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theilweis schneebedeckte Gebirge sichtbar werden, ist vorzüglich angebaut und wird von Chinesen, Tanguten und Dalden bewohnt. Hier liegen die Städte Nim-bi und TJ-jämbu, weiter nach Westen Sining, Donkür und Sän-guan. Die Dalden sind ein Mongolischer Stamm, der noch ziemlich den Mongolischen Typus bewahrt hat, obgleich sie ansässig sind, Ackerbau treiben und in Fansen wohnen. Die Männer scheeren den stark wachsenden Bart und das Haupt, auf welchem nur der unvermeidliche Zopf bleibt. Die jungen Frauen tragen die geflochtenen Haare auf dem Hinterhaupt und dazu einen unförmlich grossen Kopfputz von quadratischer Form, die älteren flechten die hinteren Haare zu einem Zopfe, die vorderen theilen sie in zwei Hälften. Die Kleidung der Männer sowohl wie der Frauen ist die Chinesische. Die Sprache ist ein Gemisch von Mongolischen, Chinesischen und eigenen Wörtern.

Auf dem Nordrande des erwähnten Hügellandes liegt das Kloster Tschöbsen unter 37° 3' N. Br. und 70° 38' östl. L. von Pulkowo, und 60 Werst nordnordostwärts von Sining; seine absolute Höhe ist 8900 Fuss. Das Kloster bestand einst aus dem mit einem Lehmwalle umgebenen Haupttempel und einigen Dutzenden, vielleicht auch hundert Fansen; letztere sind von den Dunganen zerstört worden, während der Tempel stehen geblieben ist. In dem Kloster befanden sich damals ungefähr 150 Lamen und ein Gögen, aber ausserdem noch ca. 1000 Miliz-Soldaten zum Schutze gegen die Dunganen, deren Herrschaft ungefähr 50 Werst von da beginnt. Sieben Werst östlich vom Kloster befindet sich eine ähnliche Lehmmauer mit Tnürmen, wie auf der Grenze von Gan-su; dieselbe soll stark verfallen sein und sich von Sining über die Stadt Tätung bis nach Gan-tscheu hinziehen. (Schlug» folgt.)

Geographische Notizen.

Cameron's Reise durch Afrika und seine neueste

Karte des Gebietes westlieb, vom Tanganjika-See.

Der Congo-Strom und sein Gebiet.

Die neueste Karte Cameron's liegt jetzt vor uns und giebt uns eine klare Darstellung der Resultate seiner letzten Reise bis an die Westküste. Diese Resultate werfen neues Licht über das zuerst von Livingstone näher aufgeschlossene grossartige System von See'n und Flüssen westlich vom Tanganjika, berühren das Gebiet der älteren Reisen der Pombeiros Baptista und Jose in 1806, Magyar Laszlo 1850/1, und bestätigen im Ganzen diese älteren, aber sehr dürftigen Nachrichten. So bedeutend aber auch in jeder Beziehung Cameron's Reise ist, so berührt sie doch den grossen ganz unbekannten Äquatorial-Gürtel Afrika's, wie er z. B. erst unlängst von uns deutlich auf der Karte veranschaulicht wurde '), nur in seinem südöstlichsten Zipfel, weite Strecken im Norden bis zu den Endpunkten der Forschungen Barth's, Nachtigal's, Schweinfurth's u. a. harren noch einer Schaar neuer eben so erfolgreicher Forscher wie Cameron. Für jetzt sei mit wenigen Worten der Hauptergebnisse Cameron's gedacht.

Auf dieser seiner letzten Reise verliess Cameron Udschidschi im Mai 1874, folgte vom Tanganjika bis Njangwe im Allgemeinen der Route Livingstone's und bestätigte im Ganzen dessen Angaben über das durchzogene Gebiet. Von Njangwe hielt sich Cameron erst südlich, dann südwestlich und gelangte so auf einem grossen Bogen zu jener gegen 5000 Fuss hohen Stelle der Wasserscheide zwischen dem Cango und Zambesi beim Dilolo-See, welche Livingstone Anfangs 1854 zuerst durchschritt. Von hier bis zur Westküste ist mehr oder weniger bekanntes Gebiet, wenn auch Cameron's astronomische Beobachtungen dasselbe viel genauer feststellen werden als bisher; das von ihm hauptsächlich bereicherte Gebiet liegt also zwischen dem

*) Tafel 1 Geogr. Mitth. 1875. Petermann's Geogr. Mittheüungen. 1876, Heft III.

Dilolo-See und Njangwe, über dessen südliche Hälfte uns die Pombeiros, Graga und Magyar einige Kunde brachten. Alle Flüsse dieses ganzen Gebietes, also von Njangwe bis zur Breite des Bangweolo See's im Süden (etwa 12° S. Br.), lässt Cameron, wie auch schon Livingstone und jene älteren Reisenden nach Norden fliessen, und nur etwa 100 nautische Meilen vom Dilolo-See nach Osten greifen die Quellzuflüsse des Zambesi weiter nach Norden ein, wie schon Magyar 1851 nachgewiesen hatte; Cameron bestimmte hier zuerst die genaue Position der Wasserscheide.

Cameron ist ein entschiedeaer Anhänger der herrschenden Ansicht, dass zum Congo alle Gewässer ostwärts bis zum Tanganjika gehören, und er zeichnet auf seiner Karte den noch unbekannten Mittellauf dieses Stromes auf dem Parallel von durchschnittlich 4° S. Br., er dehnt sein Flussgebiet im Süden bis 12° S. Br. und darüber aus und hält es für nicht unwahrscheinlich, dass im Norden noch Schweinfurth's TJelle (also bis 5° N. Br.) zu seinem Gebiete gehören. Das Congo-System würde sich, wenn diess richtig, somit durch 16 Breitengrade und, voa der Mündung bh zum Tanganjika, durch wenigstens 21 Längengrade erstrecken.

In dieser Ausdehnung gedacht, würde der Congo von Süden her vier Haupt-Querthäler mit ihren Flüssen und See'nbetten aufnehmen: Quango, Kassabi, Luapula und Tanganjika. Das Gebiet des Quango kannten wir seit den älteren Portugiesischen Nachrichten, das des Kassabi hauptsächlich durch Magyar, Graga, Livingstone und die Pombeiros, das des Tanganjika durch Speke, Burton, Livingstone, Stanley und Cameron, das des Luapula, in seinem unteren Laufe Luvwa, durch Livingstone. Die Nachrichten, die uns Cameron durch seine neueste Reise gebracht hat, betreffen das Gebiet zwischen dem Luapula und Kassabi und bringen schätzenswerthe nähere Details, sind aber unwesentlich und durchaus unzureichend zur genaueren Beleuchtung des Congo-Flussgebietes im Ganzen, sie affiziren vielmehr unsere bisherige Vorstellung darüber nur wenig.

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Unsere bestimmte Kenntniss über den Congo-Strom reicht zur Zeit nur 400 nautische Meilen von seiner Mündung an der Küste hinein in's Innere, über seinen ferneren Verlauf wissen wir auch heute nicht mehr als Tuckey und Smith im Jahre 1816. Welcher Fluss als sein Oberlauf und sein Quellfluss zu betrachten ist, kann heute noch nicht einmal gemuthmasst werden, es fängt uns nur erst eine allmähliche stückweise Kenntniss über den südlichen Theil seines Flussgebietes an aufzudämmern, über den nördlichen Theil wissen wir zur Zeit absolut gar nichts, wir müssten denn zu den problematischen Nachrichten von Kölle, Clarke, Wilson und zu den Gewässern greifen, wo der „dicke König" begraben liegt').

Wenn es wahr ist, was Cameron berichtet, dass etwa 135 nautische Meilen unterhalb Njangwe dem Lualaba ein Fluss von Norden her zuströmt, der Lowa, eben so gross wie der Lualaba selbst, so entsteht die Frage, ob beide als Hauptquellzuflüsse des Congo anzusehen wären, oder wenn nur einer von ihnen, welcher? Die von Cameron näher erforschten Flüsse sind nur untergeordnete Zuflüsse im Congo - System, nämlich nur Nebenflüsse des Lualaba oder Ugarowwa. Livingstone hielt den Luapula mit dem Bangweolo für den Quellfluss des Lualaba und benannte ihn mit diesem Namen vom Moero-See an, Cameron aber nennt ihn hier Luvwa und führt dicht vor Livingstone's KamolondoSee (von ihm Landschi genannt) einen neuen Fluss aus Süden her, den er als den eigentlichen Lualaba bezeichnet und mit dem Flüsschen verbindet und identificirt, welches die Pombeiros im Jahre 1806 etwa 6 Breitengrade weiter südlich überschritten. Die ansehnlichen Flüsse Lufira und Luburi aufnehmend erscheint dieser Lualaba Cameron's allerdings mindestens eben so gross, wenn nicht grösser als der Luapula, und dürfte auch deshalb möglicher Weise als der Quellfuss des Lualaba zu betrachten sein. Nach Cameron fliesst er, noch ehe er zum Landschi oder Kamolondo-See kommt, durch eine ganze Reihe mehr oder weniger beträchtlicher See'n, sieben an der Zahl, von denen der Kassali oder Kikondscha der grösste ist.

Wie Livingstone den Fluss zwischen Moero-See und dem Luamo (unweit Njangwe) nicht selbst verfolgen konnte, so blieb auch Cameron dieser Gegend fern, gleich wie er seinen Lualaba, Lufira und Luburi nur nach Hörensagen auf der Karte andeutet. Nur eine Menge kleiner westlicher Zuflüsse des Lualaba und Luburi überschritt er; den grossen Kassali-See konnte er wenigstens aus der Entfernung sehen.

Dagegen war es Cameron vergönnt, unter allen Flüssen des Lualaba-Gebietes den Lomami, dem Namen und seiner ohngefäbren Lage nach auch schon von früher her bekannt, am genauesten zu bestimmen, indem er seinem mittleren Laufe folgen und seine Quelle berühren konnte. Dieser Fluss entspringt in etwa 9° 25' S. Br., 24° 15' ö. L. v. Gr. und mündet in den Lualaba (Ugarowwa) etwa 125 nautische Meilen unterhalb Njangw^, also ziemlich gegenüber dem grossen von Norden her kommenden Lowa; er nimmt im Westen zwei beträchtliche Zuflüsse auf, deren Quellen unweit der Lomami-Quelle liegen und von Cameron ebenfalls berührt wurden, den Luwembi und Lubiranzi, die den

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See Oki (Livingstone's Tschibungo oder Lincoln) durchströmen.

So sehen wir, dass trotz des bedeutenden Erfolges der Cameron'schen Beise der grosse weisse Fleck ÄquatorialAfrika's als gänzlich unbekannt und unerforscht noch bestehen bleibt und dass in dessen südöstlichem Zipfel durch Cameron hauptsächlich nur der verhältnissmässig kleine Fluss Lomami und ein Theil des oberen Lualaba näher bestimmt worden ist. Wie weit die von ihm erkundigten Nachrichten über die in seiner vorliegenden Karte enthaltenen Andeutungen reichen mögen, ist zur Zeit unbekannt. Livingstone hatte die Kenntnisse des Landes von den Eingeborenen und Arabischen Händlern leider nicht in dem Maasse gesammelt wie ein Barth, Heuglin, Schweinfurth, Rohlfs, Duveyrier, die auf diese Weise ziemlich ganz NordAfrika mit einem dichten Routennetz ausgefüllt und somit Kunde über weite von Europäern nie betretene Gebiete gebracht haben, die durch nachfolgende Reisen gebildeter Forscher mehr oder weniger bestätigt worden sind. Selbst eine so erfolgreiche Reise wie die Cameron's erscheint auf der Landkarte wie ein schwacher Faden durch ein weites unbekanntes Gebiet gelegt. In diesem Falle jedoch kann die geographische Wissenschaft damit beglückwünscht werden, dass Cameron den schwachen Faden, seine Reise, mit seltener Präcision festgelegt und durch zahlreiche gute astronomische und hypsometrische Beobachtungen zu einer festen Grundlinie erhoben hat, die von jetzt ab maassgebend sein wird für das Gebiet vom Tanganjika bis zur Westküste. Zeit und Mittel '), welche dieselbe beanspruchten, sind verhältnissmässig gering, erst im Dezember 1872 verliess er England und trat am 18. März 1873 mit Dr. Dillon und Lieut. Murphy von Bagamoio aus seinen Marsch in's Innere an. Die Expedition gelangte am 4. August nach Uujanjembe (Kaseh), wo auch Livingstone's Diener mit dessen Leiche eintrafen, die Cameron unter Führung seiner beiden Begleiter am 9. November nach Zanzibar expedirte. Alle drei Mitglieder der Expedition waren in Unjanjembe von heftiger Krankheit befallen und Dillon starb auf der Rückreise nach Zanzibar am 17. November 1873.

Cameron war somit von Unjanjembe an allein, er trat von hier seinen Weitermarsch am 11. November 1873 au und erreichte den Tanganjika-See am 21. Februar 1874; vom März bis zum 9. Mai nahm er in einem Boote den südlichen grösseren Theil dieses See's genauer auf2),"als Livingstone ihn vom Lande aus hatte bestimmen können, und verliess Udschidschi am 20. Mai, um seine grosse Reise zur Westküste anzutreten. Er gelangte im August nach Njangwe, im Oktober nach Kilemba, am 7. September 1875 nach Scha Kelembi, am 17. September nach Peho, im Oktober an die Atlantische Küste bei Catumbella und im November nach Loanda.

Eins der mächtigsten Reiche in diesem Theile von Inner-Afrika ist Rua, welches eine centrale Position zwischen der Ost- und Westküste einnimmt und zwischen dem Lualaba und Lomami hegt; die Hauptstadt Kilemba und Residenz des jetzigen Herrschers Kasongo liegt genau auf der geraden Linie zwischen Zanzibar und Loanda, und

') Cameron's Reise Ton der Ostkilste durch ganz Afrika hindurch bis zur Westkaste kostete nur etwa fc 5000. ») 8. Tafel 10 Geogr. Mitth. 1876.

ziemlich genau in der Mitte zwischen beiden Orten. Cameron hielt sich hier lange Zeit auf, vom Oktober 1874 bis Februar 1875. In diesem Central - Lande treffen die Arabischen Händler von der Ostküste und die Portugiesischen Händler von der Westküste zusammen, die Strasse, die Cameron von Njangwe nach der Westküste einschlug, scheint eine der grossen Handelsstrassen durch Süd-Afrika zu sein, sie fällt auch zum Theil mit den Reiserouten von Magyar, Grac,a und den Pombeiros zusammen.

Hätte sich die „Deutsche Afrikanische Gesellschaft" ursprunglich besser über die in's Innere einzuschlagenden Wege orientirt, so hätte sie ohne Zweifel bessere Erfolge erzielen können als sie bisher erzielt hat, und solche Reisen wie diejenige Cameron's durch ihre Sendboten vielleicht auch leicht ausführen lassen können. Schon im Januar 1873 hatten wir gegenüber der ganzen nördlicheren Küste mit Tschintschoscho &c. den südlichen Weg über Cassange „vor allen anderen empfohlen" '); noch weiter südlich, von Benguela über Bihe, scheint er eben so leicht oder noch leichter zu sein. Cassange und Bihe, beide in fester Verbindung mit der Küste, sind vielleicht die besten Ausgangspunkte zur Erforschung des Congo-Gebietes, hierher kommen die Portugiesen und entsenden ihre eingeborenen Händler weiter in's Innere nach allen Richtungen. Monteiro, einer der besten gegenwärtigen Kenner jener Portugiesischen Gebiete und Verhältnisse, glaubt, dass man besonders von Cassange aus ziemlich leicht nach Norden vordringen und den Congo würde erreichen können. Was Cameron gethan hat und verhältnissmässig leicht, z. B. im Vergleich zu Livingstone und der „Deutschen Afrikanischen Gesellschaft", hat thun können, erregt hauptsächlich einen verstärkten Appetit, mehr von dem grossen Congo-Gebiet zu erfahren.

Werner Munzinger Pascha.

Die „Geogr. Mittheilungen" haben ihrem hochverehrten, jüngst auf so tragische Weise gefallenen Mitarbeiter Werner Munzinger schon im 2. Heft des laufenden Jahrgangs einen Nachruf gewidmet und die Verdienste hervorgehoben, welche dieser ausgezeichnete Forscher sich in so hohem Grade um die Länder- und Völkerkunde des nordöstlichen Afrika erworben hat. Es sei uns gestattet, hier noch einige Worte wiederzugeben, in denen ein Landsmann Munzinger's, Peter Dietschi (in der Leipziger Illustr. Ztg.), der civüisatorischen Thätigkeit des wie seiner Wissenschaft, so namentlich auch seinem Adoptiv-Vaterlande zu früh Entrissenen gedenkt; zugleich werden wir denselben zwei Briefe aus Ägypten anschliessen, in denen nähere Details über die Katastrophe enthalten sind.

Werner Munzinger war bekanntlich 1872, also 20 Jahre nach seiner Ankunft auf Afrikanischem Boden, zum Gouverneur von Massaua, dem 1873 auch Suakin beigefügt wurde, ernannt worden. Und mit ganzer Kraft widmete er sich nun civüisatorischen Bestrebungen; „er erkannte wohl, dass nächst der Begründung der äusseren und inneren Sicherheit die Verbesserung der volkswirtschaftlichen Zustände allein die Möglichkeit biete, auch die socialen und sittlichen Zustände des Landes zu verbessern und für Abes

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sinien eine neue Kulturperiode vorzubereiten. Vor Allem war er darauf bedacht, die Verkehrsverhältnisse des Landes zu heben und den Absatz seiner Produkte nach aussen zu erleichtern. Er verband die Inselsfadt Massaua, den Stapelplatz des Landes, durch einen Damm mit dem Festlande und führte ihr von da gesundes Trinkwasser zu; er baute Strassen und stellte Bewässerungs - Anstalten her. Er zog zwischen den wichtigsten Orten der ihm anvertrauten Länder, zwischen Massaua und Suakin am Rothen Meere, Kassala am Gasch und Gos Redscheb am Atbara ein Netz von Telegraphen - Linien und setzte dieselben zugleich in Verbindung mit den grossen Linien nach den nächstgelegenen Kulturländern, nach Ägypten, Indien, Europa. Er suchte Mittel und Wege, die Produkte des Landes auf das beste zu verwerthen und durch Einführung neuer Kulturpflanzen dem Boden den grösstmöglichen Ertrag abzugewinnen. Er schaffte Maschinen herbei und förderte, von tüchtigen Männern unterstützt, die er aus Ägypten und Europa an sich zog, zugleich den Ackerbau, den Handel und die Industrie. Durch Schulen und Bildungs - Anstalten sollte endlich das Gedeihen des Landes gesichert, und auf Grundlage des neu gegründeten Wohlstands auch die edleren Blüthen der geistigen und sittlichen Bildung geweckt werden. Der treffliche Mann sollte sein Werk nicht vollendet sehen.

Schreiben von G. Wild an A. Petermann, d. d. Kairo, 17. Januar 1878. — Als ich vor vier Jahren bei Werner Munzinger in Massaua auf Besuch war, stand ein junger christlicher Schoa Namens Gohar bei ihm in Dienst als Diener und Koch. Dieser Gohar war ein gutmüthiger, ehrlicher Bursche und dem Munziger sehr treu ergeben, weshalb letzterer ihn auch liebte. — Nun langte dieser Gohar den 14. d. M. aus Massaua hier an und erzählte mir den ganzen Hergang der schauerlichen Katastrophe in allen Details, da er dieselbe mitgemacht hat. Der Kampf hat bei Aussa von 2 Uhr Morgens bis 8 Uhr gedauert; circa 175 Leichen Ägyptischer Seits und circa 500 todte Galla bedeckten die Wahlstatt. Munzinger, mit seiner Frau sich im Zelte befindend, das ungefähr in der Mitte des Lagers aufgeschlagen war, wurde durchaus nicht ermordet, sondern er fiel kämpfend, sich vertheidigend, nachdem er selbst mit einem Gewehrschuss und zwei Revolver-Schüssen drei der anstürmenden Galla niedergestreckt hatte. Er erhielt einen Säbelhieb auf den Kopf, ein zweiter zerschmetterte ihm den linken Schulterknochen; ferner erhielt er noch fünf Lanzenstiche, starb aber erst um 12 Uhr Mittags. Es war eine vollständige Verwirrung und ein furchtbares Gemetzel. Gohar weiss nicht, wie viele Galla es waren, allein er schätzt sie auf mehrere Tausende, alle mit Lanzen und theilweis mit Säbeln bewaffnet. Gohar und Haggenmacher, welche beide je einen Galla getödtet haben, sind nicht verwundet worden. Die Flucht der überlebenden Ägypter begann um 8 Uhr und dauerte 5 Tage und 5 Nächte unter unaufhörlichen Kämpfen mit den sie verfolgenden Galla. Haggenmacher, Gohar und einzelne Soldaten blieben noch bei Munzinger zurück. Dieser Letztere diktirte Haggenmacher noch Verschiedenes auf Deutsch, was alles Letzterer auf ein Papier niederschrieb. Frau Munzinger starb an zwei Lanzenstichen. Sie wickelten beide Leichname in leinene Tücher ein und nahmen sie mit auf den Weg: Gohar und drei Soldaten trugen auf-den Schultern Munzinger's, und vier Soldaten Frau Munzinger's Leiche; allein von den Galla hart verfolgt, musBten sie bald beide Leichname zurücklassen , um sich selbst zu retten. Sie waren 5 Tage ohne Wasser, und Nahrung fanden sie erst am achten Tage in Tadjurra. Die ersten Tage tranken sie ihren eigenen Urin, so wie Blut der unterwegs Sterbenden. Am vierten Tage kamen sie zu einer Pfütze stinkenden Wassers und dort fanden Haggenmacher und viele Andere ihren Tod. Haggenmacher wollte trinken, allein er war schon so schwach, dass er das schlechte Wasser, kaum im Munde, wieder auswerfen musste. Er verschied unter Gohar's Augen. Es sind ungefähr ihrer fünfzig auf der Flucht gestorben. Nun ist leider auch das oben besprochene Papier Haggenmacher's verloren und weil Gohar nicht Deutsch versteht, so kann er eben nicht sagen, was alles Munzinger diktirt hatte. Es hatte dieser Letztere die Gewohnheit, seine Bücher, Schriften &c. in einer braunen Blechbüchse auf allen seinen Beisen bei sich zu führen, und weil ich das wusste, so fragte ich Gohar nach dieser Büchse; er sagte, dass Munzinger diese Büchse wirklich bei sich gehabt habe, sie sei aber mit Inhalt zerstört worden. Ich nehme nun Gohar zu mir in Dienst und er wird wahrscheinlich dem Khedive vorgestellt werden. Frau Haggenmacher und Kinder waren nicht dabei; sie leben zur Zeit in Kassala.

Schreiben von Th. v. Heuglin an A. Petermann, d. d. Kairo, 22. Januar 1876. — Sie werden mir mit Becht zürnen, wenn ich so lange keine Silbe von mir hören lasse. Doch was sollte ich Ihnen Viel mittheilen? Die letzten Ereignisse von Gundet und vom Bada-See sind längst keine Neuigkeiten mehr, obwohl Vieles noch unaufgeklärt ist und bleiben wird, — und von mir selbst weiss ich eigentlich Nichts zu berichten, als dass ich leider noch in Kairo sitze und auf weitere Dispositionen warte.

Indess sind, wie Sie längst auch wissen, Ägyptische Truppen, etwa 12.000 Mann, nach Massaua transportirt worden, und der sogenannte König Johannes steht mit circa 40.000 Mann in Hamabien. Es kann bald zu einer Entscheidung kommen und dürfte sich der Kampf wohl nur um den Besitz von Hamasien drehen. Nicht erfahren konnte ich, ob es wirklich gelungen ist, Schoa und Amhara vollkommen von Tigrie abwendig zu machen und so Kasai zu isoliren. Eine ähnliche Politik befolgten bekanntlich auch die Engländer seiner Zeit mit grossem Erfolg, und Johannes oder Kasai selber war damals derjenige, der sich verkaufte, von Theodor abfiel und den feindlichen Armeedurchzug unterstützte. Ledsch Ubie" hätte sich wahrscheinlich auf dieselbe Weise gewinnen lassen, und Schoa käme kaum in Betracht. Sehr begierig bin ich über die Wahl des Weges, den die Ägyptische Armee einschlagen wird. Hiervon hauptsächlich wird der Erfolg abhängen und letzterer ist zu einer Kapitalfrage in Bjzug auf alle Unternehmungen des Khedive geworden. Leichte Arbeit hat der Ägyptische Feldherr nicht, wenn sich die Tigrianer nicht etwa in offener Schlacht stellen, was nach dem ersten errungenen Sieg nicht unmöglich.

Vor wenigen Tagen gelangte ein junger Schoaner Namens Gohar nach Kairo. Derselbe war Diener bei Munzinger und Zeuge der Katastrophe am See von Aosa. Herr Wild, ein in Kairo ansässiger Schweizer und Freund Munzinger's, brachte den jungen Mann zu mir und ich werde

letzteren heute dem auswärtigen Minister, Scherif Pascha, vorstellen. Wild hat, wie er mir sagt, bei Gohar Erhebungen über den Überfall gemacht und selbige Ihnen bereits schriftlich überreicht.

Der Überfall fand am See selbst Statt und zwar in der Nacht des 17. Schaual.

Der Sultan von Aosa, Mohamed el Aferi, soll sich nicht am Gefecht betheiligt haben. Unser Berichterstatter, der nur sehr gebrochen Arabisch spricht, schiebt die Schuld hauptsächlich auf den Verrath des Schech Mohamed el Chetah, der den Truppen entgegenkam, von Munzinger mit Tarbusch, Mantel und Säbel belohnt wurde und diesen bis zum See geleitete. Die Truppen hatten sich in Tadjurra nur für 10 Tage verproviantirt, während sie 16 Tage bis zum Bada-See unterwegs waren. Hier langten sie in einem Zustand von höchster Erschöpfung an. Viele Kameele waren während des Marsches theils gefallen, theils geschlachtet worden. Der Lagerplatz am See scheint sehr ungünstig gewesen zu sein, nämlich zwischen zwei steilen Hügeln und dem Gewässer selbst.

Der Angriff erfolgte, nachdem der Mond untergegangen, etwa um 2 Uhr in der Früh. Die Wachen sollen sämmtlich, vor Ermüdung und Hunger erschöpft, geschlafen haben, wie auch der Ägyptische Theil der Truppen überhaupt viel mehr gelitten, als die schwarzen Soldaten. Die Angreifer müssen sehr zahlreich gewesen sein. Nur wenige waren mit schlechten Schusswaffen versehen; der grösste Theil mit Lanze, Schild und Säbelmesser bewaffnet. Dieselben bestanden aus Teltal, Döda, Adal und AzSbo-Gäla. Die kleine Truppe Munzinger's, aus 350 Mann bestehend, wurde sofort in den See gesprengt, nachdem viele im Schlaf erschlagen.

Durch einen Angriff der Negertruppe vom Wasser aus konnte wenigstens der grösste Theil der Munition gerettet werden.

Munzinger starb schon am folgenden Mittag an seinen Wunden, nachdem derselbe Haggenmacher noch seinen letzten Willen diktirt. Haggenmacher kam auf der Flucht um, und zwar ganz nahe am Asal-See. Ob Versuche gemacht sind, dessen Papiere zu retten, ist mir nicht bekannt. Seine Frau und Kinder haben den Feldzug nicht mitgemacht und sie befinden sich in Kassala. Nach äussersten Beschwerden und Entbehrungen und 4 Tage lang von den Afern verfolgt, langten etwa 50 Verwundete und 70 Unverletzte der Armee nach 8tägigem Marsch in Tadjurra an.

So berichtet mir Gohar.

Von den übrigen Expeditionen (Kordofan, Dar-För, Bahr el djebel &c.) liegen nicht wenige Berichte vor, doch bestehen dieselben, so weit ich sie kenne, meist aus Fragmenten ohne den nöthigen Zusammenhang. Ein ausführlicher Bericht nebst Karte des verstorbenen Linant wird eben veröffentlicht durch die Geogr. Gesellschaft. Auch zahlreiche meteorologische Beobachtungen, eine über eine Mondfinsterniss und eine zweite über den Venus-Durchgang am Radjef-Gebirge ausgeführt, sind eingeschickt worden.

Der Generalstab des Khedive producirt ganze Serien höchst interessanter Kartenaufnahmen aus allen Distrikten, die im Laufe der letzten Jahre erobert wurden, aber viele dieser Arbeiten sind immer noch nicht in die Öffentlichkeit gelangt.

Lucas wird wohl noch in Sauakin Bein und in nächster Woche verlässt Dr. Junker, ein Kussischer Reisender, Kairo. Derselbe ist vortrefflich ausgerüstet und er wird sich vorläufig über Sauakin nach Kassala oder Berber und dann nach Chartum begeben, um dann einen Vorstoss nach DarFör zu versuchen. Junker's Untersuchungen der Wüste zwischen den Natron - See'n und dem Fajum sind Ihnen wohl bekannt. — Prof. Dümichen ist noch in Ober-Ägypten. Prof. Ascherson wird nächsten Monat erwartet, um eine Tour nach den nördlichen Oasen auszuführen. Auch Marno soll von Chartum zurückkommen. Dr. Pfund hat höchst interessante Touren im südlichen Kordofan unternommen und wird jetzt wohl auf dem Wege nach DarFör sich befinden.

Geographische Literatur.

ASIEN.

Anderson, Dr. J.: The exploring expeditions to Western Yunnan of

1868 and 1875. (Macmillan's Magazine, No. 192, Oktober 1875.) Annuaire des etablissements francjais dans l'lnde. 1875. 12°, 197 pp.

Pondichery 1875. Archipel Indien, Organisation d'nne expddition dans 1' . 8o

ciete d'eiploration et de colonisation indo - oceanienne. 8°, 38 pp.,

1 carte et 2 grav. Paris, Delagrave, 1875. Aymonier, Lient. de v. £. : Notice sur le Cambodge. 8°, 68 pp. Paris,

Leroux, 1875. Barbot de Marny's geological explorations in the region of the Ann

Darya. (Geographical Magazine, Dezember 1875, p. 362—366.) Nach Jen Iswestija der Kaiser]. Rosa. Oeogr. Gesellschaft, 1875, Nr. z. Baudens, Lieut. de vaisseau G.: Quelques mots snr le Japon et les

etablissements russes de l'extreme Orient. (Bulletin de la Soc. de

geogr. de Paris, Oktober 1875, p. 417—427.) Notizen über die politische Umwälzung Japan'a im letzten Dezennium, über

den Charakter der Japanesen, den Russischen Hafenort Wladiwostok und die

Insel Sachalin.

Bax, Capt. B. W.: The Eastern Seas; being a narrative of the voyage of B. M. S. Dwarf in China, Japan and Formosa, with a description of the coast of Russian Tartary, and Eastern Siberia, from the Corea to the River Amur. 8°, 290 pp. with map and illustr. London, Murray, 1875. 12 s.

Bellew, Surgeon-Major H. W.: Kashmir and Kashgar. A narrative of the journey of the embassy to Kashgar in 1873—74. 8°, 438 pp. London, Trübner, 1875. 16 s.

Der Weg von Kaschmir durch Ladak nach den Städten Ost-Tarkistan's ist ans nichts Neues mehr, Scblagintweit, Hayward, Shaw, Forsyth, Henderson haben ihn beschrieben und uns zugleich mit der Scenerle nnd den Zuständen in Ost - Turkistan selbst bekannt gemacht, aber Dr. Bellew, der die zweite Forsrth'sebe Reise nach Kaschgar begleitete und als tüchtiger Reisender nnd Beobachter bereits durch seine Werke „Journal of a mission to Kandahar in 1&57—5S" und „From the Indus to the Tigris" sich erwiesen hat, versteht vortrefflich zu erzählen nnd anschaulich zu beschreiben, so dass sein neues Buch eine angenehme Lektüre bildet, ja noch mehr, es enthält auch für die mit der vorhandenen Literatur Vertrauten manches Neue und Belehrende. Ausser den Schilderangen von Land und Leuten , welche den wesentlichen Inhalt bilden, gieM er viel Geschichtliches, auch finden wir im Text zerstreut eine kleine Anzahl Höbenmessungen, die mit Kochthermometer und Aneroid angestellt, nur annähernde Werthe ausdrücken, aber immerhin notlrenswerth sind and deshalb hier zusammengestellt werden sollen.

Hinweg. Engl. Fuas

Engl. Fuss Suget Dawan .... 17500

Senat Garl 8506 Schahidulla .... 11200

Baltal 9282 Karakornm am Sandsctau-Pass 12050

Zoji-Ia-Pass .... 11400 Sandscliu-Pass .... 16300

Namika Pass .... 11900 Qatscbaka am Sarighyar-Fluss 10100

Kharbo 11350 Ob-v«.

Photo-lz-Pass .... 13670 Rückweg.

Leb 11500 Ak Masjld .... 8500

Schlucht am Khardong Pass . 14900 Topa Dawan .... 10200
Khardong-Pass .... 17(100 am Tiznaf-Fluss unter dem
Cerawal Dawan.... 14550 Topa - Pass .... 8250

8artbang 15725 Duba 10000

Wasserscheide Ober Sarthang 17270 am Jarkand-Fluss, 15 miles unBrangtsa am Scbayok . . 14330 terhalb Knk At Agbzi. . 12650

Gyapthang 15150 Knk At Aghzl .... 12870

Daolat Beg üldl . . . 16000 DipsangPlateau . . . 17500

Karakorum-Pass . . . 18300 Burtsi 15660

Aktagh 14450 Murgl 14800

Tschibra 16650 Diggar 12900

Ganz vortrefflich Ist die kurze, alles Wichtigste zu einem greifbaren Bild vereinigende geographische Ginleitung über Ost - Turkistan. Wir entnehmen daraus, dass die 13 Ortschaftsgruppen, auf die sich die Bevölkerung des Landes beschränkt und die längs der Flüsse angebaut, Oasen in der allgemeinen WUate bilden, Im Jahre 1874 in sieben Provinztal - Gouvernements eingetheilt waren, deren jedes von einem Dadkbwah oder Magistrat regiert wurde. Diese sieben sind von Süd nach Nord und Ost folgende: Kbotan einschliesslich Tschatschan, Jarkand, Kaschgar mit Jangihissar und Maralbaschi , Aksu und Utscli Turfan, Kutscha, Kurla, Cbaraschar incl. Lob und Turfan oder Knbna Turfan (siehe diese Einteilung in Stieler's Hand-Atlas, 1875, Nr. 64). Jede Ortschaftsgruppe hat einen befestigten Ort als Centrum, darum breiten sich die Häuser in kleinen Gruppen inmitten ihrer Felder bis an die Grenze der künstlichen Bewässerung aus, worauf sofort die nackte Wüste beginnt. Kommt der Reisende aus der Wüste auf eine solche Oase zu, so erhält er den Eindruck des Ueberflusses und dichter Bevölkerung, tritt er aber ein, so zeigt sich sogleich, dass die Wohnungen weif zerstreut unter den Baummassen liegen; nach sorgfältigen Erkundigungen veranschlagt Dr. Beilew indess Immerhin die Gesammt-Bevölkerung des Gebietes von Kaschgar, einschliesslich die dem Khan untergebenen nomadischen Kirgisen und die Bergvölker von Mustagb und SIrlkul auf „beträchtlich weniger als l£ Millionen Seelen", wogegen Waliebanow sowohl wie Forsyth nur 580.000 annehmen.

Rlanford über das Windsystem Nord - Indien's. — Über die Vertheilnng der Luftfeuchtigkeit und des Regenfalles in Nord-Indien. (Zeitschrift der Österr. Gesellschaft für Meteorologie, 15. Septbr. 1875, S. 282—288.)

Blanford über die Temperatur-Vertheilung in Nord-Indien. (Zeitschrift der Österr. Gesellschaft für Meteorologie, 1875, Nr. 19, S. 301 —802.)

Auszug aus der grossen Abhandlung Blanford'a über die Winde von NordIndien in den „Pbllosophical Transactlons", Vol. 164, 1874.

BogdanOWitoh, Colonel: Le chemin de fer de Sibörie. Communication faite le 6 aoüt 1875, au Congres international des sciences geographiques. (L'Explorateur geogr. et commercial, 1875 , No. 28, p. 163 —165.)

Bohr, Marine-Stabsarzt Dr. E.: Japan. (Ans allen Welttheilen, Oktober 1875, S. 25—29 ; November, S. 51—54; Dezember, S. 80—83.)

Breeks, J. \Vr.: An aecount of the primitive tribes and monuments of the Nilagiris. 8". London, Allen, 1875.

Bretschneider, Dr. E.: Notes on Chinese mediaeval travellers to the
West. 8°, 130 pp. Shanghai (London, Trübner), 1875.
Siehe darüber „Geogr. Mittbeilungen" 1875, S. 872.

Broutelles, E. de: Expose de la Situation de la Cochinchine en 1873.

(Revue maritime et coloniale, August 1875, p. 377—384.) China, Die südlichen Grenzländer — 's. (Das Ausland, 1875,

Nr. 22, S. 432—434; Nr. 23, S. 458—461.)

Cooper's Reise In den Mischmi-Bergen; Major Sladen's Expedition nach

Monieün 1868; Oberst Browne's Expedition 1875; Die Kachyen und die Schan.

China, Letters from and Japan. By L. D. 8. 8°, 216 pp.

London, H. S. King, 1875. 1\ s.

Clercq, F. S. A. De: Eenige aanteqkeningen over de Ambonsche Eilanden. Mit 1 Karte. (Tijdschrift van het Aardrijkskundig Genootschap gevestigd te Amsterdam, No. 6, p. 242—246.)

Unter Beigabe einiger Notizen zur Berichtigung von Dr. J. J. Holländers „Handleldlng bij de beoefenlng der Land- en Volkenknnde van NederlandsohIndiS" erbalten wir hier eine Karte von Amboina und benachbarten Inseln, die, gestützt auf Melvlll van Oarnbee's Karte, viele Berichtigungen, namentlich Bereicherungen in der Nomenklatur gewährt. Sie rührt von einem einheimischen Lehrer, D. P. Slahalja, her.

Cochius, Dr. H.: Nara. (Mittbeilungen der Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ost-Asien's, 7 Heft, 1875, S. 32—36.)

Vier Deutsche Meilen südlich von Kioto gelegen, ist Nara, die alte Residenzstadt der Mfkados, noch jetzt wegen ihrer Sinto - Heillgthümer und ihrer Buddbistischen Tempel unter den Wallfahrtsorten Japan's von besonderer Bedeutung.

Compicgne, Marquis de: Explorations dans l'Asie centrale. Les voyages du docteur Leitner dans l'Asie centrale et specialement au Dardestan. (L'Explorateur geogr. et commercial, 1875, No. 32, p. 253 —254.)

Cordes, J. W. H.: De Djati-bosschen in Nederlandsch - Indie. Mit 1 Karte. (Tijdschrift van het Aardrijkskundig Genootschap gevestigd te Amsterdam, 1875, No. 7, p. 269—281.)

Corner, A.: Journey in the interior of Formosa. (Proceedings of the R. Geogr. Soc, Vol. XIX, 1875, No. VJJ, p. 515—517.)

Der Verfasser besuchte mit dem Deutschen Consul Dr. Kraul von Amoy aus die Britische Niederlassung Takao an der Südwestküste von Formosa und ging von dort zwei Tagereisen östlich nach einem 1700 Fuss hoch am Fuas eines 90O0 F. hoben Berges gelegenen Dorfe der Eingeborenen, von denen er eine kurze Schilderung gfebt.

Croizier, Comte de: L'Art khmer. Etüde historique sur les monuments de l'ancien Cambodge, avec un apercu general sur l'architecture khmer et une liste complete des monuments explorfs. Snivi d'un catalogue raisonne du Musce khmer de Compicgne. 8°, 142 pp. mit 1 Karte. Paris, Leroux, 1875. 5 fr.

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