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bare Ebenen, Spinifex und Dürrung, dass Capt. Pennefather's Überflu88 an Süsswasser, Fische, Palmen, wilde Enten, offener Wald und Grasflächen durch den Contrast an Beiz bedeutend gewinnen.

Eine Kartenskizze des nordöstlichen Theiles von Birara oder New Britain nach Aufnahmen von W. Powell aus dem Jahre 1878—79, nebst Küstenbeschreibung von demselben, bringt die Februar-Nummer der Proceedings of the E. Geogr. Soc.

Amerika.

Das Hydrographische Bureau des chilenischen MarineMinisteriums veröffentlichte im J. 1879 eine Brochure und Karte über die Departements Tacna, Moquegua und Arequipa von Peru zur Orientirung über den Kriegsschauplatz (s. 1879, S. 37). Als Fortsetzung sind im October 1880 „Noticias Bohre las provincias litorales correspondientes a los departamentos de Arequipa, Ica, Huancavelica i Lima" erschienen, welche das Litoral von Islay nordwärts bis Chilca oder von 17° bis 13J° S. Br. nebst dem angrenzenden Binnenland bis zum Rio Apurimac umfassen. Auch diessmal ist den beschreibenden und statistischen Notizen eine Karte beigegeben, die im Wesentlichen auf der von Paz Soldan basirt.

Da es uns viel Mühe gemacht hat, einen Plan von Lima und Umgegend mit dem gegenwärtigen Stand der Verkehrsmittel &c. ausfindig zu machen, sei hier erwähnt, dass ein solcher Plan im November 1880 von dem Hydrographischen Bureau in Santiago publicirt worden ist: „Lima i sus alrededores". Er hat den Maassstab von 1: 33 300 und umfasst im Süden Miraflores, im Westen Callao, im Norden den Rio Chillon &c.

Im J. 1879 hat der Regierungsgeometer W. L. Loth eine beträchtliche Strecke des Saramaca-Flusses in Niederländisch- Guyana aufgenommen; seine Karte in 1 :400 000 mit Bericht findet man in der „Tijdschrift van het Aardrijkskundig Genootschap", Amsterdam 1881, I.

Polar - Regionen.

Wie Lieut. Bove, so ist auch der dänische Marinelieut. Andr. Hovgaard damit beschäftigt, ein Such über die Expedition der Vega", deren Mitglied er bekanntlich war, zu schreiben. Für einen grösseren Leserkreis bestimmt, wird dasselbe die eigentlich wissenschaftlichen Resultate nicht berühren, dagegen vor der Beschreibung der „Vega"-Reise die früheren ähnlichen Bestrebungen ziemlich ausführlich erzählen. Als Vorbild dient dem Verfasser für seine Ausarbeitung das bekannte Payer'sche Buch über die Fahrt des „Tegetthoff". Das Werk soll am 1. September zu erscheinen beginnen und in drei Monaten vollständig vorliegen, gleichzeitig in mehreren Sprachen erscheinen und 4- bis 500 Seiten umfassen, mit vielen Illustrationen, welche zum Theil nach den Skizzen des Verfassers, zum Theil nach Photographien aus Ost-Asien angefertigt werden, sowie mit drei Karten, die jedoch nur als Übersichtskarten zu betrachten sind.

Inzwischen wird Lieut. Hovgaard eine neue arktische Fahrt unternehmen, und zwar im Auftrag der neuerdings in Kopenhagen gestifteten Gesellschaß für den Handel mit

Weit - Sibirien, an deren Spitze Staatsrath Tietgen steht. Seine Aufgabe ist, ein Schiff nach dem Ob zu fuhren, im Ob-Busen einen guten Hafen ausfindig zu machen und Untersuchungen im Karischen Meere über Tiefe, Bewegungen des Eises &c. anzustellen, während sich gleichzeitig zu Land zwei Kaufleute nach dem Ob und Jenissei begeben zum Studium der dortigen Productions- und Handelsverhältnisse.

In einer Abhandlung „Über geographische Zahlen" (Geografisk Tidskrift, 1880, Heft 9 und 10) theilt Prof. Erslev einige Daten über die Längenbestimmung der Stadt Reykjavik mit. Nach den Beobachtungen von Major Scheel, welcher die Aufnahme Islands 1807—1815 leitete, hatte Prof. Schumacher die Länge von Reykjavik zu 21° 54' 46" W. L v. Gr. berechnet; seitdem jedoch die Isländische Literarische Gesellschaft 1844 die berühmte, von Major Olsen und Gunlaug8son bearbeitete Karte von Island herausgegeben hatte, wurde nach deren Beobachtungen die Länge von Reykjavik in Dänemark officiell zu 22° 0' 12" W. v. Gr. angenommen. Diese Position stimmte aber nicht mit den Chronometerangaben der dänischen Postschiffe, und so ist man jetzt wieder zu der älteren Scheel'schen Ortsbestimmung zurückgegangen. Die neueste Karte von Island, 1880 vom königl. dänischen Seekartenarchiv herausgegeben, giebt daher, unter Berücksichtigung der genaueren Berechnung des Längenunterschiedes zwischen Kopenhagen, Green wich und Paris, die Lage von Reykjavik zu 21° 54' 57" an. Da nun die Aufnahmen von Island auf der Länge von Reykjavik basiren, so ergiebt sich für die ganze Insel eine Verschiebung von 5' 15" nach Osten.

Oceane. Dr. A. v. Danckelman's Abhandlung über „Regen, Hagti und Geteilter im Indischen Ocean nach den meteorologischen Schiffsjournalen der Deutschen Seewarte nebst Bemerkungen über die geographische Verbreitung der Gewitter und des Hagels überhaupt" (Archiv der Deutschen Seewarte, III, 1880), von der ein Auszug auf S. 444 des vorigen Jahrgangs erwähnt wurde, betrachtet in eingehender Weise, nach Darlegung des Materials und der Methode, zunächst die Windverhältnisse des Indischen Oceans, geht dann zu den Regenverhältnissen über und schliesst daran einige Capitel über die Gewitter und den Hagel daselbst, sowie über deren geogr. Verbreitung. Das aus zahlreichen Schiffsjournalen und einer grossen Menge von Beobachtungsstationen entnommene Material ist nicht nur in tabellarische Übersichten gebracht, sondern die Resultate werden auch im Text dargelegt und auf 7 kleinen Übersichtskarten des Indischen Oceans zu klarem Verständniss gebracht. — Es sei hierbei erwähnt, dass Frhr. v. Danckelman eifrig bemüht iat, zu meteorologischen und klimatologischen Beobachtungen anzuregen. So lässt er es sich angelegen sein, die Missionsgesellschaften für solche Arbeiten zu interessiren, auch hat er bereits mit Hülfe des Leipziger Vereins für Erdkunde eine Station am Gabun in West-Afrika eingerichtet, indem er dem Plantagenvorsteher Soyaux daselbst die erforderlichen Instrumente und Instructionen lieferte, und sehr verdienstlicher Weise steht er im Begriff, praktische Instructionen zu meteorologischen Beobachtungen für Laien, namentlich auch für Reisende, zu schreiben.

Allgemeines. In diesen Tagen ist das „Geographische Jahrbuch" zum ersten Mal unter seiner neuen Redaction erschienen '). Sein eigenes Kind fremden Händen zu überliefern, nachdem man es mit vieler Mühe und Sorge über die ersten Entwickelungsstufen glücklich aufgezogen hat, ist immer schwer, nur die Unmöglichkeit, auch ferner die erforderliche Zeit darauf zu verwenden, und die Überzeugung, dass es in gute Hände kommt, erleichtern den 8chritt. Beides diente auch dem Referenten zur Beruhigung, als nach Dr. Peterraann's Tod die Umstände es nöthig machten, dass er die Redaction der „Mittheilungen" übernahm und das Jahrbuch, weil ihm Zeit und Kraft dafür mangelten, an Professor Wagner abgab. Wusste er doch, dass es bei ihm am besten aufgehoben sei, und der neue Band bestätigt diess im vollsten Maasse. Ein Wechsel der Redaction ist nach längerem Bestände einer periodischen Publication schon unter gewöhnlichen Verhältnissen ganz förderlich, neue Ideen, andere Gesichtspunkte, frisches Streben bringen Verjüngung der durch Erschlaffung, Gewohnheit, Gleichmäßigkeit der Behandlung und des Inhalts Alternden. In viel höherem Grade muss diese wohlthätige Wirkung eintreten, wenn, wie beim Jahrbuch, der neue Redacteur die Vorzüge der jüngeren, rüstigeren Kraft, eine staunenswerthe Arbeitsfähigkeit, die gediegensten und vielseitigsten Kenntnisse des Faches mitbringt und nebenbei noch die Bedürfnisse des Lehrers und des Lernenden aus eigener Erfahrung kennt. Das Letztere ist gerade in diesem Falle wichtig, weil daB Jahrbuch doch seiner ganzen Tendenz nach den Leser in den Stand setzen soll und kann, ohne grossen Apparat eigener Quellenstudien den Fortschritten der verschiedenen Zweige der Geographie zu folgen, diess aber in erster Linie den Lehrern Bedürfniss und Pflicht ist. Dem entsprechend hat sich Prof. Wagner, wie schon im 7. Bande, so auch diessmal wieder eingehend über die Methodik der Erdkunde ausgesprochen, und seine Abhandlung gewinnt einen besonderen Reiz auch für weitere Kreise dadurch, dass er die Bestrebungen, Ansichten und Methoden, wie sie in den verschiedenen Culturländern bei der Behandlung der Geographie sich geltend machen, in Betracht zieht. Ausser dieser Abhandlung des Herausgebers, der eine Übersicht über sämmtliche Lehrstühle der Geographie an europäischen Hochschulen und der an denselben gehaltenen Vorlesungen angehängt ist, sind an Fortsetzungen der in früheren Bänden enthaltenen Fortschrittsberichte zu verzeichnen: Hann über geogr. Meteorologie, Schmarda über Thiergeographie, Drude über Pflanzengeographie, Bruhns über die europäische Gradmessung, Gerland über Ethnologie, ferner v. Fritsch's „Neue Erfahrungen über die geogr. Verbreitung geognostischer Formationen", v. Scherzer's „Mittheilungen über den Welthandel", Auwers' Tabelle der geogr. Länge und Breite von 144 Sternwarten, Wagner und Wichmann über die Geogr. Gesellschaften, gegen früher wesentlich verändert und erweitert. Wegfällig geworden ist nur Nessmann's Bericht über die Fortschritte der Bevölkerungsstatistik, der bereits in der „Bevölkerung der Erde", VI, einen geeigneteren

') Geographisches Jahrbuch. Begründet 1866 durch Dr. £. Behm. Bd. VIII, herausgegeben von Dr. H. Wagner, Professor an der Uniyersität Göttingen. Gotha, J. Perthes.

Platz gefunden hat. Dagegen wurde eine ausgezeichnete neue Kraft an Prof. Dr. K. Zöppritz in Königsberg gewonnen für eine zusammenfassende Darstellung des gegenwärtigen Standpunktes der Geophysik. Kurz und übersichtlich, mit sicherer kritischer Hand wird hier, unter Erwähnung der neuesten Arbeiten, gezeigt, wie weit die Forschungen gediehen sind über Gestalt und Dichtigkeit der Erde, Fluth und Ebbe, die Möglichkeit von Veränderungen der Rotationsaxe der Erde, die Temperaturzunahme mit der Tiefe, den inneren Zustand der Erde, das Alter derselben , Vulcanismus, Erdbeben, säculare Hebungen und Senkungen, Gebirgsbildung, Erosion und Thalbildung, Sedimentablagerung, Meeresströmungen, die Seiches und andere Erscheinungen der Binnenseen, die Stromgesetze der Flüsse, endlich über die Gletscher und die Eiszeiten. Die Meteorologie, die im Jahrbuch durch Prof. Hann so ausgezeichnet vertreten ist, bleibt ausser dem Rahmen dieser Arbeit, dagegen sollen die magnetischen und elektrischen Erscheinungen der Erde im nächsten Bande behandelt werden.

Von A. Steinhauser 8 „Grundzügen der mathematischen Geographie und der Landkarten-Protection", einem 1857 erschienenen , für Leser ohne Kenntniss der höheren Mathematik bestimmten kleinen Handbuch, ist eine zweite völlig umgearbeitete Auflage ausgegeben worden (Wien bei Fr. Beck, 1880. Preis 3,60 M.). In dem einleitenden Theile ist Manches gekürzt, in der eigentlichen mathematischen Geographie ein etwas höherer Standpunkt angenommen worden, weil sich der Unterricht in den österreiohischen Mittel- und Volksschulen seit der ersten Ausgabe gehoben hat; die Projectionslehre erfuhr dagegen wesentliche Bereicherungen.

Nicht als Lehrbuch, sondern als Lesebuch der physischen Geographie führt sich Prof. Fr. RatzeTs neues Werk „Die Erde in vierundzwanzig gemeinverständlichen Vorträgen über allgemeine Erdkunde" (Stuttgart, bei J. Engelhorn, 1881) ein. Die ursprünglich in einem sogenannten Frauencurse gehaltenen Vorträge, um einige vermehrt und reicher mit Thatsachen ausgestattet, bilden eine systematische Folge von Capiteln, die so ziemlich das ganze Gebiet der mathematischen und physischen Erdkunde umfassen. Von der Erde als Weltkörper ausgehend, behandeln sie die allgemeine Geologie, Vulcanismus und damit zusammenhängende Erscheinungen, Hydrographie, Gletscher und Eisberge, die Lufthülle, die Verbreitung des Lebens auf der Erde und schliesslich den Menschen. Sie sind ernst und ruhig geschrieben , ohne Sucht dach Effect; ziemlich zahlreiche, in den Text gedruckte Illustrationen erleichtern das Verständniss.

Seinem „Manuel du Voyageur" (s. Jahrg. 1879, S. 196) liess D. Kaltbrunner ein Aide-Memoire du 'Voyageur" folgen (Zürich, J. Wurster & Co., 1881), das er als eine Art Taschen-Encyclopädie der für Reisende nützlichen geographischen Kenntnisse bezeichnet und das in der That ein inhaltreiches Compendium der Geographie bildet. Mit sehr gefälligen kleinen, meist physisch-geographischen Übersichtskarten ausgestattet, behandelt es die mathematische, die verschiedenen Zweige der physischen Geographie, giebt topographisch - statistische Notizen über die einzelnen Länder und schliesst mit drei besonderen Capiteln über Geologie, Biologie und Anthropologie.

Als einen der werthvollsten neuen Beiträge zur physisehen Geographie begrüssen wir das Buch von A. R. Wallau „Island Life: or, the phenomena and causes of insular faunas and floras, including a revision and attempted Solution of the problem of geological climates" (London, Macmillan & Co., 1880). Wie seine früheren Bücher über den Malayischen Archipel und über die geographische Verbreitung der Thiere enthält auch dieses eine Fülle von Ergebnissen eigenen Nachdenkens und Forschens und von Schlüssen, die auf ausgebreitete Kenntnisse sich stützen. Es behandelt in seinem ersten allgemeineren Theil die Erscheinungen, Gesetze und Ursachen der geographischen Verbreitung der Organismen, und im zweiten specielleren eine Reihe von typischen Insular - Floren und Faunen. Bringt Wallace in dem letzteren Theil eine Menge einzelner Thatsachen, welche fast alle Fragen dieses besonderen Zweiges der physischen Geographie berühren, giebt er da u. A. der Hypothese von der ehemaligen Existenz eines Continents Lemuria im heutigen Indischen Ocean, die bereits stark erschüttert war, den letzten Stoss, so gelangt er in dem ersten Theil zu allgemeineren Ergebnissen von grosser Tragweite, indem er z. B. den Nachweis liefert, dass die geographische Gestaltung der Erdoberfläche einen ungleich grösseren Einfluss auf die Klimate der verschiedenen geologischen Zeiten ausgeübt hat, als astronomische Vorgänge, dass die abwechselnden Phasen der Präcession, welche bewirken , dass der Winter der Nord- und Süd-Hemisphäre je 10 500 Jahre lang mit dem Aphelion und Peribelion zusammenfällt, nur da eine vollständige Änderung des Klima' s bedingen, wo ein Land theil weise mit Schnee bedeckt ist, während in Ländern, die ganz unter Schnee und Eis begraben lagen, wie z. B. im nördlichen Europa während der Eiszeit, die glacialen Verhältnisse fortbestanden, vielleicht sogar verstärkt wurden, wenn die Sonne im Winter der Erde am nächsten kam, wogegen nach Croll's Ansicht dann ein ewiger Frühling herrschte.

Dem Spamer'schen Verlag verdanken wir eine für weiteste Leserkreise bestimmte „Geschichte der geographischen Entdeckungsreisen im Alterthum und Mittelalter bis zu Magellan's erster Erdumsegelung", bearbeitet von J. Löwenberg , ein hübsches Buch, das durch die Art der Behandlung wie durch die zahlreichen Illustrationen, Nachbildung alter Karten &c. ganz dazu angethan ist, Interesse für die Geschichte der Geographie zu erwecken. Es bildet einen Band von dem „Neuen Buch der Reisen und Entdeckungen", das unter Fr. v. Hellwald's und R. Oberländer's Redaction schon manches Gute zu Tage gefördert hat.

Die Buchhandlung von Schworella & Heick in Wien hat ihren 1876 erschienenen „Leitfaden zur Orientirung im Gebiete der neueren Kartographie und Geographie" in zweiter, erweiterter Auflage herausgegeben. Es ist diess eine Zusammenstellung der wichtigsten geographischen Publicationen neuester Zeit, Karten, Bücher, Zeitschriften, übersichtlich geordnet, häufig mit Inhaltsangabe und erläuternden Bemerkungen versehen. Neu hinzugekommen sind in der zweiten Auflage die Literatur über Kartenzeichnen und Projectionslehre, eine Aufzählung der in den letzten 6 bis 7 Jahren publicirten hervorragenden Reisewerke, eine Auf

zählung der Generalstabskarten der grösseren Culturländer und ein Sachregister über die Karten zum Privat- und Schulgebrauch.

„Statistik der unteren Luftströmungen" benennt sich ein jüngst erschienenes Buch von Prof. Dr. Supan (Leipzig, bei Duncker & Humblot), das sich zur Aufgabe gestellt hat, auf Grund der vorhandenen Beobachtungen und der theoretischen Erkenntnisse ein möglichst vollständiges Gemälde von der geographischen Windvertheilung zu entwerfen. Es betrachtet in dem allgemeinen oder theoretischen Theil die neue Theorie der Winde im Vergleich mit der alten, die Natur der Cyklonen, Anticyklonen und Passate, sowie die Vertheilung des Luftdruckes und der Winde im Sommer und Winter. Der specielle Theil enthält sodann in Tabellen und dazugehörigen Erläuterungen die Darstellung der Luftströmungen in den einzelnen Gebieten der Erde. Zwei Windkarten der Erde und zwei kleinere Windkarten Europa's für den nordhemisphärischen Sommer und Winter veranschaulichen das Ergebniss der mühevollen, mit vielem Fleiss durchgeführten Arbeit.

In recht anschaulicher Weise schildert J. v. Doblhoff unter dem Titel „ Von den Pyramiden bis tum Niagara" eine in den Jahren 1873 und 1874 unternommene Reise um die Erde (Wien, in Commission bei E. Schlieper). Da die Reiseroute nur über allbekannte Gegenden (Ägypten, Indien und Ceylon, Singapore, Saigon , chinesische Küstenstädte, Japan, San Francisco, Chicago, Niagara-Fälle) führt, so sind Aufzeichnungen von grossem wissenschaftlichen Interesse nicht zu erwarten, doch hat der Reisende es verstanden, durch Einflechtung historischer und statistischer Daten, welche bis auf die Gegenwart nachgetragen wurden , seinen touristischen Erlebnissen grösseren Werth zu verleihen. Jedem, der ausgedehntere Reisen zu unternehmen beabsichtigt, ist eine Leetüre des Buches zu empfehlen , da es zahlreiche praktische Fingerzeige über Ausrüstung &c. enthält und im Anhange eine Liste von 30 empfehlenswerthen grösseren überseeischen Touristenrouten bietet. Nach Skizzen des Verfassers und seines Begleiters des Malers J. v. Blaas sind dem Werke 65 zum Theil recht charakteristische Abbildungen beigegeben, deren technische Herstellung durch Zinkographie allerdings Manches zu wünschen übrig lässt.

Gymnasialdirector Krichenbauer steht mit seiner Meinung, dass die Irrfahrt des Odysseus eine Umschiffung Afrika's gewesen (s. 1877, S. 81) nicht mehr vereinzelt da. Ganz unabhängig von ihm und ohne ihn zu nennen, bekennt sich Dr. Konrad Jar% (in Kettler's Zeitschrift für Wissenschaftliche Geographie, II, Heft 1) zu seiner Ansicht, dass Odysseus, aus dem Süden des Atlantischen Meeres kommend, die Canarischen Inseln ansegelte. Trinakie ist Teneriffa, der leukadische Fels deren Pik, das alte Garachico die Stadt der Phäaken, Ogygie oder die SirenenInsel ist Gomera, die Insel Aiaie mit der Kirke aber Palma; auch die Charybdis findet sich wieder, und zwar bei Cap Tero, der Nordwestspitze der Insel Teneriffa.

E. Behm.

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pour servir ä l'intelligence des travaux de commission techn. europ. reunie ä Silistrie en 1879 &c. Paris, impr. lith. Monrocq, 1880.

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Russisches Reich und Kaukasusländer.

Barykow, W., A. Polowzow und P. Ssokolowski: Sammlung von Materialien zum Studium der Organisation der Landgemeinden. Bd. I. (In russ. Sprache.) St. Petersburg, 1880.

Bechterew, W.: Die Wotjaken, ihre Geschichte und ihre gegenwärtige Lage. [In russ. Sprache.] (Europ. Bote 1880, Nr. 8.)

Dometh, J. v.: Aus dem Kaukasus und der Krim 8°, 218 SS. Wien, Hartleben, 1881. tl. 1,80.

Holzmayer, J. B.: Das Land Arensburg auf der Insel Oesel. 16°. Riga, Kymmel, 1880. M. 2.

Iswestija der Kaiserl. Russischen Geographischen Gesellschaft, Bd. XVI, Heft 2. St. Petersburg 1880. (In russischer Sprache.)

Inhalt: Fahrt des Dampfers „Vega", vom dänischen Marine-Lieutenant Hovgaard (ans dem »Japan Herald"). — Bemerkungen über die Zahl und die gegenwärtige Lage der Tscbuktschen an der Küste des nördlichen Eismeeres, von O. Nordqvlst. — Bericht über die vorläufigen Erforschungen der Steinzeit in der Krim, von K. S. Mereshkowskl, mit Anmerkungen von L. N. Maikow (mit 4 lithographirten Tafeln). — Zweiter Aufenthalt auf der Maclay-KUste von Neu-Guinea, von N. N. Mlklucho-Maclay (mit einer Kartenskizze). — Miscellen: Expedition N. Przewalsky'a. — Ethnographische Materialien, gewonnen durch die Expedition G. N. Potanin's. — Forschungen des Urn. Tscherski auf dem Baikal-See. — Reise des Hrn. Regel von Kuldsha über Scblcho nach Turfan und zurück. — Die neue Poststrasse von Powencz am Onega-See nach dem Ssumski - Possad am Weissen Meere (mit Kartenskizze). — Naohrichten über die Thätigkelt der internationalen Afrikanischen Gesellschaft. — Reise N. N. Mlklucho-Maclay's. — Bibliographie: Aus der laufenden Literatur über die Steinzelt (Ueber die Steinzeit in Japan und die letzten Funde der Spuren von Mensohen in der Tertiärzelt).

Iswestija der Kaukasischen Abtheilung der K. Russischen Geographischen Gesellschaft, 1880. Bd. VI, Nr. 2. (In russischer Sprache.)

Inhalt: Berioht für das Jahr 1879. — Bemerkungen über das Batum'sohe Gebiet, von D. Bakradse. — Das Trapezunt'scbe Vilajet im Jahre 1879. — Spuren der Gletscherzelt Im nordöstlichen Anatolien, von Gifford Paigrave (der erstere dieser beiden Artikel aus den Mittb. der Geogr. Ges. in Wien, der andere auB der »Nature" von G. Weldenbaum übersetzt). — Bibliographisches: Von Batum nach Artwin, von G. Weidenbaum (Auszug). — Medico-topographisohe Beschreibung Batums, von A. Remmert (Auszug). Medico-topographisohe Beschreibung des Gebietes Erzerum, von L. Reltlinger. — Wissenschaftliche Mittheilungen: Bestimmung des Längen- und Breitengrades von Constantinopel, von 1. Sstebnlzki. Verzeichniss der Höhen, die auf der früheren Poststrasse von Kars nach Erzerum bestimmt worden sind, von I. Ssteb. nizkl. Verbesserungen in der Berechnung der in Istwestija, VI, No. 1, angegebenen Längen, von P. Kulberg. Geographische Lage Batuma, von demselben. Topographische und geodätische Arbeiten, die in den Gebieten Kars und Batum und auf dem in den Jahren 1878 und 1879 zeitweise besetzten Territorium der asiatischen Türkei ausgeführt sind. Ueber die Grenzlinie und die Grenzzone zwischen der Küste des Schwarzen Meeres und Artwin (mit Karte), von N". Lewascbow, und folgende Ergänzungen zu diesem Artikel: Verzeichniss der Dörfer und Soblucbten in der Grenzzone, von N. Lewaschow, und Verzeichnis« der in der erwähnten Zone barometrisch bestimmten Höhen, von P. Sstepanow. — Beilage: Scbluss der Beschreibung

der von Joseph Czernlk 1873 ausgeführten Reise von Tarabulos darch Syrien und Mesopotamien.

Jahresbericht der Kaiserl. Russischen Geographischen Gesellschaft für das Jahr 1879. St. Petersburg, 1880. (In Russischer Sprache.)

Inhalt: Nekrologe verstorbener Mitglieder, und zwar der Ehrenmitglieder: Inokentl, Metropolit von Moskau, A. Lewschln und Fürst A. Barjatinski, der wirklichen Mitglieder M. Onazewltsch und A. Schmidt, und der eorrespondirenden Mitglieder F. Brandt und N. Tlchonrawow. — Expeditionen der Gesellschaft: N. Przewalsky's nach Centralaslen, G. Potanin's nach der nordwestlichen Mongolei, M. Pjewzow's nach Kuku-choto, zur Erforschung der centralasiatischen Eisenbahn und des Amu-Darja — Kurze Berichte über den ersten Versuch der Errichtung einer meteorologischen Station auf Nowaja Semlja, über die Reise des Prozessors NordeoBkiöld und O. A. Nordqvist'a, über die Expedition A. Grigoriew's, über die Erforschung der beim russischen Volke üblichen Formen des Ackerbaues, über die Ausführung meteorologischer Beobachtungen in Russland, über die ethnographischen Forschungen P. Ssyrku's in Bulgarien und Ostrumelien, über die anthropologischen Forschungen 1. Poljakow's und A. Inostranzew's und über die Reisen Miklucho-Maclay's.— Berichte über die Publlcationen, die Thätigkelt, die Bibliothek und die Geldmittel der Gesellschaft und über die von ihr ertbeilten Preise. Beilagen: Specielle Nachweise über die ertbeilten Preise und über die geschäftliche Lage und die Finanzen der Gesellschaft. Nachtrag: Bericht der Ostsibirischen Seotlon in Irkutsk, der Westslbfrisoben Section in Omsk, der Orenburgiacben Section in Orenburg, der Kaukasischen Section in Tirlis über die Thätigkelt im Jahre 1879.

Koeohliu-Sohwartz, A.: Un touriste au Caucase; Volga, Caspienne, Caucase. 18°, 361 pp, mit Kte. Paris, Hetzel, 1881. fr. 3.

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Europ. Russland. Karte des — in 12 Bl. 40 Werst auf den

Zoll. Zweite bedeutend vervollständigte und verbesserte Aufl., mit Angabe der Eisenbahnen für 1879. Herausgeg. von d. K. Russ. Geogr. Gesellsch. St. Petersburg, 1880. Rub. 5.

Finlands geologiska undersökning. Bl. 2. 1 : 200 000. Lith. u. eolor. Mit Text. Helsingfors, 1880.

(Geschlossen am 14. Februar 1881.)

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