weit überholt und berichtigt wurde. Dann ist auch der Text schon vor Jahr nnd Tag abgeschlossen und das beeinträchtigt die Abschnitte, welche von den grossen geographischen Fragen des äquatorialen Afrika handeln. Ich würde deshalb auf diese hier nicht eingehen, hätte ich nicht mit Staunen auf Seite 192 des zweiten Bandes eine mehrere Selten lange Notiz gefunden, welche unter der Uebersctuift „A nous dem, Dr. E. Behm I" versehen, mit einem Aufsatz von mir über die Identität des Lu&laba mit dem Congo (in „Geogr. Mittheilungen" 1873, S. 405) streng in's Gericht gebt Da mir darin absichtliche Entstellung vorgeworfen wird, bin ich zu einigen Worten der Vertheldigung genöthlgt. Der erste Vorwurf lautet, ich hätte das Volumen des Congo unterschätzt und die Schwellzeiten desselben nicht genau genug angegeben. Ich sagte (S. 409) „Nimmt man als Minimum nur 10 Faden mittlere Tiefe an, obwohl eine solche schon nahe am Ufer gemessen Ist, und statt 3t nur 9 Seemeilen Strömung per Stunde, so ergeben sich 1.800.000 Ku

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