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Über „das Vordringen der Russen in lurhnenien" bringt v. Löbell's Militär-Wochenblatt, 1881, VI und VII Beiheft, eino ausfuhrliche Arbeit von Major Krahmer. Meist aus russischen Quellen schöpfend enthält sie die Beschreibung der letztjährigen Kämpfe, nebst einer Einleitung über Geschichte und Topographie des Landes mit einer Übersieh tekarte.

Der am 19. August in St. Petersburg erfolgte Vollzug des russisch-chinesischen Orenzvertrags bringt die Wiederherstellung der chinesischen Herrschaft in den zeitweise verloren gegangenen westlichsten Provinzen zum Abschluss. Unter der energischen Führung des Gouverneurs der Nordwest-Provinzen, Tso Tsung-Tang, warfen die Chinesen 1876 die Dunganen nieder, die 13 Jahre vorher iie Chinesen aus ihren Gebieten im Norden des Thianschan vertrieben hatten, und eroberten 1877—78, begünstigt durch den Tod Jakub Beg's, Kaschgarien zurück, so dass nur noch die Ili-Provinz oder das Gebiet von Kuldscha, das die Russen 1871 im Einverständniss mit der chinesischen Regierung besetzt hatten, in fremden Händen blieb. Mehrjährige Verhandlungen führten zu einem Vertrag, durch welchen der bei weitem grösste Theil des Kuldscba-Gebietes an China zurückgegeben wird. Nach dem „Journal de St.-Petersbourg" geht die Grenze von der Stadt Bedjin-Tau aus, folgt dem Laufe des Khorgos bis zu dessen Mündung in den Ili, wendet sich dann, diesen Fluss kreuzend, südwärts durch die Berge Msun-Tau, indem sie das Dorf Koldjiger westlich lässt, folgt alsdann dem südlichen Zweige dieser Berge bis zum Tekes, den sie überschreitet, läuft an dem rechten Nebenfluss desselben, dem Kleinen Musart, entlang, wendet sich, auf dem Thianschan angekommen, längs dem Kamm dieses Gebirges gegen Westen und folgt der natürlichen Grenze bis zum Suok-Pass. Die Herausgabe des zehn Jahre besetzt gehaltenen Gebietes von Seite Russlands ist ein nicht minder bemerkenswerthes Ereigniss als die Wiederherstellung der chinesischen Herrschaft genau fast bis zu ihren früheren Grenzen.

Hauptsächlich auf der Grundlage von J. H. Gray's „China, a history of the laws, manners, and customs of the people" (London 1878), aber mit Benutzung anderer Quellen, schildert L. Katscher in seinem Buche „Bilder aus dem chinesischen Leben" (Leipzig u. Heidelberg, C. T. Winter, 1881) in 11 Capiteln die Staatsverwaltung und Rechtspflege, das Familienleben, das Bildungswesen, Feste und Unterhaltungen, Etikette, die Gebräuche bei Todesfällen, sonstige Gebräuche und Einrichtungen, Armenwesen und Wohlthätigkeitsanstalten, Gasthöfe, die Flussbevölkerung und die Ureinwohner nebst einigen anderen Seiten des Lebens der Chinesen. Eine Reihe früher von ihm in Zeitungen und Zeitschriften veröffentlichter Abhandlungen hat .er mit in das Buch aufgenommen.

Dr. W. W. Hunter's „Imperial Gazetteer of India" liegt bereits vollendet vor, den sechs, Seite 308 erwähnten Bänden sind rasch die drei letzten nachgefolgt und bringen ein Werk ') zum Abschluss, das auf der grossartigen Grundlage von ca hundert Districts- und Provinzial-Beschreibungen aufgebaut, eine neue Periode in der geographischen Literatur über Indien eröffnet. Dem letzten Bande ist ein höchst

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dankenswerthes Sachregister einverleibt, das allein 182 Seiten einnimmt.

Die jüngst erschienene Reihe B des zweiten Theiles der Untersuchungen von H. v. Schlagintweit-Sakünlünski über Die indischen Regenverhältnisse ') bringt nun, die tropischen Gebiete abschliessend, die Beobachtungsdaten aus Ceylon, Hinterindien und den niederländischen Inseln des indischen Archipels. In Ceylon zeigt sich, ungeachtet der geringen Entfernung vom Äquator, in der ganzen Ausdehnung von 6 bis 9|° N. Br. und mit Stationen vom Meeresniveau bis 6000 engl. F. ein Maximum der Luftwärme im Mai, wie im südlichen Indien, worauf dann Abkühlung durch das Vorherrschen von Regen eintritt, welche meist vom Mai bis December anhalten. Bei dem Beginn der Regenzeit ist SW-Monsun die Windesrichtung. Von Juli bis September folgt bedeutende Verminderung der Windstärke und des Niederschlags, aber mit dem NO-Monsun im October und November tritt wieder lebhafte Steigerung ein. Die Jahresmengen an den 7 Stationen liegen zwischen 98 und 60 engl. Zoll (1 engl. Zoll = 25,399 mm). — Für Hinterindien, deren westliche Gebiete hier in der ganzen Ausdehnung von N nach S vertreten sind, haben sich neue Daten auch durch die Arbeiten des Civilingenieurs Gordon bei der Untersuchung des Irawadi-Flussgebietes (s. Peterm. Mittheil. 1880, S. 357) ergeben. Von Akyab bis Singapur beträgt die Begenmenge des Jahres den Küsten entlang 90 bis 190 engl. Zoll, und es zeigt sich hier eine mittlere Grösse des Niederschlags, welche für alle Regionen des Tieflandes indischer Tropen die bedeutendste ist. In einiger Entfernung gegen das Innere mindert sich der Niederschlag, auch dem grossen Irawadi-Thal entlang, in den nördlichen breiten Gebieten Hinterindiens auf 60 bis 50 engl. Zoll. Lokal auftretend, aber in nicht ganz unbedeutender Ausdehnung fand Gordon ein Regengebiet im Irawadi-Thal, in welchem der Niederschlag des Jahres im Mittel wenig über 10 Zoll Regenhöhe anzunehmen war (Report, Vol. II, p. 77). Als Erklärung wird gesagt, dass der Gebirgskamm Arrakan Yoma steil und hoch zwischen dem flachen Küstengebiet und dem Irawadi-Thal sich erhebt. Nach Gordon's Erläuterung und v. Schlagintweit's zahlreichen Daten hierfür findet auf der Gebirgsseite stark vermehrter Niederschlag und feuchtes Klima Statt und in Folge davon jenseits der Kammlinie bedeutende Minderung, wie solches bei allen breiten Erhebungen sich erkennen lässt, die bei genügender Höhe eine nahezu rechtwinkelige Stellung gegen die Richtung des Regenwindes haben. Der Regenwind in den nördlichen und mittleren Theilen Hinterindiens ist der SW-Monsun; im Süden wird bei der geringen Breite der Halbinsel auch der NO - Monsun ein deutlicher Regenwind. Die grösste Niederschlagsmenge der hinterindischen Gebiete wurde in der Hafenstadt Penang beobachtet, sie erreicht 333 J engl. Zoll im Mittel aus 1853 und 1854. — Aus dem indischen Archipel hat für das Jahr 1879 gleichfalls eine officielle Publication vorgelegen (Regenwaarnemingen in NederlandschIndie. 1. Jaarg. 1879. Door Dr. P. A. Bergsma Batavia

') Abhandlungen der k. bayr. Akademie der Wissensch. II Cl. XIV Bd., II Abth. München 1881. — Ober die früheren Theüe s. Peterm. Mittheil. 1881, S. 228 und 275. Die Untersuchung der Regenmengen in Hochasien wurde ale Theil III in der Juli-Sitzung der Akademie eingereicht.

1880), welche die Regenmengen für zahlreiche Stationen enthält, zum Theil erst in einzelnen Monaten, doch Hess sich im Anschlüsse an die schon untersuchten westlichen Gebiete der asiatischen Tropen in der Schlagintweit'schen Abhandlung der allgemeine Charakter der Regen auch für den Archipel sehr gut vergleichend beurtheilen. Die Menge des Niederschlags ist hier gleichfalls noch eine mehr als mittelgrosse, aber ungeachtet der extremen Verhältnisse im südlichen Hinterindien ist im Mittel die Jahresmenge etwas grösser in der östlichen als in der westlichen Hälfte des Inselreiches. SW-Monsun und der stärkste Regen herrschen vor von December bis April; Ende September bis November, vor dem Aufhören des NO-Monsuns, sind gleichfalls oft sehr regenreich, nur in den Monaten Juli und August tritt allgemein eine merkliche Abnahme ein. Das Maximum der Jahresmenge im ganzen Archipel hatte (1879) Padang Panjang auf Sumatra. Diese Station liegt in den nach SW abfallenden Theile des vulkanischen Sumatra-Gebirges, und die ungewöhnlich starken Regen sind daselbst durch die Nähe des Indischen Meeres in Verbindung mit dem steilen Ansteigen des Terrains bedingt. Die Höhe über dem Meere beträgt 2559 engl. Fuss, die Regenmenge 276,67 engl. Zoll. Die Stationen in der Umgebung lassen jedoch erkennen, dass die Steigerung wesentlich lokal durch die Bodengestaltung beeinflusst wird. Allgemeinen Verhältnissen entspricht die Zunahme der Regenmenge gegen Osten, so auf der Insel Amboina, wo in der gleichnamigen Station an der Seeküste, 22° 40' östlich von Padang Panjang,- die zweitgrösste Regenmenge mit 223,93 engl. Zoll sich zeigte. Das Minimum der Regenmenge im Archipel hatte bis jetzt Kotta Raja, nicht sehr fern von Padang Panjang, ebenfalls auf der Insel Sumatra gelegen, aber an der Nordseite und bei geringer Höhe etwas landeinwärts; es ergaben sich dort 52,60 engl. Zoll.

Afrika. Die Arussi-G alias, deren Wohnsitze schon Röchet d'Hericourt auf seiner Karte südöstlich von Schoa andeutet, die aber bis jetzt ausser Berührung mit Europäern geblieben waren, hat ein französischer Handelsreisender Pinchard ganz vor Kurzem besucht. Wie „Le Phare d'Alexandrie" vom 17. August berichtet, trat Pinchard im Auftrag eines Lyoner Hauses am 3. Mai 1879 von Aden aus eine Reise nach Schoa an, ging zunächst über Zeila nach Harrar, von da an den Awasch und an ihm hinauf bis Runni, das schon zum Gebiet des Königs von Schoa gehört. Von hier brachten ihn 11 starke Tagereisen nach Ankober, wo ihn König Menilek äusserst gnädig aufnahm, und 19 weitere Tagereisen nach Finfinny, der letzten bedeutenden Stadt Schoa's nach der Grenze von Kaffa hin. Hier musste er der Regenzeit wegen 5j Monate verweilen, endlich jedoch konnte er sich nach Syrss, 5 Tagereisen von Finfinny, begeben, wo er 3 Wochen lang die Gastfreundschaft der Königin von Kaffa, Tootty, genoss. Von hier aus erreichte seine Karawane in 16 Tagen das Gebiet der Mummeng, eines grossen Stammes, der sehr häufig mit den Häuptlingen an den Grenzen von Schoa in Krieg liegt, und in 17 weiteren Tagen, zum Theil über bergiges Terrain das Land der Arussi, dessen Oberhaupt, El Hadj Ua Ria Kharu, den Wunsch aussprach, mit Europäern in Handelsverbindung zu treten. Seine Residenz besteht aus etwa 20 nahe beieinander

gelegenen Dörfern und das Land ist eine ausgedehnte Ebene, von zahlreichen Wasserläufen durchzogen und in grossem Umfang angebaut mit Durra, Sorghum und anderen Getreidearten. Die Strecke von der Residenz Ua Ria Kharu's bis Harrar nahm 34 Tage in Anspruch, doch glaubt Pinchard, dass sie sich mit besser organisirten Karawanen in 18 Tagen zurücklegen lasse. In ebenfalls 18 Tagen würde man nach seiner Meinung von den Arussi nach Oborra gelangen und von da in 17 kleinen Tagereisen nach Zeila. Über letztere Stadt, Hodeida und Suez kam Pinchard am 16. August nach Cairo.

G. Itevoil, von seiner jüngsten Reise im Somali- Land zurückgekehrt, hielt am 12. August einen Vortrag darüber in der Geograph. Gesellschaft zu Marseille. Zehn Monate durchwanderte er die Gebiete der Medjertin, Uarsangeli und Dolbcbant bis zu den Karkar-Bergen, an deren nördlichem Fuss der Darror sich hinschlängelt, parallel mit dem Fiubb Nogal am Südfuss. Systematische Opposition der Eingeborenen nötbigte ihn endlich zur Rückreise nach Aden; während derselben besuchte er aber noch einige Punkte an der Küste des Somali-Landes, so besonders die kleine Bucht Saluin bei Hais, an deren Ufern er griechische Gräber fand. Man hält die Bewohner der Insel Sokotra für griechischen Ursprungs, aber es scheinen hiernach auch an den Küsten des Somali-Landes griechische Ansiedelungen bestanden zu haben, und Revoil ist geneigt, die von Pritchard erwähnten weissen Gallas auf jene griechischen Einwanderer zurückzuführen.

Eine neue belgische Expedition nach Ost-Afrika, aus Hauptmann Hanssens, Lieut. van de Velde und einen anderen Officier bestehend, ist auf dem Weg nach Zanzibar. Mit einer Zähigkeit sondergleichen und mit einem Aufwand von Mitteln, wie sie in solchem Maasse wohl noch nie für afrikanische Forschungen verwendet wurden, setzt man die Versuche fort, trotz der bisherigen Erfolglosigkeit und trotz den Opfern an Menschenleben. Es ist zu bedauern, dass diese grossen Mittel nicht in fruchtbarerer Weise zur Erschliessung Afrika's benutzt werden.

Australien und Inseln des Grossen Oceans.

„La Papouasu ou Nourelle-Guine'e occidentale" von Dr. C*' Mei/ners d'Estret/ (Paris, Challamel, 1881) ist eine compilatorische Beschreibung der InBein Ternate, Tidore, Batjan, Gebe, Salavatti, Waigiu, Batanta, Misole, des westlichen, von Holland beanspruchten Theils von Neu-Guinea und der Inseln der Geelvink- Bai. Vorzugsweise berücksichtigt werden die Bewohner, Topographie und Naturgeschichte treten dagegen sehr zurück. Das Buch hat ein stattliches Äussere und ist mit einigen ethnographischen Abbildungen, sowie mit einer Übersichtskarte des behandelten Gebietes versehen. .

Amerika

Desire Charmy verlässt Frankreich am 17. September, um sich zunächst nach Yucatan zu begeben.

Edwin Rockstroh schreibt uns am 19. Juli aus Quatemala: „Am 8. dieses Monats kehrte ich von einer sechsmonatlichen Reise nach dem Peten und dem Grenzgebiet von Guatemala, Cbiapas und Tabasco zurück, einer ausnehmend glücklichen und erfolgreichen. Von Guatemala aus (10. Januar) ging ich über Coban und Chisli auf dem directen Wege nach La Libertad (früher Guadalupe Sachik), der jetzigen Hauptstadt des Peten, und schiffte mich am 23. Februar auf dem Rio de la Pasion ein, befuhr diesen bis zur Coniluenz mit dem Bio de las Salinas und hierauf letzteren flussaufwärts 11 Tage lang bis Sajolom, dem Endpunkt des Raudals von Rocnimhä. Von den an diesem Punkt gelegenen Salinen war ich zu einem Abstecher nach Coban gezwungen, um mir Lebensmittel zu verschaffen. Nach der erwähnten Confluenz zurückgekehrt ging ich den Rio de la Pasion 1 Tag weiter abwärts und dann den Rio Lacantun (ganz neu, von Ocosingo in Chiapas kommend) 8 Tagereisen hinauf wieder bis zu Strömungen , welche der Weiterreise unüberwindliche Hindernisse entgegensetzten. Mein nächstes Reiseziel, der Usumacinta, brachte mir eine besondere Überraschung, die Auffindung von Ruinen an seinem linken Ufer oberhalb des Raudals von Tenosique (von den Lacandon - Indianern werden Bie „Menche" genannt), Ruinen, die zwar denen von Palenque an Grossartigkeit nachstehen, deren Sculpturen aber viel besser erbalten sind. Besonders auffallend war mir ein zweistöckiges Gebäude mit zahlreichen grossen Fensteröffnungen im oberen Stock. Ich kehrte auf den Flüssen nach Sacluk zurück und besuchte alsdann den Peten-See, sowie die Ruinen von Tikals, von denen ich Pläne und Zeichnungen anfertigte. Den Rückweg nahm ich über San Luis und Cahabon. — Von dem ganzen Reisewege habe ich mit grösster Sorgfalt ein Croquis aufgenommen, den Lauf der Flüsse durch Compasspeilungen festgelegt, und ich werde so im Stande sein, die Karte des nördlichen Theils von Guatemala wesentlich zu verbessern".

Wer Blatt 1 der neuen Karte von Süd-Amerika in Stieler's Hand-Atlas (Nr. 90 in der Lieferungs-Ausgabe von 1881, 26. Lieferung) betrachtet, dem werden die Gren%gegenden von Venezuela und Brasilien durch ihre Leere als eines der unbekanntesten Gebiete in die Augen fallen. Nördlich vom Rio Negro und westlich vom Rio Branco zeigt die Karte ein grosses weisses Feld, wo ausser einigen Namen von Indianerstämmen nur eine Anzahl Nebenflüsse gestrichelt, also als unbekannt angedeutet sind, Flüsse, die mit ihrem Oberlauf nach der Sierra Parima sich concentriren, auf deren westlicher Seite der Orinoco Beinen Ursprung nimmt. Herr Richard Payer in Teplitz, durch dreijährige Reisen auf dem Amazonenstrom, dem Rio Negro, Rio Purus und zahlreichen kleineren Nebenflüssen mit Land und Leuten vertraut, hegt den lebhaften Wunsch, den Orinoco hinaufgehend zunächst die Position von dessen Quelle, welcher Schomburgk zwar nahe gekommen ist, die aber selbst noch nicht erreicht wurde, astronomisch zu fixiren und dann in jenes unbekannte Gebiet einzudringen. Es wäre sehr wünschenswerth, dass dieses Project zur Ausführung käme, und da Herr Payer die auf ca 30 000 österr. Gulden veranschlagten Kosten nicht aus eigenen Mitteln decken kann, so möchten wir Vereine und Museen darauf aufmerksam machen, dass er zu botanischen und anderen naturhistorischen, sowie auch zu ethnographischen Sammlungen sich bereit erklärt, wie er auch von seiner früheren Reise solche zurückgebracht hat. Seine Adresse ist: Teplitz, Damstrasse 4.

Da gegenwärtig eine Behr lebhafte Agitation betrieben

wird, die deutsche Auswanderung von den Vereinigten Staaten abzulenken nach anderen Plätzen, besonders nach einzelnen Gebieten von Süd-Brasilien und Argentinien, so wird eine lesenswerthe Monographie von V. Virasoro über das ebenfalls in's Auge gefasste argentinische Territorium Mmones zwischen dem Mittellaufe des Parana und Uruguay Manchem willkommen sein (Boletin del Instituto Geogr. Argentino, II, 1881, No. 9, p. 161—201). Ein grosser Theil der Arbeit ist der Erörterung einer Grenzstreitigkeit zwischen Brasilien und Argentinien gewidmet, wobei der Verfasser nachzuweisen sucht, dass der im vorigen Jahrhundert von einer spanisch-portugiesischen Commission als Grenze festgesetzte Fluss Pequiri-Guazd nicht der jetzt allgemein angenommene Pepiri-Guazü, sondern der in Brasilien den Namen Chapeco führende Fluss sei, wodurch Argentinien einen Zuwachs von ca 21 500 qkm erhalten würde. Ferner finden wir statistische Angaben über die Bevölkerung, welche sich von 1869 bis 1879 von 14715 auf 32 472 Seelen vermehrte, über Vieh- und Pferdebestand, Production &c., eine Beschreibung des Territoriums, sowie Angaben über die in Angriff genommenen Wegebauten; Mittheilungen über die klimatischen Verhältnisse fehlen.

Die genannten Bemühungen, Süd-Brasilien in grossartigem Maasse mit Deutschen zu bevölkern, für welche namentlich der Berliner Centralverein für Handelsgeographie mit lebhaftester Propaganda eintritt, finden nicht überall Anklang; selbst in den Gegenden, deren Aufblühen durch eine solche Masseneinwanderung gefördert werden soll, erheben sich abmahnende Stimmen. So unterzog I. Schmid, österr. Generalconsul, gestützt auf die Erfahrungen eines 37jährigen Aufenthaltes, in einer ursprünglich in der Allgem. Deutschen Zeitung für Brasilien, jetzt auch als Broschüre erschienenen Serie von Skizzen „Handel und Wandel in Brasilien" (Rio de Janeiro 1881) einer eingehenden Untersuchung, und nach Lage der politischen und commerciellen Verhältnisse kann er eine starke Einwanderung für beide Theile nicht empfehlen. Vor Allem sucht er der in Deutschland weit verbreiteten Anschauung entgegenzutreten, dass der nach Brasilien auswandernde Deutsche dem Vaterlande seine Nationalität erhalte; auch hier vollziehe sich die gleiche Abtrünnigkeit wie in Nord-Amerika, wenn auoh vielleicht nicht so schnell.

Polar - Regionen.

Nordenskiöld's Werk „Die Umsegehing Asiens und Europas auf der Vega" (Leipzig, bei F. A. Brockhaus) ist mit der 9. Lieferung bis zum Beginn der Überwinterung in 67° 4' 49" N. Br., 173" 23' 2" W. L. v. Gr. vorgeschritten. Während den ersten Lieferungen die historischen und die naturgeschichtlichen Capitel einen besonderen Reiz verleihen, beziehen sich die 7., 8. und 9. auf den wichtigsten Theil der Reise, den längs der Nordküste von Asien, und haben daher ihren Schwerpunkt in der Reiseschilderung selbst. Es sei uns gestattet, die Beschreibung der Nordspitze Asiens als Probe hier abzudrucken:

„Am 19. August fuhren wir fort, längs der Küste theils zu segeln, theils zu dampfen, meist in einem äusserst dichten Nebel, welcher sich nur zeitweise so weit zertheilte, dass die Küstenlage unterschieden werden konnte. Um nicht getrennt zu werden, mussten beide Fahrzeuge oft mit der Datnpfpfeife Signale geben. Das Meer war glatt wie ein Spiegel. Nur wenig und stark zerfressenes Bis zeigte sich ab und zu, im Laufe des Tages aber dampften wir an einem ausgedehnten, ungebrochenen, landfesten Eisfelde vorbei, welches eine Bucht an der westlichen Seite der Tscheljuskin Halbinsel einnahm. Das Eis, aus dem dasselbe bestand, erschien im Nebel ungeheuer stark und hoch, obgleich es in Wirklichkeit beinahe ebenso zerfressen war wie das, welches die Eisstreifen bildete, die uns hier und da auf dem Meere begegneten. Der Nebel hinderte alle weite Aussicht über das Meer, und ich fürchtete bereits, dass die nördlichste Spitze Asiens so eisumschlossen sein würde, dass wir nicht an derselben würden landen können. Bald aber schimmerte eine dunkle, eisfreie Landspitze im Nordosten aus dem Nebel hervor. Ein nach Norden offener Busen schnitt hier in das Land hinein, und in diesem warfen beide Fahrzeuge am 19. August (1878) um 6 Uhr Nachmittags Anker.

„Wir hatten jetzt ein jahrhundertelang vergebens erstrebtes Ziel erreicht: zum ersten Mal lag ein Fahrzeug an der nördlichsten Landspitze der Alten Welt vor Anker. Es ist deshalb nicht zu verwundern, dass dieses Ereigniss durch Aufhissen der Flaggen und durch Kanonensalute, sowie später, nachdem wir von unserem Ausfluge an's Land zurückgekehrt waren, durch eine Festlichkeit an Bord mit Wein und Toasten gefeiert wurde.

„Ebenso wie bei unserer Ankunft am Jenissei, wurden wir auch hier von einem grossen Eisbären empfangen, den wir schon vor dem Ankern der Fahrzeuge am Strande aufund abgehen und dann und wann unruhig ausschauen und nach dem Meere zu schnüffeln sahen, um zu erforschen, welch' merkwürdige Gäste jetzt zum ersten Mal in sein Reich eingedrungen waren. Ein Boot wurde ausgesetzt, um ihn zu erlegen; Brusewitz war der auserkorene Schütze, der Bär aber hütete sich, diessmal mit unseren Gewehren nähere Bekanntschaft zu machen. Die Kanonensalute veranlassten ihn so vollständig zur Flucht, dass er nicht einmal, wie die Bären sonst zu thun pflegen, am folgenden Tage wiederkam.

„Die Nordspitze Asiens bildet eine niedrige, durch einen Busen in zwei Theile getrennte Landzunge, deren östlicher Arm sich ein wenig weiter nach Norden erstreckt als der westliche Arm. Ein Bergrücken mit allmählich abfallenden Seiten zieht sich von der östlichen Spitze in südlicher Richtung in das Land hinein und soheint bereits innerhalb des Gesichtskreises eine Höhe von 300 m zu erreichen. Gleich dem darunter liegenden Flachlande war seine Krone beinahe schneefrei; nur an den Seiten des Berges oder in tiefen, von Schneebächen ausgegrabenen Furchen und kleinen Thälern auf der Ebene waren grosse weisse Schneefelder sichtbar. Ein niedriger Eisrand stand noch an den meisten Stellen längs des Strandes. - Aber kein Gletscher wälzte seine blauweissen Eismassen an den Seiten der Berge herab, und keine Eisseen, keine hervorspringenden Felsblöcke, keine hohen Bergspitzen verschönerten das Bild der Landschaft, welche die einförmigste und ödeste war, die ich im hohen Norden gesehen habe.

„Überall war der Boden in mehr oder weniger regelmässige Sechsecke zersprungen, deren inneres Feld gewöhnlich von Wachsthum entblösst war, während aus den Sprüngen

verkrüppelte Blumengewächse, Flechten und Moose hervorsprossten. An einigen Stellen war der Boden jedoch mit einer aus Moosen, Flechten, Gras und Halbgras gebildeten Pflanzenmatte bedeckt, die der früher von mir in der Actinia-Bai (der Taimur-Insel) angetroffenen glich; doch waren die Blumengewächse hier weniger zahlreich, die Moose verkrüppelter und weniger fruchttragend. Auch die Flechtenflora war, nach Dr. Almqvist's Untersuchung, einförmig, obgleich häufig ganz üppig entwickelt. Am reichsten an Gewächsen war der äuBserste Vorsprung der Landspitze. Es hatte beinahe das Aussehen, als ob viele der Gewächse des Taimur-Landes versucht hätten, von hier aus weiter nach Norden zu wandern, dabei aber, als sie das Meer angetroffen, dort geblieben wären, ausser Stande weiter zu kommen , und nicht geneigt, wieder umzukehren. Hier fand nämlich Dr. Kjellman auf einem kleinen Gebiete beinahe alle die Gewächse, welche die Umgebung zu bieten hatte. Die Arten, welche hauptsächlich die Flora kennzeichneten, waren: Saxifraga oppositifolia L., Papaver nudicaule L., Draba alpina L., Cerastium alpinum L., Stellaria Edwardsii R. Br., Alsine macrocarpa Fenzl., Aira caespitosa L., Catabrosa algida (Sol.) Fr. und Alopecurus alpinus Sm. Weniger häufig kamen vor: Eritrichium villosum Bunge, Saxifraga nivalis L., Saxifraga cernua L., Saxifraga rivularis L., Saxifraga stellaris L., Saxifraga caespitosa L., Saxifraga flagellaris Willd., Saxifraga serpyllifolia Pursh., Cardamine bellidifolia L., Cochlearia fenestrata R. Br., Oxyria digyna (L.) Hill., Salix polaris Wg., Poa flexuosa Wg. und Luzula hyperborea R. Br. Es gab demnach im Ganzen nur 23 Arten unansehnlicher Blumengewächse, darunter 7 Arten dem Geschlechte der Saxifragen angehörig, eine schwefelgelbe Mohnart, allgemein in unseren Gärten gepflegt, und das sehr hübsche, vergissmeinnichtartige Eritrichium. Dass die Vegetation hier an der Nordspitze Asiens mit einem harten Klima zu kämpfen hat, zeigt sich u. A. darin, dass, wie Dr. Kjellman hervorgehoben hat, die meisten Blumengewächse eine besondere Geneigtheit zu haben scheinen, äusserst dichte, halbkugelförmige Höcker zu bilden.

„Die einzigen Insecten, welche hier in etwas grösserer Menge vorkamen, waren Poduren, doch sahen wir auch einige Fliegen und sogar einen Käfer (Micralymma Dicksoni Mäkl.). Von Vögeln erblickten wir eine Menge Schnepfen, eine äusserst zahlreiche Schaar von Ringelgänsen (Anser bernicla), offenbar auf dem Zuge nach südlicheren Gegenden begriffen und vielleicht von irgend einem nördlich von Cap Tscheljuskin belegenen Polarlande kommend; ferner einen Tauchervogel, einige Eismöven und dreizehige Möven, sowie Überreste von Eulen. Die Säugethiere wurden durch den erwähnten Bären, sowie durch Renthiere und Lemminge repräsentirt, von denen wir Spuren auf den Ebenen fanden. Im Meere sahen wir ein Walross, verschiedene Robben (Phoca hispita) und ein paar Züge weisser Delphine.

„Alle Flüsse waren jetzt ausgetrocknet, aber ausgedehnte flache Flussbetten gaben zu erkennen, dass zur Zeit des Schneeschmelzen ein reicher Wasserfluss hier Statt fand. Das Gemurmel der Schneebäche und Vogelgeschrei durchbrachen dann gewiss die Einsamkeit und das Schweigen, welches jetzt über den kahlen, beinahe alles Wachsthums entblössten Lehmbetten des Flachlandes ausgebreitet liegt. Wahrscheinlich kann man jedoch etwas weiter in das Land hinein, in irgend einem gegen die Winde des Nordmeeres geschützten Thalgang, ganz andere Naturverhältnisse, ein reicheres Thier- und Pflanzenleben finden, welches letztere während der Sommerzeit ebenso blumenreich sein mag wie das, welches uns in den Thalgängen des Eisfjordes und der „Namenlosen Bucht" (der Besimannaja - Bai) entgegen tritt. Menschenspuren sahen wir hier nicht. Die Erzählungen, welche bereits um das Jahr 1600 über die Beschaffenheit der Nordspitze Asiens im Umlauf waren, machen es jedoch wahrscheinlich, dass die sibirischen Nomaden ihre Renthierheerden auch manchmal bis hier hinauf getrieben haben. Es ist sogar nicht unmöglich, dass russische Fangmänner von Chatanga auf der Nordspitze des Taimur-Landes gejagt haben, und dass Tscheljuskin wirklich hier gewesen ist, davon zeugt die auf russischen Karten ganz richtige Darstellung des Vorgebirges, welches jetzt mit Recht seinen Namen trägt.

„Die Bergart besteht aus einem Thonschiefer, mit chiastolithartigen und Schwefelkies - Krystallen untermischt. An der äussersten Spitze selbst ist der Schiefer von einem mächtigen Gang reinen, weissen Quarzes durchzogen. Nach alter Nordpolfahrersitte wurde hier zum Andenken unseres Besuches ein stattliches Steinwahrzeichen errichtet.

„Um eine gute astronomische Ortsbestimmung dieses wichtigen Punktes zu erhalten (77° 36,8' N. Br., 103° 17,2' östl. L. v. Gr.), blieb ich hier bis zum 20. August Mittags. Die „Lena" erhielt Ordre, während der Zeit hinauszudampfen, um zu dreggen. Sie traf acht Minuten nördlich von der Bucht, wo wir vor Anker lagen, ganz dichtes Eis. Die Tiefe des Meeres nahm hier schnell zu. Das Thierleben auf dem Meeresboden war reich, unter Anderem an grossen Seesternen und Ophiuriden".

Die nautische Seite der Fahrt ist wohl einer speciellen Publication vorbehalten, hier wird nicht darauf eingegangen, selbst die Frage, ob das Sibirische Eismeer wahrscheinlich einen Seeweg abgeben wird, ob die „Vega"- Expedition die Eröffnung dieses Seeweges bedeutet, berührt Nordenskiöld hier nur, ohne sie zu discutiren. Er sagt: „Ob unsere Fahrt längs der Nordküste Asiens bis nach der EoliutschinBai ein glücklicher Zufall gewesen war oder nicht, wird die Zukunft ausweisen. Ich meinerseits glaube, dass es wenigstens ein Glückstreffer war, der oft eintreffen wird". Mehr findet man über die Vortheile, welche für Sibirien aus einem Seeverkehr erwachsen würden. Nachdem seine natürliche Bevorzugung durch die grossen, bis weit hinauf schiffbaren Flüsse erörtert worden, heisst es weiter: „Mancher dürfte vielleicht glauben, dass der jetzige Mangel an passenden Communicationen für den Handel durch eine über Russland und das südliche Sibirien gezogene Eisenbahn ersetzt werden könnte. Das ist aber durchaus nicht der Fall. Im Gegentheil ist eine Seeverbindung eine notwendige Bedingung des Bestehens einer solchen Eisenbahn. Es kann nämlich niemals in Frage kommen, die Producte des Ackerbaues und der Wälder mittels Eisenbahn über eine Strecke von 3—5000 km auszuführen, welche das fruchtbare Flussgebiet des Ob-Irtysch von dem nächsten europäischen Hafen trennt. Selbst wenn man annimmt, dass die Eisenbahnfracht mit Einrechnung aller Kosten auf 2'/, Pfennig per Kilometertonne herabgesetzt werden könnte,

so würde dieselbe auf alle Fälle von Sibiriens Getreidegegenden nach irgend einem Hafen in der Ostsee bis zu 80—140 Mark per Tonne steigen. Eine so hohe Fracht nebst den Umladungsgebühren kann keins der gewöhnlichen Producte des Getreide- oder Waldbaues tragen, was leicht ersichtlich wird, wenn man diese Frachtkosten mit den gegenwärtigen Preisen des Weltmarktes, z. B. für Weizen, Roggen, Hafer, Balken &c. vergleicht. Wenn aber der sibirische Landmann seine Robproducte nicht verkaufen kann, so wird das Land auch ferner ebenso dünn bevölkert bleiben, wie es jetzt der Fall ist, und ebensowenig kann die geringzählige Bevölkerung, welche dort lebt, sich die Mittel verschaffen, solche Producte der jetzigen Industrie zu kaufen, welche einen langen Transport auf der Eisenbahn tragen können. Ohne eine gleichzeitige Seeverbindung bleibt daher die Eisenbahn ohne Verkehr, das Land in demselben Zustande, in welchem es sich jetzt befindet, und der ungedeihliche Zustand der dortigen europäischen Bevölkerung unverändert".

Ausser der „Vega"-Expedition beschreibt Nordenskiöld in diesen Lieferungen auch seine Reise auf dem Jenissei im Jahre 1875 und die Fahrt der „Lena" den gleichnamigen Fluss hinauf im Jahre 1878. Der Bilderschmuck ist reichlich, recht interessant und in technischer Hinsicht befriedigend, mancher Leser wird aber den Mangel an Karten vermissen, die lange auf sich warten lassen; wir erinnern deshalb an die in „Petermann's Mittheilungen" (1879, Tafel 2 und 17) publicirten Curskarten des Capitän Palander.

Ooeane. Seit dem 2. August ist der Dampfer Washington" von der italienischen Marine unter Leitung des Capitän Magnaghi mit Tiefsee-Forschungen im Mittelländischen Meere beschäftigt. Von Maddalena auslaufend, begann er seine Thäligkeit im Westen der Insel Sardinien, wo bei der ersten Lothung in tiefem WasBer (3000 Meter) ein Exemplar der interessanten blinden Crustacee Willemoesia leptodactyla, die von der Challenger-Expedition im Nord-Atlantischen Ocean entdeckt worden ist, zu Tage gefördert wurde. Prof. H. H. Giglioli ist an Bord des Dampfers.

Allgemeines. In Form von Tagebuchauszügen veröffentlicht der bekannte Botaniker Dr. O. Kunt%e unter dem Titel „Um die Erde. Reiseberichte eines Naturforschers" ') die Schilderung einer zweijährigen Reise, welche er 1874, anfänglich in Begleitung des Afrikareisenden C. Mauch, zu Sammelzwecken angetreten hatte; ein Theil der wissenschaftlichen Studien ist bereits in verschiedenen Monographien verwerthet worden. Vor Allem wird der Botaniker und Pflanzengeograph in diesem Werke ein reiches Material vorfinden, aber auch der Geograph, Zoolog und Geolog werden dem Verfasser für die Herausgabe seiner Notizen Dank wissen, da derselbe sorgfältig alle Irrthümer berichtigt, welche durch Karten, geogr. Handbücher, Reisewerke &c. zur allgemeinen Anschauung geworden sind, ohne dass diese Correcturen geradezu in eine Verbesserungssucht ausarten;

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