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Missionstation auszuwählen. Das Tagebuch Richard's über diese Reise findet man mit einer Übersichtskarte des Gebietes zwischen der Kleinen Syrte und Rhat (in 1:3 080 000) in der Wochenschrift „Les Missions catholiques", Lyon, 1. April 1881 und ff.

Lieut. Ma&suris Tagebuch über die von der Expedition Borghese-Matteucci 1880 zurückgelegte Strecke von Chartum über El-Obeid und Fascher nach Abu-Gheren, einem westlichen Grenzort Dar For's, wenig nördlich von Terga gelegen (s. Peterm. Mitth. 1880, Tafel 18), hat G. Coro iu seinem „Cosmos" (1880, VI) und gleichzeitig im Märzheft des „Bollettino" der Italien. Geogr. Gesellschaft publicirt, zugleich mit einer sorgfältig gezeichneten Karte in 1:3 000 000 und einem lehrreichen Memoire über die Grundlage derselben.

Der Gouverneur der ägyptischen Aquatorial-Provinzen, Dr. Emin-Bey, hat in der zweiten Hälfte des vorigen Jahres abermals eine Rundreise durch das ihm untergebene Gebiet ausgeführt, um die vorhandenen Stationen zu inspiciren und neue anzulegen. Er schlug dabei u. A. einen neuen Weg von Fatiko nach Wadelai am Nil ein (s. 1880, Tafel 4) und nahm ihn, wie seine anderen Routen sorgfältig auf. Zwei Stunden flussabwärts von Wadelai wurden vom Dampfer aus hohe Bergmassen im Westen sichtbar, die auf Befragen als im Lande „Boi" liegend bezeichnet wurden. Diess ist von Wichtigkeit, weil es in sehr erfreulicher Weise die Lage der Berge von Mbo'i und Maraasa, wie sie auf Dr. Junker's, ihres Entdeckers, Karte angenommen wird, bestätigt. Übrigens wird Dr. Emin-Bey bald Vollständigeres über jenen südlichsten Theil des Junker'schen Reisegebietes von 1877—78 liefern können. Seine Leute haben Ende 1880 von Makaraka aus gegen Wadelai hin, und zwar von Rimo an etwas östlich von Junker's Reiseroute, neue Stationen angelegt, und im Januar 1881 schickte er von Ladö aus eine Abtheilung zur Eröffnung der Gebiete im Westen des Mwutan ab. Auch westlich von Junker's Route, zwischen Monbuttu und Kallika, haben Emin-Bey's Leute Stationen eingerichtet und dabei ausser dem Kibali noch zwei andere sehr bedeutende Flüsse gekreuzt. Emin-Bey selbst wird diese Stationen wohl später besuchen, zunächst beabsichtigte er aber eine Reise zum Niamniam-Fürsten Mbio.

G. Rolilfs ist von seiner Mission nach Abessinien am 2. Mai nach Sues zurückgekehrt. Er traf den Negus Johannes, dem er einen Brief des Kaisers Wilhelm zu überbringen hatte und der keineswegs, wie die Zeitungen meldeten, gestorben ist, in Debra Tabor, und legte den weiten Weg von Massaua bis dorthin und über Gondar wieder nach Massaua in der ausserordentlich kurzen Zeit von wenig mehr als drei Monaten zurück. Wie S. 114 erwähnt wurde, brach er am 25. December 1880 von Ailet bei Massaua auf, hatte am 29. das abessinische Plateau erstiegen und am Ende des Jahres Tsasega, den Hauptort von Hamasen, erreicht. Über Sokota nach Debra Tabor gelangt, konnte er schon nach fünftägigem Aufenthalt die Rückreise antreten, weil der Negus im Begriff stand, einen Feldzug gegen Enarea zu unternehmen. Während Dr. Stecker in Deb/a Tabor blieb, um von da aus die Gegenden im Süden und Südwesten des Tana-Sees zu exploriren , wendete sich G. Rohlfs zunächst an das Ostufer dieses Sees, wo er am

21. Februar gegenüber der Insel Matraha campirte, war einige Tage darauf in Gondar, am 6. März in Dowarik und nach Überschreitung des Lamalmon - Passes und des westlichen Semien am 13. März am Takase. Von hier erreichte er über Axum (19. März) und Adua am 7. April Massaua. Über seine geographischen Resultate schrieb er uns von Gondar und Massaua aus einige Andeutungen: „Ich bin dem Fürst Reichskanzler sehr dankbar, dass er mir Stecher auf meinen Wunsch mitgegeben hat, da auf diese Weise diese interessante Mission auch nicht leer an wissenschaftlichen Resultaten ausgeht. Ich selbst habe wenig thun können, indess wird die Route Adua—Abbi Addi— Sokota—Debra Tabor, auf der ich Riippell's Route schnitt und die zum Theil mit meinem Wege von 1868 zusammenfällt (s. Peterm. Mitth. 1868, Tafel 10 und 15), viel Neues bieten. Selbst auf meinem vielbegangenen Rückweg über Wogera und westlich von Semien nach Adua fand ich Manches abzuändern. Z. B. existirt ein „Berg" Kesadaro nicht, vielmehr ist Kesadaro ein Dorf am Fuss des Gebirgsstockes Dabamatta, den man überall in Nordabessinien als Wegweiser sieht. Ich hatte immer ausgezeichnete Führer und jeden nur möglichen Vorschub der Regierung. Zu kartographischen Arbeiten habe ich stets Muse gehabt, und da ich nun im dritten parallelen Streif Abessinien von N nach S durchreise, bekomme ich ein gutes Bild. Sokota liegt über 8000 engl. Fuss hoch. Meine Instrumente müssen 1868 schlecht gewesen sein (da sie 6300 F. ergaben). Den Tana fand ich durch Aneroi'd- und Hypsometer-Beobachtungen ungefähr ebenso hoch wie Rocher d'He'ricourt, 1755 m, Gondar nach zwei Beobachtungen 2100 m. Seien Sie sicher, dass ich croquirend und Bewohnerzahlen ermittelnd täglich an Sie gedacht habe. Stecker, von dem ich gestern einen Brief aus Samara (Residenz des Negus in Debra Tabor) hatte, wird binnen Kurzem den Tana im S und W erforschen. Er ist gut ausgerüstet und bat eine Geldreserve in Massaua, welche es ihm gestattet, allenfalls bis 1£ Jahre in Abessinien zu bleiben, ohne die Afrikanische Gesellschaft in Anspruch nehmen zu müssen. Eine schöne Pflanzensammlung von ihm bringe ich mit.

Die „Livingstone Inland Mission", von Mr. McCall geleitet, hesitzt am unteren Lauf des Congo bereits fünf Stationen: Banana, Mataddi Minkanda, gegenüber Stanley's Station Vivi, ferner Paraballa, Banza Montega und Manyanga, welches oberhalb der Tellala-Fälle einige miles landeinwärts am nördlichen Ufer des Congo liegt. Beabsichtigt ist die Einrichtung einer Station an der Mündung des Edwin Arnold-Flusses in den Congo, und eine siebente hofft man noch vor Ende dieses Jahres am Stanley Pool zu etabliren. Im Verlauf der drei Jahre, welche dieses Missionsunternehmen zählt, sind drei der Sendlinge gestorben; im März d. J. befanden sich 12 Missionare, ein Ingenieur und drei Frauen in den Stationen, Verstärkungen sind aber am 19. März und 16. April von England abgegangen, im Ganzen 6 Missionare, welche auch einen kleinen Dampfer „Livingstone" nach dem Congo mitgenommen haben, wo er in den Dienst der Mission gestellt werden soll.

Wie durch den unglücklichen Ausgang der so grossartig angelegten Flatters'schen Expedition, so hat die AfrikaForschung durch das Scheitern des vorzüglich vorbereiteten Unternehmens von Capt. T. l'hipson Wybrwnt» (s. 1880, S. 361) einen harten Schlag erlitten. Mit 4 europäischen Begleitern und 100 Trägern unter Führung des bekannten Livingstone'schen Dieners Chuma, der auch die Cameron'sche und Thompson'sche Expedition geleitet hatte, und ausgerüstet mit einer zerlegbaren Dampfbarkasse, war Capt. Wybrants von Sofala aus den Fluss Sabi, dessen Delta aufgenommen wurde, stromaufwärts gefahren und bis zum Kraal des Häuptlings Umzila gelangt, wo er nach telegraphischen Nachrichten am 29. November 1880 durch das Fieber hinweggerafft wurde. Die überlebenden Begleiter sind unter Capt. Owen's Leitung in Inhambane angekommen. Von James Sibree's „The Great African Island" (London, bei Trübner, 1880) hat F. A. Brockhaus eine deutsche Ausgabe veranstaltet: „Madagascar. Geographie, Naturgeschichte , Ethnographie der Insel, Sprache, Sitten und Gebräuche ihrer Bewohner. Von James Sibree". Neben Ellis, Mullens, Grandidier ist Sibree anerkannt eine der Hauptautoritäten bezüglich Madagascars, Dank seinem mehrjährigen Aufenthalte im Lande als Mitglied der Londoner Missionsgesellschaft, seiner beständigen Verbindung mit den anderen Missionaren und seinen eingehenden Studien, von denen er schon 1870 in seinem Buche „Madagascar and its people" Zeugniss ablegte. Ganz besonders werthvoll war das „Antananarivo Annual" , das er in der Hauptstadt der Hovas drei Jahre lang redigirte, und das u. A. einige Specialkarten von ihm über Theile der Insel brachte. Auf so wohlvorbereitetem Grunde hat er sein jetziges mehr systematisch angelegtes Buch aufgebaut, das die physische Geographie und hauptsächlich die Ethnographie Madagascars in einem Gesammtbilde vorführt. Er berührt u. A. auch die Frage der Ureinwohner, bestätigt, was Ellis über die Kimos und Vazimbas an den Berichterstatter schrieb (s. dessen Abhandlung über die Zwergvölker in Afrika Peterm. Mitth. 1871, S. 147), nennt aber noch als drittes hierhergehöriges Volk die Behosy. Er sagt: „Ausser den angeführten existiren noch andere unbestimmte Nachrichten über ein seltsames Volk, das im westlichen Madagascar leben soll, und zwar giebt Rev. W. E. Cousins in dem „Antananarivo Annual" (1875, p. 106) folgende Einzelheiten über dasselbe: Ungefähr sieben Tagereisen westlich von der Hauptstadt wohnt der Stamm der sogen. Kalio oder Behosy in einem bewaldeten Gebiete, das sich von Mojanga bis Mahäbo erstreckt. Die Nahrung dieses Volkes besteht aus Honig, Aalen und Lemuren, welche letztere sie in Fallen fangen und mästen. Die Kaliü sind schwarz und haben im Äussern mit den Sakalava viel Ähnlichkeit. Sie verfertigen Netze aus Schnüren und führen nach dieser Beschäftigung den Namen Behosy. Sie springen wie Affen von Baum zu Baum und sind, da ihr Land sehr gebirgig ist, schwer zu verfolgen, ungemein furchtsam und sterben, wenn sie gefangen werden, vor Schrecken. Aus einem anderen Aufsatze in demselben Jahrbuche (p. 76) geht hervor, dass dieses Volk in den Bemaräha-Bergen an der östlichen Seite der grossen Depression, welche die Hochregion von Central-Madagascar nach Westen begrenzt, und etwa auf dem 19. Grad Südl. Breite ansässig ist".

Australien. Im Auftrage der Regierung von Queensland dehnte Capt. Petuiefather, dessen Recognoscirungen längs der West

küste der York - Halbinsel wir bereits S. 114 erwähnten, seine Untersuchungen auf die Südfatste des Carpentaria-Golfes ') aus. Am 8. September brach er von Thursday-Insel auf und landete, um Wasser einzunehmen, auf der SneersInsel, auf welcher nur noch Haufen von Glasscherben die Lage der einst hier existirenden Stadt Carnaroon andeuteten; hier kamen einige Cocos-Palmen, Guajacen, Tamarinden und andere tropische Gewächse vor, für deren Gedeihen das Klima sehr förderlich zu sein scheint. Auch auf der benachbarten Fowler-Insel wucherten Tamarinden, welche wohl in früheren Zeiten von holländischen Seefahrern angepflanzt sein mochten. Die bedeutend grössere Bentinck-Insel, an deren Südseite ein Süsswasser-See existirt, hatte üppigen Graswuchs und kleine Holzungen von Eucalypten, Feigen u. a.; die hier sehr zahlreichen Eingeborenen gestatteten keine Annäherung. Auf dem Wege zum Festlande wurde noch der Alien-Insel ein Besuch abgestattet und dann bei Point Parker gelandet, wo eine Klippenreihe sich wie eine natürliche Mole, die nur geringer Verbesserungen bedarf, in's Meer erstreckt. An Bäumen kamen verschiedene Ficus-Arten, Eucalypten, Pandanen und ein prächtiger, schattiger Baum vor, welchen Capt. Pennefather noch nicht gesehen hatte; die Fauna war durch Emus, Wallabies, Kraniche, Tauben, Enten zahlreich vertreten. Eingeborene kamen nicht zu Gesicht, doch müssen sie sich zu Zeiten hier massenhaft aufhalten, wie die Brunnen , verlassenen Lagerplätze, Fischfallen &c. andeuteten. Die nächste Umgegend wird von leicht gewellten Ebenen gebildet, weiter nach dem Innern zu wird das Land höher. Die Forschungen erstreckten sich nach, NW bis zu BayleyPoint, wo der Ufersaum niedrig und mit Salzpfannen bedeckt war; die Küste ist hier von Mangrovensümpfen eingesäumt. Die Eingeborenen besitzen hier überall keine Canoes, sondern sie benutzen Flosse, welche die Form eines V haben.

Je länger Skuthorpe mit den Tagebüchern und anderen angeblich von ihm gefundenen Reliquien Lekhhardt's zurückhält, desto mehr befestigt sich in Australien der Unglaube an seine Aussagen. Im „South Australian Register" vom 28. Februar bringt J. B. Laurie gewichtige Gründe für diesen Unglauben vor. Er befand sich am Mulligan-Fluss zu der Zeit, als Skuthorpe seinen Fund gemacht haben will, aber weder ein Weisser noch ein Schwarzer in jener Gegend hat von Skuthorpe's Reise etwas gesehen oder gehört, er müsse jede Station, jeden Wasserplatz ängstlich vermieden haben, um so ganz unbemerkt zu bleiben. Die Fundstücke konnten nach seiner Angabe von Blackall aus nicht weiter nach der Küste geschafft werden, weil sie ein zu bedeutendes Gewicht hätten, aber wie brachte er sie dann nach Blackall? Mit Freuden würden ihm an letzterem Orte die erforderlichen Pferde umsonst gestellt worden sein. Das Verdächtigste ist, dass Skuthorpe noch Niemandem seinen Fund gezeigt und noch keine Schritte gethan hat, um den von den Eigenthümern des „Sydney Bulletin" ausgesetzten Preis von 1000 L einzuziehen. Seine Unglaubwürdigkeit zeigt sich nach Laurie schon in der Aussage, dass er am Mulligan Mischlingskinder Classen's ange

') Zur Orientirung vergL Bl. 2 von Pctermann's SpecUlkarte von Australien in 8 Bl., Ergänzungsheft Nr. 89.

troffen habe, denn Niemand am Mulligan habe je solche Mischlinge gesehen.

Amerika.

In den letzten Jahren werden von den Vereinigten Staaten sowohl vom Staate als auch von Privatleuten, Missions- und Handelsgesellschaften grössere Anstrengungen gemacht, das 1867 von Russland erworbene Territorium Alaska zu heben, die natürlichen Hülfsmittel des Landes zu erschliessen und Nutzen aus dieser Erwerbung zu ziehen. Ein Geolog, J. Muir, welcher schon längere Zeit im Territorium seinen Studien obliegt und von Port Wrangel im Alexander-Archipel aus die Küste des Festlandes und verschiedene Inseln besuchte, hat das Vorhandensein von Gold und Silber, sowie anderen Metallen nachgewiesen; zahlreiche Berichte über seine Reisen, die Vegetation und die geologische Formation des Landes, Schilderungen über die Indianer und deren Sitten, Lebensweise, Handelsartikel &c. finden sich im San Francisco Chronicle und Bulletin von 1879 und 1880. Im September 1880 unternahm ein Correspondent des New York Herald (s. dessen Ausgabe vom 19. Februar 1881) mit dem Vorsitzenden der Northwest Trading Company, P. Schulze, eine Expedition zum Chilcat River, welcher in den Lynn-Canal mündet, und befuhr ihn 27 miles weit stromaufwärts. Von den Eingeborenen erfuhren sie, dass der Fluss von zwei Quellflüssen, Taheen und Kleheeny, gebildet wird; die Quelle des ersteren liegt im See Kousonah, 40 miles nordwestlich von ihrem fernsten Punkte. Der mächtigste Stamm sind die Chilcats, welche einen ausgebreiteten Handel mit Pelzen treiben, und um diesen sich zu bewahren, setzen sie dem Vordringen der Weissen zu den weiter landeinwärts wohnenden Stämmen Widerstand entgegen.

Fr. v. Schenck befand sich im Februar d. J. zu Cali, einem am Cauca in Columbien, nördlich von Popayan gelegenen Orte, und richtete von dort eine Zuschrift an die „Magdeburgische Zeitung" über das Goldland Antwquia. Mit Verweis auf die Specialkarte dieses Staates im Jahrg. 1880, Tafel 3, mag hier abgedruckt werden, was v. Schenck über die gegenwärtige Ausbeute an Edelmetallen sagt: „Neben den riesigen Erträgen der Gold- und Silberminen in den Vereinigten Staaten, Mexico, Peru &c. fällt Antioquia zwar kaum auf, doch ist die Summe von über 3 Millionen Pesos fuertes , welche es vom 1. October 1879 bis 30. September 1880 producirte, für ein Ländchen von kaum 400 000 Einwohnern nicht unbeträchtlich, und erhebt es in Betreff der Ausfuhr auf den ersten Platz unter den neun Staaten Columbiens. Obige Summe würde zweifellos bei Weitem grösser sein, wenn in Ermangelung von Maschinen die Gewinnung und Verarbeitung der Erze nicht zum grossen Theile in allerprimitivster Weise betrieben würde. Vor einigen Monaten wurde auf der Schmelzhütte zu Sabaletas eine kleine Dampfmaschine von fünf Pferdekräften aufgestellt, die erste im Staate! Es ist weniger Nachlässigkeit oder Widerwillen gegen Neuerungen, welche dem antioquennischen Bergmann vervollkommnete technische Hülfsmittel vorenthalten, sondern hauptsächlich die enormen Schwierigkeiten, denen der Transport schwerer Maschinentheile auf den halsbrecherischen Saumpfaden des Landes begegnet, und die eben durch diesen Transport verursachPetermann'a Geogr. Mittheilungen. 1881, Heft VI.

ten sehr erheblichen Kosten. Im Jahre 1867 Hess die Regierung des Staates eine Maschine für die Münze zu Medellin von Europa kommen, deren Beförderung bis zum Hafen von Nare am Magdalena ohne Schwierigkeit von Statten ging. Im Laufe der seitdem verflossenen 13 Jahre hat man aber mit einem Aufwand von vielen Tausenden die einzelnen Theile nicht weiter als Buenavista (zwei Tagereisen von Nare) zu bringen vermocht! So hat sich denn der antioquennische Minenbesitzer darein ergeben müssen, einstweilen in der alten einfachen Weise weiter zu arbeiten. Selbst so ist der Ertrag der Minen ein ziemlich bedeutender; vom 1. October 1879 bis 30. September 1880 wurden edle Metalle im Werthe von 2 626 630 Doli, nach England und Frankreich exportirt und 257 005 Doli, in Silber zur Münze in Medellin eingeliefert. Zwar ist in diesen Ziffern auch die Production des Minendistrictes von Marmato im Nachbarstaate Cauca einbegriffen, diese dürfte sich aber mit dem Werthe des über Zaragoza exportirten Goldes, welcher nicht ermittelt werden konnte, ausgleichen, und so die Summe von 3 Millionen Pesos als jährlicher Ertrag der antioquennischen Minen der Wahrheit sehr nahe kommen. Die Production ist übrigens ersichtlich im Steigen begriffen. Der Antioquenno hat eine natürliche Neigung zum Bergbau, und der hohe Preis der edlen Metalle in den letzten Jahren hat viele neue Minen - Unternehmungen in's Leben gerufen und älteren, lange vernachlässigten einen neuen Anstoss gegeben.

„Fast in der ganzen Ausdehnung des antioquennischen Gebietes findet sich Gold; die wichtigsten Minendistricte sind indessen die des Nord- und Nordost - Departements. Dort liegen die reichen Minen von Remedios, zum grössten Theile einer englischen Gesellschaft angehörend; dort Santa Rosa de Osos, eine Stadt von 10 000 Einwohnern, die „auf Gold erbaut ist". Die ganze Umgegend des Ortes ist von den Goldsuchern zerwühlt; ein Chaos von Klüften und Grubenlöchern umgiebt die Stadt auf allen Seiten, und die Polizei muss scharf aufpassen, damit nicht eines Tages ganz Santa Rosa, von der rastlosen Arbeit der golddurstigen Bergleute unterminirt, einstürze. Zahlreiche meist kleinere Goldminen finden sich auch in der Gegend von Amalfi und nördlich bis zum Cauca; dort eignet die Sociedad minera de Antioquia die Minen von Charam und Cruces. Im Centrum des Landes, unweit Medellin, liegt die gegenwärtig reichste Mine des Staates, der Zancudo (Silber, wenig Gold), die in den letzten Jahren monatlich 20—25 000 Doli, unter ihre Gewerken vertheilt hat. Oberhalb des Zancudo eignen die Herren Amador und Graf v. Bourmont die Mine Los Chorros, deren Ausbeute im Nachlassen begriffen ist. Diese beiden Unternehmungen sind die einzigen, welche Schmelzhütten besitzen: Los Chorros die Hütte von Sitio Vieso, ganz in der Nähe des Bergwerks angelegt, aber nicht in gutem Zustande befindlich; der Zancudo am jenseitigen Abhänge des Corcobado, einige Stunden entfernt, die Hütte von Sabaletas, in den sechziger Jahren durch einen deutschen Ingenieur, Herrn Reinhold Paschke aus Schlesien, eingerichtet. Jenseits des Cauca, in dem wenig angebauten nordwestlichen Berglande, besitzt die englische Gesellschaft von Remedios die früher sehr reiche Mine des Carro de Frontino, die schon in spanischen Zeiten bearbeitet wurde. Augenblicklich giebt dieselbe keine zufriedenstellenden Re

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sultate. An der Westgrenze des Staates, zwischen den noch mit dichtem Urwald bedeckten Llanos altos de Murri und dem Atrato, vermuthet man reiche Erzlager, ohne dass sich bisher Bergleute in jene ungesunde und fast unzugängliche Wildniss gewagt hätten. Das ungesunde Klima und der dichte Urwald halten auch von den Niederungen des Cocorna und Samana, am Fusse der Central-Cprdillere, die Goldsucher fern; in früheren Zeiten sind dort einige Minen in Betrieb gewesen, aber wegen der Schwierigkeit, die Arbeiter dort zu halten, wieder verlassen worden. In den Berggegenden des Südostens dagegen, in den Districten von Sonson und Pennsilvania, wird an mehreren Stellen Bergbau mit mittelmässigem Erfolge betrieben.

,,In den Grenzbezirken der Nachbarstaaten finden sich eine Anzahl wichtiger Minendistricte, die ihrer Lage nach der antioquennischen Gold- und Silberregion angehören. Da sind zunächst zu erwähnen die bekannten Silberminen von Santana im Staate Tolima, unweit des Magdalenenstromes; obgleich ihre Erträge abgenommen haben, sind sie noch immer von Bedeutung. Im Norden des Staates Cauca, am linken Ufer des gleichnamigen Stromes, haben die Minen von Rio Sucio, Marmato und Chandia eine starke Einwanderung antioquennischer Bergleute herangezogen. Die früher berühmte Goldmine von Marmato, Eigenthum einer zweiten englischen Compagnie, wird freilich seit Jahren mit Verlust bearbeitet; dagegen ist die Silbermine El Pantano (derselben Compagnie) recht gut, und die am Bergabhang oberhalb Marmato gelegene Silbermine von Chandfa giebt unter der erfahrenen Leitung eines deutschen Ingenieurs, des Herrn Greiffenstein aus Hessen, sehr reiche Erträge. Beide Silberminen haben ihre Amalgamirwerke; der Pantano in Aguas Claras (von einem Klausthaler dirigirt), Chandfa, mehrere Stunden entfernt in La Linea auf antioquennischem Gebiet.

„An der Nordgrenze Antioquia's, in den fieberbrütenden Urwäldern am Rio San Jorge (zum Staate Bolivar gehörig), haben seit zwei Jahren amerikanische Goldsucher sich festgesetzt und sollen dort bei Ure reiche Funde gemacht haben.

„Auch im Thale von Guamoco unweit Zaragoza hat man reiche Goldlager gefunden. Das ungesunde Klima steht einer grösseren Einwanderung von Bergleuten im Wege, dennoch ist die Ausbeute schon jetzt eine ziemlich erhebliche.

„Im Sande der Flüsse und Bäche Antioquia's findet sich überall Gold in grösserer oder geringerer Menge. Das Goldwaschen ist ein beliebter Industriezweig der ärmeren Volksclassen auf dem Lande; in allen Quebradas sieht man diese armen Mazamorreros („Maisbreiesser", so nennt man die Goldwascher hier), meist Frauen, wie sie mit unendlicher Geduld sich täglich einige kleine Goldkörnchen, einige wenige Realen (1 Real = 40 Pfennige) werth, erwaschen. Goldklumpen von bemerkenswerther Grösse werden häufig im Rio Porce, unterhalb Barbosa, erwaschen. Auch der wassermächtige Cauca führt viel Gold; seine Tiefe und reissende Strömung erschweren aber das Waschen. Nur zur Sommerzeit, wenn sein Stand am niedrigsten ist, waschen die Bewohner von Valparaiso in seinem Bette Gold, und zwar in der Regel so viel, dass sie während der Regenzeit davon leben und sich, ohne zu arbeiten, auf die Bärenhaut strecken können.

„Wie gross die Anzahl der im Betriebe befindlichen Minen und grösseren Wäschereien im Lande ist, davon überzeugt man sich am besten durch Besichtigung der interessanten Sammlung des Don Leocadio Arango in Medellin, welche von jeder Mine &c. eine Goldprobe enthält. 1880 zählte dieselbe fast 200 solcher Proben.

„Als ein Nebenzweig des Bergbaues ist das Aufsuchen vergrabener Indianerschätze oder indianischer Begräbnissstätten (Guacas) anzusehen, welches im ganzen Lande mit Eifer betrieben wird. Solche Guacas finden sich sehr häufig, namentlich in der Gegend von Manizales, Ituango, Bolivar; selten finden sich bedeutendere Quantitäten Gold in ihnen, häufig einzelne goldene Schmucksachen (Ohr- und Nasenringe, Haarnadeln &c), oft auch nur irdene Geschirre, steinerne Feilen und Äxte; die Geschirre sind oft. so roh gearbeitet, dasB man nicht recht begreift, aus welchem Grunde solch' werthloser Kram denn eigentlich mit vieler Mühe vergraben worden ist. Es ist eine bemerkenswerthe Erscheinung, dass in gewissen Gegenden (z. B. zwischen Manizales und Cartago) sich in den Guacas fast nie Gold, wohl aber mit einigem Geschmack gearbeitete Gefässe finden , in deren Verzierungen stets gewisse Formen wiederkehren, z. B. der Frosch, die Weiberbrust &c., während in der Ebene am Rio de la Vieja zahlreiche goldene Schmucksachen in plumpen, primitiven Gefässen ausgegraben worden sind. Die ärmeren Indianerstämme scheinen also in der Cultur ihren reicheren Stammesgenossen einigermaassen vorausgewesen zu sein.

„Es ist zu bedauern, dass die meisten der in den Guacas gefundenen goldenen Zierrathen ohne Weiteres eingeschmolzen werden. Nur die schon erwähnte Sammlung des Herrn Arango bewahrt einige hübsche Goldarbeiten auf. Dieselben liefern den Beweis, dass die Indianer von Antioquia, deren Sitten uns die Geschichtschreiber der Conquista als von abschreckender Roheit schildern, es in Kunstfertigkeit und speciell in der Verarbeitung der edlen Metalle viel weiter gebracht hatten, als die Muyscas von Cundinamarca, denen die Spanier eine Art Halbcultur gleich den Azteken und Peruanern zugestehen.

„Es fällt dem Fremden auf, dass hier im Goldlande kein einziges Stück gemünzten Goldes circulirt. Seit mehreren Jahren ist hier, wie in ganz Columbien, das Gold spurlos aus dem Verkehr verschwunden. Die Münze in Medellin prägt nur noch Silber (2- und 5-Realenstücke).

„Monatlich einmal geht die „Remesa", d. h. die Goldund Silberbarren, nach Europa. Obgleich einen Werth von ca 200 000 Doli, darstellend, geht sie fast ohne Bedeckung bis zum Hafen von Nare am Magdalena, denn die Wege sind durchaus sicher. Nur einmal, vor vier Jahren, ist die Remesa beraubt worden, und da waren die Tbäter Yankees; unter den Antioquennos sind Raub und Diebstahl fast unbekannt.

„Wie wichtig die Production edler Metalle für den Staat ist, geht aus nachfolgender Zusammenstellung des Gesammtexportes im Jahre 1879 80 hervor:

Edle Metalle DolL 2 626 630 (nach England und Frankreich), Häute . . „ 120 000 (nach New York),

Strohhüte . „ 40 000 (nach Habana und St. Thomas),

Kautschuk . „ 100 000 (nach New York),

Kaffee . . „ 40 000 (nach Hamburg und Xew York).

Doli. 2 926 630

„Wie man sieht, basirt der Reichthum allein auf dem Bergbau".

Polar - Regionen.

Da unser trefflicher C. Weyprecht, welcher, kaum 41 Jahre alt, am 29. März in seiner Heimath Michelstadt der Wissenschaft und der Forschung entrissen wurde, auf seiner Entdeckungsfahrt nach Franz Josef-Land die Erfahrung gemacht hatte, dass trotz gründlichster Vorbereitung wissenschaftliche Beobachtungen in hohen Breiten wegen Unkenntnis der gänzlich veränderten äusseren Verhältnisse nur mit grossem Verluste an Zeit und Arbeit vorgenommen werden können, so hatte er noch kurz vor seinem Tode im Hinblick auf die bevorstehende Errichtung internationaler Polarstationen eine „Praktische Anleitung zur Beobachtung der Polarlichter und der magnetischen Erscheinungen in hohen Breiten" veröffentlicht (Wien, bei Mor. Perles. fl. 0,75). Dieses klar geschriebene und auch dem Laien leicht verständliche kleine Heft wird von vielen Seiten freudig begrüsst werden, denn da es nicht möglich sein wird, alle Stationen mit der wegen der Reichhaltigkeit der zu beobachtenden Erscheinungen erforderlichen Anzahl von gründlich vorbereiteten Gelehrten zu besetzen, wird es mit Hülfe dieser Anleitung leicht werden, auch Nichtfachleute einzuschulen. Selbst dem Fachmanne wird das Schriftchen willkommen sein, da es ihn im Voraus auf die vielen anormalen Erscheinungen aufmerksam macht und in den Stand setzt, sich in unvorhergesehenen Fällen leichter zu helfen. Nach Weyprecht's Ansicht werden für alle Stationen vier mit exacter Beobachtung vertraute Beobachter, unter denen wenigstens einer ein gründlich gebildeter Fachmann sein soll, genügend sein, um alle physikalischen Erscheinungen im vollen Umfange zu beobachten, sofern sich unter dem bedienenden Personale ein oder zwei Personen finden, die zur mechanischen Beobachtung abgerichtet werden können.

Wie der „New York Herald" meldet, ist Capt. Hooper auf dem „Corwin" Anfang Mai von San Francisco nach der Bering-Strasse abgesegelt, um seine im vorigen Sommer erfolglos gebliebenen Nachforschungen nach der „Jeannette" wieder aufzunehmen.

Von der Geographischen Gesellschaft in Bremen sind Dr. Arthur und Dr. Aurel Krause nach dem TschuktschenLande ausgeschickt worden zu geographischen, naturhistorischen und ethnologischen Forschungen. Am 17. April von Bremerhaven abgereist, gehen sie über New York und San Francisco nach dem Bering-Meer, der Tschuktschen-Halbinsel und Alaska.

Mit Bezug auf seine projectirte Fahrt nach dem Ob schreibt uns Marinelieut. A. Hovgaard: „Es ist kaum möglich , für dieses Jahr flachgehende Fahrzeuge für den Ob zu erlangen, die Zeit ist zu kurz, als dass die Gesellschaft selbst solche bauen könnte. Daher steht die Ausführung deB Unternehmens für 1881 ziemlich zweifelhaft, und da ich meine Carriere in der kgl. Marine nicht zerstören kann, so habe ich für dieses Jahr eine Reise nach dem Ob aufgegeben auch für den Fall, dass die Expedition noch Statt finden sollte, und ich werde jetzt eine Fahrt auf einer Fregatte der kgl. Marine mitmachen. Im nächsten Jahre wird, wie ich hoffe, Alles besser vorbereitet sein".

Da die Ausführung der italienüchen Südpolar-Expedition wegen mangelnder Mittel noch immer nicht gesichert ist, so hat sich Lieut. Bove auf Veranlassung der italienischen Colonie in Buenos Aires nach den La Plata-Staaten begeben, um mit Unterstützung der dortigen Italiener eine beschränkte Recognoscirungsfahrt in die antarktischen Gewässer, mit welcher Aufnahmen am Feuerlande verbunden werden sollen, zu leiten. Wenn es möglich sein wird, soll ein Winter in hohen Breiten zugebracht werden. Das Instituto Geografico Argentino hat ein durch Mitglieder der italienischen Colonie verstärktes Comite' niedergesetzt, welchem bereits von der argentinischen Regierung eine namhafte Subvention zugesichert wurde. In Italien setzt inzwischen der unermüdliche Commendatore Chr. Negri die Agitationen fort, um auch für die grössere Expedition die erforderlichen Beiträge zusammenzubringen.

Oceane.

Die wissenschaftliche Nordmeer-Expedition der Norweger, 1876—78, ist nach ihrem Verlauf und nach den Ergebnissen bezüglich der Bodengestalt und der Meerestemperatur unseren Lesern aus den vortrefflichen Berichten, Karten und Profilen Prof. Mohn's (s. Jahrg. 1877, S. 400; 1878, S. 1 und Tafel 1, S. 80, 228, 400, 478; Ergänzungsheft Nr. 63) bekannt geworden. Vor Kurzem hat nun auch die Ausgabe des grossen Werkes begonnen, in welchem sämmtliche Resultate, nach Fächern getrennt, von den einzelnen Mitgliedern der Expedition und anderen Specialgelehrten bearbeitet vorliegen. Es wird aus 9 Abtheilungen bestehen: 1. Capt. Wille, Verlauf der Expedition, Beschreibung der Apparate, magnetische Beobachtungen; 2. Prof. H. Mohn, Meteorologie, Tiefsee-Temperaturen, Bewegung des Meeres, astronomische, geographische, geologische Beobachtungen; 3. H. Tornöe, Luftgehalt des Meerwassers, Kohlensäuregehalt und Salzgehalt desselben; 4. L. Schmelck, die Salze im Meerwasser, Untersuchung der Bodenproben; 5. Prof. G. O. Sara, Crustacea, Pycnogonida, Tunicata, Bryozoa, Hydrozoa, Spongozoa, Rhizopoda, Protophyta; 6. Drs. Danielssen und Koren, Holothurida, Echinida, Asterida, Crinoida, Gephyrea, Anthozoa; 7. H. Friele, Mollusca, Brachiopoda; 8. Dr. G. A. Hansen, Annulata; 9. R. Collett, Fische. Von diesen Abtheilungen sind uns bis jetzt die dritte und die neunte zugekommen. In sehr grossem Quartformat luxuriös gedruckt, mit Karten und prachtvollen Abbildungen ausgestattet, machen sie einen sehr würdigen Eindruck und dem Redactionscomite, das aus Prof. Mohn, Prof. Sars und Dr. Danielssen besteht, alle Ehre. Die Abhandlung des Chemikers der Expedition, H. Tornöe, mit Abbildung der Apparate, Tabellen der Beobachtungen und drei Karten, von denen Tafel 1 unseres Ergänzungsheftes Nr. 63 Reductionen gebracht hat, verbreitet sich namentlich über die Schlüsse, welche aus der chemischen Beschaffenheit des Wassers auf seine Herkunft gezogen werden können; Einiges darüber hat auch Prof. Mohn bereits (S. 16 des Ergänzungsheftes Nr. 63) erwähnt. Die Bearbeitung der Fische von R. Collett, mit 39 Abbildungen auf 5 Tafeln und einer Karte der Fangorte, enthält die ausführliche Beschreibung der Arten mit Angabe der Nahrung, Lebensweise, der geogr. Verbreitung &c. unter umfänglicher Anziehung der betreffenden

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