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rechtsgültig zu Erben einsegen könne, so verbinde ich seine Besprechung gleich mit der dieser legteren Frage.

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45) Nur an diese Fälle des Einsegens des postumus alie

nus 'als eines für ehelich angenommenen Kindes denkt offenbar Justinian in dem §. 28. J. de legat.: nisi in utero eius sit quae iure iusta uxor esse non potest; und überhaupt wird die const. de incertis personis bei der Bestimmung (Ziff. 7. Nr. a. cc. ad.): nisi scilicet heres fieri probibitus erat schwerlich andere Fälle, als die in den früheren Quellen besprochenen, vor Augen gehabt haben, also Fälle solcher turpis institutio, daß man einen Postumus als suus oder eigenen ehelichen alienus von einer Frau einsept, die zu heirathen nefas sein würde.

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pirte als incertae personae auch noch ferner nichtinstituir: bar seien.

bb) Die zweite Vorschrift ist, daß die Institution des zukünftigen unehelichen Kindes nicht als turpis er: scheinen darf 47). Aber in der Verwendung dieser Vorschrift muß man m. E. zu ganz anderen Resultaten ges langen, als welche man heutzutage anzunehmen pflegt. aa) Von der einen Seite wird behauptet (Windscheid P. §. 548. Anm. 20.), daß auch diese Frage von der Ginseßung zukünftiger unehelicher Kinder unter der Regel stehe, es sei ungültig „die Einsegung eines mit einer Person, mit welcher die Ehe unmöglich ist, zu Erzeugenden.“ Aber diese Regel ist die Vorausseßung berechnet, daß man das Kind als zufünftigen suus (oder doch wenigstens als zukünftiges ehelich zu erzeu: gendes) instituirt, und für solche Voraussegung erscheint die Annahme, daß die Mutter des Kindes postea testatori civiliter nupta sei (Ziff. 2. Anm. 23.), und daß das Hinblicken auf solche zukünftige Ehe fein turpe enthalten dürfe, in der That als eine sittliche Nothwen: digkeit. Aber für Kinder, die man von vornherein als uneheliche prädicirt, würde die Regel einen ganz ande: ten Sinn haben und gar nicht passen. Sagt Einer: „ich seße das Kind zu Erben ein, das ich mit jener Dame, welche ich recht gut heirathen könnte, die zu hei: rathen mir aber, als einem Anhänger der freien Liebe, nicht convenirt, unehelich erzeugen werde," – so ist

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